Superman in anderen Medien

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Diese Seite gibt eine Übersicht, in welcher Form Superman in anderen Medien auftritt bzw. dargestellt wird, insbesondere in Filmen bzw. Serien für Kino, Fernsehen und Radio, aber auch in Videospielen. Superman gilt als Superheld zudem als eine Ikone der Pop-Kultur, die auch in die moderne Kunst (z. B. Andy Warhol) sowie in die Musik Eingang gefunden hat.

Superman-Logo

Überblick[Bearbeiten]

Kirk Alyn, der erste Superman-Darsteller
George Reeves, Darsteller Supermans in Superman and the Mole Men
Christopher Reeve verkörperte Superman in der Superman-Erfolgsreihe
Dean Cain, Darsteller Supermans in der Serie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark
Brandon Routh, Darsteller Supermans in Superman Returns
Tom Welling, Darsteller Clark Kents in Smallville

Superman wurde ein so großer Erfolg, dass er außer in mehreren Comicserien auch in Hörspielserien (The Adventures of Superman), Filmen, Zeichentrickserien und Computerspielen auftrat. Laut dem Guinness-Buch der Rekorde ist Superman damit der am häufigsten im Fernsehen dargestellte Superheld. Aus der Serie sind mehrere andere Superhelden hervorgegangen, vor allem Superboy, Supergirl und Steel, welche auch Verfilmungen erhielten.

1986 modernisierte Comicautor John Byrne den Mann aus Stahl, indem er ihn gleichsam neu erschuf. Superman wurde vieler Kräfte beraubt und menschlicher gemacht. Seit dieser „Byrne Revamp” genannten, tiefgreifenden Veränderung Supermans wird Clark Kent als der eigentliche Charakter angesehen, Superman dagegen als seine Geheimidentität: „Clark ist das, was ich bin – Superman ist das, was ich tun kann” (Fernsehserie Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark). Byrne ging es darum, den Helden zu vermenschlichen und so für den Leser greifbarer zu machen. Im Zuge des Films Superman Returns kam es vermehrt zu gegenteiligen Darstellungen, die wieder Superman als den eigentlichen Charakter und Clark Kent als die Verkleidung in den Fokus rückten.

Film und Rundfunk[Bearbeiten]

Nach der Zeichentrickserie von 1941 kam Superman erstmals 1948 mit realen Schauspielern als Serial Superman in die amerikanischen Kinos. In 15 Episoden, jede endend mit einem Cliffhanger, mit insgesamt 244 Minuten Spielzeit kämpfte Hauptdarsteller Kirk Alyn als erster Darsteller des „Mannes aus Stahl“ gegen die Bösen der Welt. Trotz der wenig überzeugenden Flugszenen wird das Serial wegen seiner interessant erzählten Geschichte als eines der besten bezeichnet. Seine Rolle wiederholte Alyn in dem Serial Atom Man vs. Superman (1950) in ebenfalls 15 Episoden mit 252 Minuten Spielzeit. Im Jahr 1951 folgte der Film Superman and the Mole Men der als Pilot für die Fernsehserie Adventures of Superman (1952–1958) diente. In dieser wurde Superman von George Reeves gespielt.

Im Jahre 1978 kam nach langjähriger Produktionszeit der Film Superman in die Kinos. Der Regisseur Richard Donner setzte viele bekannte Schauspieler wie Marlon Brando oder Gene Hackman ein, doch in der Hauptrolle flog der Newcomer Christopher Reeve mit rotem Cape und mit – in damaliger Zeit – revolutionären Spezialeffekten über die Leinwand. Bis heute zählen einige der Flugszenen aus diesem Film zu den besten. Nicht umsonst stand auf den Filmplakaten vor den Kinos „Sie werden glauben, dass der Mensch fliegen kann!“. In einer Szene während der Eisenbahnfahrt spielte der erste „Superman“ Kirk Alyn eine kleine Nebenrolle als Vater von Lois Lane.

Der Autor Mario Puzo hatte so viel Stoff geliefert, dass es für einen zweiten Teil reichte, welcher kurz darauf (1980) ebenfalls für hohe Besucherzahlen in den Kinos sorgte (Superman II – Allein gegen alle). Danach folgten noch zwei Fortsetzungen mit Christopher Reeve, Superman III – Der stählerne Blitz (1983) und Superman IV – Die Welt am Abgrund (1987), die aber mit der Geschichte der Vorgänger nicht mehr viel gemeinsam hatten. Nach den schlechten Einspielergebnissen von Superman IV wurde die Serie beendet. Erst im Jahr 2006 gelang es dem Filmstudio Warner Bros. mit Regisseur Bryan Singer eine weitere Fortsetzung zu inszenieren, die sich wieder an den ersten beiden Filmen orientierte. Für Superman Returns erhielt der bis dahin unbekannte US-amerikanische Seriendarsteller Brandon Routh die Titelrolle.

Die Produzenten der ersten drei Christopher-Reeve-Filme brachten 1988 eine Superboy-Serie heraus, die sich mit den Jugendabenteuern des Superhelden beschäftigen. Die Serie war ein Erfolg, wurde aber 1992 zugunsten einer anderen Superman-Realserie eingestellt: Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark beschäftigt sich mehr mit der Beziehung zwischen Lois Lane und Clark Kent als den Superheldenabenteuern und übersetzt den Superman-Mythos in eine romantische Komödie. Die Serie war in den ersten drei Staffeln ein großer Erfolg. Nachdem aber Lois und Clark geheiratet hatten, hatte die Serie ihre innere Spannung verloren, die vierte Staffel floppte und bedeutete das Ende der Serie.

2001 startete die Serie Smallville, die sich mit den Jugendjahren Clark Kents beschäftigte bevor er Superman wurde. Seine Kräfte entwickeln sich erst im Laufe der Serie, Clark trägt zunächst kein Kostüm und die Serie beschäftigt sich im Verlauf der ersten Staffeln mehr damit, wie Clark erwachsen wird und die alltäglichen Sorgen eines Teenagers mit seinem großen Schicksal vereinbaren muss. Später zieht Clark Kent nach Metropolis und beginnt seine Arbeit als Reporter an der Seite von Lois Lane, mit der er sich in der letzten Staffel verlobt. Die Serie beläuft sich auf zehn Staffeln - ein Rekord im amerikanischen Fernsehen für eine Science-Fiction- bzw. Fantasy-Serie. Im Jahr 2011 wurde die Reihe abgeschlossen.

Als Mitglied der Justice League of America ist Superman zudem in deren Filmen (z. B. Die Liga der Gerechten), sowie in Filmen weiterer Helden wie Batman (z. B. Batman of the Future) zu sehen.

Kinofilme[Bearbeiten]

Produktionsjahr Deutscher Titel Originaltitel Regisseur Titelrolle Anmerkung
1948 Im Netz der Schwarzen Spinne/Tod der Schwarzen Spinne Superman Spencer Gordon Bennet, Thomas Carr Kirk Alyn Erster Realfilm Supermans
1950 nicht in Deutschland veröffentlicht Atom Man vs. Superman Spencer Gordon Bennet Kirk Alyn
1951 nur in englisch mit deutschen Untertiteln in Superman Ultimate Collection auf DVD/BD Superman and the Mole Men Lee Sholem George Reeves
1978 Superman Superman Richard Donner Christopher Reeve Beginn einer Kinofilm-Serie
1980 Superman II – Allein gegen alle Superman II Richard Lester, Richard Donner (ohne Nennung) Christopher Reeve
1983 Superman III – Der stählerne Blitz Superman III Richard Lester Christopher Reeve
1987 Superman IV – Die Welt am Abgrund Superman IV – The Quest for Peace Sidney J. Furie Christopher Reeve
2006 Superman Returns Superman Returns Bryan Singer Brandon Routh Superman Returns knüpft an die Ereignisse aus Superman II – Allein gegen alle an
2013[1] Man of Steel Man of Steel Zack Snyder Henry Cavill Beginn einer neuen Kinofilm-Serie

Trickfilme[Bearbeiten]

Pilotfilme[Bearbeiten]

Folgende Filme waren als Start einer Serie gedacht, wurden aber nie fortgesetzt:

Realserien[Bearbeiten]

Trickserien[Bearbeiten]

Radioserien[Bearbeiten]

Verfilmungen von Ablegern[Bearbeiten]

Gelegentlich wurden Ableger der Superman-Serien verfilmt (Filme und Serien zu Superboy sind unter Superman geführt):

TV-Specials[Bearbeiten]

Videospiele[Bearbeiten]

Das erste Superman-Lizenzspiel erschien im Jahr 1978 unter dem Titel Superman für das Atari 2600. Superman wurde von dem US-amerikanischen Entwickler Midway Games entwickelt und war ein Action-Adventure, das aus der Side-Scroller Perspektive gesteuert wurde. Aufgrund einer mäßigen Lokalisierung entstanden einige grammatikalische Fehler im Spiel. Im Jahr 1987 erschien das Jump'n Run Superman für das Nintendo Entertainment System. Im Spiel wird Clark Kent durch unzählige Missionen gesteuert und es müssen die vorhandenen Attacken gegen Gegner eingesetzt werden.

Bis 1994 erschienen vier weitere Superman-Lizenzspiele für unterschiedliche Konsolen (u. a. Superman: The Man of Steel für das Sega Master System). Im Jahr 1994 veröffentlichte SunSoft das Actionspiel The Death and Return of Superman für Super Nintendo. Das Spielprinzip ähnelt der Final-Fight-Reihe, da der Spieler einen von fünf auswählbaren Charakteren (Superman, Steel, Eradicator, Cyborg oder Superboy) durch die Side-Scroller Perspektive steuert und dabei Gegner bekämpft.

Im Jahr 1999 veröffentlichte der französische Publisher Titus Software das Actionspiel Superman 64 für das Nintendo 64. Dieses Spiel besitzt in der Videospiel-Branche einen populären Status, da es von vielen Magazinen und Internetseiten zum schlechtesten Spiel aller Zeiten gewählt wurde. Superman 64 belegte in der Electronic Gaming Monthly, ein Videospiel-Magazin in den USA, Platz 7.

Seit 2002 ist der französische Publisher Atari für die Videospiel-Umsetzung der Supermanlizenz verantwortlich. Im Jahr 2002 erschienen zwei Superman-Lizenzspiele für Konsolen: Superman: Man of Steel für die Xbox und Superman: Shadow of Apokolips für die PlayStation 2. Superman: Shadow of Apokolips zählt aufgrund der Cel Shading Grafik und des Missionsdesigns zu den beliebtesten Superman-Videospielen.

Im Dezember 2006 erschien Superman Returns, das offizielle Spiel zum Kinofilm, für Xbox 360, PlayStation 2 und Nintendo DS.

Titel Erscheinungsdatum Plattform(en) Herausgeber
Superman 1978 Atari 2600 Atari
Superman: The Game 1985 Commodore 64 First Star Software
Superman 1987 Nintendo Entertainment System Kemco
Superman 1988 Arcade-Spiel Taito
Superman: Man of Steel 1988 Commodore 64 Tynesoft
Superman: The Man of Steel 1992 Sega Master System, Sega Mega Drive Virgin Interactive
Superman 1992 Sega Mega Drive SunSoft
The Death and Return of Superman 1994/1995 Super Nintendo, Sega Mega Drive SunSoft
Justice League Task Force 1995 Super Nintendo, Sega Mega Drive Acclaim
The Multipath Adventures of Superman: Menace of Metallo 1999 Windows 95 Brilliant Digital
Superman 64 1999 Nintendo 64 Titus Software
Superman 2000 PlayStation Titus Software
Justice League: Injustice for All 2002 Game Boy Advance Midway Games
Superman: Man of Steel 2002 Xbox Atari
Superman: Shadow of Apokolips 2002/2003 PlayStation 2, GameCube Atari
Superman: Countdown to Apokolips 2003 Game Boy Advance Atari
Justice League: Chronicles 2003 Game Boy Advance Midway
Justice League Heroes 2006 Game Boy Advance, Playstation2, PSP, DS, XBOX, Eidos
Superman Returns 2006 Xbox 360, PlayStation 2, Nintendo DS Electronic Arts

Musik[Bearbeiten]

Es gibt verschiedene Lieder, die nach der Figur benannt sind oder von ihr handeln, darunter jeweils mit Superman betitelte Lieder von den Kinks, Eminem (siehe Superman (Lied)), Ronan Keating, Lazlo Bane (benutzt als Titelmelodie die der Serie Scrubs – Die Anfänger), Pierre Medor, Shawn Desman, Daniel Küblböck, Skee-Lo und D'Mile, O Superman von Laurie Anderson, ein My Superman-Lied aus dem Album „Awake and Breathe“ der britischen Mädchengruppe B-Witched, ein To be Superman-Lied von Pam'n'Pat, die von Superman handelnden Lieder Kryptonite (Superman) aus dem Debüt-Album „The Better Life“ von den 3 Doors Down oder Super-Duper-Man aus dem Album „Fantastic“ der Dänischen Gruppe Toy-Box, sowie das Lied Kryptonit des deutschen Rappers MC Basstard aus dem Album „Zwiespalt (Schwarz)“. 1979 hatte Luisa Fernandez mit „We All Love You Superman“ einen großen Hit, davon gab es auch eine italienische Version mit dem Titel „Sei Il Piu' Forte Superman“.

Zudem benannte sich die indonesische Punk-Rock-Band Superman Is Dead nach dem Helden bzw. dessen Tod.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IMdB zu Superman: Man of Steel