Bahnhof Weinheim (Bergstraße)

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Weinheim (Bergstr)
Bahnhof Weinheim (Bergstr.).jpg
Empfangsgebäude des Bahnhofs nach Beendigung der Umbauarbeiten des Vorplatzes (2016)
Daten
Lage im Netz Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 6
Abkürzung RWE
IBNR 8000377
Kategorie 3
Eröffnung 1846
Lage
Stadt/Gemeinde Weinheim
Land Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 33′ 12″ N, 8° 39′ 55″ OKoordinaten: 49° 33′ 12″ N, 8° 39′ 55″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Baden-Württemberg
i16i16i18

Der Bahnhof Weinheim (Bergstraße) ist ein Bahnhof mit IC-Systemhalt auf der Main-Neckar-Bahn zwischen Frankfurt am Main und Heidelberg/Mannheim in Weinheim. Hier beginnt auch die Weschnitztalbahn nach Fürth im Odenwald.

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Weinheim, Gleise 1–4
(von rechts), März 2016

Der Weinheimer Bahnhof liegt in der Weinheimer Kernstadt, etwa 650 Meter westlich der Altstadt. Er besitzt 6 Bahnsteiggleise; die Gleise 2, 3 und 4 dienen fahrplanmäßig dem Verkehr auf der Main-Neckar-Bahn, die Gleise 1, 5 und 6 werden durch die Weschnitztalbahn bedient. Die Bahnsteige 2, 3 und 4 sind über zwei Unterführungen zu erreichen. Seit Juli 2015 werden die Bahnsteige 1 bis 4 erneuert, auf 76 cm Höhe erhöht und Aufzüge eingebaut.[1] Das Empfangsgebäude befindet sich auf der Ostseite des Bahnhofs. In diesem sind ein DB-Reisezentrum, ein Zeitungs- und Buchladen, ein Café und eine Bäckereifiliale untergebracht. Im Bahnhofsgebäude befinden sich außerdem eine Fahrradreparaturwerkstatt und ein Handyladen sowie Einrichtungen der DB. Im Zuge der Konjunkturprogramme 2008/09 wurden bis 2011 das Empfangsgebäude energetisch saniert und das Hausbahnsteigdach renoviert.[2] Unmittelbar nordöstlich der Gleisanlagen schließt sich das Werksgelände der Firma Freudenberg an. Südlich des Bahnhofsgebäudes liegt der ZOB Weinheim mit sieben Bussteigen. Die Mannheimer Straße und die Gleise der Oberrheinischen Eisenbahn (OEG) queren die Bahnsteiggleise 1 bis 4 auf einer Brücke; der nächstgelegene OEG-Haltepunkt heißt „Weinheim Hauptbahnhof“ (bis 12. Juni 2016 „Luisenstraße“).[3]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof ist durch zwei Intercity- beziehungsweise Eurocity-Linien an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn angebunden. Die Linien 26 und 62 verdichten sich zu einem Stundentakt. Zudem hält von Montag bis Freitag jeweils morgens und abends ein ICE in Weinheim.

Linie Linienverlauf Takt
IC 26 Hamburg-Altona – Hamburg Dammtor – Hamburg – Hamburg-Harburg – Lüneburg – Uelzen – Celle – Hannover – Göttingen – Kassel-Wilhelmshöhe – Wabern (Bz Kassel) – Stadtallendorf – Treysa – Marburg (Lahn) – Gießen – Friedberg (Hess) – Frankfurt (Main) – Darmstadt – Bensheim – Weinheim (Bergstr) – Heidelberg – Wiesloch-Walldorf – Bruchsal – Karlsruhe 2-Stunden-Takt
IC/EC 62 Frankfurt (Main) – Darmstadt – Bensheim – Weinheim (Bergstr) – Heidelberg – Stuttgart – Ulm – Günzburg – Augsburg – München – München Ost – Rosenheim – Prien am Chiemsee – Traunstein – Freilassing – Salzburg – Golling-Abtenau – Bischofshofen – St. Johann im Pongau – Schwarzbach-St. Veit – Dorfgastein – Bad Hofgastein – Bad Gastein – Mallnitz-Obervellach – Spittal-Milstättersee – Villach – Velden am Wörthersee – Pörtschach am Wörthersee – Krumpendorf am Wörthersee – Klagenfurt 2-Stunden-Takt
ICE 22

Frankfurt (Main) – Darmstadt Hbf – Bensheim – Weinheim (Bergstr) – Heidelberg Hbf – Wiesloch-Walldorf – Stuttgart Hbf

wochentags zwei Züge

Regionalverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieseltriebwagen der Baureihe 628 für die Weschnitztalbahn auf Gleis 5 im Bahnhof Weinheim (2005)

Die Regionalbahnlinie RB 68 verkehrt stündlich nach Frankfurt (Main) beziehungsweise Heidelberg. Sie wird durch die Überlagerung mit der Regionalbahnlinie RB 60 tagsüber zu einem Halbstundentakt verdichtet. Montags bis Freitags verkehren zudem alle zwei Stunden Regional-Express-Züge nach Frankfurt (Main) und Mannheim. Die Regionalbahnlinie RB 69 erschließt das Weschnitztal im Halbstundentakt; in der vormittäglichen Nebenverkehrszeit sowie am Wochenende erfolgt lediglich eine Bedienung im Stundentakt.

