Karlsruhe Hauptbahnhof

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Karlsruhe Hauptbahnhof
Haupteingang
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Daten
Lage im Netz Knotenbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 16
Abkürzung RK
IBNR 8000191
Kategorie 1
Eröffnung 1913
Webadresse www.bahnhof.de
Lage
Stadt/Gemeinde Karlsruhe
Land Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 59′ 38,4″ N, 8° 24′ 2″ OKoordinaten: 48° 59′ 38,4″ N, 8° 24′ 2″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Baden-Württemberg
i16i16i18

Der Karlsruher Hauptbahnhof ist ein Bahnhof in der baden-württembergischen Großstadt Karlsruhe. Er gehört zur höchsten Bahnhofskategorie 1 der DB Station&Service und war 2011 mit rund 60.000[1] Reisenden pro Tag der drittgrößte Bahnhof in Baden-Württemberg. Er liegt in der Karlsruher Südweststadt und ist neben dem Bahnhof Karlsruhe-Durlach einer von zwei Fernbahnhöfen in Karlsruhe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alter Bahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empfangsgebäude im 19. Jahrhundert
Stadtplan von 1906 mit dem Hauptbahnhof etwa mittig

Als die Badische Hauptbahn zwischen Mannheim und Basel gebaut wurde, entstand im Gebiet „Nachtwaide“ – an der Kriegsstraße zwischen Ettlinger Tor und Mendelssohnplatz, etwa 500 Meter südlich vom Karlsruher Marktplatz, – nach dem Entwurf des Ingenieurs Franz Keller ein Bahnhof,[2] dessen Empfangsgebäude von Friedrich Eisenlohr gestaltet wurde.[2] Das Gebiet befand sich vorher in Besitz der Markgrafen.[2] Westlich des Bahnhofs sollte die Bahnstrecke durch den Außenbewirtschaftungsbereich der Gaststätte „zum Grünen Hof“ der Witwe Höck und die dazugehörige Kegelbahn verlaufen;[2] Als Entschädigung für die Enteignung erhielt sie 1800 Gulden und ein Stück der angrenzenden Domanialwiese zur Verlegung der Kegelbahn.[2] Schon im August 1841 wurde der Bau vorbereitet, nach der Öhmdernte begannen die Erdarbeiten.[2]

Es bildete sich eine Gesellschaft zum Bau von Eisenbahnwagen unter der Leitung von Emil Keßler und Theodor Martiensen – die spätere Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe –, die in Beiertheim vor dem Ettlinger Tor ihre Werkstätten errichtete.[2] Mit Beitritt des englischen Ingenieurs Bailli und des Mechanikers Erhardt begann die Gesellschaft auch mit dem Bau von Lokomotiven.[2] So wurde noch 1841 die erste süddeutsche Lokomotive, „Badenia“, und im Jahr darauf die zweite, „Karlsruhe“, fertiggestellt.[2] Ende Februar 1843 kam die dritte Lok, „Der Rhein“, hinzu.[2]

Ende März begannen die Probefahrten der Lokomotiven, am 1. April 1843 fand die erste Versuchsfahrt nach Heidelberg statt.[2] Am 10. April 1843 wurde die Strecke dem Publikumsverkehr eröffnet.[2]

Der Bahnhof besaß zwei Bahnsteige. Von Anfang an war er als Durchgangsbahnhof konzipiert. Südlich des Bahnhofs entstand ein Lokdepot, östlich davon ein Güterbahnhof und eine Zentralwerkstätte.

Wie bei allen in Baden gebauten Eisenbahnstrecken betrug die Spurweite der Gleise anfangs 1600 Millimeter. 1855 erfolgte die Umspurung auf Normalspur. In den folgenden Jahren wurden weitere Strecken an den Karlsruher Bahnhof angebunden: 1859 die Verbindung Richtung Stuttgart, 1863 die Maxaubahn mit Anbindung an die Pfalz, 1870 die Rheinbahn nach Mannheim, 1879 die Kraichgaubahn und 1895 die strategische Bahn von Graben-Neudorf über Rastatt nach Haguenau. Die Gleise verliefen auf Geländeniveau, die einzelnen Bahnlinien wiesen wegen der Nähe zur Bebauung enge Radien auf.

Der zunehmende Eisenbahnverkehr sowie die dadurch hervorgerufenen langen Schließzeiten der Bahnübergänge zerschnitten die stetig wachsende Stadt und behinderten deren Ausdehnung. Nach mehrjähriger Diskussion, in der unter anderem die Höherlegung der Gleise erwogen wurde, beschloss der Badische Landtag im Jahr 1902 die Verlegung des Bahnhofs auf ein Gelände einen Kilometer südlich des bisherigen Standortes.

Nach Eröffnung des neuen Bahnhofs 1913 verlor der bisherige Bahnhof seine Funktion als Eisenbahnstation und wurde bis in die 1960er Jahre hinein als Markthalle weitergenutzt. Heute befindet sich auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände das Badische Staatstheater. Die übrigen Gleisanlagen blieben zum Teile noch über Jahrzehnte hinweg als Gleisanschlüsse in Betrieb, werden inzwischen aber vollständig nicht mehr von der Eisenbahn betrieben. Der Güterbahnhof wurde noch bis Mitte der 1990er Jahre genutzt, das Ausbesserungswerk bis 1997. Auf dem Gelände des Güterbahnhofs wurde inzwischen die Ludwig-Erhard-Allee angelegt, das Ausbesserungswerksgelände wurde mit Wohnblöcken und Bürogebäuden bebaut.

Neuer Bahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild von Süden
Empfangshalle des Karlsruher Hauptbahnhofs

Der bis heute genutzte Bahnhofsneubau entstand etwa einen Kilometer südlich von seinem Vorgänger, zwischen Südstadt und Rangierbahnhof. Der Bau nach Plänen August Stürzenackers begann im Jahre 1910, und bereits in der Nacht vom 22. zum 23. Oktober 1913 konnte der Bahnhof eröffnet werden. Der Bahnhof und die Zufahrtgleise wurden auf ehemals Beiertheimer Gemarkung gebaut und nahmen auch einen erheblichen Teil des Stadtgartens sowie des Gartens hinter dem Stephanienbad in Anspruch. Dort musste deshalb die damals älteste Kanadische Pappel Europas gefällt werden.

Die Bahnsteige sowie die Zufahrtsstrecken legte man auf einen Damm, mit Zugang über eine Fußgängerunterführung. Die Empfangshalle steht an der Nordseite der Gleisanlagen. Das Gebäude weist sowohl klassizistische Züge als auch solche des Jugendstils auf. Östlich des Bahnhofsgebäudes befindet sich eine zweite Unterführung, die ursprünglich als Ausgang für die ankommenden Fahrgäste diente, in die zwischenzeitlich hauptsächlich die Tiefgaragenzufahrt eingebaut wurde und die seit wenigen Jahren kostenpflichtige, gesicherte Fahrradparkplätze beherbergt, womit die Fußgänger wieder gefahrlos die Unterführung nutzen können. Eine fünfschiffige, stählerne Bahnhofshalle, ähnlich der wenige Jahre zuvor fertiggestellten Halle des Breslauer Hauptbahnhofs, überdacht fünf Inselbahnsteige. Zu späterer Zeit wurde zunächst ein elftes Gleis und in den 1980er Jahren zwei Bahnsteige mit drei weiteren Gleisen südlich der Bahnhofshalle angelegt. Westlich des Bahnhofsgebäudes wurde ein Flügelbahnhof für die Maxaubahn mit vier Stumpfgleisen angelegt („Maxaubahnhof“), in dem die Strecken in die Pfalz und nach Graben-Neudorf (über Eggenstein) endeten. Der Bau des neuen Bahnhofs hatte auch Auswirkungen auf die Zufahrtstrecken. So entfielen die bisherigen Bahnhöfe am Mühlburger Tor in Karlsruhe, in Beiertheim und Rüppurr. Die Bahnhöfe in Mühlburg und Durlach wurden an anderer Stelle neu errichtet und die bisher in Durlach endenden Gleise der Strecke nach Mühlacker bis zum neuen Hauptbahnhof verlängert, so dass sich eine viergleise Trassierung zwischen Durlach und Karlsruhe ergab. Ebenfalls neu war die Öffnung des Bahnhofs Karlsruhe-West für den Personenverkehr.

