Morsbach

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Morsbach im Oberbergischen Kreis, weitere Bedeutungen siehe Morsbach (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Morsbach
Morsbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Morsbach hervorgehoben
50.8666666666677.7166666666667220Koordinaten: 50° 52′ N, 7° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Oberbergischer Kreis
Höhe: 220 m ü. NHN
Fläche: 55,96 km²
Einwohner: 10.236 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 183 Einwohner je km²
Postleitzahl: 51597
Vorwahl: 02294
Kfz-Kennzeichen: GM
Gemeindeschlüssel: 05 3 74 028
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr. 2
51597 Morsbach
Webpräsenz: www.morsbach.de
Bürgermeister: Jörg Bukowski (parteilos)
Lage der Gemeinde Morsbach im Oberbergischen Kreis
Rhein-Sieg-Kreis Oberbergischer Kreis Rheinisch-Bergischer Kreis Nordrhein-Westfalen Remscheid Wuppertal Ennepe-Ruhr-Kreis Märkischer Kreis Kreis Olpe Kreis Siegen-Wittgenstein Rheinland-Pfalz Waldbröl Morsbach Nümbrecht Wiehl Reichshof Gummersbach Marienheide Bergneustadt Engelskirchen Lindlar Hückeswagen Wipperfürth RadevormwaldKarte
Über dieses Bild

Morsbach ist eine Gemeinde im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu Rheinland-Pfalz.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Morsbach liegt im Oberbergischen Land, im äußersten südlichen Ende des Oberbergischen Kreises.

Klima[Bearbeiten]

Morsbach und Umgebung
Der Jahresniederschlag beträgt 1175 mm und liegt damit im oberen Zehntel der von den Messstellen des Deutschen Wetterdienstes erfassten Werte. Über 92 % zeigen niedrigere Werte an. Der trockenste Monat ist der Mai; am meisten regnet es im Dezember. Im niederschlagreichsten Monat fällt ca. 1,8mal mehr Regen, als im trockensten Monat. Die jahreszeitlichen Niederschlagschwankungen liegen im oberen Fünftel. In über 85 % aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Reichshof
Waldbröl Windrose klein.svg Friesenhagen
Windeck Wissen Birken-Honigsessen

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich in folgende 66 Ortsteile:

A AlzenAmbergAppenhagen
B BerghausenBirkenBirzelBitzeBöcklingenBreitgenBurg Volperhausen
E EllingenErblingenEuelslochEugenienthal
F FlockenbergFrankenthal
H HahnHalleHeideHellerseifenHerbertshagenHöferhofHolpeHülstert
K KatzenbachKömpelKorseifen
L LeyLichtenbergLützelseifen
N NeuhöfchenNiederasbachNiederdorfNiederwarnsbachNiederzielenbach
O OberasbachOberholpeOberwarnsbachOberzielenbachÖlmühleOrtseifen
R ReinshagenRheinRitterseifenRolshagenRomRosengartenRossenbach
S SchlechtingenSeifenSiedenbergSolseifenSpringeSteimelhagenStentenbachStockshöheStraßerhofStrick
U ÜberasbachÜberholz
V Volperhausen
W WallerhausenWendershagenWittershagen
Z Zinshardt

Gewässer[Bearbeiten]

Im Zentralort Morsbach fließen der Morsbach und der Wisser Bach zusammen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Besiedlung des Morsbacher Gebietes reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, was sich durch ein Steinbeil und das Bruchstück einer Feuersteinklinge belegen lässt.

Die ersten urkundlichen Erwähnungen für Morsbach finden sich Ende des 9. Jahrhunderts. Um 800 erhielt das Reich unter Karl dem Großen eine neue Gauverfassung und damit die erste erfassbare Gebietseinteilung. Das Kirchspiel Morsbach gehörte damals zum Auelgau (Sieggau) und wurde von einem Gaugrafen verwaltet. Territorialherren im Kirchspiel Morsbach waren die Grafen von Sayn. Im frühmittelalterlichen Verzeichnis der Besitztümer des Kanonikerstifts St. Cassius und Florentius in Bonn wird Morsbach erstmals urkundlich erwähnt. Etwas später wurde Morsbach in einem die Verhältnisse jener Zeit darstellenden Liegenschaftsverzeichnis der Diözese Köln (liber valoris) erwähnt. Morsbach ist damit der älteste urkundlich erwähnte Ort im Oberbergischen Kreis.

Am 31. März 1131 bestätigte Papst Innozenz II. dem Bonner Cassiusstift den Besitz an der Morsbacher Kirche und an einem Teil des anfallenden Zehnten (ecclesiam Moresbach cum parte decimae). 1174 erhielten die Grafen von Berg auf Schloss Burg an der Wupper von Landgraf Heinrich Raspe III. von Thüringen Burg Windeck an der Sieg als Lehen.

Aus dem saynischen Amt Nümbrecht, bestehend aus den Kirchspielen Nümbrecht, Waldbröl und Morsbach, wurde 1276 die selbständige vom Hauptbesitz losgelöste Reichsherrschaft Homburg mit eigener Verfassung und Verwaltung. Die Grafen von Sayn-Homburg erkannten 1311 die Gerichtsrechte im Kirchspiel Morsbach, das Fischereirecht und den Zehnten des Kupferbergwerks Böcklingen als Besitz der Grafen von Berg an. Die Grafschaft Berg wurde 1380 vom römisch-deutschen König Wenzel zum Herzogtum erhoben. Residenzstadt war Düsseldorf.

Um 1400 wurde etwa die Hälfte des homburgischen Kirchspiels Morsbach mit seinem Hauptort Eigentum der Herzöge von Berg. Die Grenzen wurden in „Weistümern“ von 1464 bis 1572 beschrieben und 1575 in der sogenannten Merkatorkarte kartografisch dargestellt. Das „Eigenthumb Moirsbach“ gehörte zum Amt Windeck. Damit war das Kirchspiel Morsbach in einen bergischen und einen homburgischen Bereich (Hauptort Holpe) gespalten. Um 1500 wurde in Holpe eine Kapelle als Filialkirche von Morsbach erbaut.

1563 erließen die Grafen von Sayn-Homburg für ihr Gebiet eine lutherische Kirchenordnung und erklärten die neue Lehre zur Staatsreligion. Damit wurde das Kirchspiel Morsbach auch konfessionell in den katholischen Sprengel Morsbach und den lutherischen Sprengel Holpe geteilt.

Durch den „Siegburger Vergleich“ am 12. Juni 1604 kam auch der homburgische Gebietsteil zum Herzogtum Berg und zum Amt Windeck. Das Kirchspiel wurde mit etwa 1.100 Einwohnern wieder eine politische Einheit. 1614 (endgültig 1666) kam das Herzogtum Berg an Pfalz-Neuburg (Wittelsbacher). 1634 wurde das Kirchspiel Morsbach Lehensbereich des Grafen Hermann von Hatzfeldt (Herr zu Wildenburg und Crottorf), wurde aber 1661 von Philipp Wilhelm von Berg wieder zurückgenommen. Dieser verlieh den Morsbachern die Fisch- und Jagdgerechtigkeit, einen eigenen Schultheiß und ein eigenes Untergericht (7 Scheffen) nach dem „hohen Gericht zu Windeck“.

1742 wurde Kurfürst Karl Theodor zu Pfalz-Sulzbach Herzog von Berg. Als Kurfürst von Bayern (ab 1777) verlegte er die Residenz des Herzogtums nach München. Im Krieg der verbündeten europäischen Monarchen gegen die französische Revolutionsarmee drangen die Franzosen über den Rhein vor, besetzen 1795 das Herzogtum Berg und lagerten auch in Morsbach. 1805 verbündete sich der Nachfolger des Kurfürsten Karl Theodor, Kurfürst Maximilian Joseph von Pfalz-Zweibrücken, mit Napoleon und wurde König von Bayern. Ein Jahr später trat Bayern das Herzogtum Berg an Frankreich ab. Berg wurde Großherzogtum und Joachim Murat (Schwager Napoleons) sein Regent. Bereits 1808 fiel das Großherzogtum aber an Napoleon zurück und es kam zu einer neuen Verwaltungseinteilung. Morsbach wurde mit rund 2200 Einwohnern Bürgermeisterei (Mairie) im Kanton Waldbröl, das zum Arrondissement Siegen (Präfektur in Dillenburg) und damit zum Département Sieg gehörte. Seit dem 1. Januar 1810 galt im Generalgouvernement Berg das französische Recht, das zum großen Teil bis 1870 oder 1900 in Kraft blieb. Von 1813-1815 wurde das Generalgouvernement - nach der Vertreibung der Franzosen – provisorisch von einem Generalgouverneur (Justus Gruner) verwaltet und neu eingeteilt. Morsbach wurde Gemeindebezirk im Kanton Waldbröl und gehörte zur Kreisdirektion Wipperfürth. Bereits 1816 wurde diese Verwaltungseinteilung erneut geändert. Die Bürgermeisterei Morsbach gehörte danach zum Kreis Waldbröl im Regierungsbezirk Köln und damit zur Provinz Kleve-Jülich-Berg (ab 1822 Rheinprovinz).

Am 1. Oktober 1932 wurden die Kreise Waldbröl und Gummersbach zum Oberbergischen Kreis vereinigt. Die Gemeinde Morsbach, deren Grenzen seit Jahrhunderten fast unverändert waren, hatte zu dieser Zeit rund 5300 Einwohner.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam das Gebiet zunächst unter amerikanische Besatzung (8. April – 17. Juni 1945), anschließend (bis 20. Februar 1949) unter britische bzw. belgische Besatzung. Seit 1946 liegt der Oberbergische Kreis mit Morsbach im neu gebildeten Land Nordrhein-Westfalen.

1995 fand die 1100-Jahr-Feier der Gemeinde Morsbach mit einem historischen Festzug statt.

Die besondere Rolle Morsbachs als über lange Zeit ganz überwiegend katholische Gemeinde in einem evangelischen Umfeld, spiegelt sich in der volkstümlichen Zuschreibung "die Republik".

Griechisch-orthodoxe Marienikone (vermutlich 13. Jahrhundert) in der Pfarrkirche St. Gertrud

Religionen[Bearbeiten]

Die Einwohner von Morsbach sind zu 53,33 % katholisch und zu 24,29 % evangelisch. 22,38 % der Einwohner gehören sonstigen oder keinen Bekenntnissen an. Folgende Kirchengemeinden bestehen in der Gemeinde oder in einzelnen Ortschaften:

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1838 1866 1925 1939 1950 1960 1967 1972 1980 1984 1990 2000 2002 2003 2004 2005 2006 2012 2013
Einwohnerzahl 3.563 3.857 5.293 5.685 6.994 7.155 8.283 9.689 10.669 10.565 10.366 12.250 12.337 11.621 11.559 12.296 11.486 10.435 10.236

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Ergebnisse der vergangenen drei Gemeinderatswahlen

Partei Ergebnis 2009 Ergebnis 2004 Ergebnis 1999
Stimmenanteil Sitze Stimmenanteil Sitze Stimmenanteil
CDU 32,9 % 10 46,9 % 14 47,35 %
SPD 26,8 % 9 18,7 % 6 18,69 %
Grüne 5,7 % 2 4,2 % 1 2,79 %
FDP 9,6 % 3 7,9 % 2 4,56 %
UBV/UWG 5,9 % 2 9,4 % 3 18,79 %
Bürgerbewegung für Morsbach (BFM) 19,2 % 6 12,9 % 4 7,8 %
Sonstige --- -- --- -- 7,62 %

Bürgermeister 2004[Bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde von 2004 bis 2009 war Raimund Reuber (CDU). Unterstützt von UBV und UWG gewann er die Wahl 2004 mit 54,6 %. Sein parteiloser, aber von SPD, FDP, Grünen und BFM unterstützter Gegner erhielt 45,4 % der Stimmen.

Bürgermeister 2009[Bearbeiten]

Amtierender Bürgermeister der Gemeinde Morsbach ist der parteilose Kandidat Jörg Bukowski. Er gewann die Wahl 2009 mit 70,7 % der gültigen Stimmen. Unterstützt wurde seine Kandidatur von den im Rat vertretenen Parteien SPD, BFM, FDP, UBV und Bündnis 90/Grüne. Sein Gegenkandidat von der CDU erhielt 29,3 % der gültigen Stimmen.[2]

Morsbacher Wappen

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt im oberen Feld des waagerecht geteilten Schildes auf silbernem Untergrund einen schreitenden roten, blaugezungten, blaugekrallten und blaugekrönten bergischen Löwen. Der Bergische Löwe ist das Wappentier des ehemaligen Herzogtums Berg. Heute führen ihn noch viele dort gelegene Gemeinden, Städte und Kreise in ihrem Wappen, darunter auch Morsbach. Der Löwe ist eine gemeine Figur der Heraldik und das beliebteste Wappentier. Er symbolisiert Mut und Königlichkeit, da er als König der Tiere gilt.

Im unteren Feld ist auf blauem Untergrund ein silberner Bachlauf mit schwarzen Markierungen in den Biegungen sowie drei schwarzen Moorkolben mit je zwei grünen Blättern und grünem Stängel zu sehen. Die Moorkolben und der Bachlauf weisen auf das Feuchtbiotop mit Sumpf- und Moorbereichen und einem Bachlauf hin, das sich früher wahrscheinlich im Tal des heutigen Rathauses und des Kurparks befand und vermutlich der Gemeinde auch seinen Namen „Morsbach“ gab.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Gemeindekulturverband Morsbach (GKV)[Bearbeiten]

Der Gemeindekulturverband Morsbach ist ein Zusammenschluss aller kulturtragenden Vereine der Gemeinde Morsbach. Dem GKV gehören mittlerweile 26 Vereine an, in denen über 1200 Personen aktiv tätig sind.

Romanische Basilika St. Gertrud

Theater[Bearbeiten]

  • Theater- u. Laienspielgruppe des Heimatvereins Morsbach e.V.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Die romanische Emporenbasilika St. Gertrud stammt aus dem 12./13. Jahrhundert.
  • Burg Volperhausen.
  • Vom Aussichtsturm auf Hoher Haardt (338,9 m ü. NN) – mit Sendeanlage; Standorthöhe 329 m – reicht der Blick bis zum Siebengebirge bei Bonn.
  • Die Bergbaugeschichte von Morsbach wird durch das unter Denkmalschutz stehende Stollenmundloch der Grube Magdalena im Rossenbacher Tal dokumentiert. Der 2050 m lange "Tiefe Magdalena-Stollen" wurde 1890 erschlossen und blieb bis 1912 in Betrieb.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Verschiedene Buslinien der OVAG und der Ochsenbrücher GmbH verbinden die Morsbacher Ortsteile mit den umliegenden Kommunen wie Waldbröl und Wissen (Sieg). Am Wochenende kommen dabei ausschließlich alternative Bedienungsformen wie TaxiBusse (nur nach Voranmeldung) oder Kleinbusse zum Einsatz. Als zentraler Umsteigepunkt fungiert der Busbahnhof in der Morsbacher Ortsmitte. Es gilt der Gemeinschaftstarif des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg.

In Morsbach befindet sich der Endbahnhof beider Teilstrecken der Wissertalbahn. Während die Teilstrecke nach Wissen (Sieg) nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg bereits in den 1950er-Jahren abgebaut wurde, führt die andere Teilstrecke bis heute nach Hermesdorf und weiter nach Waldbröl. Die bis 2009 stark bewachsene Strecke wurde mittlerweile von ehrenamtlichen Eisenbahnfreunden wieder freigelegt und hergerichtet, langfristig ist hier die Aufnahme eines Museumsbahnverkehres geplant.

Trotz einer Gerichtsauflage, welche der Bahnbetrieb auf der Strecke für mindestens 50 Jahre sicherstellt, wehrt sich die Gemeinde Morsbach weiterhin mit allen Mitteln gegen die Bahn. So ließ die Gemeinde durch den Bauhof einst sogar einen nicht genormten Prellbock bei Morsbach-Kömpel auf die Strecke schweißen, was einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr darstellt.

