Mack Trucks

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Mack Trucks, Inc.
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Rechtsform Incorporated
Gründung 1900
Sitz Greensboro, Vereinigte Staaten
Leitung Kevin Flaherty[1]
Branche Nutzfahrzeughersteller
Website www.macktrucks.com

Mack Trucks, Inc. ist ein US-amerikanischer Nutzfahrzeughersteller. Das Unternehmen wurde 1900 als Mack Brothers Company gegründet und ist seit 2000 Teil der schwedischen Volvo-Gruppe.

Mack AC-Serie Lastwagen 1917 in Kalifornien unterwegs
Mack AC-Serie Lastwagen aus den 1920er Jahren in einem Museum in Los Angeles
Mack Granite Muldenkipper und sein Fahrer 2011 in North Carolina

Produkte[Bearbeiten]

Die Marke Mack ist in den USA vor allem für schwere Lastkraftwagen für Fernverkehr und Bauwirtschaft bekannt. Sie hat den Ruf, besonders robuste Fahrzeuge herzustellen, was in die amerikanische Redewendung „built like a Mack Truck“ Eingang gefunden hat. Wie für nordamerikanische Lkw-Hersteller üblich, spielen Langhauber-Fahrzeuge, die dort besonders bei selbständigen Truckern große Beliebtheit genießen, im Programm von Mack eine wichtige Rolle. Ungewöhnlich für US-Hersteller ist dagegen, dass Mack traditionell die Dieselmotoren und Getriebe für die eigenen Fahrzeuge selbst entwickelt, während bei anderen nordamerikanischen Schwerlastwagen diese Teile gewöhnlich von Zulieferern stammen (Dieselmotoren z. B. von Caterpillar oder Cummins, Getriebe von Eaton oder Allison) und vom Käufer frei ausgewählt werden können[2] – eine Option, die Mack bei einigen Modellen allerdings auch bietet.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen ging aus der Stellmacherei Fallesen & Berry im New Yorker Stadtteil Brooklyn hervor, die 1893 von den Brüdern John M. Mack und Augustus F. Mack erworben wurde. Bald danach nahm die Firma, ab 1900 unter dem Namen Mack Brothers Company, den Automobilbau auf und zog 1905 nach Allentown in Pennsylvania um. Im Jahr 1911 verkauften die zuletzt fünf beteiligten Brüder Mack ihr Unternehmen. Ein maßgeblicher neuer Investor war das Bankhaus J.P. Morgan welches außerdem auch Anteile an der Saurer Motor Company in Plainfield (New Jersey) hielt und Schweizer Saurer-LKW in Lizenz produzierte. Auf Betreiben der Bank Morgan wurden beide Gesellschaften am 23. September 1911 zur International Motor Truck Company zusammengelegt. Das Aktienkapital betrug 2,6 Millionen US-Dollar; beide Marken blieben vorerst erhalten. Die neue Holdinggesellschaft koordinierte die Verkäufe der Saurer Motor Company und in Mack Brothers Motor Car Company umbenannten Hersteller.

Im Ersten Weltkrieg lieferte Mack über 6000 Lastwagen an die Armeen der USA und Großbritanniens, was zur Grundlage für die besondere Reputation der Mack-Fahrzeuge wurde. Britische Soldaten verglichen das Aussehen der Mack-Lastwagen damals mit Bulldoggen, wodurch die Bulldogge zum Maskottchen der Marke wurde und bis heute geblieben ist. Die Legende der Mack-Trucks ist in vielen amerikanischen Filmen genutzt, fortgeschrieben und verewigt worden.

1922 erfolgte eine weitere Reorganisation. Saurer wurde aufgegeben, Mack wurde zur Mack Truck, Inc. Zum Vertrieb der Mack Trucks wurde die International Mack Truck Company gegründet deren Leitung dem langjährigen Saurer-Verkaufsleiter Robert Edison Fulton anvertraut wurde.

Der französische Renault-Konzern erwarb 1979 10 Prozent der Anteile an Mack Trucks, stockte seine Beteiligung 1982 erst auf 20 %, dann 1983 auf 40 % auf und gab sie 1987 an die eigene Nutzfahrzeug-Tochtergesellschaft Renault Véhicules Industriels (kurz: RVI) ab. Schließlich wurde Mack Trucks 1990 vollständig von RVI übernommen. Im Jahr 2001 wurde Mack gemeinsam mit RVI (seit 2002 Renault Trucks) Teil des Volvo-Konzerns. Der Unternehmenssitz wurde 2009 nach Greensboro in North Carolina verlegt.[3]

Rezeption in den Medien[Bearbeiten]

Ein Mack-Lastkraftwagen kommt z. B. in den Filmen Mad Max II – Der Vollstrecker, Cars, Convoy und Die Insel vor.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mack Fahrzeuge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Offizielle Website. Abgerufen am 22. Juli 2013 (englisch).
  • Mark Theobald: Fickling. Coachbuilt.com, 2011, abgerufen am 22. Juli 2013 (englisch, über Mack und Saurer USA – scrollen bis Absatz über Robert E. Fulton).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Flaherty Named President, Mack Trucks North American Sales & Marketing. Mack Trucks, Inc., 19. Dezember 2011, abgerufen am 22. Juli 2013 (englisch).
  2. Tom Berg: I want it, I want it – You can't have it! In: Heavy Duty Trucking Magazine. Juli 2005, archiviert vom Original am 9. Januar 2009, abgerufen am 22. Juli 2013 (englisch).
  3. Corporate Mack History 2000–2009. Mack Trucks, Inc., abgerufen am 22. Juli 2013 (englisch).

36.080555555556-79.964722222222Koordinaten: 36° 4′ 50″ N, 79° 57′ 53″ W