Windeck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Windeck (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Windeck
Windeck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Windeck hervorgehoben
50.87.5666666666667143Koordinaten: 50° 48′ N, 7° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rhein-Sieg-Kreis
Höhe: 143 m ü. NHN
Fläche: 107,22 km²
Einwohner: 18.724 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 175 Einwohner je km²
Postleitzahl: 51570
Vorwahlen: 02292, 02243, 02682, 02686, 02295Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SU
Gemeindeschlüssel: 05 3 82 076
Gemeindegliederung: 66 Ortschaften
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 12
51570 Windeck
Webpräsenz: www.windeck-bewegt.de
Bürgermeister: Hans-Christian Lehmann (SPD)
Lage der Gemeinde Windeck im Rhein-Sieg-Kreis
Rheinland-Pfalz Bonn Köln Kreis Euskirchen Oberbergischer Kreis Rheinisch-Bergischer Kreis Rhein-Erft-Kreis Alfter Bad Honnef Bornheim (Rheinland) Eitorf Hennef (Sieg) Königswinter Lohmar Meckenheim (Rheinland) Much Neunkirchen-Seelscheid Niederkassel Rheinbach Ruppichteroth Sankt Augustin Siegburg Swisttal Troisdorf Wachtberg WindeckKarte
Über dieses Bild
Panorama Rosbach
Panorama Dreisel
Blick über Windeck

Windeck ist eine Gemeinde im Osten des Rhein-Sieg-Kreises in Nordrhein-Westfalen. Hier leben rund 18.724 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2013)[2] beiderseits der Sieg. Die Kommune entstand 1969 durch Zusammenlegung der Gemeinden Herchen, Dattenfeld und Rosbach. Sie wurde nach der Burgruine Windeck benannt.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Naturpark Bergisches Land im Dreieck KölnBonnSiegen. Nachbargemeinden sind im Westen die Gemeinde Eitorf und im Norden die Gemeinde Ruppichteroth, beide liegen im Rhein-Sieg-Kreis. Im Norden grenzt Windeck an die Stadt Waldbröl und die Gemeinde Morsbach, Oberbergischen Kreis, im Osten an die Verbandsgemeinde Hamm (Sieg), im Süden an die Verbandsgemeinde Altenkirchen im Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Windeck gliedert sich verwaltungsmäßig in die Ortsteile Dattenfeld, Herchen, Leuscheid, Rosbach, Schladern und Windeck,[3] zu denen insgesamt 66, zum Teil sehr kleine, Ortschaften gehören.[4]

Die einwohnerstärksten Ortschaften sind (Stand: 31. Dezember 2011):[4]

Ortschaft Einwohner
Rosbach 3.968
Dattenfeld 2.347
Leuscheid 1.170
Schladern 1.150
Herchen 1.086

Alle Ortschaften (alphabetisch): Alsen, Altenherfen, Altwindeck, Au, Bellingen, Dattenfeld, Distelshausen, Dreisel, Ehrenhausen, Eich, Eulenbruch, Geilhausen, Gerressen, Gierzhagen, Gutmannseichen, Hahnenbach, Halscheid, Hau, Helpenstell, Herchen, Herchen Bahnhof, Himmeroth, Hönrath, Hoppengarten, Hurst, Imhausen, Irsen, Kaltbachmühle, Kocherscheid, Kohlberg, Kuchhausen, Langenberg, Leidhecke, Leuscheid, Locksiefen, Löh, Lüttershausen, Mauel, Mauelermühle, Mittel, Neuenhof, Öttershagen, Ohmbach, Ommeroth, Opperzau, Perseifen, Rieferath, Ringenstellen, Rossel, Röcklingen, Röhrigshof, Rommen, Rosbach, Roth bei Rossel, Saal, Sangerhof, Schabernack, Schladern, Sommerhof, Stromberg, Unkelmühle, Werfen, Werfermühle, Wiedenhof, Wilberhofen, Wilhelmshöhe.

