Kung Fu Panda

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Kung Fu Panda ist eine US-amerikanische CGI-Animations-Actionkomödie von DreamWorks Animation aus dem Jahr 2008. Regie führten Mark Osborne und John Stevenson, das Drehbuch schrieben Jonathan Aibel und Glenn Berger.

Handlung[Bearbeiten]

Der Pandabär Po arbeitet im Nudelrestaurant seines Vaters. Bald soll er es übernehmen und die berühmte Geheim-Nudelsuppe, deren letzte geheime Zutat bislang nur der Vater kennt, zubereiten. Nachts aber träumt Po davon, zusammen mit den Furiosen Fünf (Tigress, Crane, Monkey, Mantis und Viper), den Schülern des berühmten Kung-Fu-Meisters Shifu, gegen das Böse seiner Welt zu kämpfen.

Eines Tages wird verkündet, dass der alte Oogway, der Vorsteher des Jadepalasts und Shifus Lehrer, endlich den legendären Drachenkrieger auswählen wird. Der Überlieferung zufolge wird nur der Drachenkrieger gegen die furchtbare Gefahr bestehen können, die dem Landstrich droht, wenn der böse Kung-Fu-Krieger Tai Lung zurückkehrt. Po, der eigentlich nur der Auswahlzeremonie zusehen will, versehentlich aber ausgesperrt wird, gerät durch seine Bemühungen, doch noch einen Blick auf seine Idole erhaschen zu können, mitten ins Geschehen und wird vom weisen Oogway ausgewählt. Widerwillig nimmt Shifu ihn als sechsten Schüler auf, doch alle Versuche, ihm etwas beizubringen (oder ihn zum Aufgeben zu bewegen), scheitern; nur Pos Hartnäckigkeit und Leidensfähigkeit nötigen den harten Kämpfern nach und nach Respekt ab. Shifus Widerwille hängt vor allem damit zusammen, dass Tai Lung sein Schüler und geliebter Pflegesohn war, der auf der Suche nach mehr Macht jedoch dem Bösen verfiel. Dieser Verrat hat Shifu innerlich erschüttert und seinen inneren Frieden verlieren lassen; daher weigert er sich, sich wieder zu eng an einen Schüler zu binden – worunter auch Tigress als Kind schwer litt.

In einem langen nächtlichen Gespräch kann Oogway Shifu überzeugen, sich die Ausbildung von Po zum Drachenkrieger zu Herzen zu nehmen; daraufhin tritt der alte Meister seine letzte große Reise an. Schließlich erkennt Shifu, wie er Po erfolgreich trainieren kann: Er beobachtet den dicken Panda, wie dieser unter instinktivem Einsatz akrobatischer Fähigkeiten auf der Suche nach Essen die Schränke in der Vorratskammer aufbricht. Mit Hilfe von Leckerbissen als Kampfpreis kann Pos Talent geweckt werden. Die beiden beginnen mit dem Training, und Po steigert sich in nur kurzer Zeit zum talentierten Kung-Fu-Kämpfer.

Nach seinem Ausbruch aus dem speziell für ihn erbauten Chorh-Gom-Gefängnis macht sich Tai Lung auf den Weg, um Rache zu nehmen und den Titel des angesehenen Drachenkriegers zu beanspruchen. Die Furiosen Fünf werfen sich ihm entgegen, werden aber schmählich geschlagen. Um gegen Tai Lung zu bestehen, bekommt Po die heilige Drachenrolle, die nur der Drachenkrieger lesen darf, und die das tiefste Geheimnis des Kung Fu enthalten soll. Doch der einzige Inhalt der Rolle ist seltsamerweise eine blanke, goldene Spiegeloberfläche.

Verzweifelt darüber, dass selbst das große Geheimnis der Drachenrolle sie im Stich gelassen hat, befiehlt Shifu die Evakuierung des Dorfes; er allein wird sich Tai Lung, seinem größten Fehler, stellen. Po gesellt sich zu seinem Vater, und dieser verrät ihm noch die geheime Zutat seiner Geheim-Nudelsuppe: „Nichts“ – denn damit etwas was Besonderes wird, muss man nur glauben, dass es besonders ist. Durch diese Worte versteht Po endlich die Weisheit hinter der Drachenrolle. Er eilt Shifu im letzten Moment zu Hilfe, als dieser schon vom Kampf mit Tai Lung geschwächt ist. Mit seiner neu gewonnenen Zuversicht, unter Einsatz seines kräftigen Körperbaus und schließlich durch Anwendung des geheimnisvollen Wuxi-Fingergriffs gelingt es ihm, Tai Lung im Kampf zu besiegen. Die Dorfbewohner können in ihr Dorf zurückkehren, die Furiosen Fünf erkennen Po als einen der Ihren an, und Shifu findet endlich nach Jahren seinen inneren Frieden wieder.

Kritiken[Bearbeiten]

Todd McCarthy schrieb in der Variety vom 15. Mai 2008, der Film wirke optisch „nett“, aber er sei „schwer formelhaft“. Die Geschichte und der Klamauk seien „perfekt“ an die Kinder als Publikum angepasst, was für das erwünschte Einspielergebnis sorgen könne. Die Situationen, die Charaktere und derer Motive seien „extrem rudimentär“ und ohne Nuancen.[3]

Kirk Honeycutt schrieb in der Zeitschrift The Hollywood Reporter vom 15. Mai 2008, der Film sei genauso witzig wie auch hektisch und könne das Publikum unterschiedlicher Altersgruppen und Kulturen ansprechen. Die Animation sei sauber und lebendig.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film wurde im Jahr 2008 für den Teen Choice Award und für den Golden Trailer Award nominiert. Er erhielt im Jahr 2008 den Box Office Germany Award in Gold für mindestens 2 Millionen Kinobesucher in 20 Tagen. 2009 wurde Kung Fu Panda für den Golden Globe Award und Oscar nominiert.

Hintergründe[Bearbeiten]

Die Weltpremiere fand am 15. Mai 2008 auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2008 (außerhalb des Wettbewerbs) statt.[3] Die breite Veröffentlichung in den Kinos startete in Russland am 5. Juni 2008 und in den USA am 6. Juni 2008.[5] Öffentlich der deutschen Presse vorgestellt wurde der Film in Berlin am 23. Juni 2008 im Shaolin Tempel Deutschland.[6] Der deutsche Kinostart folgte am 3. Juli 2008.[5] Der Film spielte weltweit ca. 632 Millionen US-Dollar ein.[7] Die DVD zum Film wurde in Deutschland am 21. November 2008 von Paramount Home Entertainment veröffentlicht.

Ein Manga des japanischen Autoren Hanten Ōkuma und des Mangakas Takafumi Adachi zum Film soll ab September 2008 in Japan im Magazin Kerokero Ace des Verlags Kadokawa Shoten erscheinen.[8]

Zum Film wurde ein Videospiel veröffentlicht.[9]

Die Titelsequenz zeigt die einzelnen Figuren des Filmes, versehen mit den Namen der entsprechenden, prominenten englischsprachigen Sprecher und einem entsprechenden chinesischen Schriftzeichen. In der deutschen Fassung jedoch sind nicht alle Sprecher der Hauptfiguren bekannt aus Film, Funk und Fernsehen, sondern professionelle Synchronsprecher, weswegen man sich bei DreamWorks dafür entschied, den Namen dieser Personen wegzulassen und an dieser Stelle neben den Figuren ein freies Feld zu lassen.

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Logo Kung Fu Panda 2

Am 16. Juni 2011 startete die in 3D gedrehte Fortsetzung in Deutschland unter dem Titel Kung Fu Panda 2.[10]

Das Studio plant, Ende 2015 einen dritten Teil der Serie zu veröffentlichen.

Eine Serie mit dem Titel Kung Fu Panda: Legenden mit Fell und Fu lief im Jahr 2011 auf Nickelodeon an.

Kurzfilme[Bearbeiten]

  • Das 24-minütige Special Kung Fu Panda: Das Geheimnis der Furiosen Fünf[11] erschien als Begleit-DVD der deluxe-DVD-Ausgabe des Originalfilms und gewann vier Annie Awards. Später ist es auch separat auf DVD erschienen und wurde im amerikanischen (NBC, 26. Februar 2009) und deutschen (SAT1, 25. Dezember 2010) Fernsehen gesendet. In dem Special erzählt Po den Schülern einer Kung-Fu-Klasse von den Wegen, auf welchen die Furiosen Fünf zum Kung Fu gefunden haben.
  • Kung Fu Panda: Ein schlagfertiges Winterfest (2010)[12]
  • Kung Fu Panda: Die Geheimnisse der Meister (2011)[13]

Fernsehserie[Bearbeiten]

Ebenfalls in Arbeit ist eine Fernsehserie für die Nickelodeon-Studios mit dem Titel Kung Fu Panda – Legenden mit Fell und Fu (engl. Kung Fu Panda: Legends of Awesomeness).[14] Eine Staffel wird bereits ausgestrahlt, eine zweite soll folgen, alle mit insgesamt 52 Folgen.[15] Die erste Folge, "The Scorpion's Sting" ("Der Stich des Skorpions"), wurde am 19. September 2011 als Sneak Preview auf Nickelodeon ausgestrahlt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 81 kB) der FSK
  2. Freigabe der Jugendmedienkommission
  3. a b Filmkritik von Todd McCarthy in der Variety, abgerufen am 16. Mai 2008
  4. Filmkritik von Kirk Honeycutt (Version vom 15. Januar 2009 im Internet Archive) in The Hollywood Reporter, abgerufen am 16. Mai 2008
  5. a b Release dates for Kung Fu Panda, abgerufen am 16. Mai 2008
  6. Morgenpost vom 24. Juni 2008
  7. Einspielergebnis auf Box Office Mojo, abgerufen am 6. Januar 2010
  8. Anime News Network über den geplanten Manga
  9. www.xbox360fanboy.com, abgerufen am 16. Mai 2008
  10. Kung Fu Panda 2 auf moviepilot.de, abgerufen am 3. November 2010.
  11. Kung Fu Panda: Das Geheimnis der furiosen Fünf in der Internet Movie Database (englisch)
  12. Kung Fu Panda: Ein schlagfertiges Winterfest in der Internet Movie Database (englisch)
  13. Kung Fu Panda: Die Geheimnisse der Meister in der Internet Movie Database (englisch)
  14. Kung Fu Panda – Legenden mit Fell und Fu in der Internet Movie Database (englisch)
  15. Kung Fu Panda: Legends of Awesomeness auf der Nickelodeon Animation website, abgerufen am 22. September 2011