Lohmen (Sachsen)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Dresden | |
| Landkreis: | Sächsische Schweiz-Osterzgebirge | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Lohmen/Stadt Wehlen | |
| Höhe: | 219 m ü. NN | |
| Fläche: | 25,8 km² | |
| Einwohner: |
3.179 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 123 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 01847 | |
| Vorwahlen: | 03501, 035024 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PIR | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 28 240 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Schloß Lohmen 1 01847 Lohmen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jörg Mildner (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Lohmen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge | ||
Lohmen ist eine Gemeinde in Sachsen mit zentraler Lage zwischen Pirna und dem Nationalpark Sächsische Schweiz. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Lohmen/Stadt Wehlen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Umgebende Gemeinden sind Dürrröhrsdorf-Dittersbach im Norden, Hohnstein im Osten, Kurort Rathen im Südosten, Struppen im Süden, Stadt Wehlen im Südwesten sowie die Kreisstadt Pirna im Westen.
Der Ortsteil Lohmen liegt zentral im Gemeindegebiet, an den sich die Ortsteile Mühlsdorf und Daube im Nordwesten und Westen anschließen. Etwas entfernd davon liegt der Ortsteil Doberzeit im Südwesten, der Ortsteil Uttewalde liegt im Südosten am nordwestlichen Fusse des Steinernen Bärs.
Mit einem Haltepunkt liegt Lohmen am südlichen Teil der Bahnstrecke Kamenz–Pirna, der in der Relation Pirna – Neustadt in Sachsen bedient wird.
[Bearbeiten] Geschichte
Im Jahr 1292 wird Lohmen erstmals urkundlich erwähnt.[2] Der Ortsname wird vom altslawischen lom „Bruch“ abgeleitet. In der Gegend waren bereits um 1200 die ersten Steinbrüche und damit die ersten in der größeren Umgebung überhaupt.
Der Ort und die Herrschaft Wehlen-Lohmen gehörten bis 1543 den Herren von Schönburg, als dieser Besitz im Tausch gegen andere Güter an den Landesherrn, Markgraf Moritz von Sachsen, überging. Die Herrschaft wurde kurz darauf mit der Herrschaft Hohnstein zu einem gemeinsamen Amt verbunden, das bis ins 19. Jahrhundert bestand und schließlich in der Amtshauptmannschaft Pirna aufging.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
- Freiwillige Feuerwehr Lohmen
- Grundschule Lohmen
- Kindertagesstätteneinrichtungen: Kindergarten und Kinderkrippe
- Schloß Lohmen 1: Gemeindeverwaltung
[Bearbeiten] Ortsgliederung
Ortsteile sind Daube, Doberzeit, Mühlsdorf und Uttewalde. Der Ort Lohmen selbst gliedert sich allgemein in Ober-, Mittel- und Unterlohmen, was durch den mittig liegenden Berg im Ort bestimmt wird.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Zum Lohmener Gebiet gehören die Bastei, die Felsenburg Neurathen und die Lohmener Klamm im Wesenitztal sowie die ehemalige Lochmühle mit dem Richard-Wagner-Denkmal und das Wasserkraftwerk Daubemühle. Im wildromantischen Uttewalder Grund ist das Uttewalder Tor ein beliebtes Ausflugsziel. Ein berühmter Sohn des Ortes ist Carl Heinrich Nicolai. Sehenswert ist das neu aufgebaute Schloss, indem die Gemeindeverwaltung ihren Sitz hat.
Die Dorfkirche wurde im Jahre der Französischen Revolution, 1789, von einem Lehrling des Erbauers der Dresdner Frauenkirche George Bähr erbaut und hat ihr baugleiches Gegenstück in Uhyst am Taucher. Eine architektonische Besonderheit ist die hier angewendete untypische Bauweise mit Seitenturm und Altar-Kanzel-Orgel in einer Linie. Zudem ist sie mit 835 Sitzplätzen der größte Sakralbau der Sächsischen Schweiz und eine der größten Dorfkirchen in Sachsen.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Kurfürst Johann Georg I. errichtete 1765 eine Stammschäferei auf dem Schloß. Im Keller in einem Wohnhaus dieses Schlosses errichtete er eine Kammergutsbrauerei. Eigentümer dieser Brauerei war F.A. Uhlemann. Seit 1895 leitete sie Oswin Mauksch und ab 1808 pachtete sie Ewald Seidel. 1920 wurde der Brauereibetrieb eingestellt. 1872 wurde die Brauerei Brauerei & Mälzerei H. Büttner gegründet welche bis zu ihrer Schließung 1987 bestand.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
Am 23. Februar 2006 feierte die Gemeinde den fünfzigsten Todestag des örtlichen Mundartdichters Bruno Barthel. Sein bekanntes Werk Im di Bastei rim beschreibt das Leben in der Gemeinde Lohmen. Es ist in sächsischer Mundart geschrieben.
In Lohmen lebte und wirkte auch Carl Heinrich Nicolai, der zusammen mit Wilhelm Leberecht Götzinger am Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann, die Sächsische Schweiz touristisch zu erschließen. Eine Gedenktafel an der Basteibrücke ehrt diese beiden Männer.
[Bearbeiten] Literatur
- Gebiet Königstein, Sächsische Schweiz. 1. Auflage. Akademie-Verlag Berlin, Berlin 1957 (Werte der deutschen Heimat. Band 1).
- Gemeindeverwaltung Lohmen (Hg.): Lohmen - einst das Tor zur Sächsischen Schweiz, Dresden 1997
- Wilhelm Leberecht Götzinger: Geschichte und Beschreibung des Chursächsischen Amts Hohnstein mit Lohmen, insbesondere der unter dieses Amt gehörigen Stadt Sebniz, Freiberg 1786 (Reprint Sebnitz 1987) (Digitalisat)
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
- ↑ Lohmen im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
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