Großolbersdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Großolbersdorf
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Großolbersdorf hervorgehoben
Koordinaten: 50° 42′ N, 13° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Erzgebirgskreis
Höhe: 480 m ü. NN
Fläche: 22,61 km²
Einwohner: 3112 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 09432 09434 09429
Vorwahlen: 037369 (03725 im OT Hohndorf)
Kfz-Kennzeichen: ERZ
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 240
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Am Rathaus 8
09432 Großolbersdorf
Webpräsenz:
Bürgermeister: Henry Freund (Einzelbewerber)
Lage der Gemeinde Großolbersdorf im Erzgebirgskreis
Karte

Großolbersdorf ist eine Gemeinde im Erzgebirgskreis in Sachsen, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Großolbersdorf ist ein Waldhufendorf im mittleren Teil des Erzgebirges, mit einer groben Ost-West-Ausrichtung. Im Osten grenzt es an den Bornwald und reicht im Westen bis zum Zschopautal. Im Norden grenzt die Stadt Zschopau an den Ort und im Süden die Stadt Wolkenstein.

Höchster Punkt des Ortes ist der Zeisighübel mit 642 m Höhe, tiefster Punkt ist die Zschopau mit 358 m.

Zur Gemeinde gehören auch die beiden Ortsteile Hohndorf und Hopfgarten. Hohndorf liegt als aus einem Vorwerk entstandene Siedlung auf einer Höhenlage von 500–550 m.

Hopfgarten gruppiert sich zu beiden Seiten des Zschopautals.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Großolbersdorf

  • 1386: erste urkundliche Erwähnung
  • 1536: Reformation
  • 1575: Großolbersdorf wird eigenständige Parochie mit den Orten Grünau, Hohndorf, Hopfgarten und Scharfenstein
  • 1643: im Dreißigjährigen Krieg wird die Kapelle durch die Schweden zerstört
  • 1877: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
  • 1888: Zentralschule wird eingeweiht
  • 14. Februar 1945: Bombenangriff mit 10 Toten, 34 Wohn- und Wirtschaftsgebäude werden zerstört
  • April 1945: Zwei KZ-Häftlinge eines Todesmarsches wurden von SS-Männern bei Großolbersdorf erschossen
  • 13. August 2002: Jahrhundertflut, Brücke und Ufermauer in Hopfgarten werden zerstört

[Bearbeiten] Hohndorf

  • um 1385: Errichtung eines Vorwerkes
  • 1486: erste urkundliche Erwähnung
  • 1700: Anlegung der Poststraße ChemnitzMarienberg
  • 1898: Bau des Schulgebäudes
  • 14. Februar 1945: Bombenangriff mit 5 Toten, 5 Wohn- und Wirtschaftsgebäude werden zerstört
  • 1. Januar 1994: Eingemeindung nach Großolbersdorf

[Bearbeiten] Hopfgarten

  • 1386: erste urkundliche Erwähnung
  • 1862: Bau einer Straßenverbindung zwischen Scharfenstein und Hopfgarten
  • 1865: Bau der Zschopautalbahn (heute KBS 517), Gemeinderat lehnt die Errichtung einer Haltestelle ab
  • 1913: Einweihung der steinernen Zschopaubrücke
  • 1. Oktober 1998: Eingemeindung nach Großolbersdorf

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:

1982 bis 1988

  • 1982 − 3775
  • 1983 − 3758
  • 1984 − 3693
  • 1985 − 3648
  • 1986 − 3614
  • 1987 − 3558
  • 1988 − 3454

1989 bis 1995

  • 1989 − 3394
  • 1990 − 3357
  • 1991 − 3314
  • 1992 − 3279
  • 1993 − 3244
  • 1994 − 3270
  • 1995 − 3260

1996 bis 2002

  • 1996 − 3254
  • 1997 − 3288
  • 1998 − 3328
  • 1999 − 3363
  • 2000 − 3343
  • 2001 − 3318
  • 2002 − 3312

2003 bis 2006

  • 2003 − 3273
  • 2004 − 3226
  • 2005 − 3178
  • 2006 − 3149
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

[Bearbeiten] Gedenkstätten

  • Grabstätte und Gedenkstein auf dem Ortsfriedhof für zwei unbekannte KZ-Häftlinge aus dem Außenlager Flöha des KZ Flossenbürg, die in einem Todesmarsch durch den Ort getrieben und erschossen wurden

[Bearbeiten] Religionen

Die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Großolbersdorf umfasst den Ort mit allen Ortsteilen sowie den Ortsteil Scharfenstein der Gemeinde Drebach. Kirchweih ist am Sonntag nach dem 16. Oktober.

In der Gemeinde befindet sich außerdem eine Kapelle der Siebenten-Tags-Adventisten sowie ein Versammlungsraum der Gemeinschaft in Christo Jesu.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Seit der Wahl 2004 besteht der Gemeinderat aus 14 Gemeinderäten. 7 werden von der CDU, 3 von der SPD, 3 vom Handels- und Gewerbeverband Großolbersdorf sowie einer von den Freien Wählern Hopfgarten gestellt.

[Bearbeiten] Bürgermeister

  • 1990–2001 Ursula Staritz (CDU)
  • seit 2001 Henry Freund (Freie Wähler Hopfgarten)

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen der Gemeinde Großolbersdorf wurde am 21. März 1997 genehmigt. Es entstand aus den Wappen der beiden vorherigen Gemeinden Großolbersdorf und Hohndorf. Das Großolbersdorfer Wappen ist erstmals 1810 auf einem Siegelabdruck nachweisbar. Der Baum (Eiche) steht für Leben, Lebensfreude, Eigenständigkeit und Bodenständigkeit. Der Pflug steht für die Landwirtschaft. Mit dem Zackenrad am unterem Rad wird an das Handwerk und die Industrie im Ort erinnert.

Das Symbol des Hohndorfer Wappens ist auf die ehemalige Pferdeabspanne „Schwarzes Ross“ an der ehemaligen Salzstraße zurückzuführen.

[Bearbeiten] Partnerschaft

Großolbersdorf unterhält eine Partnerschaft mit der Gemeinde Rainau in Baden-Württemberg.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirche in Großolbersdorf mit Altar von Johann Böhme von 1653

[Bearbeiten] Museen

Im Dorfmuseum „Sättlerhaus“ wird das Leben in einem Strumpfwirkerhaus im 19. Jahrunhdert dargestellt. Weiterhin können eine Innungslade der Strumpfwirkerinnung sowie weitere Dokumente der Handwerkerinnungen des Ortes besichtigt werden.
Auch eine Ausstellung mit Weihnachtsdekoration (Pyramide, Weihnachtsberg) ist zu sehen.

Im Schnitzerheim kann ein 1936–1938 geschaffener Berg mit geschnitzten Szenen aus dem Leben von Karl Stülpner besichtigt werden.

Im weltweit einzigartigen Museum für Nummernschilder, Verkehrs- und Zulassungsgeschichte (Nummernschildermuseum) wird nicht nur die Geschichte und Entwicklung von Nummernschilder gezeigt, auch die Geschichte des Zulassungswesen wird thematisiert.

Es werden mehr als 3000 Nummernschilder ständig ausgestellt. Zu sehen sind außerdem weitere Informationen und Kuriositäten zu den Themen „Historische Fahrschule“, „alte Führerscheine und Kraftfahrzeugpapiere“, „alte Strafzettel“ und „Automobilclubs“.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Der Ort wird durch die B 174 sowie die Staatsstraße 228 erschlossen. Weiterhin erfolgt eine Anbindung durch die Kreisstraßen 8170: ScharfensteinHeinzebank und 8150: B 174Warmbad

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

[Bearbeiten] Bildung

Im Ort befindet sich die Grundschule „Ewald Mende“.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Ehrenbürger

  • Rolf Haase (* 30. Dezember 1929; † 14. Dezember 2002), seit dem 27. Januar 1991, für seine Beratertätigkeit nach der politischen Wende und dem Aufbau des Natur- und Heimatvereines
  • Gottfried Werner (* 2. Dezember 1910; † 11. Mai 2007), seit dem 27. Januar 1991, für sein volkskünstlerisches Schaffen
  • Kurt Seidel (* 23. März 1907; † 9. Januar 2002), seit dem 22. Januar 1994, für sein volkskünstlerisches Schaffen

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

[Bearbeiten] Literatur

  • Johannes Reetz: Geschichte und Geschehen in der Kirchgemeinde Großolbersdorf. Selbstverlag, Großolbersdorf 1930

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge