Kreis Kleve

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Kreises Kleve Deutschlandkarte, Position des Kreises Kleve hervorgehoben51.7816.1382Koordinaten: 51° 47′ N, 6° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Landschaftsverband: Rheinland
Verwaltungssitz: Kleve
Fläche: 1.232,99 km²
Einwohner: 301.977 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 245 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: KLE
Kreisschlüssel: 05 1 54
Kreisgliederung: 16 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Nassauerallee 15–23
47533 Kleve
Webpräsenz: www.kreis-kleve.de
Landrat: Wolfgang Spreen (CDU)
Lage des Kreises Kleve in Nordrhein-Westfalen
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Kleve, Schwanenburg
Schloss Moyland

Der Kreis Kleve liegt am unteren Niederrhein im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Er gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf und ist Mitglied im Landschaftsverband Rheinland. Sitz des Kreises ist die Stadt Kleve.

Geografie[Bearbeiten]

Kreisgebiet[Bearbeiten]

Teile des Kreises gehören zum Naturpark Maas-Schwalm-Nette.
Im Kreisgebiet befindet sich eine Reihe nicht zerstörter Bunkeranlagen des ehemaligen Westwalles.

Kreisangehörige Gemeinden[Bearbeiten]

Der Kreis Kleve gliedert sich in 16 kreisangehörige Gemeinden, von denen fünf Mittlere kreisangehörige Städte sind. Für ihre örtlichen Angelegenheiten sind diese Gemeinden grundsätzlich selbst zuständig, während der Kreis für kleinere Kommunen örtliche und ansonsten überörtliche Aufgaben übernimmt.

(In Klammern die Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012[2])

Städte
  1. Emmerich am Rhein (30.038)
  2. Geldern (33.009)
  3. Goch (32.894)
  4. Kalkar (13.727)
  5. Kevelaer (27.565)
  6. Kleve (47.826)
  7. Rees (21.300)
  8. Straelen (15.578)
Gemeinden
  1. Bedburg-Hau (12.625)
  2. Issum (11.801)
  3. Kerken (12.481)
  4. Kranenburg (10.191)
  5. Rheurdt (6670)
  6. Uedem (8082)
  7. Wachtendonk (7884)
  8. Weeze (10.306)

Siehe auch: Liste der Orte im Kreis Kleve

Nachbarkreise bzw. -provinzen[Bearbeiten]

Der Kreis Kleve grenzt im Norden an die Provinz Gelderland (NL), im Nordosten an den Kreis Borken, im Osten an den Kreis Wesel, im Süden an den Kreis Viersen sowie im Westen an die Provinz Limburg (NL).

Geschichte[Bearbeiten]

Der historische Kreis Kleve war ein Landkreis am linken Niederrhein im Regierungsbezirk Düsseldorf (bis 1822 im Regierungsbezirk Kleve).

Er umfasste ein Gebiet von Goch im Süden, entlang der deutsch-niederländischen Grenze nach Norden bis zum Rhein im Osten und nach Süden bis Kalkar. Der frühere Kreis Kleve bildete in vorrevolutionärer Zeit einen Teil des Herzogtums Kleve, das seit 1666 zu Preußen gehörte, und wurde 1815 auf dem Wiener Kongress erneut Preußen zugeschlagen. Daraufhin wurde am 23. April 1816 im Zuge der Preußischen Verwaltungsorganisation der Kreis Kleve als einer von 29 Kreisen der Provinz Jülich-Kleve-Berg, der späteren Rheinprovinz neugebildet.

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1969 wurden in der 1. Phase der Neugliederung in Nordrhein-Westfalen die Städte Kleve, Kalkar und Goch sowie die Gemeinden Kranenburg, Bedburg-Hau und Uedem neugegliedert.

Seitdem bestand der Kreis Kleve aus den Gemeinden

  • Stadt Kleve
  • Stadt Kalkar
  • Stadt Goch
  • Gemeinde Kranenburg
  • Gemeinde Bedburg-Hau und
  • Gemeinde Uedem.

Den Öffentlichen Personennahverkehr bediente neben der Bahn hauptsächlich die Niederrheinische Verkehrsbetriebe AG.

Am 1. Januar 1975 wurde in der 2. Neugliederungsphase der Altkreis Kleve mit dem ehemaligen Kreis Geldern und Teilgebieten der Kreise Moers und Rees zum neuen Kreis Kleve zusammengefügt.

Die südlichen acht Gemeinden werden auch als Südkreis Kleve bezeichnet.

Politik[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2009
(in %) [3]
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,9
22,9
10,9
10,8
3,5
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,0
-2,8
+1,8
+0,4
+3,5

Landrat[Bearbeiten]

Bei der letzten Landratswahl am 30. August 2009 wurde Wolfgang Spreen (CDU) mit 57,2 % der abgegebenen gültigen Stimmen zum Landrat gewählt. Die anderen Kandidaten waren Bodo Wißen (SPD) (23,1 %), Dietmar Gorißen (FDP) (8,5 %), Ute Sickelmann (GRÜNE) (8,1 %) und Thomas Meschkapowitz (LINKE) (3,2 %). Die nächste Landratswahl findet im Jahr 2015 statt.[3]

Kreistag[Bearbeiten]

Die Vertretung des Kreises Kleve, der Kreistag, besteht aus 54 Vertreterinnen und Vertretern. Seit der letzten Kommunalwahl am 30. August 2009 sind im Kreistag CDU (51,9 %, 28 Sitze), SPD (22,9 %, 12 Sitze), FDP (10,9 %, 6 Sitze), Grüne (10,8 %, 6 Sitze) und Linke (3,5 %, 2 Sitze) vertreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,0 %.[3]

Der Kreistag tritt durchschnittlich fünf Mal im Jahr zu Sitzungen zusammen. Die nächste Kreistagswahl findet im Jahr 2014 statt.

Das Rathaus von Kalkar

Wappen[Bearbeiten]

„Der Kreis führt ein eigenes Wappen. Es zeigt im gespaltenem Schild vorn in Rot einen silbernen Herzschild, das Feld überdeckt von einer goldenen, achtstrahligen Lilienhaspel; hinten in Blau einen zweigeschwänzten, rot bewehrten und bezungten goldenen Löwen.“

Hauptsatzung des Kreises Kleve[4]

Kultur[Bearbeiten]

Jüdische Friedhöfe[Bearbeiten]

Für den Kreis Kleve sind 14 Jüdische Friedhöfe dokumentiert: in Emmerich (3), in Geldern (1), in Goch (3), in Issum (1), in Kalkar (1), in Kleve (1), in Rees (2) und in Uedem (2).[5]. Es sind schützenswerte Kulturdenkmäler – steinerne Zeugen für ehemals existierende jüdische Gemeinden und eines regen jüdischen Gemeindelebens bis in die 1930er Jahre.

Verkehr[Bearbeiten]

Flugverkehr[Bearbeiten]

Die nächstgelegenen Flughäfen sind der Flughafen Weeze und der Flughafen Düsseldorf International.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Der Kreis Kleve wird von zwei Eisenbahnstrecken erschlossen, rechtsrheinisch von der Hollandstrecke von Duisburg nach Arnheim, linksrheinisch von der Linksniederrheinischen Strecke von Krefeld nach Kleve.

Die Strecke Kleve – Spyck wurde 1969 stillgelegt. Die Strecken Kleve – Xanten und Kleve – Kranenburg – Nimwegen sind seit 1990 bzw. 1991 außer Betrieb.

Straßen[Bearbeiten]

Der Kreis Kleve wird von drei Bundesautobahnen und acht Bundesstraßen erschlossen:

Rheinüberschreitend existieren im Kreis Kleve die Rheinbrücke Rees-Kalkar im Zuge der B 67 bei Rheinstrom-km 839 und die Rheinbrücke Emmerich im Zuge der B 220 bei Rheinstrom-km 853.

Wasserstraßen und Häfen[Bearbeiten]

Der Rhein und der Spoykanal bei Kleve bilden die Grundlage für die im Kreisgebiet betriebenen Häfen in Emmerich, Rees und Kleve.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013.
  3. a b c Wahlergebnisse Kommunalwahl 2009 Kommunales Rechenzentrum Niederrhein
  4. Hauptsatzung des Kreises Kleve, §2, Abs. 1, PDF-Datei, ca. 67 kB
  5. KREIS KLEVE. In: Übersicht über alle Projekte zur Dokumentation jüdischer Grabinschriften auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Nordrhein-Westfalen. Bearbeiterin: Claudia Pohl.; Fassung: Dezember 2002; hier: Nordrhein - Liste nach der heutigen Verwaltungsgliederung - Regierungsbezirk Düsseldorf

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kreis Kleve – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien