Altstadt (Schweinfurt)

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Altstadt
Ortsteil in Schweinfurt
Koordinaten: 50° 2′ 42″ N, 10° 14′ 3″ O
Höhe: 220 m ü. NN
Fläche: 40 ha
Einwohner: 2529 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 6.323 Einwohner/km²
Postleitzahl: 97421
Vorwahl: 09721
Altstadt (Bezirk 11) Martin-Luther-Platz
Altstadt (Bezirk 11)
Martin-Luther-Platz

Die Altstadt ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Schweinfurt im Stadtteil Innenstadt. Der Ortsteil wird in den Statistiken der Stadt Schweinfurt als Bezirk 11 geführt.[2]

Die Altstadt ist identisch mit dem bebauten Gebiet der 1802 aufgelösten Reichsstadt Schweinfurt. Das gleichnamige kleine Stadtviertel Altstadt, das 2 km mainaufwärts (östlich) der heutigen Altstadt, unweit der Stelle der ersten 791 historisch bezeugten Schweinfurter Siedlung liegt, ist heute ein Wohnviertel und gehört zum Nordöstlichen Stadtteil.

Die heutige Altstadt ist eine Gründungsstadt. Vermutlich Kaiser Friedrich I., Barbarossa ließ sie im 12. Jahrhundert in Konkurrenz zur ersten Siedlung als Civitas Imperii (Reichsstadt) anlegen.[3] Sie wurde von König Wilhelm von Holland 1254 erstmals urkundlich bestätigt.[4]

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile des Stadtteils Innenstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Innenstadt wurde von der Stadt Schweinfurt für statistische Zwecke in drei Ortsteile aufgeteilt:

  • 11 Altstadt
  • 12 Innenstadt West (siehe: Hauptartikel Innenstadt)
  • 13 Innenstadt Nord (siehe: dto.)

In diesem Artikel wird nur der Ortsteil Altstadt behandelt.

Gliederung der Altstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichsstadt Schweinfurt in Topographia Franconiae 1656

Die Altstadt gliedert sich in drei Bereiche:

  • Halbe Stadt:[5] Ursprüngliche Altstadt um den Marktplatz
  • Anger:[5] Westliche und nördlichen Stadterweiterung
  • Fischerrain:[5] Später angegliedertes Fischerviertel

In der Altstadt liegen entlang des Mains folgende drei, heute noch historisch geprägte Quartiere (mainabwärts von Ost nach West):

Gilt als ältestes Viertel der heutigen Altstadt; die Annahme ist aber wegen des unbekannten Alters des Fischerrains nicht gesichert.
Lage auf nebenstehendem, etwa genordeten Stadtplan: unten rechts
Lage: in unterer Mitte
Alter und Ursprung dieses Viertels sind unbekannt.
Lage: unten links

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Altstadt bildet den östlichen Teil des Stadtteils Innenstadt, der zur reichsstädtischen Zeit (bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts) bereits existierte, als Schweinfurt von einer Stadtmauer begrenzt wurde.[6] Die Altstadt ist heute größtenteils von Wallanlagen (Grünanlagen) umgeben und die Stadtmauer ist noch an mehreren Abschnitten erhalten oder wurde in Teilen rekonstruiert. Die Altstadt liegt am nördlichen Mainufer und hat auch im Osten eine natürliche Grenze durch das Tal des Marienbachs. Ferner kann man zu ihrem Gebiet im weitesten Sinn auch noch die Maininsel Bleichrasen zählen, da sie in die heute hier nicht mehr erhaltene Stadtbefestigung integriert war (siehe auf nachfolgenden historischen Stadtplan). Die Altstadt liegt auf ca. 220 bis 225 m ü. NN auf einem hochwasserfreien Sockel, ca. 10 bis 15 m über dem zur Großschifffahrtsstraße angestauten Main (207,6 m ü. NN oberhalb der Schleuse Schweinfurt), dem Rhein-Main-Donau-Kanal, der die Nordsee mit dem Schwarzen Meer verbindet. Unweit der Altstadt befinden sich zwei Anlegestellen für die bis zu 135 m langen Flusskreuzfahrtschiffe.

Altstadt mit Main, Personenschiffanlegestelle, Gutermann Promenade und Schleuseninsel

Obwohl der Main an der Altstadt von Ostnordost nach Westsüdwest fließt, wird zur Vereinfachung in der Öffentlichkeit von einem Ost-West-Verlauf gesprochen, der der Mainlinie entspricht und das Stadtgebiet in einen nördlichen Bereich mit der Altstadt und einen südlichen Bereich teilt. So wie in Frankfurt am Main, wozu es weitere topografische Parallelen im Umfeld um die Altstadt gibt, wie z. B. die Lage des Hauptbahnhofes, des (Schweinfurter) Kreuzes und eines West- und Osthafens.

Auch die obige historische Karte ist entsprechend auf die vermeintliche Ost-West-Achse ausgerichtet. Wenn z. B. in der Öffentlichkeit von der Südostecke der Altstadt die Rede ist, meint man auf obigen Plan die untere, rechte Ecke, die nicht exakt dieser Himmelsrichtung entspricht. Zur Vereinfachung wird das auch in diesem Artikel so gehandhabt.

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Neutorvorstadt (Innenstadt) Nördlicher Stadtteil Klingenbrunn (Nördlicher Stadtteil)
Gründerzeitviertel (Innenstadt) Nachbargemeinden Nordöstlicher Stadtteil
Bahnhof SW-Stadt
Stadtgalerie
Bahnhof SW-Mitte
Hafen-Ost Wehranlagen (Stadtpark)

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Sozialstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Status
31. Dez. 2015[7]
Altstadt
(Bezirk 11)
Gesamtgebiet
Schweinfurt
Deutsche 74,4 % 70,7 %
Doppelstaatler   6,9 % 16,1 %
Ausländer 17,7 % 13,2 %

Die Bevölkerungsstruktur der Altstadt widerspiegelt die Nachkriegsgeschichte des Ortsteils. Die relativ wenigen Wohnungen in dem von Geschäftshäusern dominierten Gebiet waren in den Nachkriegsjahrzehnten von meist sehr niedrigem Standard. Das alteingesessene Bürgertum hatte die Altstadt nahezu vollständig verlassen und der Anteil von Ausländern stieg in Folge günstigem Wohnraums stark an. Seit der Altstadtsanierung, die in den 1980er Jahren begann, bekam dieses Gebiet einen völlig anderen Charakter, mit attraktiven Altstadtwohnungen. Deutsche zogen wieder zu, aber für Spätaussiedler (meist Doppelstaatler), die ebenfalls in den 1980er Jahren in die Stadt kamen, war der sanierte Wohnraum der Altstadt meist zu teuer. Das erklärt den scheinbaren Widerspruch bei Migranten, mit überproportionalem Ausländeranteil und stark unterproportionalen Anteil von Doppelstaatlern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schweinfurter Altstadt ist auf den ersten Blick kein außergewöhnlicher Ort, aber bei näherer Betrachtung eine historische Fundgrube, in typisch fränkischer Mischung, mit einstigen Märkten, Spitälern, Klöstern, Weinhandlungen, Renaissance-Häusern, Brauereien und zahlreichen Wirtshäusern.

Stadtgründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Johannis, Brautportal (1240)

Die heutige Altstadt ist eine Gründungsstadt. Die erste Siedlung entstand 2 km weiter östlich, am Kiliansberg, oberhalb des Mains, unweit des historischen Ursprungs der Stadt, dem alten Burgberg Peterstirn.

Vermutlich Kaiser Friedrich I., Barbarossa ließ im 12. Jahrhundert in Konkurrenz zu dieser eichstättischen villa an der Peterstirn unter Verwendung von vorhandenem Königsgut eine neue Civitas Imperii (Reichsstadt) weiter westlich anlegen, die heutige Altstadt.[3] Sie wurde von König Wilhelm von Holland 1254 erstmals urkundlich bestätigt.[4] Das älteste heute noch erhaltene Gebäude der Stadt ist die St. Johanniskirche, im Kern romanisch, begonnen vor 1200.[3] Das Erste Stadtverderben war bereits vor der ersten urkundlichen Erwähnung, um 1250, im Kampf um die Vorherrschaft in Mainfranken zwischen den Hennebergern und dem Bischof von Würzburg. Das Zweite Stadtverderben 1554 geschah durch den Zweiten Markgräflerkriegs. Danach wurde die Altstadt von 1554 bis 1615 in heutiger Form wieder aufgebaut.

Die bauliche Entwicklung der Gründungsstadt begann im rechten Winkel zwischen Main und dem Tal des Marienbachs. Innerhalb dieser natürlichen Grenzen konnte sich die Stadt nur auf dem hochwasserfreien Plateau, ca. 15 m über dem Main, in Richtung Westen und Norden entwickeln. In dieser Ecke entstand das erste Quartier, der Zürch, am Rande des Marktplatzes, um den dann drei weitere Quartiere um das Straßenkreuz am Markt aufgebaut wurden. Somit verfügt Schweinfurt über eine klassische mittelalterliche Stadtanlage, wie nach Ingolstadt kaum eine andere deutsche Stadt. Nördlich eines Flusses, auf der Sonnenseite, mit vier Vierteln und vier Stadttoren (plus Fischerpforte) um ein Straßenkreuz am Marktplatz, an dem sich Rathaus (Markt 1) und Stadtkirche gegenüberstehen. In der Reichsstadt mit frühdemokratischen Ansätzen waren Paläste nicht erwünscht. Adelige durften nicht mit Bürgerrecht in der Stadt wohnen.[8] Die Reichsburg in der Altstadt wurde bereits 1427 abgebrochen (siehe Zürch).

