Roosevelt Island (New York City)

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Roosevelt Island
Hauptstraße auf Roosevelt Island
Hauptstraße auf Roosevelt Island
Gewässer East River
Geographische Lage 40° 45′ 43″ N, 73° 57′ 0″ W40.761944444444-73.95Koordinaten: 40° 45′ 43″ N, 73° 57′ 0″ W
Roosevelt Island (New York City)
Roosevelt Island
Länge 3,17 km
Fläche 60 ha
Einwohner 9520 (2000)
15.867 Einw./km²

Roosevelt Island ist eine schmale, rund 60 Hektar große Insel im East River in New York City zwischen den Stadtteilen Manhattan und Queens. Die 3170 Meter lange Insel trug ursprünglich den Algonkin-Namen Minnahannock, firmierte später als Blackwell’s Island und zwischen 1921 und 1973 als Welfare Island. Die Insel gehört zum Stadtbezirk Manhattan.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Insel beherbergte ursprünglich Strafanstalten und Krankenanstalten wie das für seine Zustände berüchtigte New York City Lunatic Asylum. Das New York City Lunatic Asylum bestand von 1829 bis 1894[1] und war ein Ort frühen Enthüllungsjournalismus.[2] Sämtliche Einrichtungen zogen im Laufe der Jahre um, wie beispielsweise die Strafanstalt, die sich heute auf Rikers Island befindet. Im Süden der Insel entstand wegen der isolierten Lage das Smallpox Hospital.

1968 stieß der damalige Bürgermeister von New York John Lindsay die Idee an, die ungenutzten und verfallenden Gebäude niederzureißen und die Insel in ein Wohngebiet umzugestalten. Die entsprechenden (Pacht-)Verträge wurden 1969 abgeschlossen, und in den Planungen entstand ein Wohngebiet praktisch ohne Autoverkehr. Eine zu bauende U-Bahn sollte die Insel erschließen. Als die Fertigstellung der Wohnblöcke nahte und die U-Bahn weiterhin nur auf dem Papier stand, wurde als provisorische Lösung 1976 eine Seilbahn (Roosevelt Island Tramway) errichtet, die bis zur Fertigstellung der U-Bahn im Jahre 1989 die wichtigste Verbindung blieb. Neben den neuen Wohnblöcken befindet sich auf der Insel heute noch ein ehemaliges Krankenhaus.

Zwischen Roosevelt Island und Queens befindet sich seit 2006 auf dem Grund des East Rivers RITE, ein Demonstrationskraftwerk zur Erzeugung von Elektrizität aus der Gezeitenströmung.

Im Dezember 2011 wurden Pläne für eine große Graduiertenschule von Technion und Cornell University veröffentlicht: Mit Investitionen von 2 Milliarden US-Dollar soll auf dem bisherigen Gelände des Goldwater Memorial Hospital ein neuer Campus der New York City Tec entstehen. Ein privater Spender ist beteiligt.[3]

Die Insel erhielt 1973 ihren heutigen Namen Roosevelt Island, nach dem 32. Präsident der Vereinigten Staaten, Franklin D. Roosevelt. Im Oktober 2012 wurde an der Südspitze der Insel der "Four Freedoms Park" eröffnet, der an eine Rede Roosevelts vom Januar 1941 zu den „Vier Freiheiten“ erinnern soll.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Insel wurde früher über eine Straßenbahn erschlossen, die auf der Queensboro Bridge einen Halt mit Aufzug (1970 demontiert) auf die Insel hatte. Seit 1955 besteht über eine Hebebrücke nach Queens eine halbfeste Verbindung mit dem Festland.

Roosevelt Island wurde als verkehrsarme Wohngegend (erster Wohnkomplex 1975 fertiggestellt) geplant und 1976 mit dem Roosevelt Island Tramway, einer Luftseilbahn, an Manhattan angebunden. Erst am 29. Oktober 1989 wurde die bereits lange vorher versprochene U-Bahn fertiggestellt. Seither ist die New York Subway der Hauptverkehrsträger zwischen der Insel und den anderen Stadtteilen, während „The Tram“ inzwischen vor allem eine Touristenattraktion darstellt. Im November 2010 wurde die inzwischen komplett modernisierte Bahn wiedereröffnet. Die dreiminütige Fahrt kostet genauso viel wie die U-Bahn-Karte. Während der Stoßzeiten (Montag bis Freitag) von 7 bis 9:30 Uhr und von 15.30 bis 20 Uhr heben die Gondeln alle siebeneinhalb Minuten ab, sonst viertelstündlich.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Roosevelt Island – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The America Journal of Psychiatry
  2. Beitrag auf Spiegelonline
  3. Richard Pérez-Peña: Cornell and Technion Israel chosen to build science school in New York City. nytimes.com vom 20. Dezember 2011, abgerufen am 21. Dezember 2011
  4. Internetseite von "fdrfourfreedomspark", abgerufen am 26. Oktober 2012