Alken (Untermosel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Alken
Alken (Untermosel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Alken hervorgehoben
50.2483333333337.4580Koordinaten: 50° 15′ N, 7° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Untermosel
Höhe: 80 m ü. NHN
Fläche: 8,05 km²
Einwohner: 655 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 56332,
56283 (Wildenbungert)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 02605
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 201
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 44
56330 Kobern-Gondorf
Webpräsenz: www.alken.de
Ortsbürgermeister: Hans-Walter Escher
Lage der Ortsgemeinde Alken im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte
Alken vom anderen Moselufer aus mit Burg Thurant

Alken ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Untermosel an, die ihren Verwaltungssitz in Kobern-Gondorf hat. Alken ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Alken liegt am östlichen, orographisch rechten Ufer sowie am Unterlauf der Mosel (sog. Terrassenmosel), sechs Kilometer östlich der Stadt Münstermaifeld. Die Ortschaft erstreckt sich in einer knapp 500 m breiten Talweitung in Nord-Süd-Richtung. Östlich erhebt sich der Burgberg (212 m ü. NN), nördlich der Bleidenberg (250 m ü. NN). Naturräumlich lässt sich der Westen des Gemeindegebiets mit dem Hauptort dem Unteren Moseltal zuordnen, der östlich davon liegende und gänzlich bewaldete Bereich weitgehend dem Nordöstlichen Moselhunsrück. Er wird durch steile Täler gegliedert, die durch den bei Alken in die Mosel mündenden Alkener Bach und seine Zuflüsse entwässert werden. Mit 405 m ü. NN erreicht das Gemeindegebiet an der östlichen Grenze seinen höchsten Bodenpunkt. Zu Alken gehören die Wohnplätze Brunkenhof, Burg Thurant, Quidembaum und Wildenbungert.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Alken wurde bereits im 10. Jahrhundert als Alkana erstmals erwähnt. Die heutige Schreibweise ist für das 16. Jahrhundert belegt.[4] Es gehörte bis ins 13. Jahrhundert zur Pfalzgrafschaft. Um 1200 erbaute der Pfalzgraf Heinrich zur Sicherung des Gebietes die Burg Thurant. In der Folgezeit kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen mit den Kurfürsten und Erzbischöfen von Köln und Trier. Höhepunkt der Ereignisse war eine langwährende Belagerung der Burg Thurandt, die schließlich 1248 zur Übergabe durch den Pfalzgrafen an die beiden Erzbischöfe führte. Alken wurde zum Mittelpunkt des gleichnamigen Amtes, das bis zum Ende des 18. Jahrhunderts von Kurköln und Kurtrier gemeinsam verwaltet wurde. Als Verwalter treten im Laufe der Geschichte verschiedene Adelsfamilien auf (Eltz, Boos von Waldeck, Winningen, Schöneck, Ehrenburg (-berg), Thys von Alken u.a.). Vor allem die Familie der Herren von Wiltberg (Stammsitz auf der Wildburg im Hunsrück) war bedeutend für Alken.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

  • 1815 – 358
  • 1835 – 468
  • 1871 – 517
  • 1905 – 474
  • 1939 – 522
  • 1950 – 643
  • 1961 – 589
  • 1970 – 690
  • 1987 – 673
  • 2005 – 672

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Alken besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2009 1 7 4 12 Sitze
2004 2 7 3 12 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt eine rote Burg mit zwei Türmen, einer mit dem kurtrierischen und einer mit dem kurkölnischen Wappen. Es weist auf die über Alken liegende Burg Thurant hin.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Sowohl in Belgien (Alken (Belgien)) als auch in Dänemark gibt es jeweils eine Ortschaft mit gleichem Namen. Zu beiden Orten werden partnerschaftliche Beziehungen unterhalten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Burg Thurant (August 2012)
  • Burg Thurant (zu besichtigende Burg)
  • Michaelskapelle mit Beinhaus
  • Burghaus „Wiltburg“ der Trierer Erzbischöfe und der Herren von Wiltberg.
  • Fallerport (Stadtmauer)

Weinbau[Bearbeiten]

Alken gehört zum „Weinbaubereich Burg Cochem“ im Anbaugebiet Mosel. Im Ort sind zehn Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 17 ha. Etwa 81 % des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2007).[2]

Weinlagen
  • Alkener Bleidenberg
  • Alkener Burgberg
  • Alkener Hunnenstein

Verkehr[Bearbeiten]

Südlich von Alken überquert die Moselbrücke Löf-Alken die Mosel nach Löf.

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ingrid Bodsch: Burg und Herrschaft. Zur Territorial- und Burgenpolitik der Erzbischöfe von Tier im Hochmittelalter bis zum Tod Dieters von Nassau († 1307), Boppard 1989.
  • Chronik von Alken, Mosel : seine Geschichte - Vergangenheit und Gegenwart. - [Hrsg.: Ortsgemeinde Alken/Mosel. Forschung und Fassung: Josef Schnee]. Alken 2003. 344 S. : zahlr. Ill. [ohne ISBN!]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 28 (PDF; 2,3 MB)
  4. Elmar Rettinger: Zur Ortsgeschichte. In: Historisches Ortslexikon. Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V., abgerufen am 27. September 2013.
  5. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat