Wenden (Sauerland)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wenden
Wenden (Sauerland)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wenden hervorgehoben
50.9666666666677.8666666666667411Koordinaten: 50° 58′ N, 7° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Olpe
Höhe: 411 m ü. NHN
Fläche: 72,56 km²
Einwohner: 19.572 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 270 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 57482, vorher: 5963Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 02762
Kfz-Kennzeichen: OE
Gemeindeschlüssel: 05 9 66 028
Gemeindegliederung: 30 Ortsteile bzw. Stadtbezirke
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 75
57482 Wenden
Webpräsenz: www.wenden.de
Bürgermeister: Peter Brüser (parteilos)
Lage der Gemeinde Wenden im Kreis Olpe
Rheinland-Pfalz Hochsauerlandkreis Kreis Siegen-Wittgenstein Märkischer Kreis Oberbergischer Kreis Attendorn Drolshagen Finnentrop Kirchhundem Lennestadt Olpe Wenden (Sauerland)Karte
Über dieses Bild

Wenden ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, und gehört zum Kreis Olpe im Sauerland. Es ist die südlichste Gemeinde des Sauerlandes.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Wenden liegt im Südteil des Kreises Olpe innerhalb des Naturparks Ebbegebirge. Es wird vom Bigge-Zufluss Wende durchflossen, in den innerhalb der Ortschaft der Bach Albe (von Norden) mündet. Ein paar Kilometer nordwestlich befindet sich das Autobahnkreuz „Olpe-Süd“, wo sich die A 4 und A 45 kreuzen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Altenhof, Altenwenden, Bebbingen, Brün, Büchen, Döingen, Dörnscheid, Eichertshof, Elben, Gerlingen, Girkhausen, Heid, Hillmicke, Hoffnung, Hünsborn, Huppen, Löffelberg, Möllmicke, Ottfingen, Römershagen, Rothemühle, Rothenborn, Scheiderwald, Schönau, Schwarzbruch, Trömbach, Vahlberg, Wenden, Wendenerhütte, Wilhelmstal.

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten]

Lage Wendens (grün) an der Uerdinger Linie, der Sprachgrenze zu Siegerland, Wildenburg und Bergischem Land. Laut der Wenker-Karte befindet sich die Gemeinde Wenden (außer Römershagen) nördlich der Benrather Linie, einige Ortsteile liegen jedoch südlich der Uerdinger Linie.

Die Pfarrkirche von Wenden war ursprünglich eine Filialkirche von Olpe. Das Alter des Kirchturms verweist darauf, dass das ursprüngliche Kirchengebäude im 12. Jahrhundert entstanden ist. Noch 1313 wird es als Kapelle bezeichnet. Das Patrozinium wechselte im Laufe der Zeit vom Heiligen Johannes dem Täufer auf den Heiligen Severin, weil das Besetzungsrecht beim Severinsstift in Köln lag. Wenden gehörte zum Amt Waldenburg, das der Herrschaft der Erzbischöfe von Köln unterworfen war. Diese setzten einen Richter in Wenden ein.[2] Zum Gericht Wenden gehörten im Jahr 1536 neben dem Dorf Wenden die Orte Elben, Schönau, Girkhausen, Altenhof, Gerlingen, Römershagen, Hünsborn, Ottfingen, Brün, Hillmicke, Heid, Rothenborn und Dörnscheid.[3]

Neuzeit[Bearbeiten]

Bis 1802 war Wenden Teil des Herzogtums Westfalen. Danach waren die Hessen 14 Jahre Landesherren, bis sie 1816 von den Preußen abgelöst wurden. Während der Hessenzeit kam das Gericht Wenden an das Amt Olpe.[4]

Seit 1817 gehört Wenden zum Kreis Olpe, der aus dem Kreis Bilstein hervorging. 1843/1844 wurde das Amt Wenden aus den Gemeinden Wenden und Römershagen gebildet. Die neue Gemeinde Wenden entstand aus dem Zusammenschluss von Wenden und Römershagen am 1. Juli 1969. Sie umfasst seitdem genau das ehemalige Amt Wenden, das gleichzeitig aufgelöst wurde.[5]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Wenden entstand am 1. Juli 1969 im Zuge der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen. Sie ist flächengleich mit dem vormaligen Amt Wenden, das aus den Gemeinden Wenden und Römershagen bestand.[6]

Möllmicke ↔ Wenden (Zentrum)

Religionen[Bearbeiten]

Die Bewohner der Gemeinde Wenden gehören mit großer Mehrheit der katholischen Konfession an. Mit Ausnahme von Möllmicke und Rothemühle verfügt jede größere Ortschaft über eine katholische Kirche oder Kapelle. In Hünsborn ist es die Pfarrkirche St. Kunibert. In Wenden und Rothemühle existieren evangelische Kirchen, in Gerlingen außer der katholischen Kirche auch ein neuapostolisches Gotteshaus. Ein regional bedeutender Wallfahrtsort für katholische Christen ist die Dörnschlade, zwischen den Ortsteilen Hünsborn, Wenden und Altenhof mitten im Wald gelegen. Der Legende nach wurde dort eine aus der Wendener Kirche gestohlene Marienstatue gefunden. Die Kapelle wird von vielen Gläubigen zum Gebet genutzt. Unter anderem nutzt auch die regionale KAB die Dörnschlade für die jährliche Wallfahrt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen zahlreiche Flüchtlinge aus den ehemaligen reichsdeutschen Ostgebieten in das damalige Amt Wenden und siedelten sich überwiegend in den Ortsteilen Vahlberg und Rothemühle an. So entstand in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts die evangelische Kapelle Rothemühle. In den 80er-Jahren kam das evangelische Gemeindezentrum im Zentralort Wenden hinzu, das der Kapelle in Rothemühle rasch den Rang ablief. 2006 wurde vom Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Olpe, zu der Wenden gehört, der Beschluss gefällt, die Kirche in Rothemühle aufzugeben. Der Kapellenbauverein Rothemühle übernahm daraufhin die finanzielle Verantwortung für die Kirche, so dass ihr Bestand vorerst garantiert ist.

Seit den 1960er Jahren leben zahlreiche Muslime und Griechisch-Orthodoxe in der Gemeinde Wenden. Im Zentralort wird seit einigen Jahren eine Moschee unterhalten.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Rathaus

Bei der Kommunalwahl am 30. August 2009 kam es bei einer Wahlbeteiligung von 60,1 % (- 11,5) zu folgendem Ergebnis:[7]

Partei / Liste Stimmen +/- Sitze +/-
CDU 55,1 % + 3,6 19 + 3
SPD 26,5 % - 3,4 9 - 1
Grüne 9,0 % + 0,9 3 ± 0
UWG* 9,4 % -1,1 3 ± 0

* Unabhängige Wählergemeinschaft

Bürgermeister[Bearbeiten]

Peter Brüser, CDU-Mitglied und früher auch von der CDU aufgestellt, setzte sich bei der Kommunalwahl 2004 als unabhängiger Bewerber mit großem Vorsprung gegen den von der CDU nominierten Antonius Halbe durch. Zur Kommunalwahl 2009 trat Brüser erneut, trotz eines Angebots der CDU ihn offiziell zu nominieren, als unabhängiger Kandidat an und gewann die Wahl deutlich mit 78,5 % der Stimmen. Die CDU verzichtete zugunsten Brüsers auf die Nominierung eines eigenen Bewerbers.

Brüser war vor der Abschaffung der Doppelspitze bereits seit 1992 Gemeindedirektor und wurde 1994 zunächst vom Rat, dann in Urwahl zum Bürgermeister gewählt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Eine Partnerschaft entstand im Zuge der deutschen Einheit mit Dingelstädt in Thüringen. Die Partnerschaft wurde zunächst sehr aktiv betrieben, etwa durch Austausch von Verwaltungsmitarbeitern, und läuft heute auf niedrigem, aber konstantem Niveau. Beispielsweise ist der Bürgermeister aus Dingelstädt regelmäßiger Gast bei der jährlichen Großveranstaltung „Wendener Kirmes“.

Derzeit laufen die Vorbereitungen, um eine Partnerschaft mit der ungarischen Stadt Lepseny aufzubauen. Die Verpackungsfirma "SiBO" unterhält sowohl in Wenden als auch in Lepseny Betriebszweige, Inhaber Bernd Hesse bahnte die beginnende Partnerschaft an.

Wappen und Banner[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Der Gemeinde ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Arnsberg vom 6. April 1970 das Recht zur Führung eines Wappens verliehen worden.

Blasonierung: „Auf rotem Grund in Halbfigur der heilige Johannes der Täufer in natürlichen Farben, ein goldenes (gelbes) Lamm auf einem goldenen (gelben) Buch in der Rechten tragend und einen in ein Kreuz auslaufenden goldenen (gelben) Stab in der Linken haltend, mit goldenem (gelben) Heiligenschein, Bart und Haupthaar, oben ein goldenes (gelbes) Fell übergeworfen, unten mit einem silbernen (weißen) Leinen gewandet, das den vor ihm stehenden kleinen silbernen (weißen) Schild mit einem durchgehenden schwarzen Kreuz umschließt.“

Das Wappen zeigt den Schutzpatron der Gemeinde, Johannes der Täufer vor dem Wappen des Kurfürstentums Köln, zu dem Wenden lange gehörte. Die Gemeinde Wenden hat dieses Wappen nach der kommunalen Gebietsreform vom Amt Wenden übernommen.[8]

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Der Gemeinde Wenden ist ferner mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Arnsberg vom 11. Juni 1970 das Recht zur Führung einer Flagge verliehen worden.

Beschreibung des Banners: „Rot-Weiß-Rot im Verhältnis 1:3:1 längsgestreift, mit dem Gemeindewappen in der Mitte der oberen Hälfte.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Sauerland-Theater Hillmicke: erfolgreiches Laientheater; führt immer im November in der Aula des Schulzentrums Wenden auf. Theaterverein Hünsborn: aufstrebendes Laientheater mit Kinder- und Jugendtheatergruppe; Aufführungen im März und April. Theaterfrauen Möllmicke; Ebenfalls erfolgreiches Laientheater, Aufführungen alle zwei Jahre in der Aula der Konrad-Adenauer-Schule Wenden sowie jährlich zum Karneval in der Dorf Gemeinschaftshalle in Möllmicke.

Museen[Bearbeiten]

Die Wendener Hütte ist ein technisches Kulturdenkmal und eine der ältesten noch erhaltenen Holzkohle-Hochofenanlagen im deutschsprachigen Raum. Sie kann zu den Öffnungszeiten kostenlos besichtigt werden.

Musik[Bearbeiten]

Die Gemeinde Wenden ist bekannt für die Vielzahl an Musikvereinen (Altenhof, Gerlingen, Heid, Hillmicke, Hünsborn, Ottfingen), Spielmannszügen (Ottfingen, Wenden) und fast 40 Chören. Fast jeder größere Ortsteil verfügt über ein Blasorchester und mehrere Chöre.

Chöre[Bearbeiten]

Rund 30 Musik- und Gesangvereine, darunter zahlreiche Meisterchöre, prägen auch heute noch durch Konzerte und sonstige Darbietungen das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Gemeinde.

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Wenden

Die Wallfahrtskapelle Dörnschlade ist 1864 durch den Architekten Vincenz Statz als Ersatz eines älteren und wesentlich kleineren Vorgängerbaues errichtet worden. Die Kapelle befindet sich in der Nähe des Ortes Altenhof und ist über die Verbindungsstraße zwischen Hünsborn und Wenden leicht zu erreichen. An den Sonntagen nach dem Fest Mariä Heimsuchung (2. Juli) und Mariä Geburt (8. September) finden Prozessionen von Altenhof und Wenden zur Dörnschlade statt, die anschließend mit Gottesdiensten an der Dörnschlade beendet werden.

Die Pfarrkirche St. Severinus wurde um 1750 bis 1752 von Franz Beyer gebaut. Die Altäre und die meisten Heiligenfiguren schmückten schon die Vorgängerkirche, von der auch noch der wuchtige Turm stammt. (Die neue Kirche wurde über der alten errichtet, die dann erst bei fortgeschrittenen Bauarbeiten abgebrochen wurde.) Die Kanzel, die Strahlenmadonna und die Orgel sind um 1755 neu in die Kirche hineingenommen worden. Vorbild für die Namensgebung dürfte die Kirche St. Severin in Köln gewesen sein. Die letzte umfassende Renovierung fand von 1986 bis 1988 statt. Dabei wurde die Kirche weitestgehend so ausgestaltet, wie sie im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Das Mansarddach der fünfjochigen Hallenkirche für den Kirchenbau ist in Westfalen unüblich.

Die Holzkohle-Hochofenanlage Wendener Hütte ist ein frühindustrielles Kulturdenkmal und wird als Museum präsentiert.

Die Pfarrkirche St. Antonius Einsiedler im Ortsteil Gerlingen wurde 1897 eingeweiht.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Die Biggequelle liegt nahe dem Ortsteil Römershagen. Ein Bachlauf nimmt das aus der Quelle kommende, noch recht geringe Wasser auf und füllt nach 16 Kilometern einen der größten Stauseen Deutschlands, den Biggesee.