Die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes erfolgte durch Wilhelm Vitalli. Der Platz mit rechteckigem Grundriss ist von einem durchlaufenden Arkadengang umgeben. Den Abschluss des Platzes nach Osten und Westen bilden zwei Hotelgebäude, nach Norden hin begrenzen der Durchgang zum Stadtgarten sowie Geschäftsgebäude den Platz. Der Bahnhofsvorplatz bildet ein typisches Ensemble der Großstadtarchitektur aus den letzten Jahren vor dem Ersten Weltkrieg. Östlich des Bahnhofs entstand das Bahnpostamt, das einen Gleisanschluss zur Eisenbahn wie auch zur Straßenbahn besaß.

Eine Woche vor der Bahnhofseröffnung wurde eine Straßenbahnlinie zwischen Ettlinger Tor und dem neuen Bahnhof eingerichtet, die – nach Beseitigung der Zufahrtsgleise zum alten Bahnhof – mit dem Stadtzentrum verbunden wurde. Für die Albtalbahn entstand 1915 an der Ebertstraße 300 Meter westlich des Bahnhofs ein neuer Endbahnhof, der Albtalbahnhof.

Entwicklung des Bahnhofs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karlsruhe Hbf (2017)

Bei den Luftangriffen des Zweiten Weltkriegs wurde der Bahnhof zwar beschädigt, konnte jedoch später wieder aufgebaut werden. Die Zeit nach 1950 war durch eine kontinuierliche Modernisierung des Bahnhofs und des Vorplatzes geprägt. Mitte 1958 war die Rheintalbahn durchgehend auf elektrischen Betrieb umgestellt. 1969 begann der Umbau des Bahnhofsvorplatz, wobei – dem Zeitgeist folgend – eine Fußgängerunterführung angelegt und der Auto- und Straßenbahnverkehr neu geordnet wurden. 1977 wurde ein neues Spurplan-Drucktastenstellwerk (Typ Sp Dr) in Betrieb genommen.

Ende der 1980er Jahre erhielt der Bahnhof anstelle des ursprünglichen Eilgutbahnhofs die drei Durchgangsgleise 12–14 und eine Tiefgarage unter dem Gleisfeld. Dies sollte der Anstoß für eine – allerdings bis heute nicht umgesetzte – Neugestaltung des südlich an den Bahnhof angrenzenden Bereichs sein. Mit Aufnahme des Intercity-Express-Verkehrs nach Karlsruhe wurden zwei Bahnsteige verlängert und modernisiert sowie die Zugangstreppen durch Aufzugsanlagen und Rolltreppen ergänzt.

1995 erfolgte eine erneute Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, wobei die Fußgängerunterführung geschlossen und die Straßenbahnhaltestelle neu angelegt wurde. 1996 wurde eine Gleisverbindung zwischen dem westlichen Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs und dem Albtalbahnhof geschaffen, über den die Stadtbahnlinien S4 und S41 (seit Dezember 2016: S7 und S8) von Karlsruhe nach Rastatt vom Eisenbahnnetz auf das Straßenbahnnetz übergehen können. In der Folge dessen konnte auf die zwei Stumpfgleise 103 und 104 verzichtet werden, die Mitte der 2000er Jahre stillgelegt wurden, so dass der Hauptbahnhof heute noch über die 14 Durchgangsgleise 1–14 sowie die zwei Stumpfgleise 101 und 102 verfügt.

Die Allianz pro Schiene zeichnete den Bahnhof 2008 als „Bahnhof des Jahres“ in der Kategorie „Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern“ aus.[3]

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TGV in Karlsruhe auf dem Weg nach Frankfurt

Der Karlsruher Hauptbahnhof wird von der Deutschen Bahn AG als Fernverkehrsknotenbahnhof eingestuft. Er wird im Fernverkehr von Intercity-Express-Zügen nach Berlin, Hamburg, Dortmund, Basel, Zürich und Interlaken Ost bedient. Intercity-Züge verkehren nach Stralsund, Köln, Nürnberg, München und Konstanz. Ebenfalls wird der Bahnhof von TGV-Zügen nach Frankfurt, Marseille, Paris und Stuttgart angefahren. Im Nahverkehr bestehen Verbindungen mit Regional-Express-Zügen nach Neustadt an der Weinstraße, Mainz, Stuttgart und Konstanz sowie Nahverkehrs- und S-Bahnverbindungen in das Karlsruher Umland. Nach Angaben der DB empfängt der Hauptbahnhof täglich etwa 60.000 Fahrgäste und Besucher.

Die Gleisanlagen sind für Linienbetrieb ausgelegt, wobei die Gleise 1–4 der Relation Mannheim–Basel, die Gleise 5–8 der Relation Heidelberg–Rastatt, die Gleise 9–14 der Relation Pforzheim–Rastatt und die Gleise 101 und 102 der Relation Karlsruhe–Neustadt dienen. Die Durchfahrtsgleise 1–14 können von allen Strecken aus angefahren werden, die Gleise 101 und 102 nur aus Richtung Wörth und Durmersheim.

Westlich des Bahnhofs befindet sich eine Wagenabstellgruppe mit Drehscheibe sowie der Betriebshof Karlsruhe der DB Regio. Östlich des Bahnhofs befindet sich eine zweite Wagenabstellgruppe. Ein Verbindungsgleis erlaubt Rangierfahrten vom Hauptbahnhof zum Güterbahnhof Karlsruhe.

Nach DB-Angaben bedienen täglich 130 Fernverkehrszüge, 133 Züge des Regionalverkehr und 121 S-Bahnzüge den Bahnhof (Stand: 29. Juni 2011).[4]

Fernverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Bahnhof halten täglich 130 Fernzüge, hauptsächlich Intercity-Express- und Intercity-Züge auf der Rheinstrecke sowie TGV Duplex zwischen Paris und Stuttgart bzw. Frankfurt am Main und Marseille.

Linie Strecke Taktfrequenz
ICE 12 Berlin Ost Braunschweig – Frankfurt – Mannheim – Karlsruhe – Offenburg – Freiburg – Basel – Zürich (– Interlaken) Zweistundentakt
ICE 20 (Kiel –) Hamburg – Hannover – Kassel-Wilhelmshöhe – Frankfurt – Mannheim – Karlsruhe – Baden-Baden – Freiburg – Basel – Zürich (– Interlaken) Zweistundentakt
ICE 43 (Hannover – Dortmund / Amsterdam –) Duisburg – Köln – Frankfurt Flughafen – Mannheim – Karlsruhe – Offenburg – Freiburg – Basel Zweistundentakt
ICE/TGV 82 Paris Est – Strasbourg – Karlsruhe – Mannheim – Frankfurt zwei Zugpaare täglich
ICE/TGV 83 Paris Est – Strasbourg – Karlsruhe – Stuttgart (– Ulm – Augsburg – München) fünf Zugpaare täglich
TGV 84 Frankfurt – Mannheim – Karlsruhe – Baden-Baden – Strasbourg – Mulhouse-Ville – Belfort-Montbéliard – Besançon Franche-Comté – Chalon-sur-Saône – Lyon-Part-Dieu – Avignon – Aix-en-Provence – Marseille-Saint-Charles ein Zugpaar täglich
IC 26 (Ostseebad Binz – Stralsund –) Hamburg – Hannover – Kassel-Wilhelmshöhe – Gießen – Frankfurt – Heidelberg – Karlsruhe Zweistundentakt
IC/EC 30 (Westerland –) Hamburg – Bremen – Münster – Dortmund – Duisburg – Köln – Koblenz – Mainz – Mannheim – Karlsruhe – Baden-Baden – Freiburg – Basel – Zürich – Chur fünf Zugpaare
IC 35 Emden – Lingen – Münster – Recklinghausen – Duisburg – Köln – Koblenz – Mannheim – Karlsruhe – Offenburg – Konstanz einzelne Züge am WE
IC 61 Karlsruhe – Pforzheim – Stuttgart – Aalen – Nürnberg Zweistundentakt
IC 60 Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – Augsburg – München Zweistundentakt