Ehemals selbstständige Ortsteile (alphabetisch): Bach (jetzt Hurst), Bonhof (j. Leuscheid), Dahlhausen und Ehrentalsmühle (bilden zusammen jetzt Ehrenhausen), Gauchel, Hammer (umbenannt in Herchen Bahnhof), Hundhausen (j. Imhausen), Lindenpütz (j. Rosbach), Loch (j. Hurst), Niederleuscheid (j. Leuscheid), Obernau (j. Rosbach), Ottofeld, Queckshütte, Richardshohn (j. Eitorf), Roth bei Rosbach (j. Rosbach), Übersetzig (j. Dattenfeld).

Geschichte[Bearbeiten]

Panorama der Burgruine
Burg Dattenfeld, ein ehemaliges Pfarrhaus
Die Herchener Kanonen
Die katholische Kirche in Herchen

Das Gebiet der Gemeinde Windeck wurde schon in der Altsteinzeit von jagenden Menschengruppen aufgesucht, wie der Fund eines „Retuscheurs“ – eines Steins, der zur Bearbeitung anderer Steine diente – in der Nähe von Windeck-Dreisel zeigt, der auf Grund von Parallelen im Neuwieder Becken in die Zeit um 11.000 v. Chr. datiert werden kann. Der Stein enthält auf beiden Seiten je eine Tiergravur, von denen das Abbild einer Elchkuh noch gut erkennbar ist, während die Gravur auf der anderen Seite beschädigt und nicht mehr klar zu deuten ist.[5] Die spätere Geschichte Windecks ist eng mit der Geschichte der Burg Windeck verbunden. Nach den Grafen von Thüringen und den Erzbischöfen von Köln ging Windeck über die Grafen von Sayn an das Herzogtum Berg und bildete als Amt Windeck eine eigene Amtsverwaltung des Bergischen Landes.

Unter Napoleons Herrschaft wurden die Mairie Dattenfeld und Rosbach zu einer Munizipalität im Kanton Waldbröl zusammengelegt. Der Munizipal wirkte von Burg Mauel aus, in Burg Hof stand ein Militärkommando. Nach dem Wiener Kongress kam das Gebiet zum Staate Preußen, wo es als Gemeinde Dattenfeld zum Kreis Waldbröl gehörte. Herchen war damals der Munizipalität Eitorf zugeschlagen worden und kam infolgedessen zum Kreis Uckerath und mit diesem zum Siegkreis. 1932 wurde der Kreis Waldbröl aufgelöst und das Amt Dattenfeld kam als die Gemeinden Dattenfeld und Rosbach ebenfalls zum Siegkreis. Am 1. August 1969 wurden die drei Gemeinden Herchen, Dattenfeld und Rosbach in der Gemeinde Windeck zusammengefasst.[6] Es war geplant, Herchen wieder Eitorf zuzuordnen. Diese Regelung hätte aber zu wenig Einwohner für die Gemeinde Windeck gebracht und wurde verworfen.

Nachfolgender Teil des Abschnitts Geschichte bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Die größte Zerstörung fand in dem Gebiet Rosbach statt. In Rosbach war vermutlich eine Elite-SS-Truppe von Adolf Hitler stationiert. Dies war der Grund dafür, dass Rosbach am 2. Februar 1945 von 20 englischen Bombern um ca. 11:40 Uhr angegriffen wurde. Die Bomben fielen hauptsächlich auf den Kirchhof. Sie zerstörten das heutige Bürgermeisteramt, welches früher die Apotheke war. Besitzer und Aushilfe starben. Daneben befand sich eine Arztpraxis, die zu der Zeit als Volksschule diente. Manche Schüler starben, obwohl viele Eltern oder Lehrer sie nach Hause schickten, als sie um 9 Uhr ein englisches Flugzeug sahen und damit die Bombardierung befürchteten. Weiterhin wurden die Häuser in der Nähe des Kirchhofes vollkommen zerstört, Familien wurden ausgelöscht und in der Umgebung waren die Häuser nicht mehr bewohnbar. Anfang März 1945 wurde die Siegbrücke im Zuge des Projekts „Verbrannte Erde“ zerstört. Die Kirche auf dem Kirchhof blieb verschont, sie überstand den Angriff, lediglich die Scheiben zersprangen bei dem Angriff. Die Kirche wurde aber vor dem Angriff demoliert. Zwei von den drei Glocken wurden aus dem Turm für Kriegsmaterial eingeschmolzen, die dritte blieb nur verschont, weil sie unter Denkmalschutz stand. Viele Geschäfte wurden zerstört, unter anderem der Rosbacher Hof, Friseur Krämer und kleinere Hotels. Die Anzahl der Toten belief sich auf 42 Einwohner, aber Ärzte und einige Familien waren darunter. Das Gebiet wurde nach dem Angriff von Amerikanern besetzt. Die SS-Truppen zogen weiter in andere Gebiete. 

Der Wiederaufbau begann um das Jahr 1946. Viele Männer waren noch in Kriegsgefangenschaft, daher mussten die Frauen anfangen die Dörfer wieder aufzubauen. Sie nahmen sich die am besten erhaltenen Materialien und versuchten Häuser und Wohnungen wieder bewohnbar zu machen. Die Firma Hermes half mit Unterstützungen durch Stahl für den Aufbau des Eisenbahnverkehrs, da die Eisenbahnbrücken auch völlig zerstört worden waren. Allmählich kehrten auch die Soldaten aus dem Krieg zurück und damit begann ein Aufschwung des Wiederaufbaus. Die Siegbrücke wurde mit einem Fußsteig wieder überquerbar gemacht, damit die andere Seite der Sieg wieder versorgt werden konnte. Als am 23. August 1946 Nordrhein-Westfalen gegründet wurde, war die Versorgung immer noch katastrophal, da die Geschäftswege durch die unterschiedlichen Besatzungsgebiete gestört wurden und die Einwohner somit nicht genug Nahrung kaufen, damit die Familien ordentlich ernährt werden konnten. Der Wiederaufbau war also schwierig zu dieser Zeit, vor allem direkt nach dem Angriff in Rosbach und der Kapitulation Deutschlands. Die Bevölkerung konnte nicht genug einkaufen, womit ein gezielter und sicherer Aufbau hätte gesichert werden können. Die Wohnungen waren notdürftig hergerichtet und viele Soldaten mussten ihre Familien nach der Rückkehr suchen, da sie nicht mehr im selben Haus wohnten wie vorher.

Dass die kommunale Gebietsreform stattgefunden hat, hat verschiedene Gründe. Nach dem Krieg gab es keine Verbindung mehr zwischen den einzelnen kleinen Gemeinden, da die wachsende Infrastruktur und die verbesserte Mobilität es der Bevölkerung ermöglichten, in die Städte und Gemeinden zu ziehen, die ihre Ansprüche erfüllten. Sie fanden einen „über das Gemeindegebiet hinausgehenden Raum als ihren Lebensraum“ (Köstering, 1975, S. 1) und beanspruchten damit nicht mehr die internen Geschäfte der Gemeinde, womit sich die Einnahmen auf die Gemeinden außerhalb beschränkten. Ein weiterer Grund ist die gestiegene Erwartung der Bevölkerung: „Der Bürger auf dem Lande erwartet das gleiche Angebot, das die Städte ihren Einwohnern seit langem bieten können.“ (Köstering, 1975, S. 1). Dies führte dann insgesamt, auch aus dem Grund der besseren Verwaltung, zur Planung einer Gebietsreform. Man wollte die alten Grenzen zwischen den Gemeinden verbessern, da diese meist schon 200 Jahre alt waren. Diese Grenzen waren nicht mehr gewollt, da durch den Krieg und der neuen Wirtschaft, vor allem durch die Industrien, die alten Grenzen nicht mehr übernommen werden konnten. Die kleinen Gemeinden wollte man mit anderen Gemeinden zusammenlegen, damit diese sich besser verwalten ließen, da die ganz kleinen Gemeinden aufgrund zu geringer Einwohnerzahl den Verwaltungsakt nicht aufbringen konnten. Auch die Kreise in Nordrhein-Westfalen waren davon betroffen, da viele nicht in der Lage waren „die gehobene und höhere Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten.“ (Köstering, 1975, S. 3). Die kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen waren zudem auch mit großen Schwankungen verbunden, sie hatten zwischen 43.000 und 856.000 Einwohner und 12 km² und 271 km² Fläche.

Daher beschloss man Gutachten zu erstellen, die festlegen sollten, wie viele Einwohner eine Gemeinde zu haben hat und wie die Versorgung zu handhaben ist. Gemeinden sollten mindestens 8.000 Einwohner – in Ausnahmefällen 5.000 Einwohner – besitzen und die Grundversorgung soll innerhalb einer halben Stunde mittels öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Gemeinden ab 30.000 Einwohner sollen zudem auch noch für die kleineren Gemeinden als Versorgungszentrum dienen. In dem Gebiet Windecks befanden sich zu der Zeit der kommunalen Gebietsreform die drei Gemeinden Dattenfeld (4949 Einwohner, 27,2 km² Fläche), Herchen (5313 Einwohner, 46,19 km² Fläche) und Rosbach (6627 Einwohner, 33,83 km² Fläche) . Damit waren alle drei Gemeinden zu klein, um eine eigene Gemeinde zu bleiben. Die Gebietsreform sah vor, diese drei Gemeinden zur Gemeinde Windeck zusammenzuschließen und dem Rhein-Sieg-Kreis zuzuordnen. Die Bevölkerung wehrte sich aber dagegen. Vor allem die Gemeinde Herchen wollte nicht zur Gemeinde Windeck, da sie aufgrund ihrer Nähe zu Eitorf eher dorthin tendierte. Nach kleineren Reibereien zwischen den Politikern und der Bevölkerung kam es zur Einigung. Somit wurde am 1. August 1969 die Gemeinde Windeck mit einer Einwohnerzahl von 17.452 und einer Fläche von 107,24 km² gegründet.[6] Diese Neugliederung brachte verschiedene Veränderungen mit sich. Unter anderem wurde die Feuerwehr Windeck gegründet. Vorher hatte jede Gemeinde ihre eigene Feuerwehr, diese wurden nun Löschgruppen genannt und von der Feuerwehr Windeck verwaltet. Der erste Gemeindedirektor war Herr Krämer.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

(jeweils am 31. Dezember)

Jahr Einwohner
1970 16.886
1980 17.549
1990 18.456
1999 20.832
2000 20.811
Jahr Einwohner
2001 21.048
2002 21.006
2003 21.100
2004 21.137
2005 21.124
Jahr Einwohner
2006 21.012
2007 20.870
2008 20.679
2009 20.565
2013 18.724

Religion[Bearbeiten]

Liste der Kirchen und Kapellen in Windeck

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[7]
Wahlbeteiligung: 51,88 % (2009: 54,8 %)
 %
50
40
30
20
10
0
41,62 %
36,67 %
10,03 %
4,11 %
4,38 %
3,19 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+0,32 %p
+0,67 %p
+0,53 %p
-4,89 %p
+0,18 %p
+3,19 %p

Gemeinderat[Bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde: Hans-Christian Lehmann (SPD)

Die 32 Sitze des Gemeinderats verteilen sich wie folgt:

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Windeck
Beschreibung:

In Silber und Blau geteiltes Wappenschild, obere Hälfte mit einem schreitenden blau gekrönten, blau bewehrten roten Löwen mit blauer Zunge, der auf die frühere Zugehörigkeit zum Herzogtum Berg hinweist, wobei der Löwe im Gegensatz zum stehenden Bergischen Löwen nicht doppelschwänzig ist.

Unteres Wappenschild mit wachsendem Mann im Harnisch, Silber, in der rechten eine goldschäftige Streitaxt als Kennzeichnung eines wehrhaften streitbaren Mannes. Der "Ritter" entstammt einem alten Wappen, das einen Bergmann mit einem Hammer zeigte.[8]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne (und Töchter) der Gemeinde


Weitere Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen

  • August Sander, (* 17. November 1876 in Herdorf, † 20. April 1964 in Köln) Fotograf, lebte in Kuchhausen
  • Ernst Moritz Roth (* 31. Januar 1902 in Köln; † 12. März 1945 in Dreisel), Vikar in Windeck Dattenfeld von 1932 bis 1935 und NS-Gegner
  • Hubert Bruhs (* 22. September 1922 in Köln; † 3. Juli 2005 in Windeck), Bildhauer
  • Hanns Dieter Hüsch (* 6. Mai 1925 in Moers; † 6. Dezember 2005 in Windeck-Werfen), Kabarettist
  • Karl Christian Peters, (* 13. Juni 1911 in Duisburg; † 11. November 1944 in Scharfenwiese in Polen), Maler, Zeichner, Illustrator
  • Renan Demirkan, (* 12. Juni 1955 in Ankara, Türkei), ist Schauspielerin und Autorin. Sie lebt in Windeck.[12]
  • Jonas Reckermann, (* 26. Mai 1979 in Rheine), Beachvolleyball-Weltmeister 2009 und dreifacher Europameister und Olympiasieger von London, spielt beim TSV Germania Windeck Hallen- Volleyball [13]

