Norwegische Fußballnationalmannschaft

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Dieser Artikel befasst sich mit der norwegischen Fußballnationalmannschaft der Männer. Für das Team der Frauen, siehe norwegische Fußballnationalmannschaft der Frauen.
Königreich Norwegen
Kongeriket Norge
Fed norvege.svg
Verband Norges Fotballforbund
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor UMBRO
Trainer Per-Mathias Høgmo
Co-Trainer Ola By Rise
Kapitän Brede Hangeland
Rekordtorschütze Jørgen Juve (33)
Rekordspieler John Arne Riise (109)
FIFA-Code NOR
FIFA-Rang 67. (500 Punkte)
(Stand: 27. November 2014)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
SchwedenSchweden Schweden 11:3 Norwegen NorwegenNorwegen
(Göteborg, Schweden; 12. Juli 1908)
Höchster Sieg
NorwegenNorwegen Norwegen 12:0 Finnland FinnlandFinnland
(Bergen, Norwegen; 28. Juni 1946)
Höchste Niederlage
DanemarkDänemark Dänemark 12:0 Norwegen NorwegenNorwegen
(Kopenhagen, Dänemark; 7. Oktober 1917)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 3 (Erste: 1938)
Beste Ergebnisse Achtelfinale, 1998
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 2000)
Beste Ergebnisse Gruppenphase, 2000
Olympische Spiele
Bronze 1936
(Stand: 6. Februar 2013)

Die norwegische Fußballnationalmannschaft ist die Männernationalmannschaft des Königreichs Norwegen. Nationaltrainer ist Per-Mathias Høgmo, der im September 2013 Egil Olsen ablöste.[2] Im Juli 2013 belegte Norwegen in der FIFA-Weltrangliste Platz 25.

Geschichte[Bearbeiten]

Der norwegische Fußballverband NFF wurde 1902 gegründet und trat im Jahr 1908 der FIFA und 1954 der UEFA bei. Bis in die 90er Jahre hinein hatte der norwegische Fußball eher eine Mitläuferrolle im internationalen Wettbewerb. Größter Erfolg war die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1936, wobei im Viertelfinale Gastgeber Deutschland besiegt werden konnte.

Erst in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1994 machte die norwegische Nationalmannschaft erstmals auf sich aufmerksam. Obwohl die Mannschaft in einer Qualifikationsgruppe mit England und den Niederlanden war, konnte sie sich völlig überraschend vorzeitig für die Endrunde qualifizieren. In den USA scheiterte Norwegen nur aufgrund der weniger erzielten Tore in der Vorrunde.

Auch für die WM 1998 konnten sich die Norweger ungeschlagen qualifizieren. Diesmal erreichte die Mannschaft dank eines 2:1-Sieges gegen Titelverteidiger Brasilien das Achtelfinale, wo gegen Italien Schluss war.

Im Jahr 2000 war Norwegen auch zum ersten Mal bei einer EM-Endrunde dabei. Aber trotz eines Auftaktsieges gegen Spanien schied die Mannschaft in der Vorrunde aus.

Sowohl in der Qualifikation zur EM 2004 als auch in der Qualifikation zur WM 2006 erreichte Norwegen jeweils den zweiten Platz in seiner Gruppe und verlor beide Male in der Relegation. Auch in der Qualifikation zur WM 2010 standen die Norweger auf dem zweiten Platz in der Gruppe 9. Als schlechtester Tabellenzweiter aller Gruppen verpasste man jedoch die Relegationsspiele.

Die Skandinavier gewannen 2008 kein einziges Spiel. Das Jahr 2009 begann hingegen mit einem überraschenden 1:0-Sieg einer ersatzgeschwächten Auswahl, in Düsseldorf, gegen den amtierenden-Vize-Europameister Deutschland.

Im August 2010 siegte Norwegen mit 1:0 gegen Frankreich; Torschütze war Erik Huseklepp. In der Qualifikation zur EM 2012 belegte Norwegen jedoch nur den dritten Platz.

Vom 22. Oktober bis 19. November 1993 stand Norwegen zusammen mit Brasilien und Italien, vom 15. März bis 19. April 1994 zusammen mit Deutschland und Brasilien auf Platz eins der FIFA Fußballweltrangliste; insgesamt für 63 Tage.

Norwegen ist zusammen mit Ungarn das einzige Land, gegen das die brasilianische Nationalmannschaft eine negative Länderspielbilanz hat (zwei Unentschieden, zwei Siege von Norwegen).

Aktueller Kader[Bearbeiten]

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Stand: 16. Oktober 2012

Nr. Pos. Spieler Einsätze Tore Verein
1 TW Rune Jarstein 25 0 DeutschlandDeutschland Hertha BSC
12 TW Espen Bugge Pettersen 7 0 NorwegenNorwegen Molde FK
22 TW Andre Hansen 0 0 NorwegenNorwegen Odd Grenland
2 AB Tom Høgli 26 1 BelgienBelgien FC Brügge
3 AB Kjetil Wæhler 31 1 DanemarkDänemark Aalborg BK
AB Vadim Demidov 16 0 DeutschlandDeutschland Eintracht Frankfurt
4 AB Ardian Gashi 8 0 NorwegenNorwegen Fredrikstad FK
5 AB Brede Hangeland (C)Kapitän der Mannschaft 80 4 EnglandEngland Fulham
6 AB John Arne Riise 108 16 EnglandEngland Fulham
14 AB Espen Ruud 26 1 DanemarkDänemark OB
23 AB Vegard Forren 4 0 NorwegenNorwegen Molde FK
7 MF Markus Henriksen 13 1 NiederlandeNiederlande AZ Alkmaar
8 MF Håvard Nordtveit 7 1 DeutschlandDeutschland Borussia Mönchengladbach
9 MF Valon Berisha 7 0 OsterreichÖsterreich FC Red Bull Salzburg
13 MF Bjørn Helge Riise 33 1 NorwegenNorwegen Lillestrøm
15 MF Magnus Wolff Eikrem 6 0 NorwegenNorwegen Molde FK
16 MF Henning Hauger 23 0 NorwegenNorwegen Lilleström SK
17 MF Jonathan Parr 7 0 EnglandEngland Crystal Palace
19 MF Ruben Yttergård Jensen 2 0 NorwegenNorwegen Tromsø
21 MF Daniel Omoya Braaten 41 2 DanemarkDänemark FC Kopenhagen
MF Alexander Tettey 14 0 EnglandEngland Norwich City
10 ST Tarik Elyounoussi 15 5 DeutschlandDeutschland TSG 1899 Hoffenheim
18 ST Joshua King 4 0 EnglandEngland Blackburn Rovers
20 ST Alexander Søderlund 9 0 NorwegenNorwegen FK Haugesund
ST Mohammed Abdellaoue 22 5 DeutschlandDeutschland VfB Stuttgart


Internationale Wettbewerbe[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Norwegen nahm bisher dreimal an den WM-Endrunden teil und traf dabei immer auf Italien.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[3] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930 Uruguay nicht teilgenommen
1934 Italien nicht teilgenommen
1938 Frankreich Achtelfinale Italien 12. Halvorsen, AsbjørnAsbjørn Halvorsen Niederlage in der Verlängerung
1950 Brasilien nicht teilgenommen
1954 Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Weltmeister Deutschland gescheitert
1958 Schweden nicht qualifiziert In der Qualifikation an Vizeweltmeister Ungarn gescheitert
1962 Chile nicht qualifiziert In der Qualifikation an der UdSSR gescheitert
1966 England nicht qualifiziert In der Qualifikation an Frankreich gescheitert
1970 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schweden gescheitert
1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an den Niederlanden gescheitert
1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation erneut an Schweden gescheitert
1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Ungarn und England gescheitert
1986 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an Dänemark und derUdSSR gescheitert
1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Jugoslawien und Schottland gescheitert
1994 USA Vorrunde Mexiko, Italien, Irland 17. Olsen, EgilEgil Olsen Gruppenletzter bei gleicher Punktzahl und gleicher Tordifferenz wie die drei Gruppengegner, aber der geringeren Anzahl von Toren.
1998 Frankreich Achtelfinale Italien 15. Olsen, EgilEgil Olsen
2002 Südkorea/Japan nicht qualifiziert In der Qualifikation an Polen und der Ukraine gescheitert, die in den Play-offs ebenfalls scheiterte
2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in den Relegationsspielen der Gruppenzweiten an Tschechien gescheitert.
2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation an den Niederlanden gescheitert und als schlechtester Gruppenzweiter ausgeschieden.
2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation traf Norwegen auf Albanien, Island, die Schweiz, Slowenien und Zypern

Europameisterschaften[Bearbeiten]

Norwegen nahm an allen EM-Qualifikationen teil, konnte sich bisher aber erst einmal für eine Endrunde qualifizieren. Bei den ersten Teilnahmen kam das Aus jeweils in der ersten Runde, danach schied die Mannschaft immer als Gruppenletzter aus. Erst in der Qualifikation für die EM 1992, als mit Rune Bratseth ein Stabilisator der Abwehr vorhanden war, konnte erstmals der dritte Platz in der Gruppe belegt werden. 2000 gelang dann erstmals die Qualifikation für die Endrunde und in den folgenden Jahren wurde die Qualifikation immer nur knapp verpasst.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1960 Frankreich nicht qualifiziert Im Achtelfinale an Österreich gescheitert, das sich auch nicht für die Endrunde qualifizieren konnte.
1964 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation am Nachbarn Schweden gescheitert, das sich auch nicht für die Endrunde qualifizieren konnte.
1968 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Bulgarien gescheitert, das sich auch nicht für die Endrunde qualifizieren konnte.
1972 Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Vierten Ungarn gescheitert.
1976 Jugoslawien nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Gastgeber und Vierten Jugoslawien gescheitert.
1980 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Vizeeuropameister Belgien gescheitert.
1984 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Jugoslawien gescheitert.
1988 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Vizeeuropameister UdSSR gescheitert.
1992 Schweden nicht qualifiziert In der Qualifikation erneut an Vizeeuropameister UdSSR gescheitert.
1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Vizeeuropameister Tschechien und den Niederlanden gescheitert.
2000 Niederlande und Belgien Vorrunde Spanien, BR Jugoslawien, Slowenien - Nach je einem Sieg, einer Niederlagen und einem Remis als Gruppendritter mit den wenigsten Gegentoren aller Teilnehmer in der Vorrunde ausgeschieden.
2004 Portugal nicht qualifiziert In den Relegationsspielen an Spanien gescheitert.
2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Griechenland und nach einer Heimniederlage am vorletzten Spieltag an der Türkei gescheitert.
2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an Dänemark und aufgrund der schlechteren Tordifferenz an Portugal gescheitert.
2016 Frankreich In der Qualifikation trifft Norwegen auf Italien, Kroatien, Bulgarien, Aserbaidschan und Malta.

Für A-Nationalmannschaften zugängliche Olympische Spiele[Bearbeiten]

1908 in London nicht teilgenommen
1912 in Stockholm nicht teilgenommen
1920 in Antwerpen Viertelfinale
1924 in Paris nicht teilgenommen
1928 in Amsterdam nicht teilgenommen
1936 in Berlin 3. Platz
1948 in London nicht teilgenommen
1952 in Helsinki Achtelfinale

Anmerkung: Die FIFA berücksichtigt im Gegensatz zum NFF die Spiele von 1952 nicht mehr.

Rekordspieler[Bearbeiten]

Der norwegische Verband berücksichtigt in seiner Statistik auch die Spiele gegen die Englische Fußballnationalmannschaft der Amateure, die von der FIFA nicht berücksichtigt werden. Die Anzahl der von der FIFA berücksichtigten Spiele ist – wenn abweichend – in Klammern angegeben. (Quellen: A-landslagsellare menn 1908-2009 (PDF; 3,7 MB), fifa.com. Hunderterclub (Stand 12. April 2013) (PDF; 56 kB), eu-football.info: PLAYERS – played for Norway national team)

Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum WM-Spiele EM-Spiele Rekordnationalspieler
01. John Arne Riise 110 16 Abwehr/Mittelfeld 2000-2013 0 0 seit 7. September 2012
02. Thorbjørn Svenssen 104 (101) 0 Abwehr 1947-1962 0 0 25. Mai 1955 bis 7. September 2012 (vom 11. bis 25. September 1955 zusammen mit Harry Boye Karlsen, als beide 57 Spiele hatten)
03. Henning Berg 100 9 Abwehr 1992–2000 7 1
04. Erik Thorstvedt 97 0 Tor 1982–1996 3 0
05. John Carew 91 24 Angriff 1998-2011 0 3
06. Brede Hangeland 87 4 Abwehr 2002- 0 0
07. Øyvind Leonhardsen 86 19 Mittelfeld 1990-2003 6 0
08. Kjetil Rekdal 83 17 Abwehr/Mittelfeld 1987-2000 7 0
09. Steffen Iversen 79 21 Angriff 1998-2011 0 3
10. Erik Mykland 78 2 Abwehr 1990-2000 6 3

Rekordtorschützen[Bearbeiten]

Jørgen Juve ist seit dem 20. Juni 1933 norwegischer Rekordtorschütze als er beim 4:2 gegen die Ungarische Amateurmannschaft mit seinem 27. Länderspieltor den Rekord von Einar Gundersen überbot.[4]

Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum WM/OL-Tore EM-Tore
01. Jørgen Juve 33 45 0,73 1928-1937 -/0
02. Einar Gundersen 26 33 0,79 1917-1928 -/2
03. Harald Hennum 25 43 0,58 1949-1960
04. John Carew 24 91 0,26 1998-2011 0
05. Tore André Flo 23 76 0,30 1995-2004 1 0
Ole Gunnar Solskjær 23 67 0,34 1995-2007 0 0
07. Gunnar Thoresen 22 64 0,34 1946-1959 -/0
08. Steffen Iversen 21 79 0,27 1999-2008 1
09. Jan Åge Fjørtoft 20 71 0,28 1986-1996 0

Weitere bekannte frühere Spieler[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste der norwegischen Fußballnationalspieler

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, November 2014. Abgerufen am 27. November 2014
  2. fifa.com: Olsen tritt ab, Högmo übernimmt
  3. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930-2010 (PDF; 200 kB)
  4. rsssf.com: Goalscoring for Norwegian National Team