Schwarzach (Niederbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Schwarzach
Schwarzach (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Schwarzach hervorgehoben
48.91444444444412.810833333333361Koordinaten: 48° 55′ N, 12° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Schwarzach
Höhe: 361 m ü. NHN
Fläche: 33,22 km²
Einwohner: 2797 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94374
Vorwahl: 09962
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 187
Marktgliederung: 67 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
94374 Schwarzach
Webpräsenz: www.schwarzach.de
Bürgermeister: Georg Edbauer jun. (CSU)
Lage des Marktes Schwarzach im Landkreis Straubing-Bogen
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Über dieses Bild

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Der Marktplatz
Die Pfarrkirche St. Martin
Das Bräuhaus

Schwarzach ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzach. Schwarzach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Schwarzach hat 67 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Ab 1150 traten Dienstmannen aus Schwarzach nach verschiedenen klösterlichen Notizen als Zeugen auf. Nordöstlich von Schwarzach hatten die Herren von Degenberg ihre Stammburg, die 1468 im Böcklerkrieg niedergebrannt wurde. Nach 1473 baute Hans von Degenberg in Schwarzach das neue Schloss Oberschwarzach. Die klosterartige Anlage umschloss einen großen viereckigen Raum, den heutigen Marktplatz. Als die Degenberger 1602 ausstarben, residierte auf dem Schloss bis ins 19. Jahrhundert ein kurfürstlicher Pfleger. Das ehemalige kurfürstliche Brauhaus, von dem noch Baureste vorhanden sind, entstand 1687. Es besaß das Monopol, Weißbier für den gesamten Bayerischen Wald brauen zu dürfen. Die Teile des ehemaligen Schlosses wurden in den Marktplatz integriert.

1946 bis 1949 wurde auf Initiative von Pfarrer Michael Graf das Schwarzacher Krankenhaus mit Altenheim gebaut. Es ist seit 1950 orthopädische Fachklinik. Am 7. Oktober 1951 erhielt Schwarzach den Titel Markt. Am 1. Januar 1971 wurde Albertsried eingemeindet.[3] Ende der 1970er Jahre wurde es als Kleinzentrum eingestuft.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 230 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 249 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 859. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 4 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 7 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 114 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1522 Hektar, davon waren 511 Ackerfläche und 1008 Dauergrünfläche.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die katholische Pfarrkirche St. Martin ist im Chor- und Langhaus im Kern spätgotisch. Um 1730 erfolgte eine umfassende Barockisierung. Der Turmunterbau stammt aus der Zeit um 1300, das Obergeschoss ist barock. Im nördlichen Seitenaltar befindet sich eine Madonna aus der Zeit um 1450, in der südlichen Seitenkapelle ein Epitaph des Rittergeschlechtes der Degenberger von 1602. Der Hochaltar entstand um 1735, die Kanzel mit versilberten Reliefs um 1790.
  • Um den Marktplatz gruppieren sich an der Nordost-, Ost- und Südseite die Bauten der Herren von Degenberg. Der erste Bau wurde 1469 errichtet, die vorhandenen Gebäude stammen aus der Zeit um 1600. An der Südseite stand das Herrschaftsgebäude mit der 1601 errichteten Schlosskapelle. An der Westseite steht das 1687 bis 1689 gebaute ehemalige Kurfürstliche Bräuhaus, welches das Monopol des Weißbierbraus im Bayerischen Wald besaß. Im Nordwesten befindet sich das 1640 gebaute Hofwirtshaus.
  • Der Schwarzacher Schäfflertanz wird seit 1896 aufgeführt. Aufführungen finden im siebenjährigen Turnus statt, nächster Termin ist 2019.
  • Das Kraftfahrzeugmuseum Schwarzach zeigt etwa 30 Kraftfahrzeuge der Baujahre 1928 bis 1984 auf einer Fläche von 150 m².

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Schwarzach (Niederbayern)

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Ein Kindergarten mit 90 Kindern (Stand: 2014)
  • Eine Volksschule mit 26 Lehrern und 313 Schülern (Stand: 2012)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Letzing: Der Übergang des Brauhauses Schwarzach an Herzog Maximilian I. von Bayern. Ein Beitrag zur 850-Jahr-Feier der Marktgemeinde Schwarzach. In: Jahrbuch der GGB. 1998, S.41-84

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111225/200732&attr=OBJ&val=855
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 437

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwarzach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien