Udon Thani (Provinz)
| Udon Thani | |
|---|---|
| อุดรธานี | |
| Statistik | |
| Hauptstadt: | Udon Thani |
| Tel.vorwahl: | 042 |
| Fläche: | 11.730,3 km² 11. |
| Einwohner: | 1.538.940 (2009) 8. |
| Bev.dichte: | 131 E/km² 34. |
| Gouverneur: | |
| Karte | |
Udon Thani (Thai: อุดรธานี) ist eine Provinz (Changwat) in Nordost-Thailand, dem Isaan.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage
Die Provinz liegt im nördlichen Teil der Khorat-Hochebene und bietet die charakteristischen Eigenschaften eines Hochlands. In der heißen Jahreszeit ist der Boden trocken und ausgedörrt, in der Regenzeit wird das Land dagegen häufig überschwemmt. Die Phu Phan-Höhen teilen die Provinz von Nord nach Süd in zwei Teile.
| Benachbarte Provinzen: | |
|---|---|
| Norden | Nong Khai |
| Osten | Sakon Nakhon |
| Süden | Kalasin und Khon Kaen |
| Westen | Nong Bua Lamphu und Loei |
[Bearbeiten] Klima
Das Klima ist tropisch-monsunal. Die höchste gemessene Temperatur ist 43,6 °C, die niedrigste liegt bei 1,5 °C. Die Höchsttemperatur im Jahr 2009 betrug 40,2 °C, die tiefste Temperatur wurde mit 8,0 °C gemessen. An 113 Regentagen fielen in demselben Jahr 1.513,9 mm Niederschlag.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Bedeutung
Die Provinz Udon Thani ist weiter entwickelt als die meisten anderen Provinzen des Isaan. Udon Thani bildet ein Handelszentrum und einen Verkehrsknotenpunkt.
Das Gross Provincial Product der Provinz betrug 2008 74.911 Millionen Baht.[1] Der Mindestlohn in der Provinz beträgt 171 Baht pro Tag (etwa 4 €).
[Bearbeiten] Daten
Die unten stehende Tabelle zeigt den Anteil der Wirtschaftszweige am Gross Provincial Product in Prozent.
| Wirtschaftszweig | 2006 | 2007 | 2008 |
|---|---|---|---|
| Landwirtschaft | 15,2 | 14,7 | 14,1 |
| Industrie | 11,7 | 11,9 | 11,9 |
| Andere | 73,1 | 73,4 | 74,0 |
Alle Angaben in %[1]
[Bearbeiten] Landnutzung
Für die Provinz ist die folgende Landnutzung dokumentiert:[1]
- Waldfläche: 868.181 Rai (542,6 km²), 11,8 % der Gesamtfläche
- Landwirtschaftlich genutzte Fläche: 4.089.043 Rai (2.555,7 km²), 55,5 % der Gesamtfläche
- Nicht klassifizierte Fläche: 2.372.215 Rai (1,.483,9 km²), 32,4 % der Gesamtfläche
Die Provinz hat insgesamt 942 Feuchtgebiete mit einer Fläche von 113,8 km², die mehr oder weniger intensiv für die Landwirtschaft genutzt werden.[2]
[Bearbeiten] Staudämme
[Bearbeiten] Erwähnenswertes
- Eine gewisse Bedeutung hat der Tourismus, der sich insbesondere auf die alten Khmer-Bauten und auf Ban Chiang stützt, das als Wiege der Bronzezeit gilt und zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.
- Im Landkreis (Amphoe) Ban Dung befindet sich der Kurzwellensender Udon Thani (Thai: สถานีวิทยุอุดรธานี).
- Rohstoffvorkommen: Kalisalz
[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Flughafen
[Bearbeiten] Eisenbahn
- Bahnhof Udon Thani (Nordostlinie)
[Bearbeiten] Geschichte
Die Gegend war bereits vor über 6.000 Jahren bewohnt und brachte die erste bronzezeitliche Kultur Südostasiens, wenn nicht weltweit, hervor, wie die Funde bei Ban Chiang zeigen. Udon war später Bestandteil des alten Reiches Dvaravati. Seit dem 9. Jahrhundert gehörte die Gegend zum Reich der Khmer. Ramkhamhaeng erweiterte schließlich sein Reich Sukhothai auf Kosten der Khmer und nahm unter anderem auch Udon. 1817 kamen die Thai Phuan aus Laos und siedelten in Ban Chiang.[3]
In den 1960er Jahren brachte die Stationierung amerikanischer Soldaten für den Vietnamkrieg einen wirtschaftlichen Aufschwung. Es entstand einer der größten Flugplätze des Landes und ein ausgedehntes Rotlichtviertel. Übrig geblieben ist ein relativ gut ausgebautes Verkehrssystem.[4]
Siehe auch: Geschichte Thailands und entsprechender Eintrag in Udon Thani
[Bearbeiten] Archäologie
- Ban Mueang Phruek – archäologischer Fundplatz am Ostufer des Kumphawapi-Sees, Amphoe Kumphawapi.
