Scary Movie

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Scary Movie ist eine erfolgreiche Horror-Persiflage aus dem Jahr 2000. In den Jahren 2001, 2003, 2006 und 2013 entstanden die Fortsetzungen Scary Movie 2, Scary Movie 3, Scary Movie 4 und Scary Movie 5.

Handlung[Bearbeiten]

Die junge Drew Decker wird an einem Abend zuerst von einem maskierten und verkleideten Mann angerufen und anschließend umgebracht. Damit beginnt eine Mordserie, in der auch sechs Jugendliche verfolgt werden (Cindy, Brenda, Buffy, Greg, Ray und Bobby). Die Freunde wurden als Opfer ausgewählt, weil sie an Halloween des letzten Jahres das Opfer eines Verkehrsunfalls heimlich beseitigt hatten. Zusätzlich werden sie auch noch von der aufdringlichen Reporterin Gail Hailstorm verfolgt. Nach und nach werden alle bis auf Cindy umgebracht, bis es nach einer Party schließlich zum Showdown in ihrem Haus kommt. Dort wird Cindy zuerst von Bobby, der vorher Shorty erschossen hatte, und Ray bedroht, die in der darauffolgenden Szene aber beide umkommen. Im darauffolgenden Kampf zwischen Cindy und dem Mörder kann sie ihn zwar vertreiben, aber als die Polizei eintrifft, ist er schon wieder verschwunden. Danach wird ihr und dem Sheriff klar, dass Doofy der Mörder ist; dieser ist jedoch schon mit Gail geflohen. Der Film endet damit, dass Cindy von einem Auto überfahren wird.

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation entstand unter dem Dialogbuch von Kim Hasper und der Dialogregie von Frank Schaff durch die Synchronfirma Studio Babelsberg.[1]

Rolle Darsteller Synchronsprecher[1]
Cindy Campbell Anna Faris Marie Bierstedt
Bobby Prinze Jon Abrahams Kim Hasper
Buffy Gilmore Shannon Elizabeth Sonja Spuhl
Greg Phillipe Lochlyn Munro Dennis Schmidt-Foß
Ray Wilkins Shawn Wayans Marius Clarén
Brenda Meeks Regina Hall Bianca Krahl
Shorty Meeks Marlon Wayans Bernhard Völger
Doofy Gilmore/Killer Dave Sheridan Frank Schaff
Drew Decker Carmen Electra Ranja Bonalana
Gail Hailstorm Cheri Oteri Sabine Jaeger
Sheriff Kurt Fuller Frank-Otto Schenk
Cindys Vater Rick Ducommun Frank Ciazynski

Parodie[Bearbeiten]

Grundsätzliches[Bearbeiten]

Der Film ist eine Parodie mit zahlreichen Anspielungen auf andere bekannte Produktionen aus dem Genre des Horrorfilms. Die zentrale Grundlage bildet der Film Scream, woraus ganze Szenen nachgespielt bzw. parodiert werden. In einer Szene spricht Shorty davon, wie sehr der aktuelle Moment einer Szene in selbigem Film ähnelt. Außerdem kann man unter anderem Verweise auf Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast, Blair Witch Project, The Sixth Sense, Die üblichen Verdächtigen und American Pie erkennen.

Deutlich werden die Parallelen zum Beispiel durch die Wahl der Namen. So ist der Name „Cindy Campbell“ eine Anspielung auf Neve Campbell, die die Hauptrolle bei Scream gespielt hat, und ihren Rollennamen Sidney. Dort gab es auch einen Charakter namens Randy Meeks (hier abgewandelt zu „Brenda Meeks“) und eine Reporterin namens Gale Weathers.

Aus Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast stammt der Name „Buffy Gilmore“, der auf Sarah Michelle Gellars Rolle als Vampirjägerin Buffy hinweist, und das Motiv mit dem Verkehrsunfall, der Nachname Gilmore könnte eine Anspielung auf die Gilmore Girls sein, die damals schon in den USA auf Sendung waren. Das Engagement von Freddie Prinze junior in diesem Film wird durch die Verwendung des Namens „Bobby Prinze“ gewürdigt. Eventuell kann man auch Ryan Phillippe in „Greg Phillippe“ wiederfinden.

Der Name des ersten Opfers, Drew Decker, ist, wie die ganze Szene, eine Anspielung auf die Eröffnungsszene des Films Scream – Schrei!. Drew Decker setzt sich zusammen aus Drew Barrymore, die in dieser Szene Casey Becker spielt.

Außerdem werden bestimmte Kampfszenen mit dem aus Matrix bekannten Bullet-Time-Effekt dargestellt.

Allerdings werden auch direkte Dialogzitate aus Filmen übernommen, so zum Beispiel „Ich kann tote Menschen sehen!“ aus The Sixth Sense oder „Es gibt einige Regeln, um einen Horrorfilm zu überleben“ aus Scream.

Auch gibt es abgeänderte Stellen, wie zum Beispiel „Lauf, Schlampe, lauf!“, was aus Forrest Gumps „Lauf, Forrest, lauf“ abgeändert wurde.

