Niederwürschnitz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Niederwürschnitz
Niederwürschnitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Niederwürschnitz hervorgehoben
50.72194444444412.755420Koordinaten: 50° 43′ N, 12° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Erzgebirgskreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Lugau
Höhe: 420 m ü. NN
Fläche: 6,06 km²
Einwohner:

2790 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 460 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09399
Vorwahl: 037296
Kfz-Kennzeichen: ERZ, ANA, ASZ, AU, MAB, MEK, STL, SZB, ZPVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Leerzeichen
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 430
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stollberger Straße 2
09399 Niederwürschnitz
Bürgermeister: Rolf Höfer (SPD)
Lage der Gemeinde Niederwürschnitz im Erzgebirgskreis
Sachsen Amtsberg Annaberg-Buchholz Aue Auerbach (Erzgebirge) Bad Schlema Bärenstein (Erzgebirge) Lauter-Bernsbach Bockau Börnichen/Erzgeb. Borstendorf Breitenbrunn/Erzgeb. Burkhardtsdorf Crottendorf Deutschneudorf Drebach Ehrenfriedersdorf Eibenstock Elterlein Lugau/Erzgeb. Gelenau/Erzgeb. Geyer Gornau/Erzgeb. Gornsdorf Großolbersdorf Großrückerswalde Grünhain-Beierfeld Grünhainichen Heidersdorf Hohndorf Zwönitz Jahnsdorf/Erzgeb. Johanngeorgenstadt Jöhstadt Königswalde Lauter-Bernsbach Lengefeld Lößnitz (Erzgebirge) Lugau/Erzgeb. Marienberg Mildenau Neukirchen/Erzgeb. Niederdorf (Sachsen) Niederwürschnitz Oberwiesenthal Oelsnitz/Erzgeb. Olbernhau Pfaffroda Pockau Raschau-Markersbach Scheibenberg Schlettau Schneeberg (Erzgebirge) Schönheide Schwarzenberg/Erzgeb. Sehmatal Seiffen/Erzgeb. Stollberg/Erzgeb. Stützengrün Tannenberg Thalheim/Erzgeb. Thermalbad Wiesenbad Thum Wolkenstein (Erzgebirge) Marienberg Zschopau Zschorlau ZwönitzKarte
Über dieses Bild

Niederwürschnitz ist eine Gemeinde im Erzgebirgskreis in Sachsen. Sie ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Lugau.

Inhaltsverzeichnis

Geographie [Bearbeiten]

Der Ort befindet sich im ehemaligen Steinkohlerevier Lugau/Oelsnitz zwischen den Städten Chemnitz und Zwickau am Nordrand des Naturraums Erzgebirge am Fluss Würschnitz. Bemerkenswert ist die sehr gute infrastrukturelle Erschließung durch die Autobahn A 72, welche mit der Abfahrt Stollberg-Nord direkt an die Niederwürschnitzer Flur angrenzt sowie die das Zentrum durchquerende Bundesstraße 180.

Geschichte [Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 50,9 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,1 %
35,9 %
11,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+6,0 %p
-3,0 %p
-3,1 %p

Der Ursprung des Ortes geht auf die Besiedlung der Gegend durch Einwanderer aus dem Westen des deutschen Reiches im 12. Jahrhundert zurück. Im Jahre 1447 wurde das an dieser Stelle gegründete Waldhufendorf erstmals urkundlich erwähnt. Der Name Niederwürschnitz leitet sich von dem slawischen Wort „Virsnica“ (Fischreusenbach) ab, dem Namen des dieses Tal durchfließenden Flüsschens.

Funde im angrenzenden Steegenwald legen den Verdacht nahe, dass hier bereits in der Bronzezeit eine Siedlung bestanden haben muss.

Ihre heutige Struktur verdankt die Gemeinde dem in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts einsetzenden Kohlebergbau, welcher das landwirtschaftlich geprägte Gebiet zusammen mit der Textilindustrie in eine dichtbesiedelte Industrieregion umwandelte. So siedelten hier in den wirtschaftlich florierendsten Zeiten nahezu 5000 Menschen. Eine nicht unbedeutende Rolle spielte in der Vergangenheit die Ziegelherstellung.

Verwaltung [Bearbeiten]

Seit dem 1. Januar 2000 gehört die Gemeinde Niederwürschnitz zu einer Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Lugau/Erzgeb. sowie der Gemeinde Erlbach-Kirchberg.

Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Niederwürschnitz

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Würschnitzhochwasser im August 2010
  • Standort der größten „Räuchermännel“-Ausstellung der Welt: 1998 kamen insgesamt 8629 der rauchenden Kunstwerke für eine Ausstellung zusammen. Speziell für diese Ausstellung entstand der mit 3,15 m weltweit größte Räuchermann der Welt.
Mehr Informationen dazu finden sich im Buch Rauchzeichen aus dem Erzgebirge, aufgezeichnet von dem Bürgermeister der Gemeinde, Rolf Höfer.
  • Der bereits seit 1892 bestehende orientalische, mechanische Weihnachtsberg. Er enthält u. a. Szenen der Bergpredigt, der Himmelfahrt und der Geburt Christi.
  • Das Freizeitgelände „Alte Ziegelei“ beherbergt neben den Schauwerkstätten des Ziegelei- und Dorfmuseums zudem vielfältige Freizeitmöglichkeiten. siehe auch Weblink
  • Weihnachtsberg – siehe Weblink

Partnerschaften [Bearbeiten]

Eine Partnerschaft besteht mit der Stadt Oberasbach in Mittelfranken.

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

  • Gerhard Harig (* 31. Juli 1902 in Niederwürschnitz; † 13. Oktober 1966 in Leipzig), Physiker und Philosoph, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Emigrant in der Sowjetunion, Häftling im KZ Buchenwald, Hochschullehrer für Natur- und Gesellschaftswissenschaften und Staatssekretär für Hochschulwesen der DDR
  • Paul Meinhold (* 31. Mai 1909 in Niederwürschnitz; † 7. August 1978), Komponist und Dirigent
  • Eberhard Görner (* 7. September 1944 in Niederwürschnitz), Buch- und Drehbuchautor
  • Uta Windisch (* 20. Januar 1949 in Niederwürschnitz), sächsische Politikerin (CDU) und Abgeordnete des Sächsischen Landtags

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Niederwürschnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien