Seligenstadt

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Seligenstadt (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Seligenstadt
Seligenstadt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Seligenstadt hervorgehoben
50.0440972222228.9753472222222110Koordinaten: 50° 3′ N, 8° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Offenbach
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 30,85 km²
Einwohner: 20.254 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 657 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63500
Vorwahl: 06182
Kfz-Kennzeichen: OF
Gemeindeschlüssel: 06 4 38 013
Gemeindegliederung: 3 Stadtteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
63500 Seligenstadt
Webpräsenz: www.seligenstadt.de
Bürgermeisterin: Dagmar B. Nonn-Adams (parteilos)
Lage der Gemeinde Seligenstadt im Landkreis Offenbach
Neu-Isenburg Dreieich Langen (Hessen) Egelsbach Rödermark Dietzenbach Heusenstamm Mühlheim am Main Rodgau Obertshausen Hainburg Seligenstadt Mainhausen Darmstadt Landkreis Darmstadt-Dieburg Landkreis Darmstadt-Dieburg Bayern Main-Kinzig-Kreis Offenbach am Main Kreis Groß-Gerau Frankfurt am MainKarte
Über dieses Bild

Seligenstadt ist eine Stadt im Landkreis Offenbach in Hessen. Sie liegt am Main und war in karolingischer Zeit von großer Bedeutung.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Seligenstadt ist eine von 13 Städten und Gemeinden im Landkreis Offenbach. Die Stadt liegt im Osten des Kreises etwa 25 km südöstlich von Frankfurt am Main am linken südwestlichen Ufer einer rechtswendenden Mainschleife. Der Fluss bildet hier die Grenze zu Bayern. Die Gemarkung Seligenstadt umfasst mit 2043 Hektar rund zwei Drittel des Stadtgebietes, davon sind 1026 Hektar bewaldet (Stand 1961). Der größte Teil der Waldungen liegt im Südwesten des Stadtgebietes, wo das Geländeniveau allmählich von der 108 Meter hoch gelegenen Mainniederung auf bis zu 145 Meter am Walddistrikt Kieselhecke ansteigt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Seligenstadt grenzt im Norden an die Gemeinde Hainburg, im Osten an die Gemeinde Karlstein (Landkreis Aschaffenburg), im Südosten an die Gemeinde Mainhausen, im Süden an die Stadt Babenhausen (Landkreis Darmstadt-Dieburg) sowie im Westen an die Stadt Rodgau.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet umfasst neben der Kernstadt Seligenstadt die zwei Stadtteile Klein-Welzheim, mainaufwärts im Osten gelegen, und Froschhausen im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname änderte sich in den Jahren wie folgt:[2]
Ortsname Jahr
superior Mulinheim 815
Saligunstat 10. Jahrhundert
superiori Mulnheim,
quod moderno tempore Selgenstat nuncupatur
933
Selegonostat 1002
Selgenstat 1012
Selingestat 1026
Saligenstat 1041
Molnheim nunc vero Seligunstat 1045
Selgenstat 1063
Saligenstad 1120
Seligenstad 1122
Selingestat 1136
Seliginstat 1247
Selingestat 1249
Selginstat 1255
Selgenstat 1256
Selegenstad 1266
Seligenstad 1336
Mülheim nunc Seligenstat dicto 1405
Bezeichnung der Siedlung:
villa 815
civitas 1232

Antike[Bearbeiten]

Heutige Frontalansicht der Einhard-Basilika

Um das Jahr 100 n. Chr. wurde in der Herrschaftszeit des römischen Kaisers Trajan ein Kohortenkastell auf dem Gebiet des heutigen Seligenstädter Marktplatzes und Teilen der heutigen Altstadt erbaut, das Castrum Selgum. Die dort stationierte Kohorte hatte den Namen Cohors I Civium Romanorum equitata und war für die Sicherheit des am Main verlaufenden Limesabschnittes (auch: Obergermanischer Limes) verantwortlich. Mit dem Fall des Limes während der Alamannenstürme um das Jahr 260 n. Chr. wurde das Kastell aufgegeben, und die Römer zogen sich wieder hinter die Rheinlinie zurück. Auf den Trümmern des ehemaligen Kastells und auf dem heutigen Klosterareal entstand im Talabschnitt des Breitenbaches die frühmittelalterliche Siedlung Mulinheim superior, Obermühlheim.

Mittelalter[Bearbeiten]

Ehemalige Benediktiner-Abtei in Seligenstadt

Seligenstadt wurde am 11. Januar 815 zum ersten Mal in einer Schenkungsurkunde urkundlich erwähnt – damals mit dem Namen Obermühlheim.[3] Die Stadt wurde von Einhard, dem Biographen Karls des Großen, gegründet. Nachdem er das fränkische Domanialgut Obermulinheim 815 von Ludwig dem Frommen als Schenkung erhalten hatte, begründete er hier ein Benediktinerkloster. Als ein früherer Besitzer wird ein Graf Drogo genannt. Die in Rom gestohlenen Gebeine der Märtyrer Petrus und Marcellinus wurden 828 aus der Basilika in Steinbach im Odenwald nach Obermühlheim überführt, das somit Wallfahrtsort wurde. Darauf änderte sich schon bald der Ortsname von Obermühlheim zu Seligenstadt. Die Gebeine der Märtyrer wurden zunächst in der Laurentiuskapelle des Gutshofes aufbewahrt, die sich aber, angesichts des Zustroms der Gläubigen, als zu klein erwies. Einhard begann somit zeitnah mit dem Bau der Einhard-Basilika, dem Wahrzeichen der Stadt am Untermain und begründete, als dessen erster Laienabt, eine Benediktinerabtei als Eigenkloster. Die Abtei erhielt reichen Besitz durch Schenkungen beiderseits des Mains und verfügte, gemäß dem ältzesten Zinsregister, kurz vor 100 über Einkünfte aus 40 Orten.[4]

1028 wurde in der Stadt eine römisch-katholische Synode abgehalten, deren wichtigstes Ergebnis die Einführung des Quatember mit strengen Fastenregeln war. 1063 bestätigte Kaiser Heinrich IV. dem Erzbischof von Mainz die Rechtmäßigkeit seines Besitzes der Abtei.

Kaiser Friedrich Barbarossa hielt 1188 einen Hoftag in Seligenstadt ab. Während seiner Regierungszeit erhielt der Ort Stadtrechte, und ein Königshof (Palatium) wurde am Mainufer gebaut.

Palatium (Pfalz) in Seligenstadt

Seligenstadt gründete 1346 als eine von neun Städten den Neunstädtebund des Mainzer Oberstifts. Zunächst mit kommunaler Selbstverwaltung (Ratsverfassung) ausgestattet, konnten die Mitgliedsstädte sich im Verlauf des 15. Jahrhunderts von ihrem Landesherrn, dem Mainzer Erzbischof und zum Mainzer Domkapitel weiter emanzipieren. Unter anderem hatte Seligenstadt das Recht, eigenständig Steuern zu erheben und zu bewilligen. Das Selbstverwaltungsrecht endete mit den erzbischöflichen Verfügungen aus den Jahren 1527 und 1528, mit welchen der Städtebund faktisch aufgelöst wurde.

Reformationszeit und Renaissance[Bearbeiten]

Seligenstadt – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian dem Jüngeren 1655

1527 wurde durch Erzbischof Albrecht von Mainz eine neue Stadtordnung erlassen, wodurch die Rechte der Seligenstädter Bürger stark eingeschränkt wurden.

Während des Dreißigjährigen Krieges verwaltete um 1631 ein schwedischer Kommissar die Abtei im Auftrag König Gustav Adolfs. Die Seligenstädter Bürger entrichteten dem Schwedenkönig Kontributionszahlungen, der dafür auf das damals übliche Niederbrennen der Häuser verzichtete. Als er mit seinem Heer weiterzog, plünderten die zurückgelassenen Besatzungssoldaten trotzdem Stadt und Abtei. Erst im Jahre 1685 wurden Abt- und Konventsgebäude wieder neu errichtet.

Neuzeit[Bearbeiten]

Durch die Säkularisation von Kurmainz 1803 kam das Amt Seligenstadt an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt und die Abtei wurde aufgelöst. 1832 wurde der Landratsbezirk Seligenstadt in den Landkreis Offenbach eingegliedert und am 1. Mai 1882 die Eisenbahnstrecke Hanau-Seligenstadt-Eberbach eröffnet. 1925 wurde die Einhard-Basilika St. Marcellinus und Petrus durch Papst Pius XI. zur päpstlichen Basilica minor erhoben.

Moderne[Bearbeiten]

Gedenkinschrift für die jüdische Gemeinde Seligenstadt im Tal der Gemeinden in Yad Vashem

Seligenstadt hatte eine jüdische Gemeinde, die durch den Terror des Nationalsozialismus 1941 vernichtet wurde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1977 wurden im Zuge der Gebietsreform in Hessen die Nachbargemeinden Froschhausen und Klein-Welzheim per Gesetz eingemeindet.[5] Ortsbezirke wurden in Seligenstadt nicht gebildet.

Stadtlegenden[Bearbeiten]

Legende von der Umbenennung Seligenstadts[Bearbeiten]

Einer Legende zufolge soll die Umbenennung der Stadt nicht aufgrund der Lagerung der Gebeine von St. Petrus und St. Marcelinus geschehen sein, sondern weil der bereits erwähnte Einhard, der Berater und Biograf Karls des Großen war, mit dessen Tochter Emma geflüchtet war. Er lebte mit ihr in Obermulinheim. Der Kaiser zog eines Tages durch diese Stadt und betrat dort das Gasthaus, in dem seine Tochter Emma mittlerweile arbeitete. Sie servierte ihm Pfannkuchen, und der Kaiser erkannte den unvergleichlichen Geschmack.