Stadterweiterung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

..Schweinfurt von Osten 1593

Auf Grund guter wirtschaftlicher Entwicklung kann die Reichsstadt 1436/37 mehrere Dörfer und Ländereien erwerben (siehe:Schweinfurt#Aufbau eines Territoriums). „Nach 1437 vollzog sich allmählich in zwei Menschenaltern eine notwendig gewordene Erweiterung der Stadt, die um 1502 ziemlich abgeschlossen war.“ [9] Von da ab wurde die Altstadt nach Westen und Norden erweitert. Die Stadtmauer lief bis dahin vom Main nordwärts entlang folgender Linie:[10][5]

  • Petersgasse, südlicher Teil
  • Kronengässchen
  • Fleischbank, Ostkante (später: Postplatz; heute: Georg-Wichtermann-Platz)
  • Kirchgasse
  • Bodengasse

Davor verlief der Stadtgraben, worauf der Gassennamen Graben hinweist. Der Verlauf dieser ersten, inneren Stadtmauer mit vorgelagerten Graben ist heute noch am bogenförmigen Verlauf der Gassen in diesem Bereich erkennbar. Die Fundamente des Inneren Spiraltors unweit östlich des Albrecht-Dürer-Platzes in der Spitalstraße und des Inneren Obertors unweit südlich des Kornmarktes in der Oberen Straße wurden aufgefunden und die Stellen gekennzeichnet.

Bei der Erweiterung der heutigen Altstadt wurden auf den davorliegenden bogenförmigen Areal die Alte Mang (Bezeichnung von 1567,[8] heute: Manggasse) und die Gasse Am Oberen Anger[8] (heute: Bauerngasse) vermutlich als Anger angelegt. Dies erklärt auch die ungewöhnliche Breite dieser beiden Altstadtgassen.

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Die Reichsstadt Schweinfurt von Reichsvogt Johann Hermann. Matthäus Merian, Frankfurt a. M. 1648. Von links: 6. Das Spitaltor (nicht mehr vorhanden = n.m.v.). 13. Mainturm (n.m.v.). 5. Die Heilig-Geist-Kirche. 8. Bauschenturm. 12. Zeughaus. 7. Fischer Pforte (n.m.v.). 9. Rote Kappen (n.m.v.). 3. Schrotturm (heutiger Name). 1. Sankt Johannis. 2. Das Rathaus. 4. Mainmühle. 15. Schützenhaus (n.m.v.). 10. Ebracher Hof. 14. Staubbrücke u. Brückentor (n.m.v.). 11. Frauenkirche, heute St.-Salvator-Kirche. 18. Zwinger (n.m.v.). 17. Main und Nebenarme. 16. Ziegelhütte (n.m.v.).

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Hatte die ursprüngliche Altstadt den Markt als einzigen großen Platz in ihrer Mitte, kamen nun innerhalb dieses neuen, großen Bogens vier weitere Marktplätze hinzu (siehe Quartiere und Plätze). Topografisch waren keine Grenzen gesetzt und so besitzt die Altstadt einschließlich des großen (Haupt)Marktes ungewöhnliche Proportionen, mit ursprünglich in großen Bereichen nur zweigeschossigen Häusern in Verbindung mit fast durchweg breiten, öffentlichen Räumen, was auch im obigen, historischen Stadtplan deutlich zum Ausdruck kommt und gut für den Brandschutz ist. Es gab außerhalb von Kriegen keinen größeren Stadtbrand. In den 1640er Jahren wurde im Zuge des Dreißigjährigen Krieges die veraltete, mittelalterliche Stadtmauer von den Schweden zu einer modernen Befestigungsanlage mit Schanzen ausgebaut (siehe: Stadtbefestigung).

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die obere Abbildung zeigt die Neuanlage am Ende des Dreißigjährigen Krieges, den die Stadt baulich unbeschadet überstand. Alle drei Stadtverderben waren nicht in diesem Krieg (siehe: Schweinfurt#Geschichte).

1847: Altstadt mit Weinbergen

Im 19. Jahrhundert wurden aus verkehrstechnischen Überlegungen die Stadttore abgebrochen, was die Schweinfurter Bürgerschaft seit langem als einen in Folge falscher Zukunftsgläubigkeit unverzeihlichen Eingriff in das historische Stadtbild ansieht. Im Zentrum der Kritik steht Carl Ritter von Schultes, der fast die gesamte zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts Bürgermeister der Stadt war. Die Sehnsucht nach mittelalterlicher Romantik ist in der Industriestadt besonders ausgeprägt, was auch die umfassenden Altstadtsanierungen widerspiegeln, mit Pflege und Wiederherstellung historischer Strukturen (siehe: Schweinfurter Modell). Der spätmittelalterliche Altstadtgrundriss blieb jedoch bis heute erhalten, abgesehen von einigen Gassen-Verbreiterungen. Es gab weder Straßenverlegungen, noch Durchbrüche, wie z. B. 1895/96 im benachbarten Würzburg, mit dem großen Durchbruch für die neue Hauptgeschäftsstraße Schönbornstraße. Ein ähnliches Projekt nach 1945 in Schweinfurt wurde nicht verwirklicht (siehe: Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit).

Bau der Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Grund der schwierigen topografischen Rahmenbedingungen wurden drei Varianten für die Linienführung der Ludwigs-Westbahn diskutiert, die alle nicht ideal waren:

  • Nordvariante: Nordumfahrung der Altstadt, mit einem Tunnel durch die östlich gelegenen Weinberge an der Mainleite ab Ludwigsbrunnen und Bahndämmen (mit Durchlässen) über die Täler des Höllenbachs und Marienbachs. Mit einem Bahnhof am Nordrand der Altstadt, westlich des Obertors.
  • Mittelvariante: Gleise mitten durch die Stadt, auf der Rückert- und Spitalstraße.
  • Südvariante: Eine Linienführung auf einem schmalen Streifen zwischen Altstadt und Main, mit nur zwei Durchfahrts-Gleisen, ohne einen Bahnhof in diesem Bereich. Mit dem ca. 95 m langen[11] Harmonietunnel mit zwei Röhren, nördlich entlang der Harmonie von 1835, dem heutigen Naturkundlichen Museum an der Maxbrücke.
Fischerrain, Bahngleise zwischen
Schweinfurt-Mitte und Stadtbahnhof

Entlang der Mittelvariante wurden zwar später die Gleise der Straßenbahn Schweinfurt verlegt, jedoch wurde die Südvariente 1852 umgesetzt, zwischen dem zu erst errichteten Stadtbahnhof östlich der Altstadt und dem 1874 erbauten Rangier- und Zentralbahnhof im Westen. Den Ausschlag für diese Variante gab der Gleisanschluss für die Hafenanlagen.[12]

Einerseits wurde dadurch die Altstadt vom Mainufer abgeschnitten, andererseits brachte das enorme Vorteile. Der Stadt blieben unschöne, größere Eisenbahngebiete an der Innenstadt, wie in vielen anderen Städten erspart, da der Hauptpersonen-, Güter- und Rangierbahnhof mit späteren Bahnbetriebswerk weit außerhalb, 2 km westlich der Altstadt, auf dem Gebiet der Gemeinde Oberndorf errichtet wurde. Hier war dann auch genügend Platz zum Aufbau der Großindustrie. Dies bildete den Grundstock zu einer seit den 1930er Jahren bis heute außergewöhnlich geordneten Stadtentwicklung, mit einer großen, aber auch kompakten Industrie-, Bahn-, Kraftwerks- und Hafenzone an einer Stelle. Ansonsten lägen, wie in vielen anderen Industrie- und Großstädten, wie z. B. Nürnberg, diese Bereiche verstreut zwischen Wohngebieten, würden die Stadt zerteilen, mit unschönem Gesamtbild.

In den 1960er Jahren ist im Harmonietunnel ein Güterzug entgleist. Um 1970 wurde die Strecke elektrifiziert, bis auf den Tunnel, der hierfür zu niedrig war. Züge mit Elektrolokomotiven mussten antriebslos durch den Tunnel rollen, der deshalb kurze Zeit später abgebrochen und durch einen Trog ersetzt wurde, im mittleren Bereich mit Deckel. 2009 wurde innerhalb des S-Bahn-ähnlichen Streckenverlaufs entlang der Innenstadt die Regionalbahn-Haltestelle Schweinfurt-Mitte am Westrand der Altstadt eröffnet. Eine weitere Haltestalle am Fischerrain, als Anbindung an den ZOB, war bereits zuvor angedacht, wurde aber bis heute (2017) nicht verwirklicht.

Über 100 Jahre nach dem Bau der Eisenbahn kam das nächste große Verkehrsprojekt, dass dem Mainufer entlang der Altstadt im Wesentlichen die heutige Form gab hinzu, der Bau des Rhein-Main-Donau-Kanals Anfang der 1960er Jahre.

Gründerzeit bis 1920er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt heute in der Altstadt nur noch wenige Geschäftshäuser im Gründerzeitstil, wie einige Bankgebäude und die Heilig-Geist-Kirche, die im Zuge der Industrialisierung für die zuziehende, katholische Landbevölkerung in der protestantischen, ehemaligen Reichsstadt an Stelle einer Zuckerfabrik von 1897 bis 1902[13] errichtet wurde.

Mehrere große historische Geschäftshäuser vielen nicht den Bomben, sondern danach der Spitzhacke zum Opfer. Das Kroneneck, vormals Warenhaus Tietz, erbaut um 1900 an der Spitalstraße, Ecke Kronengäßchen, wurde 1986[8] abgerissen, ebenso um die gleiche Zeit das Bavaria, ein großes Geschäftshaus mit Kino aus den 1920er Jahren am Roßmarkt, dessen Fassade in den Nachkriegsjahrzehnten als Werbeträger für Neonreklame diente. Der große fünfgeschossige Gasthof Zum Roten Ochsen in der Manggase aus der Zeit um den Ersten Weltkrieg wurde Anfang der 1990er Jahre abgebrochen und um dieselbe Zeit auch das Gründerzeit-Eckhaus Albrecht-Dürer-Platz/Schultesstraße mit Eckerker.

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In nahezu allen überregionalen Veröffentlichungen steht fälschlicherweise, dass Schweinfurt im Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg sehr stark zerstört worden sei. Was nicht zutrifft, im Gegensatz zum benachbarten Würzburg, das zu 80 % durch einen Feuersturm zerstört wurde. Schweinfurt wurde zu etwa 45 % zerstört und damit genauso stark wie Rothenburg ob der Tauber.[14] In lokalen Veröffentlichungen wird der Zerstörungsgrad Schweinfurts manchmal sogar lediglich mit 40 % angegeben und nur der des Industriegebietes mit 45 %. Es gelang den Alliierten nicht, einen Feuersturm zu entfachen. Davor gab es seit 1554 (siehe: Schweinfurt#Zweites Stadtverderben) keine nennenswerte Zerstörung. Den Dreißigjährigen Krieg überstand die Stadt schadlos, einen großen Stadtbrand außerhalb kriegerischer Auseinandersetzungen gab es nie. So kann man überall in der Altstadt noch historische Strukturen finden (siehe auch: Stadterweiterung).

Nach 1945 plante man im Zuge des Wiederaufbaus eine breite Hauptstraße quer durch die Altstadt, über weitgehend zerstörte Areale, durch die Verlegung der Zehntstraße, die vom nördlichen Marktplatz quer über die Manggasse an die Neutorstraße anschließen sollte. Das Großprojekt wurde, auch wegen der Weiternutzung der im Boden erhaltenen Versorgungsleitungen, nicht realisiert.[15]

In der Altstadt herrscht aufgrund von Abrissen und Bombenschäden eine für teilzerstörte deutsche Städte typische Mischbebauung aus vielen Epochen vor. Vom späten Mittelalter über die frühe Neuzeit, bis zur Nachkriegszeit und Moderne, um den Roßmarkt bis hin zum städtebaulichen Chaos.

Ein planmäßiger Wiederaufbau der Stadt in den 1950er und 1960er Jahren war nur an wenigen Stellen nötig, was zur Folge hatte, das es lange Zeit, zum Teil noch bis heute (2017) einige noch nicht geschlossenen Lücken in den Seitengassen der Altstadt gibt, wie in der Hadergasse. Die Stadtmauer ist im Osten fast durchgehend und im Westen abschnittsweise mit einigen Wehrtürmen noch erhalten oder wurde rekonstruiert.

In der nordwestlichen Altstadt, im Gebiet um Zeughaus, Bauerngasse und Kornmarkt, gibt es viele, meist kleinere Bürgerhäuser, deren historische Substanz nicht im Zweiten Weltkrieg, sondern erst danach, zumindest im Erdgeschoss, durch eine Vielzahl von Eingriffen fast gänzlich zerstört wurde. Zur Zeit (Februar 2017) gibt es zahlreiche Geschäftsleerstände, auch in 1a-Lagen, die das Erscheinungsbild der Altstadt beeinträchtigen (Gründe hierzu siehe: Schweinfurt#Einzelhandel).

Schweinfurter Modell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1970er Jahren wurden viele kleinere Gewerbe- und Handelsbetriebe aus den zum Teil im Krieg zerstörten Altstadt-Hinterhöfen in das neue Gewerbegebiet Hafen-Ost verlagert. Dies war die Voraussetzung für die nachfolgende Altstadtsanierung, die sonst kaum möglich gewesen wäre.

Obwohl Altstadtsanierung wegen der oft komplizierten Eigentumsverhältnisse, unterschiedlichsten Interessen und unattraktiven Immobilien sehr schwierig ist, verzeichnet die Stadt Schweinfurt hier große Erfolge. Seitdem die Altstadtsanierung in den 1980er Jahren im Alten Gewerbeviertel begann, wird ein Quartier nach dem anderen nahezu flächendeckend saniert, restauriert und Baulücken werden gefühlvoll geschlossen. Am Ende entstand in den einzelnen Quartieren ein harmonisches, historisches Gesamtbild, obwohl mancherorts nur noch wenig historische Bausubstanz vorhanden war. Was dazu führte, dass die Altstadt seitdem einen zunehmend historischeren Charakter erhält.

Ermöglicht wird dies durch das Schweinfurter Modell, das bundesweit Nachahmer findet. Die Stadt kauft die „hoffnungslosen Fälle“ in einem Sanierungsgebiet, macht diese durch Grundstücksordnung, Abrisse von Nebengebäuden, Grund- oder Teilsanierungen und geprüften Nutzungsvorschlägen attraktiv und sorgt für ein überschaubares Risiko beim Kauf.[16] Die Altstadtsanierungen werden von der Öffentlichkeit, wie von Reiseführern, ausnahmslos gut und vorbildlich bewertet. Derzeit läuft die Altstadtsanierung in den nördlichen Quartieren.

Bei der Altstadtsanierung wurde die mancherorts nur noch unscheinbare oder Am Oberen Wall nur noch rudimentäre historische Bausubstanz behutsam behandelt und Baulücken weder im Retrostil noch mit modernen Kontrasten, sondern in sensibler Weise geschlossen.

Teilsanierter Oberer Wall

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Einwohner
Altstadt
1800   6.0451
1. Dezember 1840   7.7662
1868   9.7483
1. Dezember 1871 10.8402
31. Dezember 2015   2.5291
1 Angabe der Stadt Schweinfurt
3 Angabe in Damals in Schweinfurt. S. 8 [17]

Bei der Reichsgründung 1871 hatte die Altstadt, die damals im Wesentlichen nur von kleineren Fabriken und Industriellen-Villen[13] umgeben war, etwa 10.000 Einwohner, was einer Bevölkerungsdichte von 25.000 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht.[17] Die Einwohnerzahl der Altstadt war bis dahin nahezu identisch mit der von der ganzen Stadt. In den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg lebten noch etwa 5.000 Menschen in der Altstadt auf einer Fläche von 0,4 km², genauso viele wie damals beispielsweise in der mittlerweile extrem ausgedünnten City of London (1951: 5.324 Einwohner auf einer Fläche von 2,9 km²). 2015 hatte die Altstadt nur noch 2.500 Einwohner, während zum Vergleich in der nur wenig größeren Altstadt von Frankfurt am Main (0,48 km²) 3.937 Menschen wohnen.

Quartiere und Plätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweinfurt gilt als Stadt der Plätze und besitzt 40 Stadtplätze.[18] In der Altstadt gibt es fünf Marktplätze,[19] es werden aber nur noch auf dem (Haupt)Markt Markttage abgehalten.

  • Markt
  • Albrecht-Dürer-Platz - Holzmarkt ¹, ab 1578 Am neuen Brunnen ²
  • Am Zeughaus - Schweinmarkt ¹
  • Kornmarkt - Getreidmarkt ¹, vor 1806 Leder- und Schuhmarkt ², der südliche Bereich hieß einst Salzmarkt ²
  • Roßmarkt - einst Viehmarkt ²

¹ im Katasterplan von 1868 ² Peter Hofmann: Schweinfurtführer.de

Die Renaissance ist der prägende Stil der protestantischen Reichsstadt. Einem Zentrum des Humanismus und der Aufklärung, das im scharfen Gegensatz zu den benachbarten katholisch-barocken Bistümern Würzburg und Bamberg stand. Die Hauptsehenswürdigkeiten befinden sich in der östlichen Altstadt rund um den Marktplatz sowie entlang des Mains und an den östlichen Wallanlagen. Die noch vorhandenen Altstadtquartiere in der südlichen und östlichen Altstadt besitzen unterschiedlichen Charakter. Die Vielfalt Schweinfurts, bis hin zur Widersprüchlichkeit, zeigt sich auch in der Altstadt.

Altstadt-Ost/Markt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mainbrücke und Brückentor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Mainbrücken in Schweinfurt
Stadtbibliothek (2007) im Ebracher Hof (1578) Brückenstraße mit Rathauserker
Stadtbibliothek (2007)
im Ebracher Hof (1578)
Brückenstraße
mit Rathauserker

Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts war der Verkehr über den Main bei Schweinfurt nur mit Fähren möglich. Erst ein Privilegium von König Wenzel von 1397 erlaubte der Stadt Brücken, Mühlen und Wasserbauten aller Art am Main zu errichten und die Stadt durfte zur Bestreitung der Baukosten einen Zoll einführen. Spätestens 1408 war die Brücke errichtet, wo bereits von einer Beschädigung durch Eisgang berichtet wurde.[20] Und das blieb, in Verbindung mit Hochwasser, das große Thema bis ins 20. Jahrhundert. An der nördlichen Seite des Mains, an der Stadtmauer, wurde das 1833 abgerissene Brückentor errichtet, ein Doppeltor. Nach einem Kupferstich des 19. Jahrhunderts wurde die Leopoldina im Zwinger des Brückentors gegründet. 1652 wurde in Schweinfurt die älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie der Welt, die Leopoldina, die heutige Nationale Akademie der Wissenschaften gegründet, noch vor den entsprechenden Gesellschaften in Paris und London. Die heutige Maxbrücke ist bereits die siebte Brücke an dieser Stelle und mittlerweile die dritte Straßenbrücke über den Main. Anfang 2017 wurde bekannt, dass auch sie abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden muss.

Altstadt-Entrée[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Entrée an obiger Mainbrücke ist ein neues Wahrzeichen der Stadt. „Das schönste Entrée“[21] bilden (von West nach Ost) die Zweigstelle des Bayerischen Landessozialgerichtes (2000), das Museum Georg Schäfer (2000), das Hauptzollamt (2007) und Stadtbibliothek (2007) im ausgebauten mittelalterlichen Ebracher Hof. Es zeigt „wie sich Tradition und Moderne […] auf das Vortrefflichste vereinen.“[22]

Olympia Fulvia Morata

Das Museum Georg Schäfer (MGS) (1998–2000) von Volker Staab wurde im Jahr 2000 eröffnet und erhielt zwei Architekturpreise.[23] Das ganze Erdgeschoss ist bei freiem Eintritt begehbar und als Agora konzipiert, einem öffentlichen Treffpunkt mit Café, Museumsbuchhandlung und großer Treppenhalle zwischen Mainloggia und Rathausloggia, in die die beiden Hauptzugänge mit großen Freitreppen und Rampe schützend eingelagert sind. In die Ausstellungsräume der Obergeschosse wurde die Umgebung ebenfalls durch Blickachsen zu Altstadt und Main einbezogen.

Die dem MGS gegenüberliegende Stadtbibliothek (2004–2007) von Bruno-Fioretti-Marquez ist ein Um- und Ausbau des Ebracher Hofs. Mit neuem unterirdischen Basisgeschoss und der sogenannten Laterne als Oberlicht, einem 33 Meter langen Glasriegel, der dem Verlauf der ehemaligen Stadtmauer folgt und den Rahmen für eine kleine Piazza bildet. Das Hauptzollamt (2005–2007) ist ebenfalls von Bruno-Fioretti-Marquez und komplettiert das Bauensemble, das vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt 2008 zu den 24 besten Bauwerken Deutschlands gekürt wurde.[21]

Auf dem Weg zum Marktplatz passiert man in der Brückenstraße das Denkmal von Olympia Fulvia Morata (1526 bis 1555), einer Dichterin und humanistischen Gelehrten aus Ferrara, die mit der Schweinfurter Stadtgeschichte eng verbunden ist. Sie verlor im Zweiten Stadtverderben (siehe: Stadtgründung) alles Hab und Gut, konnte nur ihr nacktes Leben retten und verstarb kurze Zeit später mit nur 30 Jahren.

Zürch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Zürch (Schweinfurt)
Zürch, ein früherer Burgbezirk

Der Zürch ist ein ehemaliges Burgenviertel und wird allgemein als ältestes Viertel der heutigen Altstadt angesehen, obwohl das nicht gesichert ist. Die über 300 Jahre alte Zürcher Kirchweih ist die älteste Kirchweih Unterfrankens. Das Quartier besitzt enge, gepflasterte Gassen auf mittelalterlichen Stadtgrundriss, mit zum Teil sehr kleinen Wohnhäusern und wird von der hier noch nahezu komplett erhaltenen Stadtmauer umgeben. Durch all dies hat sich der Zürch, trotz der seit 600 Jahren nicht mehr vorhandenen Burg, den Charakter eines Burgenviertels bis heute erhalten.

Altes Gewerbeviertel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Judengasse Petersgasse, Schrotturm mit Renaissancehaus
Judengasse
Petersgasse, Schrotturm mit Renaissancehaus

Das ehemalige Gewerbeviertel mit seinen verwinkelten Gassen liegt hinter der einstigen, verschiedenen Industriezweigen dienenden Großen Mainmühle, von der noch große Nachfolge-Gebäude (Spinnmühle) erhalten sind. Zudem lag das Viertel hinter dem früheren Mainhafen, der sich heute 1,5 km mainabwärts auf der gegenüberliegenden (südlichen) Mainseite im Industriegebiet Hafen-West befindet.

Das einstige Gewerbeviertel ist ein städtebaulich geschlossener Bereich mit mittelalterlichen Gassengrundriss und zweigeschossigen meist traufseitigen Gebäuden mit Fassaden des 18. und 19. Jahrhunderts und ehemals gewerblich genutzten Rückgebäuden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde durch den Neubau eines Altenwohnheims der Hospitalstiftung Schweinfurt die Petersgasse in zwei Teile abgeteilt. Seit der Altstadtsanierung, die im Gewerbeviertel begann (1979), wird das Quartier auch Südliche Altstadt genannt. Wahrzeichen des Viertels ist der Schrotturm in der Petersgasse 3. Ein 1611 erbauter Treppenturm eines heute noch erhaltenen Renaissance-Hauses, der im 19. Jahrhundert zur Herstellung von Schrotkugeln um vier Geschosse erhöht wurde.[24] Um den Schrotturm mit seinem Ranaissance-Haus war keine erhaltenswerte historische Bausubstanz mehr vorhanden, deshalb wurde das Areal bei der Altstadtsanierung komplett freigeräumt, danach wieder eng bebaut und erscheint heute als geschlossenes Altstadtquartier.

Petersgasse 6 und 8 waren Stammgebäude der Firma Kugelfischer. Die Hofanlage Metzgergasse 16 wurde vermutlich 1594 in nachgotischen Formen errichtet und ist ein sehr gut erhaltener Hof des 16 Jahrhunderts.[25] In ihr wohnte der vormalige Oberbürgermeister von Würzburg, der Kaufmann Balthasar Rüffer.

In Folge der Altstadtsanierung und des im Jahre 2000 eröffnete Museum Georg Schäfer erfuhr das Viertel eine starke Aufwertung und wurde mit mehreren Lokalen und Restaurants zu einem Treffpunkt.

Im Quartier war im Mittelalter das Jüdisches Viertel der Stadt. In der Judengasse befand sich die erste Schweinfurter Synagoge. Nach der großen Judenvertreibung 1555 wurde sie geschlossen. Erst 1864 wurde erneut eine jüdische Gemeinde nahe am Gewerbeviertel, in der Siebensbrückleinsgasse gegründet.[26] Die Synagoge im Hinterhof wurde in der Reichskristallnacht geschändet und im Zweiten Weltkrieg zerstört, während das 1888 errichtete jüdische Gemeindehaus vorne an der Gasse unversehrt den Krieg überstand und für den Bau eines Parkplatzes der Städtischen Sparkasse um 1965[8] weichen musste. Dies wird an der Gedenktafel, die sich am Ort des ehemaligen Gemeindehauses befindet, verschleiert, mit dem falschen Hinweis, dass hier die Synagoge gestanden hätte.

Markt (Hauptmarkt)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktplatz

In der Mitte der östlichen Altstadt, an der historischen Kreuzung der Straße entlang des Mains aus Bamberg mit der Nord-Süd-Verbindung aus Richtung Erfurt über die Mainbrücke, liegt der Markt (offizieller Name). Er ist vermutlich erst Ende des 13. Jahrhunderts entstanden, wird erstmals in Dokumenten 1336 erwähnt und ist somit nicht so alt, wie das benachbarte Quartier Zürch. Außer dem Rathaus liegen am Markt keine bedeutenden historischen Gebäude. Jedoch ist der große Platz, mit dem Dreiklang Rathaus, Rückert-Denkmal und der Blickachse zu St. Johannis proportional ausgewogen und hat seinen historischen Gesamtcharakter bewahrt.

Das Alte Rathaus (1570–1572) von Nikolaus Hofmann aus Halle (Saale) gilt als Glanzleistung der profanen deutschen Renaissance. Am Abend des 20. April 1959 stand der Dachstuhl des Alten Rathauses, das den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden hatte, in Flammen. Der Ostgiebel bog sich nach außen und drohte in die Brückenstraße zu stürzen. Die Feuerwehren brachten jedoch den Brand, der vermutlich durch Schweißarbeiten ausgelöst wurde, unter Kontrolle. In den 1980er Jahren wurden die großen Kellergewölbe restauriert und der Ratskeller eröffnet (heute Aposto). Daneben das Neue Rathaus von Fred Angerer (1954–1958), wo sich die Gestaltung der Marktplatz-Fassade nach Fertigstellung des Rohbaus mit Hilfe von Vorschlaghammer und Maurerkelle fortsetzte, durch wiederholte Veränderung von Größe und Lage von Fenstern, bis ein endgültig befriedigendes Ergebnis erzielt war. Der große Innenhof des Neuen Rathauses mit Brunnen ist heute Teil einer öffentlich begehbaren Abfolge von Höfen, Plätzen, Arkaden, Freitreppen und Loggien, vom Martin-Luther-Platz über den Markt bis in die Halle des Museum Georg Schäfers.

Rückert-Denkmal

Das Rückert-Denkmal (1890) am Marktplatz ist ein Bronzeguss von Wilhelm von Rümann und Friedrich von Thiersch des 1788 in Schweinfurt geborenen Dichters und bahnbrechenden Übersetzer orientalischer Dichtung Friedrich Rückert, der mindestens 44 Sprachen beherrschte.[27] Er übersetzte als Erster Teile des Korans in Deutsche, war im 19. Jahrhundert populärster Dichter Deutschlands, hatte ein distanziertes Verhältnis zum Lebemann Goethe und geriet im 20. Jahrhundert in Vergessenheit. Zu Füßen des auf einem Stuhl sitzenden Dichters allegorische Figuren seiner Werke Die Geharnischte Sonette, die er 1813 unter dem Pseudonym Freimund Raimar gegen Napoleon I. schrieb und die Weisheit des Brahmanen.[28]

Im Hause Nr. 8 am Markt wohnte am 20. October 1631 König Gustav Adolph von Schweden, im Hause Nr. 30 daselbst 1625 Wallenstein., 1634 Octavio Piccolomini, 1813, wie eine im oberen Vorplatze angebrachte Tafel besagt, Kaiser Alexander von Russland auf seinem Siegeszuge nach Frankreich, und in den 1830er Jahren zweimal König Ludwig I. von Bayern.[29]

An obiger historischen Rathauskreuzung (heute weitgehend Fußgängerzone) befand sich seit etwa 1949 die erste Verkehrsampel der Stadt, die von einem Polizisten in einer gläsernen Kanzel, die am Rückert-Geburtshauses hing, handgeschaltet wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde die südliche Hälfte der Markt-Westseite fast total zerstört. Der Wiederaufbau dieser Häuserzeile stellt ein gelungenes Beispiel für Bürgerhäuser aus den frühen Fünfziger Jahren dar. Bei der weniger zerstörten Ostseite war ein planmäßiger Wiederaufbau nicht nötig und sie war lange ein unschönes Torso. Die Kaufhof AG (vormals Tietz), die in der Stadt bereits um 1900 ein Warenhaus eröffnet hatte (siehe: Spitalstraße und Schultesstraße), überlegte hier ein Warenhaus zu errichten, bevor Horten am Jägersbrunnen 1964[30] eröffnete.

Martin-Luther-Platz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin-Luther-Platz mit St. Johannis
und Altem Gymnasium

Unweit nördlich des Marktes führt eine Freitreppe hoch zum Martin-Luther-Platz, dem historisch am besten erhaltenen Platz der Stadt und Mitte eines kleinen Museumsquartieres (siehe: Museen). Im Katasterplan von 1868 wird der Platz als Kirchhof bezeichnet.

Mit der Johanniskirche (ab 1200, Romanik, Gotik und weitere Baustile), der evangelischen Hauptkirche der Stadt und ältestes erhaltene Gebäude Schweinfurts, das erstmals im Jahre 1237 schriftlich erwähnt wurde.[24] Um 1200 wurde der Bau einer dreischiffigen Basilika begonnen. 1237 war der Nordturm mit romanischer Turmkapelle fertiggestellt, auf den Südturm verzichtete man. Seit 1542 ist die Kirche protestantisch,[24] eines der wichtigsten kirchlichen Baudenkmäler zwischen Bamberg und Würzburg.[24] St. Johannis war als Bürgerkirche geplant, jedoch ab 1325 musste der Rat der Stadt Schweinfurt die Baulast tragen. Nahezu alle europäischen Baustile über 8 Jahrhunderte, von der Romanik bis zum Klassizismus sind vertreten.[24] Das Alte Gymnasium (1582–1583, Renaissance) hinter St. Johannis ist seit 1890 Heimat des Stadtgeschichtliches Museums. Es wird derzeit (2017) erweitert und bleibt deshalb bis mindestens 2019 geschlossen. Im Wenkheimer Gässchen lag ein Hof der fränkischen Ritterfamilie von Wenkheim (auch Wenckheim), den die Stadt 1445 kaufte. 1503 wurde dort eine Reichsvogtei eingerichtet.[8] Die Wenkheimer besaßen später große Ländereien und Schlösser in Ungarn und stellten einen Ministerpräsidenten.

Am Oberen Wall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Obere Wall wurde im mittleren Bereich, bei der heutigen Brauerei Roth im 16. Jahrhundert auch An der Figur genannt, da sich hier die letzte Station eines Kreuzwegs befand.[8] Das Altstadtquartier im Osten, entlang des Oberen Walls, das noch weitgehend altstädtischen Charakter besitzt, liegt in seinem nördlichen Bereich steil oberhalb des Tals des Marienbachs. Im Süden reicht es bis an die Rückertstraße, die als ehemalige Mühlgasse zum 1876 abgebrochenen Mühltor führte. Im Westen wird das Quartier vom Markt und der Oberen Straße (einst: Obere Gasse oder Obertorgasse[8]) begrenzt, die zum ehemaligen Obertor führt und bis in die 1960er Jahre eine Hauptgeschäftsstraße der Stadt war, bis dann die Westverschiebung des Hauptgeschäftszentrums einsetzte (siehe: Schweinfurt#Einzelhandel). Die südliche Hälfte des Quartiers wird durch die Krummen Gasse erschlossen, die 1434 bereits als gepflasterte Gasse erwähnt wird.[8] Hier ist die Altstadtsanierung bereits abgeschlossen.

In der Mitte des Quartiers stand oberhalb der Stadtmauer die Hauptwache. In einem Plan von 1771 ist sie eingezeichnet, mit drei stadtauswärts, Richtung Kiliansberg gerichteten Kanonen auf dem Dach. An dieser Stelle befindet sich heute, in zum Teil historischen Gebäuden, die seit 1818 bestehende Brauerei Roth. Es ist mittlerweile die letzte Brauerei der Stadt, insgesamt gab es elf (siehe: Liste ehemaliger Brauereien in Bayern#Schweinfurt). . Das Roth' sche Haus (auch Schopperhaus) von 1588 in der Oberen Straße 24 war ein größeres Renaissance-Gebäude, auf das 1944 eine Sprengbombe fiel und das Haus zerstörte, mit Ausnahme des gut erhaltenen Erdgeschosses, in dem sich seit je her ein Lokal befindet.[31] Eine mysteriöse Inschrift in der Hofeinfahrt des Hauses berichtet von einem angeblichen Meteoritenfall auf das Anwesen, der nicht nachweisbar ist (siehe: Meteoritenfall Schweinfurt (1627)). Über das Roth' sche Haus gibt es viele Detailinformationen und Ansichten, dass ein Wiederaufbau möglich wäre, der von alteingesessenen Bürgern seit jeher gewünscht wird. In der östlichen Altstadt wurde 1856 die Idee der Schweinfurter Schlachtschüssel geboren. Der Metzgerwirt Georg Josua Schwanhäusser servierte sie erstmals im Gasthof Goldener Stern in der Oberen Gasse 36 (heute Obere Straße) seinen Gästen.

Kulturforum Martin-Luther-Platz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Kulturforum soll bis 2021 entstehen, durch Verbindung des Alten Gymnasiums mit dem Stadtgeschichtlichen Museum, dem Stadtschreiberhaus, der Alten Reichsvogtei und einem Geschäftshaus in der Oberen Straße. Hier sollen auch das Stadtarchiv aus dem benachbarten Friedrich-Rückert-Bau und die Sammlung Otto Schäfer, die als Schenkung samt dem Museumsgebäude am Kiliansberg in städtische Hände übergeht, eine neue Heimat finden. Danach soll der Friedrich-Rückert-Bau aus den 1960er Jahren, dessen Sanierung geschätzte 7 bis 8 Millionen Euro kosten würde, abgerissen werden und Platz für eine Tiefgarage schaffen, auf der Wohnungen errichtet werden sollen.[32]Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren Das Gebiet um den Martin-Luther-Platz würde dadurch, zusammen mit dem Museum Gunnar-Wester-Haus und dem Saazer Heimatmuseum zu einem Museumsviertel, mit insgesamt vier Museen (siehe auch: Schweinfurt#Museen und Galerien).

Quartier Keßlergasse/Zehntstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barockhaus in der Zehntstraße
Keßlergasse

Das Quartier Keßlergasse/Lange Zehnstraße ist eine der ältesten Fußgängerzonen Deutschlands. Der Name Zehntgasse ist seit 1424 nachweisbar und geht auf den 1387 erbauten Zehnthof des Stift Haugs in Würzburg zurück.[8] Im Katasterplan von 1868 tragen die von hier nächstgelegenen Felder außerhalb der Stadtmauer den Flurnamen Zehent (siehe: Westliche Altstadterweiterung) und an Stelle des Zehnthofs ist in jenem Plan ein Gerichtsgebäude eingezeichnet. Heute steht dort das Innenstadt-Postamt.

Durch die herausgebrochenen Schaufenster in den Erdgeschossen, mit ständigen Geschäftsumbauten, bemerkt man kaum, dass dies heute großteils ein Quartier aus dem 18. Jahrhundert mit zahlreichen Bürgerhäusern im einfachen Barock ist. Ab den 1980er Jahren bis etwa 2010 befand sich zwischen Keßlergasse und Langen Zehntstraße eine Markthalle mit Einzelhändlern und Gastronomie. Insbesondere in jener Zeit besaß das Quartier südliches Flair. 2018 wurde eine größere Quartiersbebauung mit dem Krönlein-Karree (City-Karree), zwischen Keßlergasse und Postamt, fertiggestellt

Altstadt-West/Roßmarkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spitalstraße und Schultesstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herkunft des Namens der heutigen Spitalstraße, der einstigen Spitalgasse, ist nicht ganz eindeutig belegt. Der Name könnte auch von einem Spital abgeleitet worden sein, das sich schon vor der Stadtgründung im 13. Jahrhundert am Ende der späteren Spitalgasse, etwa an der heutigen Stelle des Vierröhrenbrunnens befand (Bild siehe: Stadterweiterung um den Roßmarkt). Im Historischen Lexikon Bayerns ist dieses Spital bereits auf einer Karte für den Zeitraum von 950 bis 1250 eingezeichnet.[3]

Spitalstraße

Andererseits standen einst westlich von der Spitalgasse (von Ost nach West) das Innere Spitaltor (bis 1567),[9] das Mittlere Spitaltor,[9] der Innere Spitalturm [9] und das Äußere Spitaltor (bis 1880),[9] auch Basteiturm genannt. Das Äußere Spitaltor war nach dem urkundlich seit 1364 [13] belegten Hospital Heilig Geist (auch Bürgerspital) an der damaligen, wie heutigen Heilig-Geist-Kirche, benannt.[9] Auf der Straße nach Westen Richtung Würzburg musste man eine Zeit lang drei Tore passieren.[9] Im Katasterplan von 1868 befindet sich das Spital bereits in einem Neubau außerhalb der Altstadt, im nördlichen Bereich des heutigen Justizquartiers und bestimmte die im Katasterplan noch nicht eingezeichnete südliche Baulinie der Luitpoldstraße, der Hauptstraße der künftigen Ludwigsvorstadt.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Spitalstraße in Adolf-Hitler-Straße umbenannt. Die Spitalstraße, die vom Markt nach Westen führt, war bis in die 1960er Jahre die unbestrittene Hauptstraße und das Hauptgeschäftszentrum der Stadt, bis die Westverschiebung des City-Gebietes einsetzte (siehe: Schweinfurt#Einzelhandel). 1982[8] wurde die Spitalstraße Fußgängerzone. In der Gründerzeit hieß die westlich an die Spitalstraße anschließende Schultesstraße Steinweg und ihre Fortsetzung außerhalb des Äußeren Spitaltors Schultesstraße. Heute heißt der Steinweg Schultesstraße und die damalige Schultesstraße Gunnar-Wester-Straße. Im Katasterplan von 1868 bildeten Spitalstraße, Steinweg und Schultesstraße bereits eine 800 lange westliche Hauptentwicklungsachse der Stadt, die außer hier sonst noch kaum über die Stadtmauer hinausgewachsen war. Erst sechs Jahre später eröffnete noch einen Kilometer weiter westlich der Centralbahnhof und spätere Hauptbahnhof. Auf dieser Westachse fuhr von 1895 bis 1921 die erste kommunale Straßenbahn Bayerns, die Schweinfurter Straßenbahn, als eingleisige Pferdebahn zum Hauptbahnhof. Das Straßenbahndepot war am 1876[9] abgebrochenen Mühltor.

1884 eröffnete Leonhard Tietz aus Stralsund, der Begründer der heutigen Warenhauskette Kaufhof, seine zweite Filiale in Schweinfurt, die er 1893 innerhalb seiner Familie weiter reichte.[30] Das einstige Schweinfurter Warenhaus Tietz, das später als Kroneneck zu einem Schweinfurter Kaufhaus-Unternehmen gehörte, wich 1986 einem Neubau (Commerzbank). Spitalstraße und Steinweg wurden um 1900 in Abschnitten zur Prachtstraße und zur Flaniermeile des Bürgertums. Mit (von Ost nach West) dem Café Viktoria, dem Mode Bazar Louis Voit, dem Café Restaurant Metropol, dem Warenhaus Tietz, der Gewerbehalle, der Heilig-Geist-Kirche, der Steinwegschule und der Königlichen Filialbank, der späteren Bayerischen Staatsbank. (Bilder siehe: Gründerzeit bis 1920er Jahre)

Fischerrain[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fischerrain (Schweinfurterisch: Fischerree, Ortsbezeichnung: am Fischerrain) ist ein eigenständiges, kleines Viertel am Main, so wie der Zürch und wurde bereits 1383 in den Annalen von Nikolaus Sprenger als Fischersiedlung genannt. Ursprung und Datierung dieser Siedlung sind unbekannt und verlieren sich im Dunkel der Geschichte. Es ist nicht mal bekannt, wann der Fischerrain in die Altstadt integriert wurde, ob vor oder im Zuge der Stadterweiterung ab 1437 und ob er schon vor der Stadtgründung bestand. Alle hierzu gemachten Angaben in Veröffentlichungen sind spekulativ. So wird der Fischerrain als „wahrscheinlich ältester Stadtteil“ bezeichnet, der vielleicht schon bestand, bevor die heutige Altstadt rings um den Marktplatz von den Staufern gegründet wurde.[33]

Der Fischerrain besaß nach Eingliederung in die Stadtbefestigung, wann diese auch immer erfolgte, einen eigenen Stadtzugang, das Schiffbauertor Fischerpforte, zu dem die Fischer im Gegensatz zu allen anderen Personen und Stadttoren jederzeit ungehinderten Zugang zum Main hatten. Das Quartier hatte in früherer Zeit, als die Stadt noch ein bedeutender Weinort war (siehe: Schweinfurt#Weinort) zahlreiche Restaurants und Fischhäuser, von denen jeweils noch eines existiert.[34] Die traditionsreiche Weinwirtschaft Gößwein, die 1816 erstmals urkundlich erwähnt wurde[33] besteht heute noch unter anderem Namen. „Die aus Fischern, Bäckern, Büttnern, Häfnern, Färbern, Bier- und Weinwirtschaften mit Fischbäckereien und anderen Handwerkern bestehende Lebensgemeinschaft mit dem nahen Fluß hatte noch lange Zeit ihr Eigenleben.“[33]

Am Westrand des Quartiers, am Alten Friedhof, ist die im letzten Krieg fast vollständig zerstörte Gasse An den Brennöfen, benannt nach den Öfen der Häfner. Hier befand sich ein im Zweiten Stadtverderben 1553 zerstörtes und 1560 endgültig beseitigtes Karmeliterkloster.[8] Im Eckhaus Mainaussicht 63 wohnte der Schweinfurter Heimatforscher Hubert Gutermann (1892–1974); von ihm stammt der Schulbuchklassiker Alt Schweinfurt.

Eingang zum Alten Friedhof

Die Fischer übten auch die Mainschifffahrt aus. Von den 1846 noch 58 ansässigen Berufsfischern betrieben sieben die Ordinari-Schiffahrt. 1738 wurde eine Ordinarifahrt zur Beförderung von Gütern nach Würzburg eingeführt, 1773 nach Bamberg und 1843 durch den Ludwig-Donau-Main-Kanal nach Nürnberg und Regensburg, sowie in Gegenrichtung nach Frankfurt am Main. Im bayerischen Urkataster von 1808 ist neben einem vorwiegend militärisch genutztem Hafen auf der Maininsel Bleichrasen ein ziviler Hafen westlich neben dem Fischerrain an der heutigen Heilig-Geist-Kirche eingezeichnet. Er wurde wieder vollständig zugeschüttet und überbaut (siehe auch Hafen Schweinfurt).