Nachtzüge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachtzüge fahren seit Dezember 2016 als ÖBB Nightjet unter der Gattung EuroNight. Die bisherigen Verbindungen als City Night Line sind zum selben Zeitpunkt entfallen. Zusätzlich hält einmal wöchentlich ein zwischen Paris und Moskau verkehrender Nachtzug, der von den russischen Eisenbahnen RŽD betrieben wird.

Gattung Linienverlauf Bemerkungen
EN 470/471 ÖBB Nightjet
Hamburg – Berlin – Halle – Frankfurt Süd – Mannheim – Karlsruhe – Offenburg – Freiburg – Basel – Zürich
ein Zugpaar
EN 452/453 Moskau–Berlin–Paris
Moskva – Wjasma – Smolensk – Orscha – Minsk – Baranawitschy – Brest – Terespol – Warschau – Posen – Rzepin – Frankfurt – Berlin-Lichtenberg – Berlin Hauptbahnhof – Erfurt – Frankfurt Süd Karlsruhe – Straßburg – Paris Est
ein Zugpaar pro Woche

Regionalverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Strecke Taktfrequenz
IRE 5 Karlsruhe – Pforzheim – Mühlacker – Vaihingen (Enz) – Stuttgart Zweistundentakt
RE Schwarzwaldbahn
Karlsruhe – Baden-Baden – Achern – Offenburg – Villingen – Singen – Konstanz (– Kreuzlingen)
Stundentakt,
HVZ Halbstundentakt bis Offenburg
RE 4 Südwest- Express (SÜWEX)
Mainz – Worms – Frankenthal – Ludwigshafen – Speyer – Germersheim – Karlsruhe
Zweistundentakt
RE 5 Karlsruhe – Pforzheim – Mühlacker – Vaihingen (Enz) – Bietigheim-Bissingen – Ludwigsburg – Stuttgart Zweistundentakt
RE 6 Neustadt – Landau – Kandel – Wörth – Karlsruhe Stundentakt
RB 2 (Biblis – Lampertheim –) Mannheim – Schwetzingen – Waghäusel – Graben-Neudorf – Karlsruhe Stundentakt, Verstärkerzüge Mannheim–Karlsruhe,
HVZ Verstärkerzüge (Graben-Neudorf –) Waghäusel – Mannheim
RB 51 Neustadt – Edenkoben – Landau – Kandel – Wörth – Karlsruhe Stundentakt
RE (KA–OG & KA-NB)
RB (OG–BS)
Karlsruhe – Baden-Baden – Offenburg – Freiburg – Müllheim – Neuenburg/Basel Bad ein Zugpaar

S-Bahn RheinNeckar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karlsruhe Hauptbahnhof ist Start- und Zielbahnhof der Linie S 3 der S-Bahn RheinNeckar auf der Relation von Karlsruhe über Bruchsal, Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und Speyer nach Germersheim. Die nächsten Umsteigemöglichkeiten von Karlsruhe aus zu den weiteren Linien der S-Bahn RheinNeckar bestehen in Bruchsal (S 4, S 33), sowie in Heidelberg (S 1, S 2, S 4, S 5 und S 51). Im Zuge der zweiten Ausbaustufe soll ab 2019 die Relation von Karlsruhe über Graben-Neudorf und Schwetzingen nach Mannheim als zukünftige Linie S 8 in das Streckennetz integriert werden.[5]

Linie Strecke Taktfrequenz
S 3 Karlsruhe Hbf – Karlsruhe-Durlach – Bruchsal – Heidelberg – Mannheim – Ludwigshafen – Schifferstadt – Speyer – Germersheim Stundentakt, Halbstundentakt in der HVZ, abends einzelne Züge ab Schifferstadt Richtung Kaiserslautern, werktags ein Zugpaar bis Homburg

Stadtbahn Karlsruhe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AVG GT 8-100C2S 807 am 25.02.2008 in Karlsruhe HBF.jpg
AVG GT 8-100D2S-M 879 am 28.04.2008 in Karlsruhe HBF.jpg
AVG GT 8-100D2S-M 907 am 10.03.2008 in Karlsruhe HBF.jpg


Stadtbahnen in der Bahnsteighalle, ältere und neuere Generation sowie als „Eilzug“

Karlsruhe Hauptbahnhof bildet einen Knotenpunkt für die S-Bahnen der S-Bahn RheinNeckar und die Stadtbahnen der Stadtbahn Karlsruhe.

Die meisten Stadtbahnen benutzen jedoch die Bahnsteige A und D auf dem Bahnhofsvorplatz, welche von der städtischen Straßenbahn (Bahnsteige B und C) und vom Bus mitbenutzt werden.

Linie Strecke Taktfrequenz
S 1 Linkenheim-Hochstetten – Eggenstein-Leopoldshafen – Karlsruhe-Neureut – Karlsruher Marktplatz – Karlsruhe Bahnhofsvorplatz – Karlsruhe-Rüppurr – Ettlingen Stadt – Busenbach – Bad Herrenalb in der HVZ viermal stündlich, bildet mit S 11 Zehnminutentakt,
20-Minuten-Takt zwischen Neureut und Hochstetten,
stündlich nur bis Neureut,
zweimal stündlich nur bis Ettlingen (werktags + Sa HVZ),
sonntags zweimal stündlich, davon einmal nur bis Neureut
S 11 Linkenheim-Hochstetten – Eggenstein-Leopoldshafen – KA-Neureut – Karlsruhe Marktplatz – Karlsruhe Bahnhofsvorplatz – KA-Rüppurr – Ettlingen Stadt – Busenbach – Langensteinbach – Ittersbach 30-Minuten-Takt, stündlich bis Hochstetten (werktags + Sa HVZ), sonntags stündlich auf gesamter Strecke
S 31 Karlsruhe – Karlsruhe-Durlach – Bruchsal – Ubstadt – Odenheim Stundentakt, Mo-Fr nachmittags in Traktionsbetrieb mit S 32 bis Ubstadt Ort im 20-Minuten-Takt

fährt aus der Bahnhofshalle

S 32 Karlsruhe – Karlsruhe-Durlach – Bruchsal – Ubstadt – Menzingen Stundentakt, Mo-Fr nachmittags in Traktionsbetrieb mit S 31 bis Ubstadt Ort im 20-Minuten-Takt

