Friedewald (Hessen)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Kassel | |
| Landkreis: | Hersfeld-Rotenburg | |
| Höhe: | 388 m ü. NN | |
| Fläche: | 39,65 km² | |
| Einwohner: |
2.475 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 62 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 36289 | |
| Vorwahlen: | 06674, 06629 (Motzfeld) | |
| Kfz-Kennzeichen: | HEF | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 32 006 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Motzfelder Straße 12 36289 Friedewald |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Martin Gröll (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Friedewald im Landkreis Hersfeld-Rotenburg | ||
Friedewald ist eine Gemeinde im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Osthessen, Deutschland, direkt östlich von Bad Hersfeld.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Die Gemeinde liegt im Grenzbereich zwischen der Kuppenrhön und dem Seulingswald. Friedewald liegt an der Wasserscheide von Fulda und Werra. Der Ort Friedewald liegt nördlich vom Dreienberges, der zu den nördlichsten Ausläufern der Rhön gehört und südlich vom Toten Mann, der höchsten Erhebung des Seulingswaldes.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Friedewald grenzt im Norden an die Gemeinden Ronshausen und Wildeck, im Osten an die Stadt Heringen und die Gemeinde Philippsthal, im Südosten an die Gemeinde Hohenroda, im Süden an die Gemeinde Schenklengsfeld sowie im Westen an die Stadt Bad Hersfeld und die Gemeinde Ludwigsau (alle im Landkreis Hersfeld-Rotenburg).
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die Gemeinde besteht neben der Kerngemeinde aus den Ortsteilen Hillartshausen, Lautenhausen und Motzfeld.
[Bearbeiten] Geschichte
Das Amt Friedewald wurde 1392 (mit Marktrecht und Gerichtsbarkeit) und der Ort Friedewald wurde im Jahre 1430 erstmals schriftlich erwähnt. Eine Abtsburg stand hier schon vor 1312, die als Hersfeldisches Lehen in diesem Jahr an die Landgrafschaft Hessen abgegeben wurde. Die Burg wurde vermutlich gebaut, um die Handelsstraße Kurze Hessen, die von Frankfurt nach Leipzig führte, zu kontrollieren.
Im Jahre 1472 wurde diese Burg abgerissen, und Landgraf Heinrich III. ließ sich hier von seinem Baumeister Hans Jakob von Ettlingen die Wasserburg Friedewald bauen, die den Landgrafen für Jagdaufenthalte diente. Am 5. Oktober 1551 wurde hier der Vertrag zwischen Frankreich und den schmalkaldischen Fürsten zur Befreiung des Landgrafen Philipp von Hessen aus kaiserlicher Gefangenschaft geschlossen. Die Burg Friedewald mit ihren vier Ecktürmen wurde im Jahr 1762 zerstört. Das Schloss ist immer noch Mittelpunkt des Ortes und das Wahrzeichen der Gemeinde.
Während der Zeit des napoleonischen Königreichs Westphalen (1807-1813) war Friedewald Hauptort des Kantons Friedewald und Sitz des Friedensgerichts.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeindevertretung
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 44,0 | 7 | 59,4 | 9 | 46,7 | 7 |
| OL | Offene Liste | 39,9 | 6 | 19,5 | 3 | – | – |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 16,1 | 2 | 21,0 | 3 | 33,4 | 5 |
| BpF | Bürgerliste pro Friedewald e. V. | – | – | – | – | 17,5 | 3 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | – | – | – | – | 2,4 | 0 |
| gesamt | 100,0 | 15 | 100,0 | 15 | 100,0 | 15 | |
| Wahlbeteiligung in % | 55,3 | 58,4 | 74,1 | ||||
[Bearbeiten] Bürgermeister
Martin Gröll (parteilos) wurde am 2. Februar 2003 mit einem Stimmenanteil von 83,6 % zum Bürgermeister gewählt. Er wurde am 26.Oktober 2008 mit einem Stimmenanteil von 87,4 % im Amt bestätigt.
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: „In rot eine silberne Burgsilhouette mit Zinnen davor in schwarz die Silhouette eines Dreischalenbrunnens. Im Schildhaupt vier silberne Eichenblätter mit Eichenfrucht.“
[Bearbeiten] Wirtschaft
[Bearbeiten] Verkehr
Die Gemeinde liegt an der Bundesautobahn 4 (Anschlussstelle 33). Weiterhin führt durch die Gemeinde die Bundesstraße 62 von Bad Hersfeld nach Bad Salzungen. Der öffentliche Personennahverkehr erfolgt durch die ÜWAG Bus GmbH mit der Linie 330, 331 und 345.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
Anfang 2009 hat Hermes ihr neuestes HUB (Haupt-Umschlagsbasis) auf einer Fläche von 100.000 m² mit einem 18.000 m² großen Gebäude in Betrieb genommen. Außerdem führt die Schenker Deutschland AG eines der leistungsfähigsten HUBs Europas. Es ist für Schenker insbesondere für innerdeutsche Stückgutsendungen von zentraler Bedeutung.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die Gemeinde besteht neben Friedewald aus den Ortsteilen Lautenhausen, Hillartshausen und Motzfeld.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Museen
Heimatmuseum Friedewald im südlichen Marstall der Vorburg
[Bearbeiten] Bauwerke
- Ruine der Wasserburg Friedewald mit vier Wehrtürmen aus Friedewalder Sandstein, der Landgrafen von Hessen aus dem 15. Jahrhundert und Vorburg von etwa 1600.
- In der Mitte des Schlossplatzes steht ein barocker Dreischalenbrunnen.
- Hammundeseiche (von diesem wüst gewordenen Dorf findet man die wieder aufgemauerten Mauern der Kirche, den Dorfweiher, den Brunnen und die „Dicke Eiche“ (1000-jährige Dorfeiche)
- „Zollstock“ (ehemaliger Grenzpfosten an der Grenze zwischen Hessen, Thüringen und Grabfeld, die hier seit 1306 lange Bestand hatte.
- Nadelöhr (wurde 1579 erstmals erwähnt, und als hohle Eiche beschrieben, es wurde als heilwirksam angesehen dort hindurch zu kriechen. Der verfallene Baum wurde vermutlich im späten 16. Jahrhundert durch einen torähnlichen Stein ersetzt.)
- Turmruine der Gisslingskirche
- Ruine der Walterskirche, des wüst gewordenen Dorfes Waldradeberg
- Ruine eines Wachturms der Drygenburg
- Kriegerdenkmal 1914-18 von Bildhauer Arnold Rechberg
[Bearbeiten] Parks und Naturdenkmäler
- Hammundeseiche (eine Eiche bei dem wüst gewordenen Dorf gleichen Namens)
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Ortes
- Karl Bernhard Hundeshagen (1810–1872), reformierter Theologe
- August Spies (Journalist) * 10. Dezember 1855; † 11. November 1887 in Chicago.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
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