Daniel Küblböck

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Daniel Küblböck 2009

Daniel Dominik Kaiser-Küblböck[1] (* 27. August 1985 in Hutthurm, Bayern) ist ein deutscher Popsänger, der durch die RTL-Castingshow Deutschland sucht den Superstar (DSDS) bekannt wurde. Die ersten Titel erschienen unter dem Namen Daniel K.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Deutschland sucht den Superstar[Bearbeiten]

Nach dem Hauptschulabschluss begann Küblböck, der deutsche und italienische Vorfahren hat, im September 2001 eine Ausbildung zum Kinderpfleger an der Berufsfachschule Pfarrkirchen, in deren Rahmen er ein Praktikum in einem Kindergarten in Eggenfelden absolvierte. Ende 2002/Anfang 2003 nahm er an der RTL-Show Deutschland sucht den Superstar teil. Sein Auftreten bescherte ihm während der Laufzeit der Show schnell das Interesse vieler Zuschauer und der Medien. Besonders die Bild-Zeitung räumte dem „schrägen Vogel“ Küblböck mehr Platz ein als jedem anderen Kandidaten. Auch deswegen wurden ihm nicht selten Gewinnchancen eingeräumt. Er schied schließlich in der vorletzten Sendung aus und belegte den 3. Platz hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann. Mit der Single You Drive Me Crazy (produziert von Dieter Bohlen) kam Küblböck an die Spitze der CD-Charts in Deutschland und Thailand.

Nach seinem Ausscheiden bei Deutschland sucht den Superstar am 1. März 2003 war Küblböck für mehr als ein Jahr dauerhaft in den deutschen Medien präsent. Es folgten unter anderem ein Gastauftritt in der 200. Folge der Fernsehserie St. Angela und ein Werbespot für eine Molkerei. Im Juni 2003 erschien Küblböcks erstes Album Positive Energie und Ende September 2003 bei Bertelsmann seine Autobiografie Ich lebe meine Töne, die er gemeinsam mit der Journalistin Julia Boenisch verfasst hatte. Das Buch, das er für eine Hörbuchversion auch selbst sprach, erreichte Platz drei in der Spiegel-Bestsellerliste. 2003 bestritt Küblböck zudem über 20 Konzerte. Insgesamt hatte er über 50 Auftritte, darunter mehrere Unplugged-Konzerte im Dezember 2004 und Februar 2005.

Medienpräsenz 2004/05[Bearbeiten]

Anfang 2004 war Daniel Küblböck erneut in einer regelmäßigen Fernsehshow zu sehen, als er an der ersten Staffel der RTL-Fernsehsendung Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! teilnahm.[2]

Am 24. Februar 2004 verursachte Daniel Küblböck, der zu diesem Zeitpunkt noch keinen Führerschein besaß, bei Pfarrkirchen in Niederbayern einen Unfall, bei dem das Auto, in dem er und zwei Bekannte saßen, mit einem Gurkenlaster zusammenstieß. Küblböck überlebte den Unfall schwer verletzt. Im Urteil vom 23. Juni 2004 wurde Küblböck schließlich zu einer Geldstrafe von 25.000 Euro sowie zu acht Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Seit September 2004 besitzt Daniel Küblböck den Führerschein.

Im gleichen Jahr drehte Küblböck den halbdokumentarischen Film Daniel – Der Zauberer, der im August 2004 in die Kinos kam. Der Film markierte den vorläufigen Endpunkt von Küblböcks starker Medienpräsenz. Ein von Küblböck im Vorfeld der Filmpremiere für Oktober 2004 angekündigtes zweites Album wurde verschoben und erschien erst im November 2005. Stattdessen veröffentlichte er gemeinsam mit drei anderen DSDS-Teilnehmern unter dem Namen 4 United die Single Don't Close Your Eyes sowie eine DVD zu seiner Positive-Energie-Tournee 2003. Beides erschien Ende 2004.

Im Januar 2005 erschien der Comic Super-Dan, in dem Küblböck Abenteuer als Superheld bestehen muss. Die Serie wurde jedoch schon im März 2005 wieder eingestellt – nach offizieller Darstellung wegen rechtlicher Probleme.

Vom 4. bis 11. September 2005 wohnte Daniel Küblböck im Big-Brother-Dorf.

Im Oktober 2005 gelang Küblböck mit der Single König von Deutschland wieder der Sprung in die deutschen Charts, im November erschien das Album Liebe Nation. Mit diesen Veröffentlichungen schlossen sich Küblböcks Produzenten dem Trend zu Popmusik mit deutschsprachigen Texten an. Den veränderten Stil sollte auch das Motto einer Mini-Promo-Tour im November mit dem Titel Ich hass mich unterstreichen.

Imagewandel ab 2007[Bearbeiten]

Daniel Küblböck, 2011

Im Juni 2007 schaffte Küblböck es mit Born in Bavaria, einer Single im Countrystil, wieder in die deutschen Charts auf Platz 54. Sein erstes Jazzprogramm veröffentlichte er am 14. Juli 2007 als DVD Jazz-Night in Stuttgart und stellte diese auch im Nürnberger Kino Cinecittà als Premiere vor.

Im Jahr 2008 veranstaltete er mit einer Aktion unter dem Motto „Liebe positiv – Bleib negativ“ eine Benefiz-Gala am City Airport Mannheim zu Gunsten der Deutschen AIDS-Stiftung. Unter dem Motto „Daniel Küblböck & Friends“ moderierte er die Veranstaltung und trat neben Juliette Schoppmann, Claus Eisenmann sowie der Newcomerband „Radio Caroline“ selbst auf. Im September 2008 startete er eine neue Tour „Jazz meets Blues… wenn zwei sich verlieben“. Wie auch schon auf seiner „Back to the Roots“-Tour im Jahr 2007, zu der am 4. Oktober die DVD-Premiere im Cinecittà Nürnberg anstand, war er wieder in ganz Deutschland zu sehen.

Im Jahr 2010 veröffentlichte Küblböck die Single Bodenmais [moachts eich auf] in Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen Urlaubsort im Bayrischen Wald sowie sein neues Album Schrebergarten, auf dem er deutschsprachigen Jazz, Rock und Pop präsentiert. Beide Alben wurden von Marco Breitenstein produziert und sind unter dem Label Küblböck Records von Daniel Küblböck erschienen. Am 9. Dezember 2011 trat er mit dem Titel You Drive Me Crazy bei Die ultimative Chartshow auf. Am 8. August 2010 war Küblböck beim Fernsehsender VOX in der Sendereihe Das perfekte Promi-Dinner als einer von vier Gastgebern vertreten. Seine Positive Energie GmbH produzierte die Küblböck Talk Night, welche zweimal in 2010 und einmal 2011 stattfand und via Internet ausgestrahlt wurde. Im Rahmen der Rheingauer Weinbühne moderiert Küblböck seit November 2011 zweimal pro Saison die Talkshow Daniels Bistro in der Brentanoscheune in Oestrich-Winkel.

2011 wurde er in Form einer Erwachsenenadoption gem. §1767 BGB von der 70-jährigen Immobilien-Millionärin Kerstin Elisabeth Kaiser adoptiert[1], im Juni 2012 wurden im Handelsregister die Änderungen der Personendaten von Daniel Küblböck auf Daniel Kaiser-Küblböck bekannt gemacht.[3] Am 3. Januar 2013 wurde Küblböcks Bruder Michael mutmaßlich nach einer Überdosis Drogen tot in seiner Berliner Wohnung aufgefunden.[4] Die beiden Brüder hatten zuvor seit Jahren keinen Kontakt mehr gehabt, nachdem Michael nach mehreren Vorstrafen wegen schwerer Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in Haft gesessen hatte, drogenabhängig und mit einem neonazistischen Hintergrund in Verbindung gebracht worden war.[4]

Heute lebt Küblböck auf Mallorca und in Berlin, zuvor hatte er drei Jahre in Nürnberg und anschließend in Wiesbaden gelebt. Seit November 2013 ist seine Vermarktungsfirma, die Positive Energie GmbH im Handelsregister gelöscht. Musikalisch ist Küblböck mittlerweile dem Jazz zugetan, möchte sich aber auf keine Musikrichtung festlegen. Auf seinem aktuellen Album finden sich neben deutschen Chansons spanische Latin-Pop-Songs.

Seine Konzerte – 10 bis 12 im Jahr – finden inzwischen überwiegend in Kleinkunsttheatern oder Jugendzentren vor 100 bis 200 Zuschauern statt. Die dargebotenen Programme bestehen überwiegend aus aktuellen Coverversionen, Klassikern und nur noch wenigen eigenen Titeln.

2013 trat er unter dem Namen Daniel Kaiser auf und veröffentlichte die Single Be a man, die mit einem weiteren Imagewechsel verbunden sein sollte. Mit diesem Titel bewarb er sich für die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen. Er wurde jedoch von der Jury des Norddeutschen Rundfunks abgelehnt mit der Begründung, dass der Titel nicht ESC-tauglich sei. Ein weiterer Versuch Küblböcks, per Youtube-Video eine Wildcard für die deutsche Vorauswahlsendung zu ergattern, scheiterte ebenfalls. Dies gab Thomas Schreiber, ARD-Unterhaltungskoordinator und ESC-Verantwortlicher beim NDR, am 25. Januar 2014 beim Treffen des OGAE Germany e. V. in München bekannt.[5]

Auftritte bei DSDS[Bearbeiten]

Mottoshow (Datum) Lied Originalinterpret Platzierung
Mein Superstar (21. Dezember 2002) Another Day in Paradise Phil Collins 2/10 mit 24,7 %
Lovesongs (28. Dezember 2002) Unchained Melody Righteous Brothers 2/9 mit 28,2 %
Hits 2002 (4. Januar 2003) Everytime The Flames 1/7 mit 27,4 %
Musical (11. Januar 2003) Tragedy Bee Gees 2/7 mit 21,1 %
Die 80er (18. Januar 2003) 99 Luftballons Nena 1/6 mit 38,5 %
Big Band (1. Februar 2003) My Way Frank Sinatra 1/5 mit 35,8 %
Disco (8. Februar 2003) Dancing Queen ABBA 3/4 mit 24,4 %
Night Fever Bee Gees
Filmhits (1. März 2003) Pretty Woman Roy Orbison 3/3 mit 27,5 %
Born to Be Wild Steppenwolf

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[6] Anmerkungen
DE AT CH
2003 Positive Energie 2
(11 Wo.)
11
(12 Wo.)
13
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. Juni 2003
2005 Liebe Nation 54
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. November 2005
2009 Jazz Meets Blues… wenn zwei sich verlieben Erstveröffentlichung: 9. November 2009
Leise rieselt der Schnee Erstveröffentlichung: 28. November 2009
2010 Schrebergarten Erstveröffentlichung: 4. September 2010
2012 Diez años Kúblbóck - Ich versteh’ nur Spanisch Erstveröffentlichung: 28. September 2012

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten]

Gastauftritte

Daneben wurden Szenen mit Küblböck in verschiedenen weiteren Filmen eingespielt, u. a. in Der Wixxer (2004).

Kinofilme

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Daniel Küblböck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Darum adoptierte ihn die Millionärin. bunte.de, 2. Januar 2013, abgerufen am 6. Januar 2013.
  2. Deutschlandradio
  3. Amtsgericht München, Aktenzeichen HRB 176788 vom 13. Juni 2012
  4. a b stj: „Ich bin traurig“: Drogenprobleme: Daniel Küblböcks Bruder gestorben. Focus, 4. Januar 2013
  5. News vom 27. Januar 2014 eurovision.de
  6. Chartquellen: DE AT CH Die Veröffentlichungen unter dem eigenen Label Küblböck Records gehen nicht in die Chartzählung von Medica Control ein.