Langenfeld (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Langenfeld
Langenfeld (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Langenfeld hervorgehoben
50.3763888888897.0938888888889550Koordinaten: 50° 23′ N, 7° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Vordereifel
Höhe: 550 m ü. NHN
Fläche: 4,71 km²
Einwohner: 678 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56729
Vorwahl: 02655
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 060
Adresse der Verbandsverwaltung: Kelberger Straße 26
56727 Mayen
Webpräsenz: www.vordereifel.de
Ortsbürgermeister: Alfred Schomisch (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Langenfeld im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte
Pfarrkirche St. Quirinus

Langenfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Vordereifel an, die ihren Verwaltungssitz in Mayen hat.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort befindet sich in unmittelbarer Nähe der Ortschaft Arft. Zu Langenfeld gehören auch die Wohnplätze Auf Lesch und Sankt Jost-Mühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde als „Langenvelt“ erstmals 1052 urkundlich erwähnt, als der Trierer Erzbischof Eberhard mit Walram I. von Arlon einen Prekarievertrag über Besitz in der Eifel und an der unteren Mosel abschloss. 1465 belehnte Erzbischof Johann II. den Grafen Philipp von Virneburg mit dem Dorf Langenfeld. 1554 übertrug der Trierer Erzbischof und Kurfürst Johann V. dasselbe Lehen dem Grafen Diedrich V. von Schleiden als Besitzer der Grafschaft Virneburg. Diedrich V. versuchte 1559 die Reformation einzuführen, was ihm in Langenfeld jedoch nicht gelang.[3] Zum Kirchspiel Langenfeld gehörten die Orte Acht, Arft, Langscheid, Nieder- und Oberwelschenbach.[4]

Das Kirchspiel Langenfeld gehörte ursprünglich als Lehen des Kurfürstentums Trier zur Grafschaft Virneburg. Im Jahr 1575 zog der Trierer Kurfürst das Kirchspiel ein und unterstellte es der Gerichtsbarkeit des kurtrierischen Oberamtes Mayen.[4]

Nach 1792 hatten französische französische Revolutionstruppen das sogenannte Linke Rheinufer eingenommen. Nach der Einführung der französischen Verwaltungsstrukturen gehörte Langenfeld von 1798 bis 1814 zum Kanton Virneburg im Rhein-Mosel-Departement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen. Langenfeld gehörte zur Bürgermeisterei Virneburg im 1816 errichteten Kreis Adenau des Regierungsbezirks Koblenz und von 1822 an zur Rheinprovinz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Langenfeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5][1]

Jahr Einwohner
1815 296
1835 376
1871 271
1905 400
1939 554
1950 570
Jahr Einwohner
1961 643
1970 753
1987 782
1997 778
2005 732
2013 678

Religion[Bearbeiten]

Die ursprüngliche Pfarrkirche ist die heutige Friedhofskirche. Die ältesten Teile des Turms datieren um 1400. Die heutige Pfarrkirche St. Quirin und Dionysius wurde 1894 bis 1898 erbaut. Sie wird wegen ihrer Größe auch „Eifel-Dom“ genannt.

Im Ortsteil Sankt Jost im Nitztal steht die spätgotische Wallfahrtskapelle St. Jost. Wallfahrten finden jährlich an den beiden letzten September- und ersten Oktoberwochenenden statt.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Langenfeld besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[6]

Wappen[Bearbeiten]

Aufgrund eines Beschlusses des Gemeinderates vom 3. November 1975 wurde der Gemeinde Langenfeld Anfang des Jahres 1976 durch Urkunde der Bezirksregierung Koblenz die Genehmigung erteilt, das nachfolgend beschriebene Wappen zu führen.

Die Amtliche Wappenbeschreibung lautet: „Gespalten von Blau und Silber; rechts neun silberne Kugeln in zwei senkrechten Reihen (4 : 5), links ein rotes Balkenkreuz“.[7]

Grundlage des Wappens war ein Langenfelder Gerichtssiegel aus dem Jahr 1775, das sich in einer Urkunde im Bestand des Landeshauptarchivs Koblenz befand (Bestand 1 C Nr. 11454 S. 21). Dieses Gerichtssiegel zeigt auf dem Siegelfeld ein Wappen mit dem kurtrierischen Kreuz, belegt mit einer Halbfigur des Kirchenpatrons Sankt Quirinus. In Anlehnung an dieses 200 Jahre alte historische Siegel wurde in dem von der Ortsgemeinde an die Bezirksregierung gestellten Antrag auf Erteilung der Genehmigung zur Führung eines Wappens das Wappen der Kurfürsten von Trier (rotes Balkenkreuz auf silbernem Schild) in das Wappen aufgenommen. Außerdem zeigte das zu genehmigende Wappen symbolisch für den Kirchenpatron Sankt Quirinus neun silberne Kugeln, da Sankt Quirinus als Stadtpatron von Neuss häufig als römischer Tribun mit einem Schild mit neun Kugeln als Wappen von Neuss dargestellt wird.[7]

Bergbau[Bearbeiten]

In der Nähe der Wallfahrtskapelle befindet sich der Eingang zum Tiefen Stollen der Grube Bendisberg. Dort wurden im 19. Jahrhundert Kupfer- und Bleierze abgebaut. Die Grube war mit längeren Unterbrechungen bis 1957 in Betrieb. Die Grube ist in gutem Zustand und für Besucher geöffnet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Langenfeld (Eifel) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 27 (PDF; 2,3 MB)
  3. Philipp de Lorenzi: Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diöcese Trier, Band 2, Trier: Bischöfliches General-Vikariat, 1887, S. 70 (Online-Ausgabe)
  4. a b Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 138, 378.
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. a b Ortsgemeinde Langenfeld: Das Gemeindewappen der Ortsgemeinde Langenfeld