Rituelle Gewalt

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Rituelle Gewalt ist eine Form der organisierten Gewalt. Sie wird in Gruppierungen ausgeübt, die ihre Handlungen in ein Glaubenssystem einbetten oder ein Glaubenssystem vortäuschen. Die Traumatisierung der Opfer kann dissoziative Identitätsstörungen zur Folge haben.

Charakteristisch für rituelle Handlungen sind wiederkehrende Symboliken und gleichförmige Handlungen, wie sie etwa während kultisch-ritueller, satanistisch-magischer Rituale vollzogen werden. Eine genuin religiöse Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer Sekte ist aber keine Voraussetzung. Derartige rituelle Elemente finden sich auch als stereotype Handlungsmuster vor allem im Umfeld der Kinderpornografie. Einige Berichte über Fälle ritueller Gewalt hauptsächlich im Umfeld von Satanismus werden auf Erinnerungsverfälschung, suggestive Befragungstechniken und reißerische Berichterstattung der Medien zurückgeführt.

Definition[Bearbeiten]

Der Psychotherapeut Thorsten Becker definiert 1996 rituelle Gewalt als sexuellen, physischen und emotionalen Missbrauch,[1] der planmäßig und zielgerichtet im Rahmen von Zeremonien beziehungsweise Ritualen ausgeübt wird, wobei diese ideologisch motiviert oder zum Zweck der Täuschung und Einschüchterung inszeniert werden können. Die eingesetzten Symbole, Tätigkeiten oder Rituale vermitteln den Anschein von Religiosität, Magie oder übernatürlichen Bedeutungen. Rituelle Gewalt wird meist über einen längeren Zeitraum wiederholt.[2]

Gemäß der Definition der Psychologen Noblitt und Perskin umfassen ritueller Missbrauch und rituelle Gewalt traumatisierende Verfahren, die in einer festgelegten oder zeremoniellen Art umgesetzt werden. Hierbei können Praktiken, wie tatsächliche oder vorgetäuschte Tötung oder Verstümmelung von Tieren, tatsächliche oder vorgetäuschte Ermordung oder Verstümmelung von Menschen, die erzwungene Aufnahme von echten oder vorgetäuschten menschlichen Exkrementen oder von echtem oder vorgetäuschtem Menschenfleisch und erzwungene sexuelle Aktivitäten zum Einsatz kommen. Demütigende Handlungen, die mit heftigen körperlichen Schmerzen verbunden sind, können das Ritual begleiten. Ritueller Missbrauch erfolge meist im Rahmen von Gruppen, werde gelegentlich auch von Einzeltätern begangen. Als Motiv für die Praktiken wird Sadismus gesehen.[3]

Die Supervisorin und Lehrbeauftragte Tanja Rode ergänzt, dass Opfer rituellen Missbrauchs häufig dazu gezwungen werden, selber Missbrauch auszuüben und strafrechtlich relevante Taten in und außerhalb des Kultes zu begehen. Hierbei werden die Opfer gewöhnlich beobachtet oder gefilmt. Diese erzwungene Mittäterschaft erlaube dem Kult zum einen über das Mittel der direkten Erpressung Druck auszuüben, zum anderen im Kontext von Mind-Control-Techniken Schuldgefühle zu erzeugen und dadurch das Gefühl der Gruppenzugehörigkeit zu festigen sowie gleichzeitig die Einschätzung der Auswegslosigkeit der Situation zu verstärken.[4]

Im Endbericht der Enquete-Kommission des 13. Deutschen Bundestages „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“ umfasst die Definition des rituellen Missbrauchs neben den Formen sexueller und physischer Übergriffe auch psychische Übergriffe auf Kinder und jüngere Jugendliche. Charakteristisch für „rituelle Handlungen“ als Ausdruck eines Glaubensystems seien wiederkehrende Symboliken und gleichförmige Handlungen wie sie etwa während kultisch-ritueller, satanistisch-magischer Rituale vollzogen werden. Diese rituellen Elemente können auch in der Kinderpornografie zum Einsatz kommen und dienen als wiederkehrende Rahmenelemente bei sexuellem Kindesmissbrauch.[5] Auch Becker verweist im Zusammenhang mit ritueller Gewalt auf das Umfeld der Kinderpornografie und betont, dass die verbreitete Auffassung, rituelle Gewalt beschränke sich auf satanistische Gruppierungen und „germanofaschistische Sekten“, nicht haltbar ist. Ein ideologischer Ursprung sei demzufolge nicht notwendigerweise erforderlich.[1]

Terminologie[Bearbeiten]

Laut den Psychologen Bette L. Bottoms, Phillip R. Shaver und Gail S. Goodman wurde der Begriff „rituell“ anfangs verwendet, um über „satanistische“ Gewalt zu sprechen, ohne Satan explizit zu erwähnen. Dies habe zu einer Unschärfe des Konzepts beigetragen, sodass der Begriff „rituell“ zu breit geworden sei, um als nützliche wissenschaftliche Kategorie zu dienen. Wer daher über Gewalt, die von einem satanistischen Kult verübt wird, sprechen möchte, solle den Begriff „satanic cult abuse“ verwenden, wem es um besonders brutale und bizarre Formen des Missbrauchs gehe, solle das direkt sagen; das gleiche gelte für Fälle von zwanghaftem und wiederholtem Missbrauch und Missbrauch in Sekten und Kulten. Alle diese verschiedenen Missbrauchsarten müssten begrifflich voneinander geschieden werden.[6]

Becker schlägt eine Differenzierung nach drei Kategorien vor. Er unterscheidet „kultischen rituellen Mißbrauch“, bei dem die Misshandlung wesentliches Element eines organisierten Glaubenssystems ist und der sexuelle Missbrauch als Mittel zum Zweck instrumentalisiert ist; „pseudo-rituellen Mißbrauch“, bei dem der Missbrauch innerhalb eines organisierten kriminellen Systems bzw. von Einzeltätern erfolgt, dem kein ideologisches Glaubenssystem zugrunde liegt und Kinder über Bilder übernatürlicher Kräfte, wie Geister, bedroht werden; „psychopathologischer ritueller Mißbrauch“ ist schließlich Bestandteil eines Wahn- und Zwangssystems, das mit starken Perversionen verknüpft ist.[1]

Folgen[Bearbeiten]

Die Psychotherapeutin Michaela Huber führt aus, dass die Erfahrung ritueller Gewalt ein besonders schweres Trauma darstellt, wenn die Gewalt als „heilige Handlung“ inszeniert wird und den Opfern hierdurch der Eindruck vermittelt wird, sie seien „auserwähltes Opfer“. Infolge der meist seit frühester Kindheit erfahrenen Traumatisierungen entwickeln die Opfer häufig eine dissoziative Identitätsstruktur. Die Spaltung in verschiedene Persönlichkeitsanteile verringert die Möglichkeit, dass Betroffene Gehör finden. Sich wiederholende Misshandlungen könnten als bewusster Akt seitens der Täter gedeutet werden, reflexartige Verhaltensweisen einzutrainieren (Konditionierung). In dissoziiertem Zustand seien die Opfer weitgehend wehrlos den Befehlen der Täter ausgeliefert gewesen. Gemäß Umfrageergebnissen wurden manche Betroffene dazu gezwungen, selber Gewalthandlungen durchzuführen und somit gleichzeitig zum Täter zu werden. Schuldgefühle, die daraus resultieren, verknüpft mit Angst vor eigener Strafverfolgung können bewirken, dass Betroffene auf Hilfsangebote nicht reagieren.[7]

Nach Ansicht des Psychologen Peter Fiedler von der Universität Heidelberg sind rituelle Missbrauchserfahrungen in der Kindheit nur in „sehr seltenen Einzelfällen“ die Ursache für dissoziative Identitätsstörungen.[8]

Opferschutz und Therapie[Bearbeiten]

Zunehmend angewandte Möglichkeiten des Opferschutzes sind behördliche Auskunftssperre, Namensänderung, Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz. Die meist ungenügende Beweisbarkeit erschwert vor allem familienrechtliche Interventionen sowie Unterstützung nach dem Opferentschädigungsgesetz. Betroffene, welche noch bis ins Jugend- oder Erwachsenenalter in Gruppen der organisierten rituellen Gewalt eingebunden sind, benötigen oft eine professionelle Ausstiegsbegleitung (meist durch Psychotherapeuten oder Sozialarbeiter).

Die psychotherapeutische Betreuung orientiert sich zumeist an psychotraumatologischen Erkenntnissen (vor allem im Zusammenhang mit dissoziativen Störungen). Eine typische, fast regelhafte Folge von ritueller Gewalt ist neben dissoziativen Störungen die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Als komorbide Störungen werden vor allem Depression, Essstörungen, Zwänge und Persönlichkeitsstörungen genannt.[9][10]

Häufigkeiten[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Befragung unter Psychotherapeuten[Bearbeiten]

Um Informationen über die Häufigkeit des Auftretens ritueller Gewalt zu erhalten, wurden in drei deutschen Bundesländern alle 3225 kassenärztlichen Psychotherapeuten befragt. Rückmeldungen kamen von 1523 Therapeuten. Davon hatten 182 Therapeuten von ihren Patienten Schilderungen in Zusammenhang mit rituellen Gewalttaten erhalten. Insgesamt wurden 213 Fälle genannt (Mehrfachzählungen konnten dabei für das Ruhrgebiet und Saarland ausgeschlossen werden, für die 67 gemeldeten Fälle aus Rheinland-Pfalz konnten Mehrfachzählungen nicht ausgeschlossen werden). Geschildert wurden rituelle Opferungen von Tieren, sexueller Missbrauch, Ekeltraining, Leichenschändung, Menschenopferung (zumeist Neugeborene), schwarze Messen, Zwang zu absolutem Gehorsam und absoluter Geheimhaltung. Rund 95% der Fälle wurden von den Therapeuten als glaubwürdig eingeschätzt. In durchschnittlich 52 % der Fälle bestand während der Therapie noch Täterkontakt.[11]

Eine Nachfolgeumfrage zur Situation ritueller Gewalt in Rheinland-Pfalz von R. Kownatzki ergab, dass von 936 befragten kassenärztlichen Psychotherapeuten insgesamt 136 Therapeuten in ihrem Berufsleben schon einmal derartige Patientenberichte erhalten haben.[12]

Online-Befragungen[Bearbeiten]

Daneben existieren drei internationale (nicht repräsentative) Online-Umfragen (2007) für a) Überlebende extremer Gewalt (Extreme Abuse Survey, EAS), b) Therapeuten und anderen Personen, die professionell zumindest mit einer/einem Überlebenden extremer Gewalt gearbeitet haben, c) professionelle Helfer/Helferinnen, die mit Kindern als Überlebenden ritueller Gewalt gearbeitet haben. Detailliert befragt wurden rund 2000 Personen in 40 Ländern nach eigenen Erfahrungen.[13]

Hinweise durch die Umfragen[Bearbeiten]

Den Umfragen zufolge soll es sich in nahezu der Hälfte der Fälle um lokale Täterkreise handeln, die teilweise seit mehreren Generationen bestehen. Eine Beteiligung von überregional organisierten satanistischen oder anderen kriminellen Gruppierungen konnte indes nicht belegt werden. Es gibt weiterhin Hinweise auf kinderpornografische Kommerzialisierung (sexualisierte Misshandlung und Folter an Kindern, dokumentiert auf Video). Aussagen über das Täterverhalten sind bisher nur bedingt möglich, da diese Informationen oft nur im Rahmen einer vertrauensvollen psychotherapeutischen Arbeit erlangt werden können und somit der Geheimhaltung unterliegen. Jedoch treten Betroffene zunehmend in Internetforen sowie eigenen Publikationen oder Dokumentarfilmen in die Öffentlichkeit.

Methodische Schwierigkeiten[Bearbeiten]

Kritiker geben zu bedenken, dass Patientenberichte nicht immer den Tatsachen entsprechen könnten. Eine Überprüfung an der Realität sei oft nicht möglich, da gewöhnlich keine strafrechtliche Aufarbeitung stattgefunden habe. Eine strafrechtliche Verfolgung ritueller Gewalt ist mit beträchtlichen Schwierigkeiten verbunden. Gründe hierfür sind die Verjährungsfristen, das kindliche Lebensalter der Opfer sowie die teilweise Anonymität von Tätern und Unbekanntheit der Tatorte. Trotzdem wird dem Thema rituelle Gewalt in polizeilichen Ausbildungsstätten verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt.[14]

Bei Angaben zu satanistischer Gewalt führt Uta Bange, Beraterin und Referentin der Sekten-Info Nordrhein-Westfalen, aus, dass im Kontext von Psychotherapie bei dissoziativen Störungen das therapeutische Setting sorgfältig zu gestalten sei. Bei dissoziativen Störungen können traumatische Erlebnisse in der Kindheit angenommen werden. Häufig seien lediglich Erinnerungsfragmente an das traumatische Geschehen vorhanden. Kämen in der Therapie regressionsförderne Methoden zum Einsatz, bestehe die Gefahr der Konstruktion falscher Erinnerungen. Eine Unterscheidung zwischen echter und falscher Erinnerung sei nicht möglich. Eine Tendenz, satanistische Erinnerungen zu konstruieren, sieht Bange darin begründet, dass Satanismus in der Öffentlichkeit als Synonym für das Böse eine geeignete Projektionsfläche für den Schrecken des realen Traumas biete und das Aufsehen die Chance, Anteilnahme und Hilfe zu erhalten, vergrößere.[15]

USA[Bearbeiten]

Befragung von Psychologen[Bearbeiten]

In einer Untersuchung Anfang der 1990er Jahre befragten die Psychologen Bette L. Bottoms, Phillip R. Shaver und Gail S. Goodman in einer nationalen Umfrage 2709 klinische Psychologen, die Mitglied in der American Psychological Association waren, zu Fällen rituellen Missbrauchs, den sie als „Fälle mit ungewöhnlichen Überzeugungen und Praktiken“, beispielsweise mit Merkmalen wie Satanismus, umgedrehten Pentagrammen und Tieropferungen, definierten. Die überwiegende Mehrheit antwortete, keinen solchen Fall zu kennen, 24 % der Antwortenden berichteten von mindestens einem behandelten Fall mit rituellem Missbrauch seit dem 1. Januar 1980. Einige Psychologen gaben an, Hunderte solcher Fälle zu kennen. 93% der Psychologen, die diese Missbrauchsfälle behandelten, waren sich sicher, dass die Anschuldigungen ihrer Patienten auf Tatsachen beruhten.[16] Da die Angaben zu rituellem Missbrauch, die Erwachsene (zumeist erst in der Therapie) gemacht hatten, statistisch deutlich abwichen von denen von Kindern oder von denen zu religiös motiviertem Missbrauch (also etwa der Verweigerung von Bluttransfusionen), müsse man aber vorsichtig sein, was den Wahrheitsgehalt dieser Anschuldigungen angehe: Es gebe zwar einige wenige nachgewiesene Fälle rituellen Missbrauchs, doch viele, wahrscheinlich die meisten Fälle seien falsch.[17]

Empirische Erhebungen[Bearbeiten]

In einer 1988 veröffentlichten empirischen Erhebung fand der Soziologe David Finkelhor 270 Fälle sexuellen Missbrauchs in Einrichtungen der Kinderbetreuung in den Vereinigten Staaten, davon 36 nachgewiesene Fälle von ritueller Gewalt.[18]

Anfang der 1990er Jahre untersuchten Gail Goodman und ihr Mitarbeiterteam 2292 mutmaßliche Fälle rituellen Missbrauchs. In 30% der Fälle mit kindlichem Missbrauch und in 15% der Fälle mit erwachsenen Opfern kam es zu einem Geständnis der Angeklagten.[19] Insgesamt seien aber „die vorgeblichen Beweise, insbesondere bei den Fällen, wo Erwachsene Missbrauch in der Kindheit vorgeben, fraglich“.[19]

Eigene Fallanalysen[Bearbeiten]

Der kanadische Psychiater und Satanismusexperte Colin A. Ross hat bis 1995 mehrere hundert Menschen mit Erinnerungen an satanistischen rituellen Missbrauch behandelt und fand sich vor das Problem gestellt, nicht unterscheiden zu können, ob die berichteten Gewalterfahrungen auf Tatsachen beruhten oder nicht.

Das weitgespannte satanistische Netzwerk zwischen Einrichtungen der Kinderbetreuung, Gesundheitsämtern und Regierungen, über das die Überlebenden berichteten, existiere nicht, doch sei es möglich, dass ein gewisser Prozentsatz der Erinnerungen seiner Patienten ganz oder teilweise zutreffe: Es gebe „eine komplexe, heterogene und fluktuierende Kombination von Fakten, Fiktion und Fantasie“, man sollte keine Hypothese vorzeitig ausschließen oder ihr zustimmen.[20] Charakteristisch für die Berichte mutmaßlicher Opfer seien detailreiche Informationen und umfassende Kenntnisse zu den spezifischen Merkmalen eines Kults. Ebenso typisch sind aus seiner Sicht geschilderte Details zur Methodik, wie Bewusstseinskontrolle durch Persönlichkeitsspaltung erlangt wird. Ein ähnliches Grundmuster werde immer wieder erkennbar. Die spezifischen Informationen variierten von Kult zu Kult und wiesen innerhalb eines bestimmten Kultes große Übereinstimmungen auf, deren konkrete Details sich nicht in der populären Literatur fänden und über die es oft auch keine Veröffentlichungen gibt.[21]

Der Psychologe James Noblitt, einer der führenden Experten für rituellen Missbrauch, hatte Patienten, die berichteten, bizarren Bewußtseinskontrolltechniken unterworfen gewesen zu sein, die mit Erfahrungen ritueller Folter und Amnesien einhergingen und zu multiplen Persönlichkeitsstörungen geführt hätten. Noblitt nahm diese Behauptungen zunächst nicht ernst, da die beschriebenen Techniken keinerlei Ähnlichkeiten mit dem besaßen, was an Universitäten in Klinischer Psychologie gelehrt wird. Seine Konsultationen bei Kollegen ergaben, dass diese ebenfalls Patienten mit ähnlichen Geschichten behandelten, was die Psychotherapeuten bewog, die Behauptungen ihrer Klienten für wahr zu halten.[22]

Nach dem amerikanischen Spezialist für multiple Persönlichkeitsstörungen Harvey L. Schwarz würden, um die Folter mit dem Ziel, Persönlichkeiten zu spalten, aufs Äußerste zu steigern, die Gefolterten gezwungen, eigenhändig selbst andere Opfer zu Tode zu foltern. Er beschreibt die psychologischen Auswirkungen dieser rituellen Zwangshandlungen, nachdem einige seiner Patienten gezwungen worden seien, an Ritualmorden von Kindern und an den Zerstückelungen der Opfer teilzunehmen: Seine Patienten hätten während der rituell verübten Gewalttaten paradoxerweise wütend auf die Opfer, die sie zu töten hatten, reagiert, wenn diese nicht schnell genug starben. Wut gegen die Täter zu empfinden sei ihnen zuvor systematisch abtrainiert worden, indem die Täter die abzuschlachtenden Kinder als Feind und Ursache des Leidens der gestressten, geschockten und mit Schuldgefühlen beladenen kindlichen Mörder definierten. Dadurch hätten die zum Mord gezwungenen Kinder alternative Persönlichkeiten ausgebildet, die überzeugt gewesen seien, dass die Opfer den Tod verdienten.[23]

Fallbeispiele[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Am 3. Juli 1992 verurteilte das Landgericht Lüneburg den damals 43 Jahre alten Fernsehtechniker Michael Dietmar Eschner unter anderem wegen Vergewaltigung und schwerer Körperverletzung in Form von Verbrennungen an Brüsten und Vagina zu sechs Jahren Haft. Der Verurteilte war der Vereinsgründer des Thelema-Ordens des Argentum Astrum, laut Vereinssatzung galt er in der Gruppe als Reinkarnation Aleister Crowleys.[24] Er nannte sich selbst das „Große Tier 666“. Die Mitglieder seines „Ordens“ waren den verschiedensten Formen von ritueller Gewalt ausgesetzt[25] (beispielsweise durch Meditationen mit schmerzhaften Körperhaltungen oder Bestrafungen durch Daumenbisse, Schnitte von Rasierklingen, brennenden Zigaretten etc.).[25]

Vereinigte Staaten[Bearbeiten]

„Frans's Day-Care Center“, Texas

Anfang der 1990er Jahre erhoben Kinder der Kindertagesstätte „Frans's Day-Care Center“ in Austin, Texas den Vorwurf, von dem Betreiberehepaar Keller sowie diversen weiteren Personen sexuell und rituell missbraucht worden zu sein. In mindestens einem Fall sollen die Opfer nach Mexiko geflogen worden sein, wo sie von Soldaten vergewaltigt und danach (innerhalb der Öffnungszeiten der Tagesstätte) wieder zurück nach Texas geflogen worden sein sollen.[26] Angezeigt wurde zudem, dass die Kinder auf einem Friedhof Leichen ausgraben und deren Knochen zusammen nageln mussten und sie mit Tieren lebendig begraben wurden. Mit vorgehaltener Pistole habe man die Kinder gezwungen, pornografische Filme anzusehen. Sie hätten mitansehen müssen, wie die Kellers ein Baby fast ertrinken ließen, um es danach mit Blut zu beschmieren und Satan zu opfern. Einen anderen Säugling hätten die Kellers vor den Augen der Kinder getötet, indem sie ihm das Herz herausrissen. Die Kellers wurden im November 1992 zu jeweils 48 Jahren Gefängnis verurteilt. Beide Urteile wurden im Revisionsverfahren am 26. Oktober 1994 bestätigt. Zwei beschuldigte Hilfspolizisten wurden nicht angeklagt, während ein fünfter Angeklagter, der den sexuellen Kindesmissbrauch zunächst gestand, aber später widerrief, eine zehnjährige Haftstrafe erhielt.[27] Nachdem ein medizinischer Gutachter seine Aussagen aus dem ersten Prozess revidiert hatte, wurden beide Ende 2013 freigelassen.[26]

Paul Bonacci, Nebraska

Im Fall Paul Bonacci wurde wegen Entführung und satanisch-rituellen und sexuellen Missbrauchs, der beim Opfer eine multiple Persönlichkeitsstörung erzeugt habe, Anklage erhoben. Bonacci erhielt eine Entschädigung von insgesamt einer Million Dollar zugesprochen. Dabei handelte es sich um ein Versäumnisurteil gegen den Angeklagten weil dieser nicht zur Verhandlung erschien und das rechtsgültig wurde als er seinen ursprünglichen Einspruch fallen ließ. Bonacci sei zum Geschlechtsverkehr mit einem anderen Jungen gezwungen worden. Danach habe er mit ansehen müssen, wie der Täter den Jungen zum Analverkehr zwang und danach mit einem Kopfschuss tötete. Dann habe Bonacci den Befehl erhalten, mit dem toten Kind anal zu koitieren. Der Fall Paul Bonacci war Bestandteil des Franklin-Cover-Up-Skandals in Nebraska, in den angeblich führende Politiker der Vereinigten Staaten verwickelt gewesen sein sollten.[28] Diese Anschuldigungen wurden jedoch nach kurzer Zeit von einer Grand Jury als „Hoax“ bezeichnet und Bonacci sowie ein weiterer Zeuge wegen Meineids angeklagt.[29]

Kontroversen zu Vorkommen und Glaubwürdigkeit[Bearbeiten]

USA[Bearbeiten]

Seit den 1980er Jahren wird das Thema ritueller Gewalt in den Vereinigten Staaten und in Kanada vor allem in Beziehung auf angeblich massenhaften Kindesmissbrauch durch satanistische Sekten kontrovers diskutiert. Während ein Teil fest davon überzeugt war, dass satanistischer Missbrauch weit verbreitet sei und jährlich bis zu 60.000 Menschen das Leben koste, meinen die Skeptiker, dass es sich nur um eine „moral panic“ handele, eine Massenhysterie, ähnlich dem Hexenglauben im Mittelalter.[30]

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre wurden immer mehr Fälle ritueller Gewalt in den USA bekannt. Skeptiker führen dies auf die mediale Verbreitung von Michelle Smiths Buch und des McMartin-Prozesses zurück. Lehrer, Sozialarbeiter, Therapeuten und Polizisten wurden in Fortbildungsseminaren über die rituelle Gewalt geschult und entdeckten daraufhin immer neue Fälle. Die Annahme, es gäbe ein großes Netzwerk satanistischer Gruppen, die rituelle Gewalt an Kindern ausübten, wurde von einer breiten Koalition von fundamentalistischen Christen, Feministinnen, Ärzten, Polizisten und Sozialarbeitern getragen.[31] Vereinzelte Anhänger dieser Annahme verknüpften sie mit weiteren Verschwörungstheorien gegen Freimaurer oder Jesuiten und behaupteten, diese würden satanistische rituelle Gewalt anwenden, um eine „Neue Weltordnung“ herbeizuführen.[32] Es wurden allerdings nie Spuren für die vielfach behaupteten Folterungen, Opferungen und Morde gefunden: Keine Leichen, keine Körperflüssigkeiten, keine Haare oder Gewebefasern.[33] Skeptiker wie der Soziologe Richard Ofshe nehmen daher an, dass es bis auf ganz wenige Einzelfälle keinen rituellen Missbrauch gibt und dass auch keine Kulte existieren, die diese Form von Gewalt ausüben.[34] Seit Mitte der 1990er Jahre ist der Glaube deutlich zurückgegangen, satanistischer Missbrauch sei in Nordamerika weit verbreitet.[35]

Buch Michelle Remembers[Bearbeiten]

Die Diskussion wurde in den USA 1980 angestoßen durch das Buch Michelle Remembers der Kanadierin Michelle Smith und ihres Psychotherapeuten und späteren Ehemanns Lawrence Pazder, der ihr mittels Hypnotherapie dazu verholfen hatte, jahrelang verdrängte Erinnerungen wiederzugewinnen.[36] Den Schilderungen der Patientin nach sei diese seit ihrem fünften Lebensjahr immer wieder von einer satanistischen Sekte missbraucht und gefoltert worden und habe Ritualmorde mit ansehen müssen. Seit 1990 werden Smiths Behauptungen öffentlich angezweifelt. Die Klassenbücher aus ihrer Grundschule weisen etwa für die Zeit eines 81-tägigen satanistischen Rituals, an dem teilzunehmen sie gezwungen gewesen sei, keine Fehlzeiten des Kindes auf.[37][38][39] Obschon keinerlei Beweise für die Anschuldigungen beizubringen waren, löste das Buch in Nordamerika weitere Erfahrungsberichte über schweren satanistischen Missbrauch aus, so etwa Lauren Stratfords 1988 erschienenes Buch Satan's Underground, dessen Inhalt sich ebenfalls als nicht authentisch erwies.[40]

Elterninitiative Believe the Children[Bearbeiten]

Die 1986 gegründete amerikanische Elternorganisation „Believe the Children“ veröffentlichte eine umfassende Liste mit einschlägigen Gerichtsurteilen zum rituellen Missbrauch von Kindern. In ihrem Vorwort weisen die Autoren darauf hin, dass viele Fälle ritueller Gewalt wegen des Unglaubens der Behörden und weil viele traumatisierte Kinder einem Gerichtsverfahren nicht stand hielten, strafrechtlich nicht verfolgt würden.[41][42]

McMartin-Vorschule[Bearbeiten]

Ein Fall, der auf großes öffentliches Interesse stieß, waren die Missbrauchsvorwürfe an der McMartin-Vorschule in Manhattan Beach, Kalifornien, die am 12. August 1983 von einer Mutter angezeigt wurde. Während dieses sieben Jahre dauernden, längsten und mit 13 Millionen Dollar kostspieligsten Kriminalprozesses der amerikanischen Rechtsgeschichte wurden 360 Kinder dieser Vorschule von der Beratungsgesellschaft Childrens Institute International untersucht und als Opfer von satanistischen Missbrauchsritualen diagnostiziert. Auch Kinder an anderen Einrichtungen wie der St. Cross Episcopal Church im benachbarten Hermosa Beach erhoben entsprechende Vorwürfe, nachdem sie mit anatomisch korrekten Puppen befragt worden waren. Über hundert Erzieherinnen und Erzieher wurden daraufhin beschuldigt, einer satanistischen Sekte anzugehören, die rituell sexuelle Belästigung oder Missbrauch von Kindern betriebe. Alle Beschuldigungen wurden 1990 fallen gelassen, die schockierenden Aussagen der Kinder wurden auf Erinnerungsverfälschungen durch die befragenden Sozialarbeiter zurückgeführt.[43]

Patricia Burgus[Bearbeiten]

Aufsehen erregte der Fall von Patricia Burgus, einer jungen Mutter, die 1986 wegen einer Wochenbettdepression in einer Klinik in Chicago Hilfe gesucht hatte. In der Therapie entdeckte sie unter Einfluss von Psychopharmaka und Hypnose bei sich Erinnerungen, in denen sie als Teil eines Satanskults missbraucht worden wäre, auch ihre eigenen Kinder missbraucht und Menschenfleisch gegessen hätte. Daraufhin wurde bei ihr fälschlich eine dissoziative Identitätsstörung diagnostiziert (angeblich hatte sie 300 verschiedene Persönlichkeiten) und sie für drei Jahre in eine Klinik eingewiesen, ebenso wie ihre beiden Söhne, denen die gleiche Störung attestiert wurde. Nachdem Burgus schließlich die Klinik und ihren Therapeuten verklagt hatte, der ihr diese falschen Erinnerungen suggeriert hatte, wurden ihr 1997 10,6 Millionen Dollar Schadenersatz zugesprochen.[44]