Historische Persönlichkeiten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

„Siegtaldom“ St. Laurentius in Dattenfeld
Basaltsteinbruch Blauer Stein
  • Burg Windeck (Castrum novum) – Burgruine
  • Die Alte Burg Windeck (Castrum vetus) – Burgruine
  • Siegtaldom St. Laurentius – das Wahrzeichen von Dattenfeld
  • Burg Dattenfeld
  • Burg Mauel
  • Burg Hof bei Rosbach
  • Burg (Haus) Broich bei Altwindeck – Burgruine
  • Burg (Haus) Benzekausen (Benzinckhausen, Benzinchusin) bei Gansau – Burgruine
  • Hangmotte Burg Huen zu Stein (Margaretenburg) auf dem Grengelsberg bei Dreisel – Burgruine (Plateau und Schutt-Tumulus)
  • Ringwälle bei Stromberg
  • Altwindeck – mehrmals als schönstes Dorf im Rhein-Sieg-Kreis ausgezeichnet
  • Besucherbergwerk Grube Silberhardt in Oettershagen
  • Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ in Rosbach
  • Gerichtsstätte des Amtes Windeck an der „Alten Straße“ auf dem Nutscheid. Die Delinquenten wurden dort enthauptet. Zwei Hinrichtungen sind belegt, 1744 ein Falschmünzer und 1766 eine Mutter, die ihre Kinder getötet hat. Auf der Mercatorkarte von 1575 war diese Stätte schon verzeichnet.[14]
    Windecks Gericht
  • Der Alte Stuhl - mittelalterliche Femegerichtsstätte (Freistuhl) bei Hurst
  • Pulvermühle Elisenthal

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Windeck

Theater[Bearbeiten]

  • Förderkreis Windecker Matinéeverein e. V.
  • Theatergruppe Windeck e. V.
  • Hobby-Bühne Hurst

Museen[Bearbeiten]

  • Heimatmuseum in Altwindeck
  • Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ in Rosbach
  • Besucherbergwerk Grube Silberhardt in Öttershagen

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Stieleiche Burg-Windeck-Str. 25, Windeck-Schladern, ein 500 Jahre alter Baum neben einem knapp 200 Jahre alten Fachwerkhaus ("Stranghöhners" - Haus)
  • Stieleiche Alte Brücke 5, Windeck-Herchen, ein 200 Jahre alter Baum mit 25 m Höhe
  • Stieleiche Roth 6, Windeck-Roth
  • 32 Stieleichen An den Eichen und Am Eichenhain, Windeck-Stromberg
  • Sommerlinde Kapellenweg 14, Windeck-Rosbach, ein Baum, der vermutlich beim Bau der danebenliegenden Kapelle um 1743/1744 gepflanzt wurde
  • Basaltkrater Kuchhausen
  • Heilbrunnen Ohmbach
  • Heilbrunnen Halscheid
  • Siegfall in Schladern[15]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]


Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

  • In Windeck-Mauel gibt es einen Gasthof mit einer eigenen Hausbrauerei. Das Maueler Hofbräu ist untergärig, leicht trüb und hat einen Stammwürzegehalt von 13 %. Produziert wird das Bier seit 2003, in der Regel setzt Brauer Willmeroth alle 10 Tage 600 l an.
  • Land’s Apfelkraut wurde früher in Herchen-Bahnhof produziert und später von Grafschafter Apfelkraut übernommen. Der Aufstrich für Brot und Reibekuchen wurde auch zum Anreichern von Soßen verwendet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Empfangsgebäude Bahnhof Herchen
  • Eine Autobahnanbindung besteht nur indirekt:
– südlich zur A 3 über die B 256 bis zur Anschlussstelle Neuwied/Altenkirchen,
– westlich zur A 560 durch das Siegtal über die Landesstraße 333 bis zur Anschlussstelle Hennef-Ost
– nördlich zur A 4 durch den Oberbergischen Kreis.

Neben der L 333 und der B 256 führt die L 312 durch die Gemeinde.

In der Gemeinde sind 12.855 Kraftfahrzeuge zugelassen, darunter 10.329 Pkw [16].

  • Über die Siegstrecke sind mit der S-Bahnlinie 12 (S 12, DürenKölnHennefAu (Sieg)) die Bahnhöfe Herchen, Dattenfeld, Schladern, Rosbach und Au zu erreichen, außerdem hält der Regional-Express (RE 9, AachenKölnSiegen) an den Bahnhöfen Herchen, Schladern und Au. Die Gemeinde gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg an. Der Bahnhof Schladern ist der frequentierteste Bahnhof in der Gemeinde und wichtigster Haltepunkt für die Bevölkerung aus dem Umland, des Oberbergischen Kreises und des Kreises Altenkirchen.
  • Mit der Oberwesterwaldbahn (Au(Sieg)- Altenkirchen(Westerwald)- Hachenburg- Westerburg- Limburg(Lahn)) sind die Bahnhöfe Au (Sieg) und der Bahnhaltepunkt Geilhausen zu erreichen, welcher von den Nahverkehrszügen der Verkehrsgesellschaft Vectus in der Regel stündlich angefahren wird.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • WMV Apparatebau GmbH

Das 1970 in Siegburg-Seligenthal gegründete Unternehmen wechselte erst nach Windeck-Schladern und expandierte dann im Industriegebiet Maueler Feld. Die Produktionsfläche wurde inzwischen auf 5.000 m² erweitert, der Umsatz betrug 2006 23 Millionen Euro. Mit 90 Beschäftigten war WMV zweitgrößter Arbeitgeber in der Gemeinde.

  • Leina Werke GmbH

Einer der weltweit größten Hersteller für Verbandstoffe aller Art. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1964. Das Unternehmen ist deutscher Marktführer und seit 1997 europäischer Marktführer in der Herstellung von Warndreiecken.

  • G. Wendt GmbH

Das Unternehmen ist einer der größten Hersteller für Schleifmittel, Trenn- und Schruppscheiben aller Art.

  • Hubert von Carnap GmbH

Das Unternehmen stellt Verpackungen und Kartonagen aller Art her.

  • BeckerMedia

Inhabergeführte Werbeagentur und Softwarehaus, seit 1998 im Bereich der klassischen Printwerbung und in der Produktion digitaler Medien (Internet) tätig; Herausgeber des Anzeigenblatts und Veranstaltungsmagazins „Insider“, das in Eitorf, Ruppichteroth und Windeck ausgelegt wird.

  • Becker Ingenieure

Ingenieurbüro für Technische Gebäudeausrüstung (TGA). Seit 1990 im Bereich der klassischen TGA-Ingenieurleistungen tätig.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Windeck e.V.

Das DRK Windeck nimmt vielfältige Aufgaben in Windeck und im Rhein-Sieg-Kreis war:

  • Notfallrettung in der Gemeinde Windeck
  • Krankentransporte in den Gemeinden Windeck und Eitorf
  • Rettungswache des Ortsvereins für das Gemeindegebiet Windeck
  • Bereitstellung der Räumlichkeiten für die Rettungswache 19 des Rhein-Sieg-Kreises und für die Verwaltung der Rhein-Sieg-Rettungsdienst GmbH
  • Sanitätsdienste für Veranstaltungen innerhalb der Gemeinde und für Großveranstaltungen im Kreisgebiet und landesweit
  • Bereitstellung von Sanitäts-, Transport- und Technik-Komponenten für die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des Rhein-Sieg-Kreises bei Großschadensereignissen (Katastrophenschutz) auf Kreisgebiet und unterstützend in Nachbarkreisen
  • Ausbildungsstandort für Erste-Hilfe- und LSM-Lehrgänge (Lebensrettende Sofortmaßnahmen)
  • Organisation und Unterstützung bei Blutspendeterminen
  • Betrieb der zweigruppigen DRK-Kindertagesstätte »Zauberwald«
  • Kinder- und Jugendarbeit durch die Jugenrotkreuz Ortsgruppe Windeck (JRK)