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen zeigt einen mythologischen Riesen (Thai: Yak). Dies bezieht sich auf Thao Kuwane, einen Gott aus dem Norden Thailands.
Der lokale Baum ist der Deng (Shorea obtusa), die lokale Blume ist der Palasabaum (Butea monosperma).
Der Wahlspruch der Provinz Udon Thani lautet:
- „Ein berühmter Wasserfall kommt von den Phu Phan-Bergen,
- Die Prinzipien des Buddhismus werden in den öffentlichen Anlagen gepredigt,
- Die Zivilisation hier kann bis auf 5.000 Jahre zurückverfolgt werden (Ban Chiang),
- Die gewebte Pha Khit-Seide wird hier gefertigt,
- Der Nong Pradschak-See ist erstaunlich groß und breit,
- Schöne und duftende Orchideen werden hier Udon Sunshine genannt.“
[Bearbeiten] Verwaltungseinheiten
Die Provinz ist in 20 Landkreise (Amphoe) gegliedert. Die Kreise sind weiter unterteilt in 155 Kommunen (Tambon) und 1682 Dörfer (Muban). Die fehlenden Nummern 12-16 gehörten zu den Amphoe, aus denen die Provinz Nongbua Lamphu im Jahre 1993 gebildet wurde.
| Amphoe (Landkreise) | Amphoe (Landkreise) |
|---|---|
|
|
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Ban Chiang − Dorf mit Ausgrabungsstätte, ca. 6000–8000 Jahre alte bronzezeitliche Funde, die 500 Jahre älter sind als die vorderasiatischen.
- Phu Phrabat − Historischer Park bei Ban Phue, etwa 50 km nordwestlich der Provinzhauptstadt gelegen, ist eine archäologische Grabungsstätte mit Funden aus der Dvaravati-Periode, dem Reich Lopburi und Lan Xang (Laos). Der charakteristische Felsen mit dem Namen Hoh Nang Ussa wird als Wahrzeichen von Provinz und Stadt Udon Thani verwendet und als Postkartenmotiv sowie als miniaturisierte Nachbildung zum Souvenir angeboten.
- Nationalparks:
- Nationalpark Na Yung-Nam Som − Nationalpark seit 19. Februar 2004, liegt in den Provinzen Udon Thani, Loei und Nong Khai, besteht hauptsächlich aus bergigem Gebiet zwischen 200 und 500 m hoch, die höchste Erhebung ist der Phu Ya-u mit etwa 588 m.
- Nationalpark Phu Phrabat Buabok
- Weitere Naturschutzgebiete:
- Yung Thong − Waldschutzgebiet
- Phu Prabath − Waldschutzgebiet
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b c Thailand in Figures. 2011, S. 347.
- ↑ Edmund J. V. Oh, Blake D. Ratner, Simon Bush, Komathi Kolandai, Terence Y. Too (Hrsg.): Wetlands Governance in the Mekong Region : country reports on the legal-institutional framework and economic valuation of aquatic resources. Sida, Penang, Malaysia 2005, ISBN 983-2346-39-8.
- ↑ Rogers: A Window on Isan. 1989, S. 14.
- ↑ Kurze Einführung zu Udon Thani
[Bearbeiten] Literatur
- Peter Rogers: A Window on Isan : Thailand's Northeast. Duang Kamol, Bangkok 1989, ISBN 974-210-468-9.
- Thailand in Figures 2011. 13. Auflage. Alpha Research, Nonthaburi 2011, ISBN 978-616752603-4.
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website von Udon Thani (thai)
- Informationen über Udon Thani (englisch)
- Karte der Provinz (Bezeichnungen in Thai und Englisch)
Norden: Chiang Mai | Chiang Rai | Kamphaeng Phet | Lampang | Lamphun | Mae Hong Son | Nakhon Sawan | Nan | Phayao | Phetchabun | Phichit | Phitsanulok | Phrae | Sukhothai | Tak | Uthai Thani | Uttaradit
Nordosten: Amnat Charoen | Bueng Kan | Buriram | Chaiyaphum | Kalasin | Khon Kaen | Loei | Maha Sarakham | Mukdahan | Nakhon Phanom | Nakhon Ratchasima | Nongbua Lamphu | Nong Khai | Roi Et | Sakon Nakhon | Si Saket | Surin | Ubon Ratchathani | Udon Thani | Yasothon
Zentral: Ang Thong | Ayutthaya | Bangkok | Chachoengsao | Chainat | Chanthaburi | Chonburi | Kanchanaburi | Lopburi | Nakhon Nayok | Nakhon Pathom | Nonthaburi | Pathum Thani | Phetchaburi | Prachinburi | Prachuap Khiri Khan | Ratchaburi | Rayong | Sa Kaeo | Samut Prakan | Samut Sakhon | Samut Songkhram | Saraburi | Singburi | Suphanburi | Trat
Süden: Chumphon | Krabi | Nakhon Si Thammarat | Narathiwat | Pattani | Phangnga | Phatthalung | Phuket | Ranong | Satun | Songkhla | Surat Thani | Trang | Yala
17.429408102.989615Koordinaten: 17° N, 103° O
