Pattani (Provinz)
| Pattani | |
|---|---|
| ปัตตาน | |
| Statistik | |
| Hauptstadt: | Pattani |
| Tel.vorwahl: | 034 |
| Fläche: | 1.940,4 km² 67. |
| Einwohner: | 647.624 (2009) 38. |
| Bev.dichte: | 334 E/km² 8. |
| Gouverneur: | {{{Gouverneur}}} |
| Karte | |
Pattani (Thai: ปัตตานี) ist eine Provinz (Changwat) in der Südregion von Thailand. Mehrheitlich von muslimischen Malaien bewohnt, bestand in dieser Region lange Zeit das Sultanat Pattani als siamesischer Vasallenstaat.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Die Provinz liegt etwas mehr als 1.000 Kilometer südlich der Hauptstadt Bangkok auf der Malaiischen Halbinsel. Die Fläche ist etwa doppelt so groß wie die von Berlin.
Die Landschaft ist geprägt von einer Tiefebene. Im Süden steigt das Land zu den Sankalakhiri-Bergen auf, wo sich auch der Nationalpark Budo Su-ngai Padi (Thai: อุทยานแห่งชาติ บูโด-สุไหงปาดี) befindet. Hier sind wertvolle Berg-Regenwälder mit seltenen Pflanzenarten zu sehen.
| Angrenzende Provinzen und Gebiete: | |
|---|---|
| Norden | Küste zum Golf von Thailand |
| Osten | Küste zum Golf von Thailand |
| Süden | Narathiwat und Yala |
| Westen | Songkhla |
Klima[Bearbeiten]
Das Klima ist tropisch-monsunal. Die Anzahl der jährlichen Regentage liegt bei 164, mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von etwa 2.570 mm. Die Höchsttemperatur im Jahr 2008 betrug 35,0 °C, die tiefste Temperatur wurde mit 21,5 °C gemessen. An 140 Regentagen fielen in demselben Jahr 1.562,7 mm Niederschlag.
Bevölkerung[Bearbeiten]
Pattani ist eine der vier Provinzen Thailands, in denen sich eine Mehrheit der Bevölkerung zum Islam bekennt. Mehr als 85 % der Einwohner sind Moslems, meist ethnische Malaien.
Wirtschaft und Bedeutung[Bearbeiten]
Daten[Bearbeiten]
Im Jahre 2008 betrug das Gross Provincial Product der Provinz 38.591 Millionen Baht[1].
Wirtschaftszweig 2006 2007 2008 Landwirtschaft 16,9 16,9 17,7 Industrie 6,9 7,4 6,9 Alle Angaben in %[2] Andere 76,2 75,7 75,4
Der Mindestlohn in der Provinz beträgt 170 Baht pro Tag (etwa 4 €).
Landnutzung[Bearbeiten]
Für die Provinz ist die folgende Landnutzung dokumentiert:[3]
- Waldfläche: 56.853 Rai (35,5 km²), 4,7 % der Gesamtfläche
- Landwirtschaftlich genutzte Fläche: 733.498 Rai (458,4 km²), 60,5 % der Gesamtfläche
- Nicht klassifizierte Fläche: 422.371 Rai (264,0 km²), 34,8 % der Gesamtfläche
Verkehr[Bearbeiten]
Flughafen[Bearbeiten]
- Pattani (IATA-Code PAN)
Geschichte[Bearbeiten]
Das Gebiet wurde bereits in der Frühzeit besiedelt, die ältesten Spuren sind heute im Amphoe Yarang zu sehen. Im 15. Jahrhundert kam eine größere Einwanderungswelle von Menschen nach Pattani, die sich hier niederließen, um an dem aufstrebenden Handel mit chinesischen Kaufleuten teilzuhaben, die wiederum über Indien bis in den Nahen Osten und nach Europa lieferten.
Pattani war das Zentrum des Sultanats Pattani, welches lose vom Ayutthaya abhängig war. 1516 errichteten die Portugiesen einen ersten Handelsposten hier, nachdem sie fünf Jahre zuvor auf „Sayam“ aufmerksam geworden waren und Kontakte mit den lokalen Herrschern geknüpft hatten. Japaner folgten 1605 und die Holländer kamen 1609. Die Engländer folgten 1612 und errichteten später eine Niederlassung der Englischen Ostindienkompanie. Nach dem Fall von Ayutthaya 1767 wurde Pattani für kurze Zeit selbständig, doch kam es 1785 unter König Phra Phutthayotfa Chulalok (Rama I.) schnell wieder unter die Kontrolle Siams.
In Pattani wurde die größte, jemals in Siam gegossene Kanone hergestellt, sie nennt sich „Nang Phraya Tani“.
1909 wurde Pattani im Rahmen des Anglo-Siamesischen Vertrags an Siam angeschlossen, wobei Narathiwat und Yala seinerzeit Teil des Verwaltungsgebiets von Pattani waren und erst später abgespalten wurden.
Seit 1976 kämpft in Pattani eine (1992 aufgespaltene) Separatistenorganisation (Pattani United Liberation Organization) für Autonomie sowie für Entwicklungsprogramme für die von Bangkok vernachlässigten Moslem-Provinzen Süd-Thailands und schreckt dabei auch vor terroristischer Gewalt nicht zurück.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Wat Chang Hai Rat Buranaram – alte buddhistische Tempelanlage (Wat), hochverehrt wegen des berühmten Mönches Luang Pho Thuat, der hier lebte, lehrte und verstarb.
- Nationalparks:
- Nationalpark Namtok Sai Khao (Thai: อุทยานแห่งชาติน้ำตกทรายขาว) – „Wasserfall Weißer Sand“, mit einem Wasserfall und einer sehr schönen botanischen Anlage, in Richtung Amphoe Khok Pho
Wappen[Bearbeiten]
Das Wappen der Provinz Pattani zeigt die erwähnte Kanone Nang Phraya Tani, die 1785 nach Bangkok geschafft wurde, wo sie heute vor dem Verteidigungsministerium zu besichtigen ist.
Die lokale Blume ist der Chinesische Hibiskus (Hibiscus rosa-sinensis). Der lokale Baum ist das Eisenholz (Hopea odorata).
Der Wahlspruch der Provinz Pattani lautet übersetzt:
- „Es gibt die klare und angenehme Soße Budu,
- Um dich herum liegen schöne Strände,
- Reich an vielen Wasserfällen,
- Angenehme gurrende Tauben wohnen hier,
- Überall findet man die Luk Yi-Frucht,
- Gut zu essen sind die frischen Austern namens Hoi Khraeng.“
Verwaltungseinheiten[Bearbeiten]
Die Provinz ist in 12 Amphoe eingeteilt, die sich wiederum in 115 Tambon und weiter in 629 Mubaan gliedern.
| Amphoe (Landkreise) | Amphoe (Landkreise) |
|---|---|
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Einzelnachweise[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Thailand in Figures 2011. Nonthaburi: Alpha Research 13. A. 2011. ISBN 9786167526034.
Weblinks[Bearbeiten]
- Übersichtskarte der Provinz (Bezeichnungen auf Englisch und Thai)
Norden: Chiang Mai | Chiang Rai | Kamphaeng Phet | Lampang | Lamphun | Mae Hong Son | Nakhon Sawan | Nan | Phayao | Phetchabun | Phichit | Phitsanulok | Phrae | Sukhothai | Tak | Uthai Thani | Uttaradit
Nordosten: Amnat Charoen | Bueng Kan | Buriram | Chaiyaphum | Kalasin | Khon Kaen | Loei | Maha Sarakham | Mukdahan | Nakhon Phanom | Nakhon Ratchasima | Nongbua Lamphu | Nong Khai | Roi Et | Sakon Nakhon | Si Saket | Surin | Ubon Ratchathani | Udon Thani | Yasothon
Zentral: Ang Thong | Ayutthaya | Bangkok | Chachoengsao | Chainat | Chanthaburi | Chonburi | Kanchanaburi | Lopburi | Nakhon Nayok | Nakhon Pathom | Nonthaburi | Pathum Thani | Phetchaburi | Prachinburi | Prachuap Khiri Khan | Ratchaburi | Rayong | Sa Kaeo | Samut Prakan | Samut Sakhon | Samut Songkhram | Saraburi | Singburi | Suphanburi | Trat
Süden: Chumphon | Krabi | Nakhon Si Thammarat | Narathiwat | Pattani | Phang Nga | Phatthalung | Phuket | Ranong | Satun | Songkhla | Surat Thani | Trang | Yala
6.8677777777778101.25Koordinaten: 7° N, 101° O
