Lopburi (Provinz)
| Lopburi | |
|---|---|
| ลพบุรี | |
| Statistik | |
| Hauptstadt: | Lopburi |
| Tel.vorwahl: | 036 |
| Fläche: | 6.199,8 km² 37. |
| Einwohner: | 754.452 (2009) 33. |
| Bev.dichte: | 122 E/km² 39. |
| Karte | |
Lopburi (Thai: ลพบุรี oder auch Lop Buri, das frühere Lavo) ist eine Provinz (Changwat) in der Zentralregion von Thailand.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Die Provinz liegt im Osten der Ebene des Maenam Chao Phraya.
| Benachbarte Provinzen: | |
|---|---|
| Norden | Phetchabun |
| Osten | Chaiyaphum und Nakhon Ratchasima |
| Süden | Saraburi und Ayutthaya |
| Westen | Ang Thong, Singburi und Nakhon Sawan |
[Bearbeiten] Wichtige Flüsse
[Bearbeiten] Klima
Das Klima ist tropisch-monsunal. 2009 gab es 113 Regentage mit einem jährlichen Niederschlagsmenge von 1.206,3 mm[1].
[Bearbeiten] Wirtschaft und Bedeutung
Die Bevölkerung lebt von der ertragreichen Landwirtschaft am Maenam Chaophraya.
Hauptprodukte sind neben dem Reis (2009: 468.251 Tonnen[2]) auch Mais, Obst und Baumwolle. Etwa 64,1 % der Fläche der Provinz sind landwirtschaftliche Nutzfläche und 17,7 % bestehen aus Wald.
Daneben nimmt der Tourismus eine bedeutende Stellung im lokalen Erwerbsleben ein. Das Bruttosozialprodukt der Provinz betrug 2008 74.966 Millionen Baht [3]. Das durchschnittliche Haushaltseinkommen lag 2008 bei 16.852 Baht.
[Bearbeiten] Flughafen
[Bearbeiten] Geschichte
Vorgeschichtliche Funde zeigen, dass die Gegend des Khao-Wong-Prachan-Tales bereits um 2300 v. Chr. von Ackerbauern bewohnt war. Einige der wichtigsten Fundplätze liegen bei Non Pa Wai, Non Mak La (1994 untersucht) und bei Ban Tha Kae (1980).
Die historische Geschichte der Provinz reicht mindestens bis ins 5. Jahrhundert zurück, als die Provinzhauptstadt mit dem Namen Lavo gegründet wurde, und die Stadt war seit dem 7. Jahrhundert ein bedeutendes religiöses und politisches Zentrum. Die Gegend gehörte in den Einflussbereich des Dvaravati-Reiches der Mon, deren Kunststil man auch hier auch zu einem eigenen so genannten Lopburi-Stil weiterentwickelte.
Seit dem 11. Jahrhundert wurde die Gegend von den Khmer beherrscht, die hier beeindruckende Bauwerke hinterließen. Lopburi bildete das Zentrum der Khmer in Zentral-Thailand, und hier residierte auch deren Vizekönig. Wahrscheinlich begannen schon früh nach der Übernahme durch die Khmer Unabhängigkeitsbestrebungen, denn man sandte zwei Gesandtschaften in das Kaiserreich China (1001 und 1015). Lopburi war gegenüber den Khmer tributpflichtig und musste alle drei Jahre Wasser aus einem heiligen See nach Angkor liefern, wo die Khmer-Könige heilige Zeremonien abhielten, die ihr Gott-Königtum festigen sollten. Ende des 13. Jahrhunderts übernahm das Thai-Königreich Sukhothai die Oberhoheit, doch blieb Lopburi relativ selbständig.
Die Vorfahren des Gründers von Ayutthaya, Prinz U Thong, sollen aus Lopburi stammen. Ab etwa 1360 ging die Oberhoheit an Ayutthaya über.
König Narai (1656-1688) ließ hier gemeinsam mit seinem aus Griechenland stammenden Premierminister Constantine Phaulkon seinen Palast aus Stein errichten, einer der ersten Steinbauten in Thailand. Damit wurde Lopburi zu einer zweiten Hauptstadt des Reiches Ayutthaya. Den Beschreibungen europäischer Reisender, so die des Gesandten Königs Ludwigs XIV., zufolge muss Lopburi seinerzeit eine prunkvolle Stadt gewesen sein.
Unter seinen Nachfolgern wurden die Gebäude allerdings nicht weiter genutzt und zerfielen. Erst König Mongkut (Rama IV.) holte Teile der Anlagen aus dem Dschungel zurück und ließ sie wieder herrichten.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Palast von König Narai – nach dem Tod von König Narai (1688) verfallen, wurde unter König Mongkut (Rama IV.) Mitte des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut.
- Wat Phra Si Rattana Mahathat – ein ganzer Komplex an buddhistischen Tempelbauten, die aus zwei verschiedenen Epochen stammen: neben Prangs aus der Zeit der Khmer gibt es Chedi aus der Ayutthaya-Periode
- Nationalmuseum – benannt nach König Narai und eines der 32 Nationalmuseen Thailands; es befindet sich im Palast von König Narai und enthält eine prachtvolle Sammlung von Buddha-Statuen sowie Kunstschätzen aus der Dvaravati-, Khmer- und Ayutthaya-Zeit.
- Ban Wichayen – Sommersitz des griechischen Abenteurers Konstantin Falcon, der unter König Narai zum Chefminister aufgestiegen war.
- Sonnenblumen – etwa 45 km östlich der Provinzhauptstadt Lopburi liegt im Amphoe Phatthana Nikhom Thailands größte Sonnenblumen-Plantage. In der Blütezeit von November bis Januar kommen viele Touristen hierher, um das farbenprächtige Spektakel zu sehen.
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen der Provinz Lopburi zeigt den König Narai vor dem Khmer-Tempel Phra Prang Sam Yod. Der lokale Baum und die lokale Blume ist der Mimusops elengi (Bullet Wood).
Der Wahlspruch der Provinz Lopburi lautet:
- „Hier liegt der Palast von Narai, dem Großen,
- Phra Kan, der Stadtschrein wird stets gepriesen,
- Das Land von Prang Sam Yot, uralten historischen Schreinen,
- Die Provinz der weißen Pulvermine Din Saw Phong,
- Und die goldene Hauptstadt unter König Narai.“
[Bearbeiten] Verwaltungseinheiten
Die Provinz Lopburi ist unterteilt in 11 Landkreise (Amphoe), 124 Gemeinden (Tambon) und 1110 Dörfer (Muban).
| Amphoe | Amphoe |
|---|---|
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[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Thailand in Figures (2011), S. 271
- ↑ Thailand in Figures (2011), S. 272
- ↑ Thailand in Figures (2011), S. 271
[Bearbeiten] Literatur
- Thailand in Figures. 13. A. Nonthaburi: Alpha Research 2011. ISBN 978-616-7526-03-4.
[Bearbeiten] Weblinks
Hauptstadt: Lopburi
Landkreise (Amphoe): Mueang Lopburi | Phatthana Nikhom | Khok Samrong | Chai Badan | Tha Wung | Ban Mi | Tha Luang | Sa Bot | Khok Charoen | Lam Sonthi | Nong Muang
Benachbarte Gebiete: Phetchabun | Chaiyaphum | Nakhon Ratchasima | Saraburi | Ayutthaya | Ang Thong | Singburi | Nakhon Sawan
Themenverwandt:
Personen: Narai | Ramesuan | Yukhon Thikhamporn | Constantine Phaulkon | Thongchai Jaidee
Bauwerke: Narai Ratcha Niwet | Ban Wichayen | Prang Sam Yod | Wat Mahathat | San Phra Kan
Geographie: Maenam Lopburi
Norden: Chiang Mai | Chiang Rai | Kamphaeng Phet | Lampang | Lamphun | Mae Hong Son | Nakhon Sawan | Nan | Phayao | Phetchabun | Phichit | Phitsanulok | Phrae | Sukhothai | Tak | Uthai Thani | Uttaradit
Nordosten: Amnat Charoen | Bueng Kan | Buriram | Chaiyaphum | Kalasin | Khon Kaen | Loei | Maha Sarakham | Mukdahan | Nakhon Phanom | Nakhon Ratchasima | Nongbua Lamphu | Nong Khai | Roi Et | Sakon Nakhon | Si Saket | Surin | Ubon Ratchathani | Udon Thani | Yasothon
Zentral: Ang Thong | Ayutthaya | Bangkok | Chachoengsao | Chainat | Chanthaburi | Chonburi | Kanchanaburi | Lopburi | Nakhon Nayok | Nakhon Pathom | Nonthaburi | Pathum Thani | Phetchaburi | Prachinburi | Prachuap Khiri Khan | Ratchaburi | Rayong | Sa Kaeo | Samut Prakan | Samut Sakhon | Samut Songkhram | Saraburi | Singburi | Suphanburi | Trat
Süden: Chumphon | Krabi | Nakhon Si Thammarat | Narathiwat | Pattani | Phangnga | Phatthalung | Phuket | Ranong | Satun | Songkhla | Surat Thani | Trang | Yala
14.800555555556100.65138888889Koordinaten: 15° N, 101° O