Großbritannien[Bearbeiten]

Eine Untersuchung von zwanzig gemeldeten Fällen rituellen Kindesmissbrauchs in Großbritannien ergab 1995, dass die Vorwürfe in 75% der Fälle unzutreffend waren. Diese hohe Rate falscher Angaben unterscheide rituellen von nichtrituellem Kindesmissbrauch, bei dem erfahrungsgemäß nur wenige Vorwürfe unsubstantiiert seien.[45]

Deutschland[Bearbeiten]

Sachbuch Vier Jahre Hölle und zurück[Bearbeiten]

In dem 1995 erschienenen Sachbuch Vier Jahre Hölle und zurück.[46] werden die geschilderten zahlreichen zeremoniellen Ermordungen zumeist obdachloser Menschen, häufig aber auch von Jungfrauen und Neugeborenen weiblicher Mitglieder aufgrund innerer und äußerer Widersprüche und Implausibiltäten als unglaubhaft eingestuft.[47]

Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten]

1995 untersuchte das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen auf Anfrage der 17. Enquête-Kommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“ des Deutschen Bundestags ihm vorliegende Berichte ritueller Gewalt, fand aber keine Belege für das Vorliegen bzw. die Tragweite der geschilderten Straftaten. Vielmehr werde das Thema durch „reißerische […] Berichterstattung in den Medien zur Zeit überbewertet“.[48]

Fallschilderung Wolfgang Bauch[Bearbeiten]

Der damalige Brandenburger Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter Wolfgang Bauch schilderte 1999 den Fall einer Schülerin, die angab, sie werde wiederholt entführt und im Rahmen satanistischer Rituale sexuell missbraucht. Eine polizeiliche Observation ergab keinerlei Auffälligkeiten, auch für die Zeit, in der die Schülerin behauptete, erneut verschleppt worden zu sein. Daraufhin wurden die Ermittlungen eingestellt.[49]

Literatur[Bearbeiten]

Deutschsprachige Fachliteratur

  • S.I.E. – Solidarität, Internvention, Engagement für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen e.V. (Hrsg.): Rituelle Gewalt. Vom Erkennen zum Handeln. (Dokumentation der Tagung vom 6. November 2009 in Trier). Pabst Science Publishers, Lengerich 2011, ISBN 978-3-89967-671-6. (Tagungsbericht von Matthias Neff online auf: ekd.de).
  • Claudia Fliß, Claudia Igney (Hrsg.): Handbuch Rituelle Gewalt. Erkennen – Hilfe für Betroffene – interdisziplinäre Kooperation. Pabst, Lengerich u. a. 2010, ISBN 978-3-89967-644-0.
  • Onno van der Hart, Ellert R.S. Nijenhuis, Kathy Steele: Das verfolgte Selbst. Strukturelle Dissoziation und die Behandlung chronischer Traumatisierung. Junfermann, Paderborn 2008, ISBN 978-3-87387-671-2.
  • Ina Schmied-Knittel: Satanismus und ritueller Missbrauch. Eine wissenssoziologische Diskursanalyse (= Grenzüberschreitungen. Beiträge zur wissenschaftlichen Erforschung aussergewöhnlicher Erfahrungen und Phänomene. Bd. 7). Ergon-Verlag, Würzburg 2008, ISBN 978-3-89913-670-8 (Zugleich: Freiburg (Breisgau), Universität, Dissertation, 2008).
  • Thorsten Becker: Ritueller Mißbrauch von Kindern in Deutschland. Frage oder Feststellung? In: Kind, Jugend, Gesellschaft. KJuG. Zeitschrift für Kinder- und Jugendschutz. 41. Jahrgang, Heft 4, November 1996, ISSN 0939-4354, S. 121–122. (online, pdf; 144,31 kB).
  • Margaret Smith: Gewalt und sexueller Mißbrauch in Sekten. Wo es geschieht, wie es geschieht und wie man den Opfern helfen kann. Kreuz-Verlag, Zürich 1994, ISBN 3-268-00166-1.

Englischsprachige Fachliteratur

  • Mary de Young: The Day Care Ritual Abuse Moral Panic. McFarland and Company, Jefferson NC u. a. 2004, ISBN 0-7864-1830-3.
  • Chrystine Oksana: Safe Passage to Healing. A Guide for Survivors of Ritual Abuse. iUniverse, Lincoln NE 2001, ISBN 0-595-20100-8.
  • James Randall Noblitt, Pamela Sue Perskin: Cult and Ritual Abuse. Its History, Anthropology, and Recent Discovery in Contemporary America. Revised Edition. Praeger Publishers, Westport CT u. a. 2000, ISBN 0-275-96665-8.
  • Pamela S. Hudson: Ritual Child Abuse. Discovery, Diagnosis and Treatment. R & E Publishers, Sarasota CA 1991, ISBN 0-88247-867-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Thorsten Becker: Ritueller Mißbrauch von Kindern in Deutschland - Frage oder Feststellung? (PDF; 148 kB) In: KJuG – Kind Jugend Gesellschaft – Zeitschrift für Jugendschutz. 41. Jahrgang, Heft 4, November 1996, S. 121 f.
  2. Thorsten Becker: Organisierte und rituelle Gewalt. In: Claudia Fliß, Claudia Igney (Hrsg.): Handbuch Trauma und Dissoziation. Pabst, Lengerich 2008, ISBN 978-3-89967-475-0, S. 25–26.
  3. James Randall Noblitt, Pamela Sue Perskin (Hrsg.): Cult and Ritual Abuse: Its History, Anthropology, and Recent Discovery in Contemporary America – Revised Edition. Praeger, Westport, Connecticut 2000, ISBN 0-275-96664-X, S. 239 f.
  4. Tanja Rode: Gratwanderung Beratungsarbeit mit Betroffenen. In: Claudia Fliß, Claudia Igney (Hrsg.): Handbuch Rituelle Gewalt. Pabst, Lengerich 2010, ISBN 978-3-89967-644-0, S. 318 f.
  5. Endbericht der Enquête-Kommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“. In: Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentarische Vorgänge. 9. Juni 1998, abgerufen am 7. August 2013 (PDF; 6,5 MB, S. 94–95).
  6. Bette L. Bottoms, Phillip R. Shaver, Gail S. Goodman: An analysis of ritualistic and religion-related child abuse allegations. In: Law and Human Behavior. 20/1 (1996), S. 31 (online (PDF; 1,0 MB), Zugriff am 15. August 2013)
  7. Michaela Huber: Sekten, destruktive Kulte und rituelle Misshandlung. In: Multiple Persönlichkeiten: Seelische Zersplitterung nach Gewalt. Junfermann Verlag, Paderborn 2010, ISBN 978-3-87387-645-3, S. 75–94.
  8. Peter Fiedler: Dissoziative Störungen und Konversion. Trauma und Traumabehandlung,. 2. Auflage. Beltz, Weinheim 2001, S. 345.
  9. Claudia Fliß: Spezifische psychische Folgen. In: Claudia Fliß, Claudia Igney (Hrsg.): Handbuch Rituelle Gewalt. Pabst, Lengerich 2010, ISBN 978-3-89967-644-0, S. 226–260.
  10. Claudia Fliß: Borderline, Schizophrenie und DIS. Abgrenzung und Überschneidungen der verschiedenen Überlebenskonzepte. (PDF; 185 kB) Vortrag, Abensberg 2005.
  11. Claudia Igney In: Claudia Fliß, Claudia Igney (Hrsg.): Handbuch Rituelle Gewalt. Pabst, Lengerich 2010, S. 67–104, hier: S. 69–71.
  12. Datenerhebung zur Situation ritueller Gewalt in Rheinland-Pfalz - Erweiterte Replikation der Studie des Arbeitskreises „Rituelle Gewalt in NRW“ 2005.
  13. Claudia Igney In: Claudia Fliß, Claudia Igney (Hrsg.): Handbuch Rituelle Gewalt. Pabst, Lengerich 2010, S. 67–104, hier: S. 71–82 (Dokumentation einer Auswahl der Ergebnisse); sowie http://extreme-abuse-survey.net/ (Dokumentation sämtlicher Fragebögen und Ergebnisse als pdf.
  14. Adolf Gallwitz, Manfred Paulus: Pädokriminalität weltweit. Verlag Deutsche Polizeiliteratur, Hilden 2009, ISBN 978-3-8011-0598-3.
  15. Uta Bange: Ritueller Missbrauch im Satanismus. auf der Webseite sekten-info-nrw.de, Zugriff am 29. März 2013;
  16. Hans Ulrich Gresch: Hypnose Bewusstseinskontrolle Manipulation: Bewusstseinskontrolle durch Persönlichkeitsspaltung. Elitär Verlag, Düsseldorf 2010, ISBN 978-9988-1-2752-7, S. 278.
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  47. Georg Otto Schmid: Lukas – vier Jahre Horrortrip? Das Buch: „Lukas - Vier Jahre Hölle und zurück“ zwischen Satanismus und Wahntraum. (1998) auf der Webseite der Evangelischen Informationsstelle: Kirchen - Sekten - Religionen der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich.
  48. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatEndbericht der Enquête-Kommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“. In: Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentarische Vorgänge. 9. Juni 1998, abgerufen am 19. August 2009 (PDF; 6,5 MB, S. 183).
  49. Wolfgang Bauch: Satanismus und Polizei. Probleme der Ermittlungsarbeit. In: Berliner Dialog. Informationen und Standpunkte zur religiösen Begegnung 5 (2), 1999, S. 9–12 (online, Zugriff am 11. April 2013).