Inschrift

Daraufhin soll der bekannte Ausspruch Selig sei die Stadt genannt, da ich meine Tochter Emma wiederfand entstanden sein, der auch heute noch auf dem Erker des so genannten Einhardhauses (erneuert 1596) in Seligenstadt zu finden ist. Infolgedessen wurde die Stadt selig genannt, der Name Seligenstadt war entstanden.

Brauchtum[Bearbeiten]

Seligenstädter Geleit[Bearbeiten]

Geleitsfest 2011: Ankunft der Kaufmannszüge aus Augsburg und Nürnberg auf dem Marktplatz
Augsburger Löffelbücher

Das Seligenstädter Geleit ist ein in der Bundesrepublik Deutschland einmaliger Brauch aus dem Mittelalter, welcher sich in abgewandelter Form bis heute erhalten hat. Im Mittelalter zogen Verbände von Kaufleuten mit ihren Pferdefuhrwagen aus allen Himmelsrichtungen zur Frankfurter Messe. Kaufleute aus Augsburg und Nürnberg mussten über den Spessart oder am Main entlang bis zum Rastplatz Seligenstadt ziehen. Der Weg war gefährlich, da die reichen Kaufleute für Wegelagerer und Raubritter ein lohnendes Ziel darstellten. Deshalb stellte der Stauferkaiser Friedrich II. im Jahre 1240 die Kaufleute durch einen „Geleitsbrief“ unter kaiserlichen Schutz. Jeder betroffene Landesherr war seitdem verpflichtet, den Durchreisenden gegen Entgelt bewaffneten Geleitschutz zu gewähren. In der Nähe von Seligenstadt wurde die Geleitstruppe gewechselt. Kurmainzer Geleitsoldaten übergaben den Geleitszug an Frankfurter Schutztruppen. Aus dieser Zeit stammt der „Hänselbrauch“ unter den Kaufleuten. Neulinge mussten den einen Liter Wein fassenden Geleitslöffel mit einem Zug restlos austrinken, um in die Kaufmannsgemeinschaft aufgenommen zu werden. Wer die so genannte „Nagelprobe“ nicht bestand, musste die Gilde „freihalten“, d. h. die Verpflegung bezahlen. Dieser Brauch ist in gemäßigter Form bis heute in Seligenstadt der Höhepunkt des alle vier Jahre stattfindenden Geleitsfestes des Heimatbundes Seligenstadt e. V.

Ordensbruderschaft vom Steyffen Löffel[Bearbeiten]

Zur Pflege des Brauchtums um den historischen „Löffeltrunk“ wurde im Jahr 1989 die Ordensbruderschaft vom Steyffen Löffel zu Seligenstadt gegründet. Der Ordensbruderschaft steht der Ordensmeister vor. Sein Stellvertreter ist der Fauth. Die Löffelgruppe, die den Löffeltrunk mit den Kandidaten vollzieht, besteht aus dem Löffelmeister, dem Examinator und dem Protokollant. Dazu gehören noch der Löffelwirt und die so genannten Löffelmädchen, die die großen Trinklöffel mit einem Fassungsvermögen von einem Liter an schweren Holzketten tragen.[6]

Seligenstädter Fastnacht[Bearbeiten]

Motivwagen beim Rosenmontagsumzug 2006

Die Stadt Seligenstadt ist überregional bekannt für ihren Fastnachtszug, welcher sich traditionell am Rosenmontag durch die historische Innenstadt und das angrenzende Stadtgebiet schlängelt. Nachweislich existiert dieser Rosenmontagszug seit dem Jahr 1859. In heutiger Zeit besitzt der Zug 99 aufwändig gestaltete Zugnummern und lockt mit dieser Attraktion durchschnittlich 40.000 Besucher aus nah und fern an. In der Fastnachtszeit nennen sich die Seligenstädter Narren „Schlumber“ und ihre Stadt „Schlumberland“. Jedes Jahr wird für die Faschingszeit ein Prinzen- und ein Kinderprinzenpaar gekürt, welche das „Schlumberland“ regieren. Seligenstadt ist auch eine von wenigen Städten, die zwei Faschingsumzüge haben. Neben dem Rosenmontagsumzug gibt es jedes Jahr sonntags den Kinderfaschingsumzug. Verantwortlich für die gesamte Organisation und die Ausrichtung ist der Heimatbund Seligenstadt e. V.

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 hatte folgendes Ergebnis:[7]

Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
43,4 %
21,5 %
16,6 %
9,5 %
9,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-8,3 %p
-2,6 %p
+10,1 %p
+2,0 %p
-1,2 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 43,4 16 51,7 19
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 21,5 8 24,1 9
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 16,6 6 6,5 2
FWS Freie Wähler Seligenstadt 9,5 4 7,5 3
FDP Freie Demokratische Partei 9,0 3 10,2 4
Gesamt 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 49,7 47,6

Die Stadtverordnetenversammlung hat vier Ausschüsse:

  1. Ausschuss für Jugend, Soziales, Sport und Kultur
  2. Ausschuss für Bau und Planung
  3. Ausschuss für Umwelt und Verkehr
  4. Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seligenstadt unterhält Partnerschaften mit der französischen Gemeinde Triel-sur-Seine (seit 1967), der amerikanischen Stadt Brookfield (seit September 2008) sowie der italienischen Stadt Piedimonte Matese[8] (seit September 2010).

