Jeanette Biedermann

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Jeanette Biedermann (2012)

Jeanette Biedermann (* 22. Februar 1980 in Ost-Berlin[1] als Jean Biedermann) ist eine deutsche Schauspielerin, Popsängerin, Synchronsprecherin und Songwriterin.

Karriere[Bearbeiten]

Jeanette Biedermann (2002)

Bereits mit sechs Jahren trat Jeanette Biedermann im Kinderzirkus Lilliput als Akrobatin auf. Nach der Mittleren Reife begann sie eine Friseurlehre bei Udo Walz, die sie abbrach, nachdem sie bei einem Casting zur Bild-Schlagerkönigin 1998 gewählt worden war.[2] Im folgenden Jahr nahm sie an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil und belegte mit dem Lied Das tut unheimlich weh Platz vier.

Von Juni 1999 bis März 2004 spielte sie als Marie Balzer bei RTL in der Seifenoper Gute Zeiten, schlechte Zeiten mit.[2] Ende 2004 lief auf Sat.1 der Fernsehfilm Liebe ohne Rückfahrschein mit Biedermann in der Rolle der Tanzlehrerin Julia Behrendt. Sie übernahm als Schauspielerin auch verschiedene Synchronrollen, unter anderem 2006 in dem Animationsfilm Ab durch die Hecke. Biedermann war 2003 und 2004 Mitglied der Jury in der Sat.1-Show Star Search. Am 2. April 2005 erhielt sie für Run with Me einen Echo in der Kategorie Bestes Video national.

2004 veröffentlichte sie ihr fünftes Studioalbum mit dem Titel Merry Christmas. Im April 2006 erschien ihr Album Naked Truth, für das sie fast alle Stücke selbst geschrieben hat. Naked Truth gelang zwar der Sprung auf Platz 14 der deutschen Charts, es konnte aber nicht an die Erfolge der Vorgängeralben Rock My Life (2002) und Break On Through (2003) anknüpfen. Im Sommer 2006 erschien ihre Single Heat of the Summer, die die Top 50 der Charts erreichte. Ihre DVD Naked Truth Live at Bad Girls Club konnte sich in den Hitlisten der Musik-DVDs auf Rang zwei positionieren. Im Januar 2007 spielte sie in der Radio-Bremen-Tatort-Folge Schwelbrand eine Hauptrolle als Rocksängerin. 2006 war sie von 25. Oktober bis 29. November Jury-Mitglied der Pro7-Show Stars auf Eis. Ab dem 25. August 2008 war sie als Hauptdarstellerin der Sat.1-Telenovela Anna und die Liebe zu sehen.[2] Wegen der geplanten Solitary-Rose-Tour stieg sie dort am 2. März 2010 aus.

2009 erschien ihr Album Undress to the Beat, es erreichte Platz 13 der deutschen Charts. Die erste gleichnamige Singleauskopplung wurde bereits am 27. Februar veröffentlicht und konnte sich in Deutschland auf Platz sechs und in Österreich auf Platz 20 platzieren. In Frankreich stieg der Song bis auf Platz 66 und in der Schweiz erreichte die Single die Top 50. Die zweite Auskopplung, Material Boy (Don’t Look Back), wurde als limitierte Single im Mai 2009 veröffentlicht. Sie konnte sich in Deutschland fünf Wochen in den Top 50 halten. Die letzte Single aus dem Album, Solitary Rose, schaffte es in Deutschland und in Österreich in die Top 15 und erreichte in der Schweiz die Top 50. Das Lied wurde von Biedermann im Rahmen der TV-Serie Anna und die Liebe beworben.

Von Herbst 2010 bis Januar 2012 war Biedermann erneut in Anna und die Liebe (dritte und vierte Staffel) zu sehen, zudem im Oktober 2011 in dem ProSieben-History-Thriller Isenhart – Die Jagd nach dem Seelenfänger. Im Januar 2012 gründete Biedermann mit dem Gitarristen Jörg Weißelberg, mit dem sie seit Juli 2012 verheiratet ist, und dem Bassisten Christian Bömkes die Band Ewig, deren erste Single Ein Schritt weiter am 31. August 2012 veröffentlicht wurde.[3] Seit Herbst 2013 ist Biedermann auch als Theaterschauspielerin aktiv: Ihr Bühnendebüt als Buhlschaft in einer Inszenierung des Jedermann erntete freundliche Kritiken.[4] Auch die zweite Produktion Aufguss in Düsseldorf gilt als Erfolg: Zusätzliche Aufführungstermine folgen für den Sommer 2014.[5] Seit 2014 spielt sie im Stück Tussipark in der Comödie Dresden die Braut Wanda.[6] Im September 2014 veröffentlichte Biedermann im Duett mit dem Sänger Andreas Gabalier den AC/DC-Klassiker You Shook Me All Night Long für eine Sonderedition von dessen Album Home Sweet Home. In der ARD-Sendung Die Volks-Rock´n´Roll-Show" wurde der Song erstmals aufgeführt.