Der DRK Ortsverein Windeck e.V. zählt mit insgesamt ca. 970 Mitgliedern zu den größten Ortsvereinen des Rhein-Sieg-Kreises. Davon sind rund 50 Mitglieder in der Bereitschaft, im Blutspendedienst oder als Erste-Hilfe-Ausbilder ehrenamtlich tätig, fast 920 Personen sind reine Fördermitglieder. 10 hauptamtliche Angestellte arbeiten in Kindergarten und Rettungswache. Das DRK-Zentrum befindet sich zentral in der Gemeinde Windeck im Rosbacher Ortsteil Roth direkt am Kreuzungspunkt der Kreisstraßen K7 und K23.

Bildung[Bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten]

  • Realschule Herchen
  • Bodelschwingh-Gymnasium Herchen
  • Ganztagshauptschule Rosbach
  • Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung Windeck-Rossel
  • sowie 5 Grundschulen in Rosbach, Leuscheid, Dattenfeld, Schladern und Herchen

Sport[Bearbeiten]

  • Volleyball: Der TSV Germania Windeck spielte letzte Saison in der 2. Bundesliga Nord. Bis zur Saison 2005/2006 spielte der Verein unter dem Namen TuS Schladern. Die Heimspiele finden in der Sporthalle des Bodelschwingh-Gymnasiums statt.
  • Fußball: Der TSV Germania Windeck spielt seit der Saison 2008/2009 in der NRW-Liga und trat in der 1. Hauptrunde des DFB-Vereinspokals der Saison 2010/11 gegen den FC Bayern München an. Das Spiel gegen den deutschen Rekordmeister ging im Stadion des 1. FC Köln vor einer Kulisse von 41.100 Zuschauern mit 0:4 verloren. Damit ist es das Erstrunden-Pokalspiel mit den meisten Zuschauern, an dem ein Amateur-Verein jemals teilnahm.
  • 2008 richtete die Windecker Bogengilde die Deutsche Meisterschaft des Deutschen Bogensport-Verbandes im Feld- und Waldbogen rund um die Burg Windeck aus.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die kleine Herchener Dorfkirmes

Karneval[Bearbeiten]

Der rheinische Karneval ist in der Gemeinde in mehreren Orten vertreten. Karnevalsgesellschaften gibt es in Dattenfeld, Herchen, Schladern und Hurst. Jährlich finden Sitzungen und Umzüge statt.

Siegtal pur[Bearbeiten]

Gemeinsamer Autofreier Tag der Siegtalgemeinden von Siegburg bis Netphen mit Sperrung für den Kraftfahrzeugverkehr und freier Fahrt für Fahrradfahrer und Skater.

Kirmes[Bearbeiten]

Kleine Veranstaltungen finden jährlich in Herchen, Dattenfeld (2. Wochenende im August), Leuscheid (1.Wochenende im Oktober) und Rosbach (1. Wochenende im September) statt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Windeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014.
  3. Landesarchivs Nordrhein-Westfalen: Verwaltungszugehörigkeit Gemeinde Windeck
  4. a b Gemeinde Windeck, Homepage der Gemeinde Windeck
  5. Vgl. „Eine Elchkuh aus der Eiszeit“, in: „Archäologie in Deutschland“ 2/2006, S. 5.
  6. a b  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 85.
  7. Gemeinde Windeck - Gesamtergebnis - Ratswahl vom 25. Mai 2014
  8. http://torstenkoehler.com/interest.htm Wappen Windeck
  9. AZ 3 StR 114/97 BGH
  10. http://kuhl-koeln.de/juergen-kuhl.html/
  11. http://mach.bplaced.net/carsten/
  12. http://i-mag.tv/index.php?option=com_content&view=article&id=381:renan-demirkan&catid=8:personen&Itemid=9
  13. http://www.windeck-volleyball.de/
  14. Gottfried Corbach: Geschichte von Waldbröl ISBN 3-921232-03-1
  15. Liste des Rhein-Sieg-Kreises
  16. Ministerium f. Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr: Mobilität in NRW. Daten und Fakten 2010