Linie Linienverlauf Takt
RE 60 Frankfurt (Main) – Darmstadt – Bensheim – Weinheim (Bergstr) – Mannheim 2-Stunden-Takt (Mo–Fr)
RB 60 Bensheim – Weinheim (Bergstr) – Neu-Edingen/Friedrichsfeld – Mannheim Hbf (– weiter als RB 44LudwigshafenWormsMainz) Stundentakt
RB 67 Frankfurt (Main) – Darmstadt – Bensheim – Weinheim (Bergstr) – Neu-Edingen/Friedrichsfeld – Mannheim einzelne Züge
RB 68 Frankfurt (Main) – Darmstadt – Bensheim – Weinheim (Bergstr) – Neu-Edingen/Friedrichsfeld – Heidelberg Stundentakt
RB 69 Weinheim (Bergstr) – Birkenau – Mörlenbach – Rimbach – Fürth (Odenw) Halbstundentakt

Von der nahegelegenen Station „Weinheim Hauptbahnhof“ (bis 12. Juni 2016 „Luisenstraße“) der Oberrheinischen Eisenbahn verkehrt eine Ringlinie nach Mannheim und Heidelberg.

Linie Linienverlauf
5 MannheimEdingenHeidelbergSchriesheimWeinheimViernheimKäfertal – Mannheim

ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit April 2014 besteht eine direkte Umsteigemöglichkeit zum Stadtbusverkehr. Ein neuer zentraler Omnibusbahnhof wurde in direkter Nachbarschaft zum Bahnhofsgebäude errichtet und bildet seither eine wichtige Schnittstelle zwischen der Bahn und dem übrigen ÖPNV. Der Bahnhof wird von 8 Buslinien bedient.

Linie Linienverlauf
631 Sulzbach West – Hemsbach – Dürreplatz – Weinheim ZOB – Waid
632/632A Lützelsachsen Bahnhof – Weinheim ZOB – Hemsbach – Laudenbach Nord – Hemsbach – Weinheim ZOB – Ritschweier
633 Weinheim ZOB – Hermannshof – Weststadt – Weinheim ZOB
634 Weinheim ZOB – Weststadt – Hermannshof – Weinheim ZOB
681 Weinheim ZOB – Dürreplatz – Wald-Michelbach Bahnhof – Grasellenbach Im Erzfeld
682 Weinheim ZOB – Waid – Großsachsen – Rittenweier – Gorxheimertal – Dürreplatz – Weinheim ZOB
684 Weinheim ZOB – Birkenau – Mörlenbach – Rimbach – Fürth Bahnhof
688 Weinheim ZOB – Birkenau Ortsmitte – Nieder-Liebersbach Rathaus

Güterverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu früheren Zeiten hatte der Weinheimer Bahnhof einen großen und leistungsstarken Güter- und Rangierbahnhof. Größter Kunde war die in Weinheim ansässige Unternehmensgruppe Freudenberg, die ihre Güter über einen eigenen Anschluss per Bahn transportierte. Zudem fanden bis 1994 Gütertransporte auf der Weschnitztalbahn statt, etwa für die Wald-Michelbacher Coronet-Werke.[4] Heute findet kein planmäßiger Güterverkehr zum Bahnhof Weinheim mehr statt. Der Güterbahnhof wurde abgerissen und auf dem Gelände ein Einkaufszentrum gebaut. Neben den beiden Hauptgleisen der Main-Neckar-Bahn finden sich im Bereich des früheren Güterbahnhofs zwei Ausweichgleise und ein Abstellgleis. Auch das Elektronische Stellwerk Südliche Bergstraße befindet sich auf dem Gelände. Das frühere Gütergleis nach Viernheim, ein letztes verbliebenes Teilstück der früheren Bahnstrecke Weinheim–Worms, wird heute ebenfalls nicht mehr genutzt.

Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der zweiten Baustufe der S-Bahn RheinNeckar soll die Main-Neckar-Bahn und somit der Weinheimer Bahnhof durch die neue S-Bahn-Linie S7 in das bereits bestehende Netz eingebunden werden. Dies wird voraussichtlich 2020 erfolgen[5]. Nach Fertigstellung der neuen Bahnsteige sollen auch mehrere ICE in Weinheim halten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Weinheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bauprojekt Bahnhof Weinheim/Bergstraße
  2. DB Mobility Logistics AG, 28. Oktober 2010
  3. Sommerfahrplanwechsel: Deutliche Angebotsverbesserungen und neue Linien. 12. Juni 2016, abgerufen am 19. August 2016 (Verkehrsmeldung).
  4. Strecken und Bahnhöfe: Weinheim/Bergstr. – Mörlenbach – Fürth/Odenw. –– doku-des-alltags.de
  5. S-Bahn | Rhein-Neckar. In: Rheinland-Pfalz-Takt. (der-takt.de [abgerufen am 31. Dezember 2016]).