Weitere Tätigkeiten[Bearbeiten]

Biedermann ist seit dem Jahr 2000 ehrenamtlich für das Deutsche Rote Kreuz tätig. Im Rahmen des Projektes „Las Luces“ in Peru engagiert sie sich für eine bessere Zukunft von Straßenkindern. Von 2000 bis 2003 war sie JRK-Botschafterin und seit 2003 ist sie DRK-Botschafterin.[7] Sie beteiligte sich auch an der Aktion „Licht aus! Für unser Klima!“. Am 26. August 2011 erhielt sie für ihr Engagement eine Medaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.[8][9]

2011 und 2012 war Biedermann für die Modefirma Jeans Fritz als Designerin tätig, für die sie eine eigene Kollektion entwickelte.[10]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[11] Anmerkung
DE AT CH
2000 Enjoy! 39
(16 Wo.)
67
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. November 2000
2001 Delicious 16
(24 Wo.)
70
(3 Wo.)
60
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. November 2001
2002 Rock My Life 7
(41 Wo.)
28
(10 Wo.)
75
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. November 2002
2003 Break On Through 6
(38 Wo.)
7
(11 Wo.)
10
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. November 2003
2004 Merry Christmas 22
(9 Wo.)
43
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. November 2004
2006 Naked Truth 14
(5 Wo.)
44
(2 Wo.)
55
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. April 2006
2009 Undress to the Beat 13
(5 Wo.)
27
(4 Wo.)
41
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. März 2009

Filmografie[Bearbeiten]

Filme
Fernsehserien
Synchronrollen

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Echo
  • 2001: für „Beste Künstlerin National“[12]
  • 2005: für „Video National“ (Run with Me)[13]
Bravo Otto
  • 2000: „Silber“ in der Kategorie „Beste TV-Darstellerin“
  • 2001: „Silber“ in der Kategorie „Beste TV-Darstellerin“[14]
  • 2002: „Gold“ in der Kategorie „Beste Sängerin“[15]
  • 2002: „Silber“ in der Kategorie „Beste TV-Darstellerin“[15]
  • 2003: „Gold“ in der Kategorie „Beste Sängerin“ [16]
  • 2003: „Gold“ in der Kategorie „Beste TV-Darstellerin“ [16]
  • 2004: „Silber“ in der Kategorie „Beste Sängerin“ [17]
  • 2005: „Bronze“ in der Kategorie „Beste Sängerin“
Eins Live Krone
  • 2002: für „Beste Künstlerin“
  • 2003: für „Beste Künstlerin“
Goldene Kamera
  • 2004: für „Pop National“
European Top of the Pops Award
  • 2002: für „Best German Act“
Radio Regenbogen Award
  • 2005: für „Rock National“
Maxim
  • 2003: Maxim – „Woman of the Year 2003 “
  • 2005: Maxim – „Woman of the Year 2005 “
German Soap Award
  • 2011: „Beste Darstellerin Telenovela“ (Anna und die Liebe)
Sonstige
  • 1998: Siegerin des „Bild-Schlagerwettbewerbes“
  • 2002: Goldene Europa
  • 2002: „Sonderpreis“ der SR1-Europawelle
  • 2002: Goldener Fritz für „Beliebtester Kinderstar“
  • 2003: Mc Mega Music Award für „Künstlerin des Jahres“
  • 2004: Bunte – „Glamourfrau 2003“
  • 2005: Toggo Award in der Kategorie "Beliebteste Sängerin"
  • 2005: „Intercoiffeur Award 2005“
  • 2006: FHM – „Sexiest Woman in the World 2006 “
  • 2010: Kid's Choice Award Schweiz (Beliebtester TV-Star)
  • 2010: CMA – Wild and Young Award (TV-Film des Jahres „Callgirl Undercover“)
  • 2011: Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland [8][9]
  • 2012: A1 Prima Award
  • 2013: Wider die Gewalt - Award (für soziales Engagement in Peru/Lima)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jeanette Biedermann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. RP-online: Prominente mit Wurzeln in der ehemaligen DDR abgerufen am 24. Februar 2013
  2. a b c R. Schneeberger: Die schon bieder. Porträt: Jeanette Biedermann.
  3. Sängerin heiratet ihren Gitarristen: Jeanette Biedermann und die Liebe
  4. Biedermann umjubelt im Jedermann(Abgerufen am 7. Mai 2014)
  5. Großer Erfolg für Aufguss(Abgerufen am 7. Mai 2014)
  6. http://www.comoedie-dresden.de/repertoire/tussipark.php
  7. DRK.DE DRK-Botschafter » Jeanette Biedermann - Helfen steht Jeanette Biedermann gut
  8. a b Stern.de am 18. August 2011: Jeanette Biedermann bekommt Bundesverdienstkreuz. Abgerufen am 20. August 2011.
  9. a b Hamburger Abendblatt online am 19. August 2011: Verdienstorden für Jeanette. Abgerufen am 20. August 2011.
  10. Jeanette Biedermann: Von A bis Ypsilon auf Liebe eingestellt. Berliner Kurier vom 29. Juli 2011
  11. Chartquellen: DE AT CH
  12. Echo 2001 Deutscher Musikpreis. Die Preisträger. auf intro.de
  13. Echo 2005 Deutscher Musikpreis. Die Preisträger. auf spiegel.de
  14. Die Otto-Sieger 2002
  15. a b Die Otto-Sieger 2002
  16. a b Die Otto-Sieger 2003
  17. Die Otto-Sieger 2004