Wie im gesamten Bergischen Land, wurden fast alle Wanderwege Morsbachs vom Sauerländischen Gebirgsverein e.V. (SGV) angelegt. Überregionale Wanderwege, die Morsbach durchlaufen, sind der Lenne-Sieg-Weg (X11) und der Richard-Schirrmann-Weg (X12). Diese Wege und auch die Ortswanderwege werden im Einzelnen im Artikel Wanderwege im Oberbergischen Land gelistet. Die Jugendherberge in Morsbach bietet Wanderern, Gruppen und Familien insgesamt 161 Betten und mehrere Freizeiteinrichtungen.

Medien[Bearbeiten]

Neben der Gemeindebücherei gibt es in Morsbach eine katholische und eine evangelische öffentliche Bücherei.

Bildung[Bearbeiten]

In Morsbach gibt es folgende Bildungseinrichtungen:

  • Gemeinschaftsgrundschule Morsbach, vormals Franziskusschule – Katholische Grundschule Morsbach
  • Gemeinschaftsgrundschule Lichtenberg
  • Gemeinschaftsgrundschule Holpe
  • Erich Kästner-Schule-Gemeinschaftshauptschule Morsbach
  • Janusz Korzak-Realschule Morsbach
  • seit dem Schuljahr 2011/12 befindet sich die Gemeinschaftsschule Morsbach im Aufbau, in welcher Haupt- und Realschule aufgehen werden
  • Musikschule Morsbach e.V.
  • Abteilung Morsbach der Kreisvolkshochschule Oberberg

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Morsbach besteht ein nach Branchen breit gestreutes Klein- und Mittelgewerbe. Die Branchen mit den höchsten Beschäftigtenzahlen sind die Kunststoffverarbeitung (42 % der Beschäftigten), der Dienstleistungssektor (19 %) und das Baugewerbe (14 %). In der Wirtschaftsgeschichte Morsbachs spielte auch der Erzbergbau auf Eisenerze sowie Zink-, Blei- und Kupfererze bis in die 1920er Jahre eine größere Rolle. Die größte Grube "Georg und Sonne" befand sich im Ortsteil Steimelhagen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Karl Strack (1884–1975), in Alzen geboren, war Katholischer Dechant.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Heinrich Halberstadt (1875–1944), Kommunalpolitiker
  • Rolf Birkhölzer (* 1949), Fußballspieler
  • Paul-Walter Schäfer (1921–2009), Evangelist, evangelischer Pfarrer, Buchautor, Rundfunkprediger

Literatur[Bearbeiten]

  • Christoph Buchen, Erwin Weber: Alt Morsbach. Die Gemeinde Morsbach in alten Bildern. Meinerzhagen 1981.
  • Gemeinde Morsbach (Hrsg.): Morsbach. Chronik einer oberbergischen Gemeinde. Meinerzhagen 1987.
  • Gemeinde Morsbach (Hrsg.): 1100 Jahre Morsbach. 895–1995. Waldbröl 1995.
  • Karl Simon unter Mitarbeit von Josef Breuer und Fritz Mylenbusch: Der Oberbergische Kreis. Ein heimatkundliches Lese- und Arbeitsbuch für die Schule, 1968.
  • Christoph Buchen: Morsbach - im Naturpark Bergisches Land. 2004, ISBN 3-9806036-8-7. (Farbbildband)
  • Michael Schmitz: Euelsloch - zur Entwicklung und Situation eines Weilers in der Gemeinde Morsbach. 1995.
  • Kath. Kirchengemeinde Holpe (Hrsg.): 100 Jahre Pfarrkirche St. Mariä Heimsuchung Holpe. 1999.
  • Förderverein der Grundschule Lichtenberg (Hrsg.): Chronik der Schule Lichtenberg. 1996.
  • Michael Schmitz, Manfred Schausten: Pack die Badehose ein… Schwimmen und Baden im südlichen Oberbergischen Kreis und im nördlichen Kreis Altenkirchen im 20. Jahrhundert. 2002, ISBN 3-89909-008-X.
  • www.lok-report.de (18. Oktober 2008): Nordrhein-Westfalen: Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr durch die Gemeinde Morsbach.
  • Hermann Vogler: Geologische Karten von Nordrhein-Westfalen. 1:25000 / Blatt 5112, Morsbach 1968, Geologische Karte.

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Wahlergebnisse OBK

siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Morsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien