Sabrina Mockenhaupt

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Sabrina Mockenhaupt in Bochum 2004

Sabrina Mockenhaupt (* 6. Dezember 1980 in Siegen) ist eine deutsche Langstreckenläuferin.

Aus einer laufbegeisterten Familie stammend (die Marathonbestzeiten ihrer Eltern Fred und Hildegard betragen 2:24 h bzw. 2:40 h), wurde sie je fünfmal deutsche Jugend- und Juniorinnenmeisterin.

2001 holte sie über 5000 m ihren ersten von bislang acht deutschen Meistertiteln über diese Distanz (weitere folgten in den Jahren 2002–2005 und 2007–2009). Über 10.000 m wurde sie bislang fünfmal Deutsche Meisterin (2003–2005, 2007 und 2009), im Crosslauf sechsmal (2003–2005 und 2007–2009).

Bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen belegte sie über 10.000 m den 15. Platz. Bei den Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki belegte sie beim 10.000-Meter-Lauf Platz 17. Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking belegte sie über 10.000 m den 13. Platz.

Der erste internationale Medaillenerfolg gelang ihr im Dezember 2005 mit dem 2. Platz bei der Crosslauf-Europameisterschaft. Tatsächlich stammt ihre erste internationale Medaille jedoch von der Leichtathletik-Halleneuropameisterschaft 2005 in Madrid. Dort belegte sie zwar zunächst nur den vierten Platz über 3000 m. Allerdings wurde die zweitplatzierte Türkin Tezeta Desalegn-Dengersa später wegen Dopings disqualifiziert und Mockenhaupt bekam 2006 nachträglich die Bronzemedaille zugesprochen.[1]

Bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 2006 in Göteborg erreichte sie Platz 8 über 10.000 m und Platz 6 über 5.000 m. Im selben Jahr startete sie beim Halbmarathon-Wettbewerb des Köln-Marathons und lief auf Anhieb 1:10:35 h, geschlagen nur von Irina Mikitenko.

Bei der Hallen-EM 2007 in Birmingham kämpfte sie um eine Medaille im 3000-Meter-Lauf, musste sich aber mit dem vierten Platz zufrieden geben, trotz ihrer persönlichen Hallen-Bestzeit von 8:45,77 Minuten. Einige Wochen später stellte sie beim Bonn-Marathon mit 1:11:57 einen Streckenrekord auf der Halbmarathon-Distanz auf.

Bei ihrem Debüt über die 42,195 km im Oktober 2007 gewann Mockenhaupt den Köln-Marathon und erfüllte mit ihrer Zeit von 2:29:33 h die Qualikationsnorm des DLV für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. In der darauffolgenden Saison konzentrierte sie sich jedoch wieder auf die kürzeren Strecken, wurde beim Paderborner Osterlauf über 10 km Zweite in 32:07 min und erfüllte die 10.000-Meter-Olympianorm mit einer Zeit von 31:27,05 min, gelaufen am 4. Mai 2008 in Palo Alto. Am 26. Oktober 2008 gewann sie in Frankfurt auch ihren zweiten Marathon in einer neuen persönlichen Bestleistung von 2:26:22 h und erfüllte damit die vom DLV geforderte Qualifikationsnorm für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009 in Berlin. Sie erklärte jedoch, dort nicht im Marathon sondern im 10.000-m-Lauf starten zu wollen.[2]

Die erforderliche Norm erfüllte sie Anfang Mai 2009 als sie in einer Zeit von 31:27,56 min ihren fünften deutschen Meistertitel im 10.000-m-Lauf errang.[3] Bereits vier Wochen zuvor konnte sie den Sieg beim Berliner Halbmarathon in neuer persönlicher Bestzeit von 1:08:45 h feiern.[4] Ebenfalls eine neue Bestzeit erzielte sie mit 14:59,88 min im 5.000-m-Lauf und blieb damit als vierte deutsche Frau unter 15 Minuten. Entgegen früherer Aussagen kündigte sie an, bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft sowohl im 10.000-m-Lauf als auch im Marathon starten zu wollen.[5]

Die Athletin mit dem Spitznamen „Mocki“ hat bei einer Größe von 1,55 m ein Wettkampfgewicht von 46 kg. Von 1997 bis 2005 startete sie für die LG Sieg, seit dem 1. Januar 2006 für den Kölner Verein für Marathon. Ihr Trainer ist Heinz Weber. Seit dem 1. September 2001 ist sie Sportsoldatin in der Sportfördergruppe der Bundeswehr und hat den Dienstgrad Stabsunteroffizier.

[Bearbeiten] Bestleistungen

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. leichtathletik.de: Sabrina Mockenhaupt bekommt Bronze, 16. April 2006
  2. leichtathletik.de: Kein WM-Marathon von Sabrina Mockenhaupt, 18. Februar 2009
  3. leichtathletik.de: One-Mocki-Show mit WM-Norm, 2. Mai 2009
  4. leichtathletik.de: „Mocki“ ist fit für die 10.000-Meter-Norm, 6. April 2009
  5. Der Westen: Sabrina Mockenhaupt plant bei der WM in Berlin Starts über 10 000 Meter und Marathon, 25. Mai 2009
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