Niederwinkling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Niederwinkling
Niederwinkling
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Niederwinkling hervorgehoben
48.88333333333312.8320Koordinaten: 48° 53′ N, 12° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Schwarzach
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 25,63 km²
Einwohner: 2546 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94559
Vorwahl: 09962
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 159
Gemeindegliederung: 34 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
94374 Schwarzach
Webpräsenz: www.niederwinkling.de
Bürgermeister: Ludwig Waas (FW)
Lage der Gemeinde Niederwinkling im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt) Windberg Wiesenfelden Straßkirchen Steinach (Niederbayern) Stallwang Schwarzach (Niederbayern) Sankt Englmar Salching Rattiszell Rattenberg (Niederbayern) Rain (Niederbayern) Perkam Perasdorf Parkstetten Oberschneiding Niederwinkling Neukirchen (Niederbayern) Mitterfels Mariaposching Mallersdorf-Pfaffenberg Loitzendorf Leiblfing Laberweinting Konzell Kirchroth Irlbach Hunderdorf Haselbach (Niederbayern) Haibach (Niederbayern) Geiselhöring Feldkirchen (Niederbayern) Falkenfels Atting Ascha Aiterhofen Aholfing Straubing Landkreis Kelheim Regensburg Landkreis Landshut Landkreis Regen Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Deggendorf Landkreis Cham Landkreis Cham Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Das Bürgerhaus am Dorfplatz

Niederwinkling ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzach.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet Niederwinkling liegt in einer Randterasse des Donautales, der sogenannten Niederwinklinger Randbucht. Daneben gehören auch Ausläufer des Bayerischen Waldes (der Welchenberg) dazu. Die Gemeinde liegt somit zwischen "Gäu" (Gäuboden) und "Woid" (Bayerischer Wald). Eine andere Bezeichnung für Teile des Gemeindegebietes ist "Heiwisch". Die Gemeinde gehört zur Planungsregion Donau-Wald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Niederwinkling hat 34 amtlich benannte Ortsteile:[2]

Es gibt die Gemarkungen Niederwinkling und Waltendorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Niederwinkling gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Mitterfels des Kurfürstentums und späteren Königreichs Bayern. Das Kloster Metten besaß hier eine offene Hofmark. 1818 entstand die Gemeinde Niederwinkling. Die für das Gemeindegebiet zuständige Pfarrei nannte sich dagegen Oberwinkling. 1908 bis 1910 wurde in der Mitte der beiden Orte eine große Pfarrkirche errichtet, die beiden Orte wuchsen weitgehend zusammen. Im Zuge der Gebietsreform wurde die Gemeinde Waltendorf und mit Welchenberg ein Teil der früheren Gemeinde Pfelling eingegliedert.

Welchenberg ist ein alter Adelssitz. Kleine Reste des ehemaligen Schlosses, einer "arx perelegans in monte" (Originalzitat Wening) sind auf dem "Schlossberg" noch zu finden. Erstmals urkundlich erwähnt wird Welchenberg im Jahre 750 n.Chr., da das Benediktinerkloster Niederalteich hier Weinberge besaß. Um 1100 sind die Welchenberger bezeugt, deren Geschlecht wohl im 14. Jahrhundert ausgestorben ist. Von da an gab es wechselnde Eigentümer der Hofmark Welchenberg. Von 1658 bestimmten die Benediktiner aus Oberalteich die Geschichte des Ortes, die ein Priorat errichteten. Die letzte Adelige, Katharina von Pürching, hatte, kinderlos verstorben, die Hofmark dem Kloster vermacht. Schon im selben Jahr bauten sie an der heutigen Staatsstraße eine "Hoftaverne" mit Brauerei. Die Säkularisation brachte weltliche Besitzer. Das für dörfliche Verhältnisse große und stattliche Brauhaus gibt es noch und beherbergt heute den bekannten Landgasthof Buchner. Das Schloss aber, wohl schon von den Patres nicht mehr recht gepflegt, da auf dem Berg gelegen und daher mühsam zu erreichen, verfiel allmählich. Recht schön auf einem Absatz des Schlossberges über der Donauebene gelegen ist die Kirche St. Mauritius aus der Zeit des Frühbarock.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurde Waltendorf eingemeindet.[3] Am 1. Januar 1978 folgte mit Welchenberg und drei weiteren kleineren Weilern der östliche Teil der ehemaligen Gemeinde Pfelling.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1.459 Einwohner
  • 1970: 1.634 Einwohner
  • 1987: 1.759 Einwohner
  • 2000: 2.038 Einwohner
  • 2007: 2.455 Einwohner
  • 2011: 2.589 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Ludwig Waas (Freie Wähler).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1078 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 369 T€.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Niederwinkling

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 500 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 56 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 699. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 97 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1963 ha, davon waren 1461 ha Ackerfläche und 502 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 68 Kindergartenplätze mit 65 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 9 Lehrern und 157 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Hans Körnig, deutscher Maler und Grafiker (* 22. Juni 1905 in Flöha; † 14. Oktober 1989 in Niederwinkling)
  • Hans-Jürgen Buchner, deutscher Musiker, Komponist von Filmmusik und der Kopf der niederbayerischen Gruppe Haindling (* 27. Dezember 1944 in Bernau bei Berlin), verbrachte seine Jugend im niederbayrischen Welchenberg (Gemeinde Niederwinkling)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111225/182146&attr=OBJ&val=845
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 437.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 632.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Niederwinkling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien