Vedad Ibišević
| Vedad Ibišević | ||
Vedad Ibišević bei seinem ersten VfB-Training |
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| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 6. August 1984 | |
| Geburtsort | Vlasenica, SFR Jugoslawien | |
| Größe | 188 cm | |
| Position | Sturm | |
| Vereine in der Jugend | ||
2000–2001 2001–2003 |
Proleter Slacinovići Zmaj od Bosne FC Baden Saint Louis University |
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| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 2003 2004 2004–2005 2005–2006 2006–2007 2007–2012 2012– |
St. Louis Strikers Chicago Fire Premier Paris Saint-Germain Dijon FCO Alemannia Aachen TSG 1899 Hoffenheim VfB Stuttgart |
22 (18) 3 (3) 4 (0) 33 (10) 24 (6) 123 (48) 45 (23) |
| Nationalmannschaft2 | ||
| 2007– | Bosnien-Herzegowina | 43 (16) |
| 1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. Stand: Saisonende 2012/13 2 Stand: 23. März 2013 |
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Vedad Ibišević [ˈʋɛdad ˈibiːʃɛʋitɕ] (* 6. August 1984 in Vlasenica, SFR Jugoslawien) ist ein bosnisch-herzegowinischer Fußballspieler, der beim VfB Stuttgart spielt. Neben der bosnischen besitzt Ibišević die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Leben [Bearbeiten]
Jugend in Bosnien-Herzegowina und der Schweiz [Bearbeiten]
Vedad Ibišević wurde im ostbosnischen Vlasenica geboren, wo er auch seine Schulausbildung begann. Mit Beginn des Bosnienkrieges zog die bosniakisch geprägte Familie Ibiševićs in das von Bosniaken bewohnte Tuzla, wo er im dortigen Vorortklub Proleter Slacinovići begann, Fußball zu trainieren. Von dort ging er zur Jugendmannschaft des damaligen bosnischen Erstligaklubs Zmaj od Bosne in Tuzla. Während dieser Zeit spielte er auch erstmals für die Junioren-Fußballnationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina.
Auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Bedingungen nach dem Bosnienkrieg, aber auch um ihrem Sohn die weitere fußballerische Entwicklung zu ermöglichen, die in Bosnien und Herzegowina an ihre Grenzen stieß, zog die Familie von Ibišević im Jahr 2000 in die Schweiz. Dort begann er mit dem Training beim FC Baden. Doch bereits nach 10 Monaten zog die Familie weiter zu Verwandten nach St. Louis in den USA, da sie in der Schweiz keine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis erhielt.[2]
Fußballerische Anfänge in den USA [Bearbeiten]
In St. Louis wurde er zu einem der besten Jugendspieler in der Region und 2002 wurde er im Soccer America Magazine als einer der besten Nachwuchsspieler der USA ausgezeichnet. Während seiner Schulzeit spielte er für die Roosevelt High School. Anschließend schloss sich Vedad Ibišević der Fußballmannschaft der Saint Louis University an, wo er sich erfolgreich als Stürmer positionieren konnte. Neben dem College spielte er noch in der USL Premier Development League für die St. Louis Strikers und für das Nachwuchsteam von Chicago Fire.
Wechsel nach Europa [Bearbeiten]
Bei einem Länderspiel der bosnischen Juniorennationalmannschaft gegen Mazedonien wurden mehrere Talentscouts, darunter die französische Fußballlegende Michel Platini auf Ibišević aufmerksam. So gelangte er 2004 zu Paris St. Germain, von wo er ein Jahr später zu Dijon FCO wechselte. 2006 schloss sich Ibišević Alemannia Aachen an.
Im März 2007 gelang dem damals 22-jährigen Spieler der Sprung in die bosnische A-Nationalmannschaft. Gegen Norwegen spielte er 90 Minuten durch. Sein bisher erfolgreichstes Länderspiel war das Spiel gegen Slowenien am 19. November 2008 in Maribor, das Bosnien und Herzegowina 4:3 gewann und bei dem Ibišević zwei Tore erzielte.
Karriere in Deutschland [Bearbeiten]
1899 Hoffenheim [Bearbeiten]
Im Juni 2007 wechselte er für eine Ablösesumme von 1,2 Millionen Euro zum damaligen Zweitligisten TSG Hoffenheim. In der folgenden Saison 2007/08 konnte er allerdings die in ihn gesetzten Erwartungen nicht voll erfüllen und musste häufig den ebenfalls neu in die Mannschaft gekommenen Spielern Chinedu Obasi und Demba Ba den Vortritt bei der Mannschaftsaufstellung lassen. Mit dem Aufstieg der Mannschaft in die (erste) Fußball-Bundesliga verbesserten sich zu Beginn der Saison 2008/09 die Leistungen Ibiševićs erheblich. Am ersten Spieltag der Saison erzielte Ibišević beim 3:0-Sieg bei Energie Cottbus in der 18. Minute den ersten Bundesligatreffer der TSG Hoffenheim. Durch den Einsatz von Chinedu Obasi bei der nigerianischen Fußballnationalmannschaft im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 2008 wurde er dabei auch von Anfang an aufgestellt. So gelangen ihm in der Hinrunde der Bundesliga-Saison 2008/09 18 Tore für den Bundesliganeuling. Er konnte sich damit an der Spitze der Torschützenliste festsetzen, womit er auch einen maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die TSG 1899 Hoffenheim den inoffiziellen Titel des „Herbstmeisters“ erringen konnte.
Im Oktober 2008 wurde Ibišević zum Fußballer des Monats gewählt, nachdem er bereits im September und August 2008 nominiert war. Im November 2008 erreichte er bei dieser Wahl den zweiten Platz. In der Kicker-Rangliste der besten Fußballer wurde Ibišević nach der Hinrunde 2008/09 in die Kategorie „Weltklasse“ eingeordnet,[3] eine Auszeichnung, die nur selten vergeben wird. Bei einer Internetumfrage des Portals sport.ba wurde er mit 69 % der Stimmen als Bester Fußballer Bosnien-Herzegowinas 2008 gewählt.[4]
Im Freundschaftsspiel gegen den Hamburger SV am 14. Januar 2009 riss sich Vedad Ibišević das vordere Kreuzband des rechten Knies,[5][6] weshalb er nach einer Operation in der Heidelberger Klinik Sankt Elisabeth für die Rückrunde der Saison 2008/09 ausfiel.[7] Erst Ende Mai 2009 konnte er wieder mit dem Training beginnen. Zur gleichen Zeit verlängerte er seinen Vertrag bei der TSG 1899 Hoffenheim bis zum 30. Juni 2013.[8] Das erste Pflichtspiel nach seiner Verletzung absolvierte er in der ersten Runde des DFB-Pokal 2009/10 gegen den FC Oberneuland am 2. August 2009.
In der Bundesliga-Saison 2009/10 erzielte er am 7. Spieltag gegen Hertha BSC einen Hattrick innerhalb von 20 Minuten (Endstand: 5:1) und damit die ersten Bundesliga-Treffer nach seiner Verletzung. Am Ende der Spielzeit war er mit zwölf Saisontreffern erneut bester Torschütze seines Teams.
VfB Stuttgart [Bearbeiten]
In der Winterpause 2012 wurde Ibišević vom VfB Stuttgart verpflichtet.[9] Bereits am 29. Januar 2012 debütierte er im Heimspiel des VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach. Am 11. Februar 2012 leitete Ibišević mit seinem ersten Pflichtspieltor für die Schwaben den 5:0-Heimsieg des VfB Stuttgart gegen Hertha BSC ein und bereitete ein weiteres für seinen Mitspieler Martin Harnik vor. Am 16. März 2012 erzielte er beim Stuttgarter 2:1-Auswärtssieg gegen die TSG Hoffenheim seinen ersten Doppelpack für den VfB. Beim 2:0 gegen FK Dynamo Moskau in der Europa League-Qualifikation am 22. August 2012 erzielte er beide Tore. Mit seinem zwischenzeitlichen Führungstreffer beim 1:1-Unentschieden im Rückspiel am 28. August 2012 sorgte der für den Einzug des VfB in die Gruppenphase der Europa League.[10] Beim 3:1-Heimsieg gegen den FC Schalke 04 am 8. Dezember 2012 erzielte Ibišević zum ersten Mal in seiner Stuttgarter Zeit drei Treffer in einem Spiel.
Nationalmannschaft [Bearbeiten]
Sein Debüt in der bosnischen A-Nationalmannschaft gab Ibišević am 24. März 2007 beim 2:1-Sieg gegen Norwegen. In der Qualifikation zur WM 2010 und EM 2012 scheiterte er mit der Nationalmannschaft jeweils in der letzten Play-Off-Runde an Portugal.
Sonstiges [Bearbeiten]
Ibišević spricht neben der bosnischen Sprache auch Deutsch, Englisch und Französisch fließend. Aufgrund dieser Kenntnisse wurde er in seiner Zeit bei Alemannia Aachen als Übersetzer für Spieler eingesetzt, die der deutschen Sprache nicht mächtig waren.
Weblinks [Bearbeiten]
- Homepage von Ibišević
- Životna priča Vedada Ibiševića (Das Leben Vedad Ibiševićs) auf www.sportin.ba (bosnisch)
- Christian Kamp: Hoffenheims Ibisevic: Mehr als nur ein sportlicher Aufstieg. In: www.faz.net, 30. August 2008
- Jack Bell: From Bosnia to U.S. to Top of the Bundesliga. In: New York Times, 28. November 2008 (englisch)
- Vedad Ibišević in der Datenbank von Weltfussball.de
- Vedad Ibišević in der Datenbank von fussballdaten.de
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Datencenter / Fußball – Vedad Ibisevic. www.sport1.de, abgerufen am 22. Februar 2009.
- ↑ Alexander Kühn: Bundesliga-Star bekam in der Schweiz kein Asyl. In: Basler Zeitung, 28. Oktober 2008
- ↑ Das Torfestival und Vedad Ibisevic. In: Kicker-Sportmagazin, 9. Januar 2009.
- ↑ I. Babić: Ibišević vodeći sa 69 % glasova. In: SportSport.ba, 20. Dezember 2008.
- ↑ S. Flohr, M. Linnenbrügger: Herbstmeister Hoffenheim sucht Ibisevic-Ersatz. In: Welt Online, 15. Januar 2009.
- ↑ Schock! Kreuzbandriss bei Ibisevic. In: Kicker-Sportmagazin, 16. Januar 2009.
- ↑ Kreuzbandriss! Ibisevic fällt Monate aus. In: BILD Online, 16. Januar 2009
- ↑ Strachan geht, Burnley kommt, Ibisevic bleibt. Spiegel Online, 25. Mai 2009
- ↑ Der VfB verpflichtet Vedad Ibisevic. vfb.de, 25. Januar 2012.
- ↑ Ibisevic beseitigt letzte Zweifel. kicker.de, 28. August 2012.
Johan Audel | Soufian Benyamina | Arthur Boka | Cacau | Daniel Didavi | Christian Gentner | Tamás Hajnal | Martin Harnik | Raphael Holzhauser | Tim Hoogland | Vedad Ibišević | Rani Khedira | William Kvist | Felipe Lopes | Federico Macheda | Alexandru Maxim | Cristian Molinaro | Georg Niedermeier | Shinji Okazaki | Benedikt Röcker | Antonio Rüdiger | Gōtoku Sakai | Kevin Stöger | Serdar Taşçı
| Tunay Torun | Ibrahima Traoré | Sven Ulreich | André Weis | Marc Ziegler
Trainer: Bruno Labbadia
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ibišević, Vedad |
| KURZBESCHREIBUNG | bosnischer Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 6. August 1984 |
| GEBURTSORT | Vlasenica, SFR Jugoslawien |