Riedstadt
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Kreis: | Groß-Gerau | |
| Höhe: | 88 m ü. NN | |
| Fläche: | 73,76 km² | |
| Einwohner: |
21.597 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 293 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 64560 | |
| Vorwahl: | 06158 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GG | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 33 011 | |
| LOCODE: | DE RDS | |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausplatz 1 64560 Riedstadt |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Werner Amend (parteilos) | |
| Lage der Stadt Riedstadt im Kreis Groß-Gerau | ||
Riedstadt ist mit einem Stadtgebiet von 73,76 km² die flächenmäßig größte Stadt im Kreis Groß-Gerau in Hessen. Der Verwaltungssitz befindet sich im zentral gelegenen Stadtteil Goddelau.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Geographische Lage[Bearbeiten]
Riedstadt ist durch eine noch erhaltene ländliche Struktur, aber auch die Nähe zu den Großstädten Frankfurt am Main, Darmstadt, Wiesbaden, Mainz und Mannheim geprägt. Es liegt, wie der Name andeutet, im Hessischen Ried. Die Stadt betreibt strukturelle Ansiedlungen von umweltfreundlichen Gewerbebetrieben.
Naherholungsgebiete in der Nähe der Stadt sind der Kühkopf, der Riedsee Leeheim und im weiteren Umfeld die Bergstraße, der Odenwald und der Taunus.
Nachbargemeinden[Bearbeiten]
Riedstadt grenzt im Norden an die Gemeinde Trebur und die Stadt Groß-Gerau, im Osten an die Städte Griesheim und Pfungstadt (beide Landkreis Darmstadt-Dieburg), im Süden an die Stadt Gernsheim und die Gemeinden Biebesheim und Stockstadt, sowie im Westen an die Gemeinden Ludwigshöhe und Dienheim, sowie die Stadt Oppenheim (alle drei im Landkreis Mainz-Bingen).
Stadtgliederungen[Bearbeiten]
Riedstadt besteht aus den Stadtteilen Goddelau, Crumstadt, Erfelden, Leeheim und Wolfskehlen. Ortsbezirke wurden nicht gebildet.
Geschichte[Bearbeiten]
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Riedstadt entstand am 1. Januar 1977 im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Gesetzes als Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Goddelau-Wolfskehlen (die „Doppelgemeinde“ war bereits am 1. Juli 1973 aus dem freiwilligen Zusammenschluss von Goddelau und Wolfskehlen entstanden[2]), Erfelden, Crumstadt und Leeheim. Am 17. Januar 2007 verlieh das Hessische Ministerium des Innern an Riedstadt als der letzten Gemeinde Hessens mit über 20.000 Einwohnern die Stadtrechte.[3]
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Jeweils zum 31. Dezember (Bevölkerungszahl 2006 zum Stand 30. Juni 2006)
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Politik[Bearbeiten]
Bürgermeister von Riedstadt war seit 1993 Gerald Kummer, SPD. Bei der Direktwahl 2005 wurde er im zweiten Wahlgang wiedergewählt. Nach der Niederlegung seines Amtes war die Stelle zeitweise nicht besetzt. Zum neuen Bürgermeister wurde in einer Stichwahl am 23. Januar 2011 der parteilose Werner Amend gewählt.[4]
Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
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| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 38,5 | 14 | 44,2 | 16 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 30,1 | 11 | 33,6 | 13 | |
| GLR | Grüne Liste Riedstadt | 17,6 | 7 | 8,4 | 3 | |
| WIR | Freie Wählergemeinschaft Wir in Riedstadt | 8,5 | 2 (3)* |
8,5 | 3 | |
| LINKE | Die Linke | 2,9 | 1 | — | — | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 2,4 | 1 | 5,2 | 2 | |
| FREI | Fraktionsloser | — | 1 (0)* |
— | — | |
| gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | ||
| Wahlbeteiligung in % | 44,8 | 46,5 | ||||
(* nach Austritt je eines Stadtverordneten aus der WIR/FW-Fraktion)
Aus der Kommunalwahl 2011 ging die SPD erneut als stärkste Kraft vor der CDU hervor. Großer Gewinner war die Grüne Liste Riedstadt, die ihr Ergebnis mehr als verdoppeln konnte. Die Linke schaffte erstmals den Einzug ins Riedstädter Parlament.[5] Nachdem die Grüne Liste Riedstadt angekündigt hat, dass sie in dieser Wahlperiode nicht erneut mit der SPD koalieren will, wird in Riedstadt zukünftig mit wechselnden Mehrheiten gearbeitet.[6] Die CDU und die FDP-Abgeordnete erklärten nach der Wahl, dass sie in der aktuellen Wahlperiode als gemeinsame Fraktion auftreten wollen.[7] Diese Fraktion verkleinerte sich jedoch, als ein CDU-Parlamentarier nach Vorwürfen der Verstrickung in die rechte Szene aus der Partei austrat.[8] Die Fraktion der WIR verkleinerte sich im Jahr 2012 ebenfalls, nachdem ein Fraktionsmitglied aus dem Verein und der Fraktion austrat.[9][10] Kurz darauf trat dieser allerdings dem Verein und der Fraktion wieder bei, während gleichzeitig ein anderer Mandatsträger den Verein und die Fraktion, die sich in Freie Wähler umbenannt hatte, verließ.[11][12] Im Laufe der Wahlperiode legte der aus der CDU/FDP-Fraktion ausgeschiedene Stadtverordnete sein Mandant nieder, womit die CDU wieder auf elf Mandatsträger kam.[13]
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Die Stadt Riedstadt pflegt folgende Städtepartnerschaften:
- Brienne-le-Château, Département Aube, Frankreich (seit 1979)
- Sortino, Sizilien, Italien
- Tauroggen, Litauen
Verkehr[Bearbeiten]
Die Stadt besitzt mit dem Bahnhof Riedstadt-Goddelau einen Bahnhof am Streckenkilometer 45,7 der 1869 eröffneten Riedbahn. Am Bahnhof der Bahnhofskategorie 4 halten nur Regional- und S-Bahnen. Daneben besitzt die Stadt mit der Station Riedstadt-Wolfskehlen (ehemals: Leeheim-Wolfskehlen) einen zweiten Bahnhof. Auf der ebenfalls 1869 eröffneten Strecke Goddelau-Erfelden–Darmstadt Hbf lag der Haltepunkt Wolfskehlen, welcher 1975 mit der Gesamtstrecke stillgelegt wurde.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Georg Büchner (1813–1837), Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Revolutionär
- Wilhelm Seipel (1898–1968), Gauarbeitsamtspräsident und hessischer Politiker (FDP)
- Willi Blodt, ehemaliger Landtagsabgeordneter und 22 Jahre Landrat des Kreises Groß-Gerau (SPD)
- Ruth Wagner, ehemalige hessische Staatsministerin (FDP)
- Wolfgang Holzhäuser, Sprecher der Geschäftsführung der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH
- Roman Lochmann, deutscher Nachwuchssänger
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Website der Stadt Riedstadt
- Riedstadt auf den Webseiten des Landkreises Groß-Gerau
- „Riedstadt, Landkreis Groß-Gerau“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Links zum Thema Riedstadt im Open Directory Project
- Literatur von und über Riedstadt im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Literatur über Riedstadt in der Hessischen Bibliographie
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 257
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2007
- ↑ echo-Online,Werner Amend wird neuer Buergermeister (abgerufen im Nov. 2012)
- ↑ Kommunalwahl 2011 auf der Gemeindeseite (Abgerufen im Nov. 2012)
- ↑ echo-online (Abgerufen im Nov. 2012)
- ↑ CDU-Riedstadt (Abgerufen im Nov. 2012)
- ↑ echo-online (Abgerufen im Nov. 2012)
- ↑ Gemeindeseite von Riedstadt (Abgerufen im Nov 2012
- ↑ Gemeindeseit von Riedtadt: Stadtverordnetenversammlung (Abgerufen im Nov. 2012)
- ↑ Echo online: Aus WIR werden freie Wähler vom 11.November 2011
- ↑ Echo online: „Konnte einiges nicht mehr mittragen“ vom 23. August 2012
- ↑ www.riedstadt.de: Stadtverordnetenversammlung, Stand April 2013
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