Tramin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt eine italienische Gemeinde. Zum österreichischen Schriftsteller siehe Peter von Tramin.
Tramin an der Weinstraße
(ital.: Termeno sulla strada del vino)
Wappen von Tramin an der Weinstraße
Tramin an der Weinstraße (Südtirol)
Tramin an der Weinstraße
Tramin an der Weinstraße
Lage von Tramin an der Weinstraße in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Überetsch-Unterland
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2011)
3.311/3.312
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
96,37 % deutsch
3,44 % italienisch
0,20 % ladinisch
Koordinaten 46° 20′ N, 11° 14′ O46.33333333333311.233333333333276Koordinaten: 46° 20′ N, 11° 14′ O
Meereshöhe: 213–2116 m s.l.m. (Zentrum: 276 m s.l.m.)
Fläche: 19,4 km²
Dauersiedlungsraum: 10,6 km²
Nachbargemeinden: Amblar, Auer, Coredo, Kaltern, Kurtatsch, Montan, Neumarkt, Pfatten, Sfruz
Partnerschaft mit: Mindelheim (D), Rödermark (D), Schwaz (A)
Postleitzahl: 39040
Vorwahl: 0471
ISTAT-Nummer: 021098
Steuernummer: 80011130210
Politik
Bürgermeister (2010): Werner Dissertori (SVP)

Tramin an der Weinstraße (italienisch Termeno sulla strada del vino) ist eine Gemeinde mit 3312 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011), im Südtiroler Unterland in Italien, circa 5 km südlich des Kalterer Sees.

Berühmt ist das Weindorf Tramin für die Rebsorte Gewürztraminer. Bekannt ist auch der traditionelle Egetmann-Umzug, der am Faschingsdienstag in ungeraden Jahren durchgeführt wird.

Wichtige Wirtschaftszweige sind der Weinbau auf den sonnigen Hängen (Leiten), der Obstbau, der vor allem auf dem im 18. Jahrhundert trockengelegten "Traminer Moos" in der Talsohle betrieben wird und der Tourismus.

Tramin ist wegen seines historischen Dorfkerns, des Weinbaus, der Nähe zum Kalterer See und der wöchentlichen Weinfeste im Sommer und Herbst ein beliebter Ferienort, vor allem für Gäste aus dem deutschsprachigen Ausland.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Die Gemeinde Tramin erstreckt sich westlich der Etsch über das Traminer Moos mit seinen Obst- und Weingärten bis zum Hangfuß des Mendelzugs. Zum Gemeindegebiet gehören auch die Ortschaften Söll im Norden sowie Rungg im Süden von Tramin.[1]

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Die Entfernungsangaben beschreibt die Luftlinie zum Ortsmittelpunkt und sind auf ganze Kilometer kaufmännisch gerundet.

Mendelpass
12 km
Kaltern
8 km
Leifers
12 km
Cles
16 km
Nachbargemeinden Auer
4 km
Kurtatsch
4 km
Salurn
11 km
Neumarkt
4 km

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Weithin sichtbares Wahrzeichen von Tramin sind der 1492 fertiggestellte, mit 86 m höchste gemauerte Kirchturm Tirols und die 1911 erbaute neugotische Pfarrkirche zu St. Quirikus und Julitta mit Presbyterium von 1400. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören weiters das Kirchlein St. Jakob in Kastelaz oberhalb Tramins mit seinen wertvollen romanischen Fresken (Bestiarien), die dem Hl. Valentin geweihte Friedhofskapelle und die Kirche St. Mauritius in Söll mit ihren romanischen und gotischen Fresken. Die prächtig ausgeschmückten Kirchen zeugen von der wirtschaftlichen Bedeutung der Marktgemeinde Tramin für die Gegend im Mittelalter.

Städtepartnerschaften [Bearbeiten]

  • Mindelheim ist seit 1994 offizielle Partnerstadt von Tramin. Zwischen der Stadtkapelle Mindelheim und der Bürgerkapelle Tramin bestehen bereits seit 1958 enge freundschaftliche Beziehungen.
  • Rödermark, südlich von Frankfurt am Main gelegen, ist seit 1978 Partnergemeinde.
  • Schwaz in Nordtirol ist seit 1998 offizielle Partnerstadt von Tramin.

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Bildergalerie [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Martin Schweiggl: An der südlichen Weinstraße: Tramin, Kurtatsch, Margreid, Kurtinig. Land und Leute zwischen Kalterer See und Salurner Klause (Südtiroler Gebietsführer 17), Bozen: Athesia 1978. ISBN 88-7014-055-5
  • Roland Zwerger: Tramin an der Weinstraße. Dorfführer und Weinbaugeschichte, Auer: Arcadia 2001. ISBN 88-8300-014-5
  • Ursula Düriegl: Die Fabelwesen von St. Jakob in Kastelaz bei Tramin. Romanische Bilderwelt antiken und vorantiken Ursprungs, Wien: Böhlau 2003. ISBN 3-205-77039-0
  • Othmar Parteli: 100 Jahre Pfarrkirche von Tramin. Der Schlern, Sonderausgabe Oktober 2011, Bozen: Athesia 2011.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Tramin an der Weinstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. http://tirolatlas.uibk.ac.at/places/show.py/index?id=210098&lang=de Tirol Atlas: Tramin