Sport[Bearbeiten]

Eine Aula mit ca. 600 Sitzplätzen und ansprechender Bühnenanlage, eine große Sporthalle mit Spielfeld und Tribüne sowie zahlreiche neuwertige Sportplatzanlagen und eine Schwimmhalle geben Vereinen, Einwohnern und Besuchern vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung.[9]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Wendsche Kärmetze (Kirmes) am dritten Dienstag im August sowie am Samstag und Sonntag zuvor. Am Dienstag findet eine Tierschau mit Prämierung der Tiere in verschiedenen Klassen statt. Von anderen Kirmesveranstaltungen unterscheidet sich die Wendsche Kärmetze dadurch, dass während der ganzen Zeit ein Markt stattfindet, auf dem die unterschiedlichsten Artikel angeboten werden. Außer den vielen Markthändlern kommen viele Betreiber von Fahrgeschäften mit ihren Karussells und anderen Attraktionen. Die Wendener Kirmes gilt als das größte Volksfest in Südwestfalen und wird von offizieller Seite entsprechend beworben.
  • Schönauer Karneval Eine Karnevalshochburg Südwestfalens feiert neben der Prinzenproklamation, die immer am ersten Samstag nach dem 11.11. stattfindet, mit Altweiber, Prunksitzung und Rosenmontagszug drei weitere große Zeltveranstaltungen. Aufwendig hergestellte Motivwagen und zahlreiche Fußgruppen lassen Rosenmontag einen kilometerlangen Lindwurm entstehen, der sich unter den Augen von bis zu 15.000 Besuchern durch die Straßen des 1.400-Seelen-Ortes Schönau schlängelt. Der Schlachtruf der Schönauer Karnevalisten lautet: Schönau Helau. Das Vereinslied beginnt mit den Zeilen „Von Schönau bis Bockenbach - da wird geschunkelt und gelacht“ (Bockenbach ist der Nachbarort im Siegerland). In über 40 Jahren hat sich der Karnevalsverein Schönau-Altenwenden zu einer festen Größe im südwestfälischen Karnevalsgeschehen etabliert. Seine beiden Tanzgarden, Rote sowie Blaue Funken, repräsentieren den Verein auf zahlreichen regionalen wie überregionalen Veranstaltungen.
  • Südsauerlandlauf Meistens am ersten November-Wochenende wird dieser Traditionslauf (2005: 30. Ausgabe) durch die SG Wenden veranstaltet. In den vergangenen Jahren wurden immer auch erfolgreiche nationale Laufasse begrüßt (z. B. 2005: Sabrina Mockenhaupt) Bambinilauf (500 m), Schülerläufe (2 km), Volkslauf (5 km), Hauptlauf (10 km) und Nordic Walking (9 km) ziehen bis zu 800 Teilnehmer an. Somit größter Lauf in Südwestfalen. Integriert als Lauf im Ausdauer-Cup.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Die Gemeinde Wenden wird von zwei Bundesautobahnen erschlossen:

  • der A 4 (E 40) Aachen–Görlitz Anschlussstelle: Wenden (im Autobahnkreuz Olpe-Süd) und
  • der A 45 (Sauerlandlinie) (E 41) Dortmund–Aschaffenburg. Anschlussstelle: Wenden (im Autobahnkreuz Olpe-Süd).

Dennoch führt keine Bundesstraße durch die Gemeinde. Hauptverkehrswege sind die Landstraßen L342, L512, L564, L714 und L905.

Bus- und Schienenverkehr[Bearbeiten]

Im Straßenpersonennahverkehr verkehren zahlreiche Buslinien, die Wenden auch mit seinen Nachbargemeinden und -städten verbinden. Betreiber sind die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) mit Sitz in Siegen, eine Tochter der Stadtwerke Bonn, und die Bahn-Tochter Busverkehr Ruhr-Sieg (BRS). Die Linien R50 und R51 sind die wichtigsten Buslinien, die von Siegen und Olpe nach Wenden führen.

Heute gibt es auf dem Gemeindegebiet keinen eigenen Schienenverkehr mehr. Früher bestand eine Schienenanbindung an die heutige Biggetalbahn. Der Abschnitt FreudenbergRothemühle wurde 1987, der Streckenteil Rothemühle–Olpe im Jahre 2000 stillgelegt und 2005 abgebaut.

Bildung[Bearbeiten]

Wenden verfügt über mehrere Grundschulen und zwei weiterführende Schulen, jedoch kein eigenes Gymnasium. Ende 2011 ist bereits ein deutlicher Umbruch im Sekundarschulbereich absehbar. Die Gemeinde hat ein Gremium einberufen, welches sich mit der weiteren Schulentwicklung befasst. Zwei Alternativen stehen zur Auswahl, die Errichtung einer Gesamtschule oder einer Sekundarschule. Mit der Einrichtung der neuen Schulform ist frühestens für das Schuljahr 2013/14 zu rechnen.

Schulen und Bildungseinrichtungen in Wenden:

  • Grundschulen
    • Katholische Grundschule Gerlingen
    • Katholische Grundschule Hünsborn
    • Katholische Grundschule Ottfingen als Teilstandort der Westerberggrundschule Wenden
    • Biggetal-Grundschule Rothemühle
    • Westerberg-Schule Katholische Grundschule Wenden
  • Weiterführende Schulen
    • Hauptschule: Konrad-Adenauer-Schule Gemeinschaftshauptschule
    • Realschule: Realschule Wenden
  • Förderschulen
    • Geschwister-Scholl-Schule, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Elsbeth Rickers (* 20. April 1916 in Essen) ist eine deutsche Politikerin der CDU.

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Wiemers: Heimatbuch des Amtes Wenden. Hrsg. von der Amtsverwaltung Wenden i. Westf. Olpe o.J. (1951). (Ergänzter Neudruck hrsg. in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wenden, mit einer Einleitung von Raimund Quiter, Kreuztal 2004, ISBN 3-925498-80-X)
  • Berthold Keseberg: Gemeinde Wenden. Spiegel der Zeit in Wort und Bild. Meinerzhagen 1986, ISBN 3-88913-104-2. (Der Umschlag trägt die Bandbezeichnung I, mehr Bände, die noch im Vorwort angekündigt werden, sind allerdings nicht erschienen.)
  • Karl Heinz Kaufmann: Wenden. Wo die Wendschen wohnen. Ein heimatgeschichtliches und volkskundliches Lesebuch. Hrsg. im Auftrag der Gemeinde Wenden. Kreuztal 2001, ISBN 3-925498-69-9.
  • Albert Stahl: Hünsborn ehrt St. Kunibertus - 100 Jahre im Leben der Kirchengemeinde Hünsborn 2006
  • Norbert Scheele: Gerlingen in Vergangenheit und Gegenwart. (Wenden-) Gerlingen 1959.
  • Heinrich Solbach: Ottfingen. Hrsg vom Arbeitskreis Ortsgeschichte. Schmallenberg-Fredeburg o.J. (ca. 1995).
  • Tonis Brüser u.a.: Dörnscheid – ein Dorf in dem wir leben. Hrsg. von der Dorfgemeinschaft Dörnscheid. o.J. (ca. 1990).
  • Margret Kirschey u.a.: Römershagen 1144–1994. Hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft „850 Jahre Römershagen“. Elben/ Ww. 1994.
  • Karl Jung: Rund um den Elbener Kreuzberg. Ein Dorf erzählt aus seiner Geschichte. Olpe 2000.
  • Wolf-Dieter Grün (Red.): Die Heider Schulchronik. Was der Lehrer aufschrieb über Heid, Rothemühle, Trömbach, die Binz und Vahlberg, ergänzt um einige Zeitdokumente. Hrsg. vom Förderverein Heid und dem Heimatverein Rothemühle e.V., Wenden 2007.
  • Karljosef Böhler: Der Traum vom weißen Gold. Die Geschichte des einzigen Platinbergwerks in Deutschland in Wenden. Kreuztal 2004, ISBN 3-925498-84-2.
  • Karl Jung: Zwischen Armut und Aufbruch. Das Wendener Land in den Pfarrakten im 18. und 19. Jahrhundert. Nümbrecht-Elsenroth 2001, ISBN 3-931251-78-0.
  • Friedhelm Krause (Red.): Wenden - Einblicke in die Geschichte. Hrsg. im Auftrag der Gemeinde Wenden. 3 Bände. Wenden 2012ff. (Bisher erschienen Bd. 1: Naturkundliches und die Geschichte bis 1803; und Bd. 3: Geschichte 1945 bis heute; Bd. 2 erscheint Jahresende 2014)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wenden – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. Albert Hömberg: Kirchliche und weltliche Landesorganisation (Pfarrsystem und Gerichtsverfassung) in den Urpfarrgebieten des südlichen Westfalen. Münster 1967, S. 29f und 34.
  3. Reinhard Oberschelp (Hrsg.): Die Schatzungsregister des 16. Jahrhunderts für das Herzogtum Westfalen. Teil 1: die Register von 1536 und 1565. Münster 1971, S. 211–217.
  4. Manfred Schöne: Das Herzogtum Westfalen unter hessen-darmstädtischer Herrschaft 1802–1816. Olpe 1966.
  5. Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen. Kurkölnisches Sauerland. Arnsberg 1986, S. 96f, 175, 194.
  6.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 90.
  7. Innenministerium Nordrhein-Westfalen
  8. Hauptsatzung der Gemeinde Wenden, § 2. Abgerufen am 30. Januar 2013.
  9. Homepage der Gemeinde Wenden