Im März 2008 wurde die seit 1972 mit der niederländischen Gemeinde Heel bestehende Partnerschaft beendet. Dies geschah auf Wunsch der Gemeinde Maasgouw, in die die vormaligen Gemeinden Heel, Maasbracht und Thorn zum 1. Januar 2007 fusioniert wurden. Die Partnerschaft mit Heel ging auf die Partnerschaft der früher selbständigen und jetzt zu Seligenstadt gehörenden Gemeinde Klein-Welzheim mit der niederländischen Gemeinde Wessem, die dann zu Heel gehörte, zurück.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sakrale Bauwerke[Bearbeiten]

Einhard-Basilika
Der Garten der Klosteranlage
Einhard-Basilika und Klostergarten

Bedeutendster Bau Seligenstadts ist die Einhard-Basilika St. Marcellinus und Petrus mit Reliquien der Heiligen Marcellinus und Petrus; seit 1925 trägt sie den vom Papst Pius XI. verliehenen Ehrentitel einer Basilica minor. Obwohl der Bau im Laufe der Jahrhunderte stark verändert wurde, handelt es sich dennoch um eine der eindrucksvollsten Basiliken mit karolingischer Bausubstanz nördlich der Alpen.

Die südlich angrenzende, 1803 aufgehobene Benediktiner-Klosteranlage mit barocken Flügelbauten und großflächigen Hof- und Gartenanlagen wurde in vollem Umfang restauriert.

Profane Bauwerke[Bearbeiten]

Aus der Zeit Friedrich Barbarossas (12. Jahrhundert) stehen noch zwei Relikte:

Vom Palatium am Mainufer, auch Rotes Schloss genannt, steht nur noch die Mainfront mit Doppel- und Dreifacharkaden mit Überfangbögen aus rotem Sandstein. Mit 47 m x 14 m Grundfläche war der Rechteckbau im Vergleich zu anderen Kaiserpfalzen klein. Die ersten Restaurierungsarbeiten fanden 1938 statt; die Rekonstruktionsarbeiten an der Süd- und Westwand sind seit 1996 im Gange.

Aus gleicher Zeit stammt das so genannte Romanische Haus in massiver Bauweise aus Stein, mit großen Arkaden im Sockengeschoss, im 1. Geschoss Doppelarkaden mit Mittelsäule und Überfangbogen und einer Blendarkade unter dem Staffelgiebel. 1187 war das Gebäude Vogtei und 1188 Schauplatz des Hoftags Barbarossas. Restauriert wurde es 1984. Im 21. Jahrhundert finden dort kulturelle Veranstaltungen statt.

Die im 12. Jahrhundert angelegte und im 15. Jahrhundert verstärkte Stadtbefestigung hatte ursprünglich vier Tortürme und sechs Bollwerktürme. Von den Stadttoren ist nur das Steinheimer Tor von 1603 bis 1605 erhalten, von den Bollwerktürmen stehen noch drei. Die Mainfront des Palatiums war in die Stadtmauer, zu der auch Wall- und Grabenanlagen gehörten, integriert. Der größte Teil der Stadtbefestigung wurde im 19. Jahrhundert abgerissen.

Das Rathaus am Marktplatz wurde 1823 erneuert und fällt als einziger klassizistischer Bau mit großen Arkaden inmitten von Fachwerkhäusern architektonisch aus dem Rahmen. Zwei Wappensteine mit Drachenköpfen vom 1539 dokumentierten Vorgängerbau sind integriert. Der quadratische Turm stammt von der ehemaligen Pfarrkirche, die abgerissen wurde, als die städtische Pfarrei die Einhard-Basilika 1812 nach Aufhebung der Benediktinerabtei übernahm.

Der im Jahre 1938 erbaute 51,70 Meter hohe Wasserturm ist als Kulturdenkmal in der Denkmaltopographie der Bundesrepublik Deutschland aufgeführt. Auffällig ist seine „pickelhaubenförmige“ Dachkonstruktion, die einem barocken Schlossturm gleicht. Der ursprüngliche Wasserhochbehälter, der 500 m³ Wasser aufnehmen konnte und für den nötigen Druck im Trinkwassernetz sorgte, beherbergt heute Nistkästen für Turmfalken und sechs verschiedene Antennen für die Feuerwehr, den Katastrophenschutz und Mobilfunknetzbetreiber. Bis in die 1990er Jahre wurde in dem Wassertank Löschwasser für das angrenzende Krankenhaus gespeichert.[9]

Fachwerkarchitektur[Bearbeiten]

Marktplatz
Brücke im Klostergarten (sie war teil einer temporären Ausstellung und steht jetzt am Main zwischen Seligenstadt und Klein Welzheim)

Seligenstadt besitzt eine Vielzahl von historischen Gebäuden und Fachwerkhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die teilweise unter Denkmalschutz stehen. Deshalb ist die Stadt auch Teil einer der neun Routen der Deutschen Fachwerkstraße (Route Rhein-Main-Odenwald).

Die meisten dieser zwei- bis dreigeschossigen Fachwerkhäuser gibt es am Marktplatz und in den umliegenden Straßenzügen (insbesondere Steinheimer Straße, Kleiner und Großer Fischergasse, Kleiner und Großer Maingasse, Freihofstraße). Beispiele sind am Markt die Alte Schmiede (Nr. 13, heute Restaurant), Markt 7 und 10, die historische Apotheke mit Emblem des Apothekers mit Mörser, das so genannte Einhard-Haus von 1596 mit reich dekoriertem Erker, das Haus Steinheimer Straße/Ecke Stadtmühlengasse (1697), Freihofplatz 3 (1567), das kleine Haus Freihofstraße 4 (Andenkenladen) und viele andere.

Mit dem Fachwerk-Viertel Klaa-Frankreich in der Rosengasse hat es eine besondere historische Bewandtnis: Nach dem Dreißigjährigen Krieg siedelte Abt Leonhard Colchon Menschen aus seiner wallonischen Heimat hier an, nachdem die lokale Bevölkerung durch Kampfhandlungen, Hungersnot und Pest dezimiert war. Personennamen wie Beike, Massoth, Bonifer, Dutine, Oger und Assion deuten noch auf diese frankophone Besiedlung hin.

Bauwerke außerhalb des Stadtzentrums[Bearbeiten]

  • Im Stadtteil Klein-Welzheim liegt bei den historischen Klosterfischteichen eine Wasserburg im Stil einer mittelalterlichen Burg, jedoch mit barocken Anbauten, die sich der Seligenstädter Abt 1707 als Sommersitz gestaltete. Sie ist Teil des Regionalparks Rhein-Main.
  • Im Stadtteil Froschhausen hat das ehemalige Rathaus der Gemeinde eine besondere Bedeutung. Bei der Erbauung im Jahre 1939 wurde die an dieser Stelle stehende ehemalige Kirche der Gemeinde abgebrochen. Der Kirchturm wurde allerdings in das neue Rathausgebäude integriert. Der alte Ortskern Froschhausens weist einige weitere schmucke Fachwerkgebäude auf.

Museen in Seligenstadt[Bearbeiten]

  • Regio-Museum (ehemaliges Landschaftsmuseum Seligenstadt)
  • Prälaturmuseum in der ehemaligen Abtei
  • Fastnachtsmuseum
  • Galerie Altes Haus (Kunstforum für moderne Kunst)

Einhard-Preis[Bearbeiten]

Zur Pflege des Erbes Einhards wurde 1998 eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts errichtet. Zweck der Stiftung ist es, die Idee der europäischen Einigung auf der Ebene einer traditionsreichen Stadt anschaulich und die Wurzeln der europäischen Nationen sichtbar zu machen. Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Vergabe eines nach Einhard benannten Literaturpreises sowie die wissenschaftliche Pflege des Andenkens und die Erforschung Einhards und seiner Zeit verwirklicht.

Sport[Bearbeiten]

Es gibt zwei Tennisanlagen, ein Städtisches Sportzentrum, fünf Sportanlagen und sieben Turnhallen.[10]

Größter Verein sind die Sportfreunde Seligenstadt, gegründet 1946.

1965 wurde in Seligenstadt das Freischwimmbad mit vier Beckenbereichen eröffnet. Es findet Trainingsbetrieb statt.[11]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Seligenstadt besitzt eine eigene Autobahnanschlussstelle an der Bundesautobahn 3 und ist damit nicht nur an den überregionalen Verkehr in Deutschland, sondern auch Richtung Niederlande und Österreich gut angebunden.

Der Bahnhof Seligenstadt liegt an der Bahnstrecke Hanau – Groß-Umstadt Wiebelsbach (- Erbach) (Odenwaldbahn), die am 1. Mai 1882 eröffnet wurde.

Im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wirkt die Kreis-Verkehrs-Gesellschaft Offenbach (KVG) als Lokale Nahverkehrsgesellschaft und Aufgabenträger im Rhein-Main-Verkehrsverbund.

Radfernwege[Bearbeiten]

Am linken Mainufer verlaufen:

Gerichte[Bearbeiten]

Seligenstadt verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Darmstadt und zum OLG-Bezirk Frankfurt am Main gehört.

Medien[Bearbeiten]

  • Offenbach-Post – das Verlagshaus hat seinen Sitz in Offenbach am Main und berichtet regelmäßig im Regionalteil über Seligenstadt. Es besitzt eine Redaktion in Seligenstadt.
  • Seligenstädter Heimatblatt – erscheint seit 1949 einmal wöchentlich. Herausgeber ist der Heimatbund Seligenstadt e. V.[12]
  • Kurier am Marktplatz – berichtet über Seligenstadt und die umliegenden Gemeinden Mainhausen und Hainburg.
  • Das Webportal 'Unser Seligenstadt' ist eine gemeinschaftliche Initiative der Stadt Seligenstadt, des örtlichen Gewerbevereins und der SeligenStadtMarketing GmbH.
  • Der Seligenstädter - Monatsmagazin und Stadtillustrierte. Wird vom Verlag Rackmedia in Seligenstadt herausgegeben.