Am Fischerrain gab es insgesamt drei Brauereien, die alle um die Gasse Fischersteig lagen und nicht mehr existieren (siehe: Liste ehemaliger Brauereien in Bayern#Schweinfurt). Das Stammhaus der Brauerei Hagenmeyer, die 1988 an anderer Stelle schloss. Die 1878 gegründete Brauerei Rauschert/Ebersberger und in den 1980er Jahren eine Gasthausbrauerei im Albrecht-Dürer-Center, die Brauerei zum Rossknecht.[8] Heute gibt es nur noch eine Brauerei in der Stadt, noch in den 1980er Jahren erhöhte sich sogar die Zahl kurzzeitig von vier auf fünf Brauereien. Insgesamt gab es in Schweinfurt, unweit des Überlappungsgebietes von Weinfranken mit Bierfranken, wo einst die Stadtbilder von Brauereien mitgeprägt wurden, elf Brauereien[8] und die Kommunal-Brauerei und um 1800 etwa 320 Hektar Rebfläche. Der Fischerrain war einst ein typisch fränkisches Wirtshaus-Quartier, mit einer Bier- und Weinkultur und Fischküche.

Eine der letzten großen Kriegs-Baulücken der Altstadt, An den Brennöfen, am Fischerrain, wird 2017 durch Umsetzung des Siegerentwurfs eines Architektenwettbewerbes geschlossen.[35]

Georg-Wichtermann-Platz  (Alter Postplatz)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Längs durch diesen Platz zog sich bis 1437[3] der innere Stadtgraben (siehe: Stadterweiterung), auf den man beim Bau der zweigeschossigen Tiefgarage 1986 unter diesem Platz stieß. Seit 1562[8] befanden sich hier Brot- und Fleischbänke von Bäckern und Metzgern. Von 1804 bis 1890[8] stand hier in Platzmitte das Gebäude der Fleischbank. Auf dem Katasterplan von 1868 ist der Platz deshalb auch als Fleischbank bezeichnet. Danach wurde an selber Stelle das Stadtpostamt errichtete, das 1893 bereits über 40 Telefonsprechstellen verfügte.[8] Der Platz hieß nun Postplatz. 1966[8] wurde das Postamt abgebrochen und 2005[8] der Platz zu Ehren des langjährigen Oberbürgermeisters Georg Wichtermann (1956 bis 1974) nach dessen Namen benannt. Die Umbenennung wird wegen des fehlenden historischen Bezugs zum Platz neuerdings zunehmend abgelehnt, zu Gunsten von Alter Postplatz. Nach dem Bau der Tiefgarage wurde die Platzmitte darüber mit Platanen aus Italien bepflanzt und nach mediterranen Vorbild als Sandplatz zum Boule-Spiel gestaltet, was nicht alle Bürger verstanden und einen festen Belag forderten.

Stadterweiterung um Kornmarkt und Zeughaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nördliche Altstadt (einstiger Name Am Oberen Anger) zwischen den beiden ehemaligen Marktplätzen Kornmarkt und Schweinmarkt (heute Am Zeughaus) liegt im Gebiet der ersten Stadterweiterung, worauf die Gassennamen Neue Gasse und Graben (innerer Graben) hinweisen (siehe: Bauliche Entwicklung). Die Bezeichnung das Dorf in der Stadt für das abgeschlossene Quartier Zürch trifft ehr für die nördliche Altstadt zu, worauf der Name Bauerngasse hinweist. Das Quartier lag am Rande des größten landwirtschaftlich genutzten Areals auf reichstädtischem Gebiet, das von der Stadt vom Deutschen Orden erworben wurde. Die Bewohner stammen hauptsächlich aus der Ortschaft Hilpersdorf, die auf reichsstädtischem Gebiet südlich der Bellevue lag und zur Wüstung wurde, da der reichsstädtische Rat die Bewohner aufforderte, in die Stadt zu ziehen. Sie haben sich frühestens nach 1437 Am Oberen Anger niedergelassen, der im Volksmund Bauerngasse genannt wurde. Dieser Name ist erst seit 1809 nachweisbar.[8] Die Häuser an der Stadtmauer in der Neuen Gasse lagen auf Streifenfluren, die weit über die Stadtbefestigung hinaus reichten. Hier wurde auch Wein angebaut und einige Gärten nutzten Wirtschaften als Gastgärten, wie die 2013 geschlossene, traditionelle Weinstube Hammer, mit allseits erwünschter Wiedereröffnung.

Das Zeughaus (1589 – 1591, Renaissance) war Waffenarsenal der Reichsstadt und wurde 2014 umfassend restauriert und der Platz, auf dem es steht umgestaltet und die Parkplätze entfernt. Auf dem Platz stand bis zum Zweiten Weltkrieg das Zentralfeuerwehrhaus mit großem Schlauchtrockenturm. Am Zeughaus, in der Bauerngasse und am Kornmarkt gibt es seit historischen Zeiten bis heute zahlreiche Wirtshäuser. In dieser Kneipenmeile, die in den 1990er Jahren durch zusätzliche neue Musiklokale ihre Blütezeit erlebte, wurde 1993 die heute international bekannte Idee des Honky Tonk Kneipenfestivals geboren. Das historische Stadtbild wurde nicht nur durch Bombenschäden, sondern auch danach bis in die 1970er Jahre durch gesichtslose Neubauten und Ladenumbauten gestört. Seit 2012 laufen in diesem Quartier Planungen und Vorbereitungen zur Altstadtsanierung (siehe auch: Schweinfurter Modell).

Im Quartier gab es einst zwei Brauereien. Die 1845 gegründete Vereinsbrauerei Schweinfurt Am Graben und die 1870 gegründete Wagnerbräu Am Zeughaus.[8]

Nördlich grenzt an das Quartier der Fichtelsgarten in den ehemaligen Schanzenanlagen an, wo die im Zweiten Weltkrieg zerstörte, mondäne Fichtelsvilla stand,[36] von der nur noch die Treppe erhalten blieb. Für den Fichtelsgarten machte Ludwig Mies van der Rohe einen nicht umgesetzten Entwurf für das Museum Georg Schäfer, der jedoch dann in Form der Neuen Nationalgalerie in Berlin verwirklicht wurde.

Stadterweiterung um den Roßmarkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vier-Röhren-Brunnen (ab 1772)[13]
am Albrecht-Dürer-Platz

Die westliche Altstadt rund um den Roßmarkt liegt, wie die nördliche Altstadt, im Gebiet der ersten Stadterweiterung (siehe: Stadterweiterung). Von der Schranne am Roßmarkt ist der Bürgerhof mit Renaissancegiebel (heute Sparkasse) noch erhalten. Einst war die Schranne zusammen mit dem städtischen Brauhaus, der Kommunal-Brauerei, ein großer Komplex mit Gartenhof.[37] Der Bauschenturm von 1615 ist ein Renaissance-Treppenturm für das Bauschenhaus. Mit einer Inschrift zur Leopoldina, der heutigen Nationalen Akademie der Wissenschaften, die jedoch nicht, wie einst vermutet, im Bauschenhaus gegründet wurde, sondern im Amtslokal des Stadtphysikus Johann Laurentius Bausch, im Zwinger des Brückentors. Der Amtsarzt soll den Bauschenturm auch als Sternwarte benutzt haben. Im Dreißigjährigen Krieg wohnte hier der Generalfeldmarschall der schwedischen Armee Karl Gustav Wrangel.[38] Das Bauschenhaus war ein schlossähnliches Haus am Roßmarkt, dass 1876 im Stil der Neorenaissance umgebaut und aufgestockt wurde[8] und heute im westlichen Teil in den Außenmauern noch besteht.

Stadtmauer mit Neuer Hadergasse

An der westlichen Altstadt gab es den ersten neuen Straßendurchbruch durch die Stadtmauer, außerhalb der Bereiche der Stadttore. Im Katasterplan von 1868 ist dieser Durchbruch mit der heutigen Neutorstraße bereits eingezeichnet. Daran anschließend sind zudem in diesem Plan bereits auf der Flur Zehent (siehe: Quartier um die Keßlergasse) die Baulinien der ersten planmäßig außerhalb der Stadtmauer angelegten Vorstadt eingezeichnet, der Neutorvorstadt.

Der heutige Roßmarkt ist ein städtebauliches Chaos (siehe: Weblinks, Busverkehr am Roßmarkt), mit einem Mix von kleinen, historischen Altstadthäusern, über große neue Geschäftshäuser, bis hin, hoch im Hintergrund, am Iduna Hochhaus, mit Deutschlands drittgrößter, drei Stockwerke hohen Videowerbewand (Bilder siehe auch: Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit). Der Stadtbus-Bahnhof von 1997 am Roßmarkt wird von einem sternförmigen Glasdach überspannt. Die Westseite der Hohen Brückengasse stellt ein gelungenes Wiederaufbau-Beispiel einer Geschäftshäuserfront aus den frühen 1960er Jahren dar. Um 2015 wurde das Quartier Neue Hadergasse an der Stadtmauer fertiggestellt, auf einer Freifläche der im Krieg zerstörten, großen Weinhandlung Lebküchner, mit Renaissance-Haus.

Das Quartier zwischen Wolfsgasse und Stadtmauer war einst ein Viertel ärmerer Menschen, was an historischen Fotos und auch am Katasterplan von 1868 sichtbar wird, mit relativ ungeordneter, kleinteiliger Bebauung und größeren Lücken. Hier liegt die Hadergasse, mit dem Gefängnis mit Spitznamen Villa Rosa, benannt nach dem roten Anstrich, der auch nach der Renovierung beibehalten wurde. Die Stadtmauer dient als Gefängnismauer. Nach der Hadergasse ist eine Schweinfurter Originalfigur benannt und hier befindet sich die älteste Musikkneipe der Stadt, Sheppards. Auch heute sind in der Gasse die Kriegsschäden noch nicht ganz beseitigt. (Bild siehe hier)

Jägersbrunnen mit Iduna-Hochhaus

Jägersbrunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jägersbrunnen hieß 1599 An der Scheuer und zuvor Neben dem Judenkirchhof, da sich dort bis 1554 ein jüdischer Friedhof befand.[8] Der Jägersbrunnen bildet das Bindeglied zwischen der Altstadt und der Ludwigsvorstadt. Da dieser Name komplett in Vergessenheit geriet, wird die Vorstadt heute behelfsmäßig Gründerzeitviertel genannt.

In der City: Jägersbrunnen 2008

Quer über den westlichen Bereich des heutigen Jägersbrunnens liefen die Befestigungsanlagen der Schweinfurter Stadtmauer, die im Katasterplan von 1868 hier noch durchgängig eingezeichnet sind. Der östliche Bereich ist in diesem Plan ein auf allen vier Seiten umbauter, abgeschlossener Stadtplatz. Spätestens 1898 wurde hier auf der Nordseite die dreigeschossige und im Zweiten Weltkrieg zerstörte Markthalle fertiggestellt. Auf der Südseite stand unter anderen die im Krieg beschädigte Barthelsvilla.

Der Jägersbrunnen hat heute den Charakter eines großstädtischen Citygebietes. Anfang der 1960er Jahre erwarb die Horten AG das große, außerhalb der Altstadt gelegene Ruinenareal der einstigen Deutschen Gelatinefabrik. Da die Stadt Schweinfurt dort, außerhalb des Citybereichs, kein Warenhaus haben wollte, tauschte sie mit der Horten AG dieses Areal gegen das Ruinengrundstück der Barthelsvilla am Jägersbrunnen. Für den Bau des 1964[30] hier eröffneten Warenhauses (heute Galeria Kaufhof) wurde gegen Proteste ein Stadtmauerturm abgerissen, der zum Teil nur aus einer Nachbildung aus dem 19. Jahrhundert bestand. Das ursprünglich viergeschossig geplante Warenhaus mit Hortenkacheln ließ die Stadt nur dreigeschossig errichten, mit Rücksicht auf den gegenüberliegenden neubarocken Justizpalast, mit dem das Warenhaus, zusammen mit weitern Gebäuden, ein sehr gelungenes und allseits anerkanntes Bauensemble bildet. Einige Jahre später wurde der Jägersbrunnen baulich abgeschlossen, mit dem Iduna-Hochhaus und um 1975 dem C&A (heute in der Stadtgalerie Schweinfurt).

Ring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtbefestigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Oberen Wall

Die Schweinfurter Stadtmauer wurde 1258 erstmals urkundlich erwähnt. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde der östliche Wall (heute: Am Unteren- und Am Oberen Wall) deutlich erhöht, da man die Ostseite als gefährlichste Angriffsseite ansah, da dort vom Kiliansberg ein Beschuss auf die Stadt möglich war.[8]

Stadtmauer Am Unteren Wall
an Stelle der Reichsburg (1310–1427)

In den 1640er Jahren wurde im Zuge des Dreißigjährigen Krieges, den die Stadt unbeschadet überstand, die veraltete, mittelalterliche Stadtmauer vom Generalfeldmarschall der schwedischen Armee und Staatsmann Karl Gustav Wrangel, der sein Hauptquartier am Roßmarkt hatte, zu einer modernen Befestigungsanlage mit Schanzen ausgebaut. Seit den 1990er Jahren wurden an ihr als Folge schwerer Zugänglichkeit und Bauarbeiten immer wieder Entdeckungen gemacht. So beim 2007 entdeckten Jungfernkuss, einem Schalenturm, der in Teilen von einem 1367 gestifteten Karmeliterkloster (bis 1542) stammt. Teile der Spitaltorbrücke von 1748 wurden bei Bauarbeiten Ende der 1990er Jahre wiederentdeckt und freigelegt.

2016 wurde der im Zweiten Weltkrieg zerstörte, kleine Höpperle Turm an der westlichen Stadtmauer rekonstruiert. Die Südostecke der Stadtmauer im vermutlich ältesten Viertel der Altstadt Zürch war zugleich Umfassungsmauer der Reichsburg, die sich hier von 1310 bis 1427 befand. Hier sind zwei Wehrtürme; in einem befindet sich die Weinstube Türmle. Im Nordosten sind Bastionen erhalten, bzw. in Teilen rekonstruiert. Die Nordostecke markiert der Samtturm, einst auch Arrestturm.[39]

Ringanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Norden beginnend im Uhrzeigersinn:

Fichtelsgarten
  • Fichtelsgarten, vor der nördlichen Stadtmauer.
  • Motherwell Park, vor der nordöstlichen Stadtmauer, benannt nach der schottischen Partnerstadt Motherwell.
  • Philosophengang/Am Oberen Wall, Parkanlage vor der östlichen Stadtmauer, mit Teich und Springbrunnen.
  • Am Unteren Wall, vor der östlichen Stadtmauer, am ehemaligen Burgenviertel Zürch.
  • Bastei, Stadtstrand in einer alten Mainbastion. Unweit davon, am Zollhof ist eine Anlegestelle für Fluss-Kreuzfahrtschiffe.
  • Gutermann-Promenade, am Main.
  • Alter Friedhof, an der Heilig-Geist-Kirche, hier stand vom 14. bis zum 16. Jahrhundert das Karmelitenkloster.
  • Grünanlage und Vorhof an der Kunsthalle Schweinfurt
  • Châteaudun Park, vor der nordwestlichen Stadtmauer, benannt nach der französischen Partnerstadt Châteaudun.

Entlang der Wallanlagen und Mainpromenaden befinden sich zahlreiche Denkmäler, Brunnen und Industrie-Denkmäler.

Siehe auch: Denkmäler und Brunnen in Schweinfurt

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hubert Gutermann: Alt Schweinfurt - in Bildern, Sitten und Sagen. Schweinfurter Tagblatt, Schweinfurt 1991, ISBN 978-3-925232-09-1
  • Paul Ultsch: Damals in Schweinfurt. Als die Stadtmauer noch Begrenzung war. Buch- und Idee-Verlags-GmbH, Schweinfurt, ISBN 3-9800480-1-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Melderegisterbasierte Einwohnerzahl
  2. Übersichtskarte der Stadtteile. Abgerufen am 23. Dezember 2016.
  3. a b c d e Historisches Lexikon Bayerns. Abgerufen am 4. Februar 2017.
  4. a b Schweinfurt-Stadt-Kultur-Themen. Publikation des Schweinfurter Tagblatts für das Handelsblatt und DIE ZEIT, S. 4
  5. a b c d Peter Hofmann: Schweinfurtfuehrer.de/Geschichte 1400–1500. Abgerufen am 27. November 2017.
  6. schweinfurt.de@1@2Vorlage:Toter Link/www.schweinfurt.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. abgerufen am 10. Januar 2016
  7. Melderegisterbasierte Bevölkerung
  8. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x Angabe aus: Peter Hofmann, Schweinfurtführer.de. Abgerufen am 25. Januar 2017
  9. a b c d e f g h Paul Ultsch: Damals in Schweinfurt. Buch- und Idee-Verlags-GmbH, Schweinfurt, ISBN 3-9800480-1-2, S. 10 ff.
  10. Historisches Lexikon Bayerns. Abgerufen am 4. Februar 2017. Die Gassen werden hier nicht genannt, sondern wurden aus dem aufgeführten Lageplan der Stadt vor der Erweiterung, mit der eingezeichneten ersten Stadtmauer, abgeleitet.
  11. Gemessen aus dem Katasterplan von 1868
  12. Paul Ultsch: Damals in Schweinfurt. Buch- und Idee-Verlags-GmbH, Schweinfurt, ISBN 3-9800480-1-2, S. 89 ff.
  13. a b c d e f g h i Liste der Baudenkmäler in Schweinfurt
  14. Verschiedene Autoren: Wie lange müssen wir noch in diesen Ängsten leben?. Verlagshaus Weppert, Schweinfurt 1995, ISBN 3-926879-23-8, S. 61, Karte mit dem Grad der Zerstörung deutscher Städte
  15. Mehrere Autoren: Wie lange müssen wir noch in diesen Ängsten leben? Verlagshaus Weppert, Schweinfurt 1995, ISBN 3-926879-23-8, S. 103
  16. Schweinfurter Tagblatt: Vollgas bei der Altstadtsanierung, 1. März 2012
  17. a b 1868 hatte Schweinfurt, das damals noch nahezu mit der heutigen Altstadt identisch war, 9.748 Einwohner. Paul Ultsch: Damals in Schweinfurt. Als die Stadtmauer noch Begrenzung war. Buch- und Idee-Verlags-GmbH, Schweinfurt, ISBN 3-9800480-1-2, S. 8.
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