Liste der parodierten Filme/Fernsehserien[Bearbeiten]

Diese Liste gibt an, welche Filme/Fernsehserien im ersten Scary Movie-Film parodiert werden:

Wissenswertes[Bearbeiten]

  • Der Produktionstitel von Scary Movie war Scream, if you know what I did last Halloween. (dt. „Schrei, wenn du weißt, was ich letztes Halloween getan habe“)
  • Scary Movie. war der Arbeitstitel für Scream – Schrei!, der auch von Dimension Films veröffentlicht wurde.
  • Mit 19 Millionen Dollar ist dies der günstigstproduzierte Film der Reihe. Bei sämtlichen Fortsetzungen betrugen die Produktionskosten rund 45 Millionen Dollar.
  • Die Drehbuchautoren Phil Beauman und Buddy Johnson waren später für Nicht noch ein Teenie-Film tätig, während die Autoren Jason Friedberg and Aaron Seltzer später auch bei Date Movie und Fantastic Movie ihres Amtes walteten.
  • Der Killer wird von Frank Schaff gesprochen, der auch die deutsche Dialogregie innehatte.
  • Anna Faris färbte ihre Haare für die ersten zwei Filme der Reihe schwarz. Im dritten und vierten Film ist sie mit ihrer natürlichen Haarfarbe, blond, zu sehen.
  • In der Anfangsszene nimmt Carmen Electra im Original Bezug auf Shaquille O’Neals Mangel an Schauspielkunst in Kazaam – Der Geist aus der Flasche. Dennoch ließ es sich Shaquille später nicht nehmen, in Scary Movie 4 in einer Nebenrolle mitzuwirken. In der deutschen Synchronisation des Films ist jedoch von dem Film Spice World die Rede.
  • Doofy ist eine Anspielung auf Deputy Dwight „Dewey“ Riley aus der Scream-Reihe.
  • In einer Szene auf dem Schulhof machen die Charaktere Witze über Horrorfilme. Greg sagt dabei, wenn sie sich in einem Horrorfilm befänden, würden ihre Rollen sicherlich von Menschen gespielt, die schon Ende 20 oder Anfang 30 wären. Lochlyn Munro, der Gregs Rolle spielt, war bei Filmstart 34 Jahre alt.
  • Im Kino wird für einen fiktiven Film namens „Amistad II“ geworben. In diesem Film soll Keenen Ivory Wayans, der Regisseur von Scary Movie und Scary Movie 2, die Hauptrolle spielen.
  • Als Ray und Brenda im Kino sitzen, sehen sie vor Filmbeginn ganz kurz folgenden Filmhinweis: „The following peeview has been assproved for immature audiences only. If you can read this you are too close. Pee Pee Poopy Boogers Farts Butthole.“ Im sich darunter befindenden Kasten steht in Kleinschrift: „We thought it would be funny to put this here. Kiss our asses and take it off pause.“
  • Die „Was geht aaaaab?“-Szene basiert auf dem „Wazzup?“-Werbespot der Biermarke Budweiser (Anheuser-Busch), welche in verschiedenen Variationen (alte Damen, Kinder, Snobs etc.) existiert.
  • Beim Polizeirevier hängt ein Poster mit dem Text „Serve, Protect, Shoot to kill“, was „Dienen, Schützen, Schießen um zu Töten“ bedeutet. Dabei handelt es sich um eine Parodie auf den Schriftzug „to protect and serve“, welcher auf den Polizeiautos in den USA steht.
  • Der Name der Schule lautet „B. A. Corpse High School“; „B. A. Corpse“ ist ein Homonym für die Aufforderung „Be a corpse.“, was auf Deutsch „Sei eine Leiche.“ bedeutet.
  • Die letzte Szene wurde in Vancouver gedreht.
  • Im Büro der „Sportlehrerin“ hängt eine Uniform der Waffen-SS.

Kritik[Bearbeiten]

Der Film wurde überwiegend positiv bewertet: Die Chicago Sun-Times und ReelViews vergaben jeweils vier von fünf Sternen, während filmcritic.com Scary Movie mit zweieinhalb von fünf Sternen bewertete.[2]

„Der Versuch einer Parodie des über seine Teenager-Varianten ohnehin zur Parodie verkommenen Horror-Genres, der sich allenfalls durch seine Überdeutlichkeit positionieren kann. Zugleich eine Zitation zahlreicher Schmuddelkomödien, die unverblümt schwarze und weiße Kids samt ihren popkulturellen Vorlieben vorführt, was teils drastisch, nie aber wirklich witzig ausfällt.“

Lexikon des Internationalen Films[3]

„(...) Wer über Masturbation mit dem Staubsauger und Intimrasur mit der Heckenschere lachen kann, dem sei „Scary Movie“ wärmstens ans Herz gelegt. Alle Freunde des anspruchsvolleren Humors können sich hingegen mit der selbstreflexiv-ironischen Killer-Karikatur trösten, die trotz oder gerade wegen ihrer mangelnden Cleverness jede Menge Sympathiepunkte sammelt.“

Lars-Christian Daniels: filmstarts.de[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Scary Movie in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 7. Juni 2014.
  2. Scary Movie auf filmstarts.de, abgerufen am 26. Juli 2013.
  3. Scary Movie im Lexikon des Internationalen Films
  4. Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion zu Scary Movie auf filmstarts.de, abgerufen am 26. Juli 2013.