Schulen[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 20. April 1921, Franz Xaver Dorn, Schulrektor, * 17. Februar 1852, † 10. Februar 1927
  • Theodor Eichberger jun., Stifter der St. Marcellinus- & Petrus-Glocke der Basilika, * 29. April 1867, † 8. Januar 1938
  • Franz Boeres, * 4. September 1872, † 24. Mai 1956
  • Fritz Bruder, * 30. Mai 1907, † 1975
  • Juli 2000, Marcellin Spahn, * 31. Oktober 1928, † 1. April 2005
  • November 2009, Hubert Post

Die ehemals selbstständige Gemeinde Froschhausen ernannte 1976 den langjährigen Kommunalpolitiker Josef Happel zum Ehrenbürger. Verstorben sind bereits die Ehrenbürger Froschhausens, Dr. Ernst Braun und Pfarrer Josef Gremm. Diese beiden Personen wurden mit Straßenbenennungen in Froschhausen geehrt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Johannes Herbort von Seligenstadt, Drucker in Venedig um 1480.
  • Hans Memling, * etwa 1433 in Seligenstadt, † 11. August 1494 in Brügge, deutscher Maler der niederländischen Schule.
  • Isaak Bacharach, * 2. Dezember 1854 in Seligenstadt, † 22. September 1942 im KZ Theresienstadt, bedeutender deutscher Wissenschaftler.
  • Franz Boeres, * 4. September 1872 in Seligenstadt, † 24. Mai 1956 in Stuttgart, Bildhauer und Maler.
  • Johann Philipp Hofmann, * 22. Dezember 1873 in Seligenstadt, † 21. Oktober 1926 ebenda, Landtagsabgeordneter.
  • Käthe Sturmfels, * 25. November 1878 in Seligenstadt, † 15. November 1958 in Darmstadt, Schriftstellerin.
  • Otto Sturmfels, * 19. Mai 1880 in Seligenstadt, † 2. April 1945 im KZ Dachau, Landtagsabgeordneter.
  • Heinrich Galm, * 23. Oktober 1895 in Seligenstadt, † 30. Oktober 1984 in Offenbach am Main, sozialistischer Politiker.
  • Franz Singer, * 8. September 1898 in Seligenstadt, † 22. Juli 1953 in Saarbrücken, Journalist und Politiker im Saarland.
  • Walter Wilz, * 20. Oktober 1937 in Seligenstadt, † 1983 in München, Schauspieler.
  • Frank Lortz, * 5. Juni 1953 in Seligenstadt, Abgeordneter und Vizepräsident des Hessischen Landtags und Vereinsringvorsitzender in Froschhausen.
  • Martin Diepgen, * 27. August 1956, Kommunalpolitiker (CDU)

Weitere Persönlichkeiten in Seligenstadt[Bearbeiten]

  • Elisabeth Langgässer, Dichterin und Schriftstellerin, unterrichtete von 1920 bis 1928 zeitweilig an der Volksschule (Knabenschule) in Seligenstadt. In diese Zeit fällt auch der Beginn ihrer Beziehung zu dem Staatsrechtler Hermann Heller.
  • Theodor Eichberger, Schriftsteller, Humorist, Bildhauer und Fastnachter, * 28. Dezember 1835 in Mainz, † 3. Mai 1917 in Seligenstadt.

Die Mainfähre[Bearbeiten]

Technische Daten
Name „Stadt Seligenstadt“
Länge über alles 28 Meter
Breite über alles 8,40 Meter
Fahrbahnbreite 5,25 Meter
Tiefgang (leer) 0,62 Meter
Tiefgang (beladen) 1 Meter
Tragfähigkeit 45 Tonnen
Antrieb 2 Antriebsmotoren Iveco
Propeller 2 Schottel Propeller SRP 30
Bordstrom 24 Volt
Geschwindigkeit 5 Knoten
Kiellegung Februar 1971
Inbetriebnahme Mai 1971
Bisher geleistete
Betriebsstunden
über
75.000 Stunden

Die heutige Mainfähre (früher „Newe“ genannt) ist eine frei fahrende Wagenfähre und überquert den Main bei Mainkilometer 69,60. Sie ist seit 1971 in Betrieb. Vor ihr gab es bereits zwei oder drei (die genaue Anzahl ist heute nicht mehr feststellbar) Fähren, die die hessische Stadt Seligenstadt mit der bayerischen Mainseite – Gemeinden Kahl und Karlstein am Main – verbinden. Die Fähre wird von den Seligenstädter Stadtwerken betrieben und fährt jedes Jahr hohe Verluste ein, unter anderem wegen der hohen Verwaltungskosten. Deswegen wurde schon des Öfteren darüber diskutiert, ob nicht anstelle der Fähre eine Brücke über den Main gebaut werden sollte, (wie dies in Mainflingen geschehen ist) oder die Autofähre durch eine reine Fußgänger-/Radfahrer-Fähre ersetzt werden soll. Man spielt auch mit dem Gedanken die Fähre von einer privaten Firma betreiben zu lassen, um so Kosten einsparen zu können. Sie ist eine von zwölf Fähren, die den Main heute noch überqueren.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon seit dem neunten Jahrhundert gibt es eine ständige Verbindung über den Main, da das Seligenstädter Kloster das Recht hatte, Personen und Güter auf die andere Mainseite zu befördern. Gegen Geld oder Naturalien wurde dieses Recht weitergegeben, woraus sich die „Fährgerechtigkeit“ entwickelte. Diese „Fährgerechtigkeit“ blieb meist viele Jahre im Besitz einer Familie und konnte weitervererbt werden. Als 1803 das Kloster aufgelöst wurde, ging das Fährrecht auf das Großherzogtum Hessen über, der Fährbetrieb wurde verpachtet. Im Jahr 1868 übernahm die Stadt Seligenstadt für 4.000 Gulden[13] alle Rechte und Privilegien zur Mainfahrt von den damaligen Fährleuten. Die Stadt verpachtete damals das Fährrecht an den Höchstbietenden. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die Stadt die Fähre wieder. Zunächst wurde ein unmotorisiertes Fährboot angeschafft, das erst 1957 zu einer frei fahrenden Fähre umgerüstet wurde.[13]

Kurioses[Bearbeiten]

Die Seligenstädter haben den Beinamen Schlumper, Schlumber gesprochen. Der Name hat folgende Bedeutungen: „unmäßig lang herabhängendes weites Kleid“, „Einer, der nachlässig langsam geht“ und „kleiner Mainschelch“ mit ca. 250 bis 280 Zentner Ladekapazität.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rainer Atzbach: Das Palatium in Seligenstadt. Stadtherrschaft im archäologischen Befund von der Frühgeschichte bis zum 13. Jahrhundert. In: Uta von Freeden u.a. (Hgg.), Glaube, Kult und Herrschaft. Phänomene des Religiösen im 1. Jahrtausend n. Chr. in Mittel- und Nordeuropa. Akten des 59. Int. Sachsensymposiums und der Grundprobleme der frühgesch. Entwicklung im Mitteldonauraum. Röm.-Germ. Kommission, Frankfurt a. M., Eurasien-Abt. Berlin des Deutschen Archäologischen Instituts. Kolloquien zur Vor- und Frühgesch. 12 (Bonn 2009) 461-480.
  • Rainer Atzbach: Das Palatium in Seligenstadt – Ein Schloßbau Friedrichs I. Barbarossa, Förderkreis Historisches Seligenstadt, 1996.
  • Rainer Atzbach: Die St. Laurentius-Kapelle in Seligenstadt, Förderkreis Historisches Seligenstadt, 1997.
  • Magnus Backes und Hans Feldtkeller: Kunsthistorischer Wanderführer Hessen, Lizenzausgabe 1984, ISBN 3-88199-133-6.
  • Einhard: Translatio et Miracula SS. Marcellini et Petri, in: Georg Waitz, Wilhelm Wattenbach u. a. (Hrsg.): Scriptores (in Folio) 15,1: Supplementa tomorum I-XII, pars III. Supplementum tomi XIII pars I. Hannover 1887, S. 238–264 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat) (Zur Übertragung der Reliquien der Märtyrer Petrus und Marcellinus und zur Entstehung des Stadtnamens).
  • Dietrich Fichtner: … und wollten so gerne bleiben. Ein Rundgang zu den Häusern der Seligenstädter Juden, Seligenstadt 2000.
  • Firner, Ingrid: Unterm Krummstab ist gut leben. Seligenstadt am Main zwischen Tradition und Aufklärung (1753–1792), Darmstadt und Marburg 2004
  • Ingrid Firner: Das Augsburger Hänsel- oder Löffelbuch und Zar Peter der Große, Seligenstadt 2005.
  • Ingrid Firner: Dem ruhmreichen Löffel und dem schönen Brauch zu Ehren, Seligenstadt 2007.
  • Ingrid Firner: Originaltexte der „Augsburger Löffelbücher“ seit 1690, Verein zur Förderung des Landschaftsmuseums Seligenstadt e. V.
  • Markus Grossbach, : Die ehemalige Seligenstädter Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau“, Förderkreis Historisches Seligenstadt, 1998.
  • Heimatbund Seligenstadt e. V.: Rückblick 2005, Geschichten und Anekdoten aus Seligenstadt.
  • Heimatbund Seligenstadt e. V.: Rückblick 2007, Albert Stohr, Bischof von Mainz; Die Fasanerie bei Seligenstadt; Am Harressee; So lebte man in Seligenstadt; Das Deutsche Jungvolk; Das Schicksal der Seligenstädter Juden in Ghetto Theresienstadt 1942 bis 1945; Amerikaner in Seligenstadt; Zum 50sten Todestag von Franz Boeres.
  • Heimatbund Seligenstadt e. V.: Das Seligenstädter Geleit 2007
  • Franz Hell: Seligenstadt und seine Merkwürdigkeiten, Seligenstadt 1879.
  • Franz Hell: Ortschronik für die Stadt Seligenstadt, 1. Band von 815–1839, 2. Band von 1840–1880, Herausgegeben von Dieter Burkard, Seligenstadt 1996.
  • J. Koch: Die Wirtschafts- und Rechtsverhältnisse der Abtei Seligenstadt im Mittelalter, 2 Bände., Gießen 1940 und Darmstadt 1942.
  • Thomas Ludwig: Das romanische Haus in Seligenstadt, Stuttgart 1987.
  • NN: Das alte Seligenstadt, Denkschrift über die Erfordernisse der Denkmalpflege, Seligenstadt 1936.
  • Franz Neubauer SJ: Zur Geschichte der einstigen Seligenstädter Pfarrkirche „Unserer lieben Frau“, Speyer, 1967.
  • Ordensbruderschaft vom Steyffen Löffel zu Seligenstadt (Hrsg.): Seligenstadt am Main – Ein Bilderbuch, Fotografien von Frank Kress, Horst Müller und Mathias Neubauer, Texte von Alexandra Kemmerer, Seligenstadt 2007 (2. Aufl. Seligenstadt 2008).
  • Kai Thomas Platz: Basilika Seligenstadt, Geschichte und Bauentwicklung, Förderkreis Historisches Seligenstadt, 2006.
  • Hubert Post: Die Geschichte der Benediktiner-Abtei Seligenstadt – Die Äbte des Klosters Seligenstadt.
  • Herbert Reiß: Restaurierte Denkmäler und archäologische Untersuchungen, Förderkreis Historisches Seligenstadt, 2005.

Quellen zur Geschichte des Seligenstädter „Löffeltrunks“:

  • F. Schneider: Die Trinklöffel zu Seligenstadt, 1874 Nachdruck Seligenstadt 2007.
  • Joseph Schopp: Seligenstädter Geleitswesen, Seligenstadt 1979.
  • Manfred Schopp: Die Augsburger Geleitsstraßen nach Frankfurt, Seligenstadt 2007.
  • Ludwig Seibert: Die Verfassung der Stadt Seligenstadt im Mittelalter, Darmstadt 1910.
  • Ludwig Seibert: Aus der Chronika eines Turmmännleins, Eine geschichtliche Erzählung aus dem alten Seligenstadt, Seligenstadt 1938.
  • Ludwig Seibert: Hexenbrände in und um Seligenstadt, Seligenstadt 1936.
  • Ludwig Seibert: Die Seligenstädter Flurnamen, Seligenstadt 1936.
  • Marcellin P. Spahn: Zur Geschichte der Seligenstädter Juden, Seligenstadt 1986.
  • Johann Wilhelm Christian Steiner: Geschichte und Beschreibung der Stadt und ehemaligen Abtei Seligenstadt, Aschaffenburg 1820.
  • Johannes Stillbauer: Necrolog und kurze Chronik der ehemaligen Benedictiner-Abtei der hh. Marzellin und Peter zu Seligenstadt, Seligenstadt 1880.
  • Johannes Weinckens: Navarchia Seligenstadiana seu Fundatio Abbatiae Seligenstadiensis, Frankfurt 1713.
  • Manfred Schopp: „Der Gasthof Zur Krone“ am Freihof in Seligenstadt am Main, Herausgeber Ordensbruderschaft vom Steyffen Löffel, Seligenstadt 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Seligenstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Seligenstadt – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format„Seligenstadt, Landkreis Offenbach“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 19. Mai 2014, abgerufen am 23. Juni 2014.
  3. Urkunde Nr. 19 (Reg. 5082) aus dem Codex Laureshamensis.
  4. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Hessen, 3. überarbeitete Aufl., S. 414
  5. Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Offenbach vom 26. Juni 1974 (GVBl. I S. 316)
  6. Ingrid Firner: Drei historische Seligenstädter Gäste- und Löffelbücher Vorwort, Januar 2008, abgerufen am 17. August 2013
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011, abgerufen am 22. April 2011.
  8. Offenbach-Post vom 14. September 2010.
  9. Kulturdenkmal dient als Nistplatz, Artikel in der Offenbach-Post vom 20. Januar 2010, abgerufen am 22. Januar 2010.
  10. Sportanlagen in Seligenstadt
  11. Freischwimmbad Seligenstadt
  12. http://www.heimatbund-seligenstadt.de/index.php/heimatblatt
  13. a b 50 Jahre Stadtwerke Seligenstadt; Herausgegeben von: Frehner Consulting GmbH Deutschland, S. 6/7, 2007.