fährt aus der Bahnhofshalle

S 4 Albtalbahnhof – Karlsruhe Bahnhofsvorplatz Karlsruhe Marktplatz – Karlsruhe-Durlach – Grötzingen – Bretten – Eppingen – Schwaigern – Heilbronn Bahnhofsvorplatz Heilbronn Pfühlpark – Weinsberg – Öhringen – Öhringen-Cappel dreimal stündlich ab Albtalbahnhof Richtung Heilbronn/Weinsberg, davon einmal als „Eilzug“ und einmal nur bis Bretten/Eppingen
S 51 Karlsruhe Marktplatz Karlsruhe Bahnhofsvorplatz Karlsruhe West – Maximiliansau – Wörth – Jockgrim – Rheinzabern – Rülzheim – Bellheim – Germersheim Stundentakt (nur werktags)
S 7 Achern – Baden-Baden – Rastatt – Durmersheim – Karlsruhe Bahnhofsvorplatz Karlsruhe Tullastraße/VBK Stundentakt
S 71 Achern – Baden-Baden – Rastatt – Muggensturm – Karlsruhe fährt aus der Bahnhofshalle
S 8 Karlsruhe Tullastraße/VBK – Karlsruhe Bahnhofsvorplatz Karlsruhe Albtalbahnhof Durmersheim – Rastatt – Gernsbach – Gaggenau – Forbach – Raumünzach – Schönmünzach – Baiersbronn – Freudenstadt Stadt – Freudenstadt Hbf – Eutingen im Gäu (– Herrenberg) Halbstundentakt zwischen Freudenstadt Stadt und Freudenstadt Hbf,
Stundentakt zwischen Karlsruhe Tullastraße und Freudenstadt Stadt,
Zweistundentakt zwischen Freudenstadt Hbf und Eutingen im Gäu,
einmal am Abend bis Herrenberg
S 81 Karlsruhe Hbf Rastatt – Gaggenau – Gernsbach – Forbach – Baiersbronn – Freudenstadt Stadt – Freudenstadt Hbf Zweistundentakt, „Eilzug“

fährt aus der Bahnhofshalle

Straßenbahn Karlsruhe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Straßenbahnen fahren vom Bahnhofsvorplatz auf der Nordseite ab.

Linie Strecke Taktfrequenz
2 Wolfartsweier – Aue – Auer Straße/Dr. Willmar Schwabe – Tullastraße/Verkehrsbetriebe – Durlacher Tor – Rüppurrer Tor – Hauptbahnhof – ZKM – Karlstraße – Europaplatz – Yorckstraße – Städtisches Klinikum – Siemensallee – Lasallestraße Zehnminutentakt

Sonntags und in Randlagen im Zwanzigminutentakt

3 Tivoli – Hauptbahnhof – Karlstor – Europaplatz – Mühlburger Tor – Kunstakademie/Hochschule – Neureut-Heide Zehnminutentakt

Sonntags und in Randlagen im Zwanzigminutentakt

4 Europaviertel – Waldstadt – Hirtenweg/Technologiepark – Hauptfriedhof – Durlacher Tor – Marktplatz – Europaplatz – Karlstraße – Hauptbahnhof – Tivoli Zehnminutentakt

Sonntags und in Randlagen im Zwanzigminutentakt

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Dezember 2014 ist der Karlsruher Hauptbahnhof in das Angebot AIRail der Lufthansa eingebunden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Linde: Der neue Personenbahnhof in Karlsruhe in Baden. In: Zeitschrift für Bauwesen. Jg. 64 (1914), Nr. 4, urn:nbn:de:kobv:109-opus-91915, S. 239–264. (Mit zusätzlichen Abbildungen auf Blatt 23 bis 27 im Atlas des Jahrgangs 1914, urn:nbn:de:kobv:109-opus-91974.)
  • Klaus E. R. Lindemann, Barbara Steinhof (Hrsg.): 75 Jahre Hauptbahnhof Karlsruhe. INFO VERLAG, Karlsruhe 1988, ISBN 3-88190-058-6.
  • Karl- Heinz Garre, Peter Fierz, Axel Priebs (Hrsg.): 100 Jahre Hauptbahnhof Karlsruhe. VBN Verlag Bernd Neddermeyer, Berlin 2013, ISBN 978-3-941712-35-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karlsruhe Hauptbahnhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Deutsche Bahn AG:

weitere Belege:

  • Lageplan der Geschäfte auf einkaufsbahnhof.de (Werbegemeinschaft Hauptbahnhof), c/o Bahnhofsmanagement
  • Hauptbahnhof im Stadtwiki Karlsruhe mit Luftbildern
  • Infrastruktur mit Signalen und zulässigen Geschwindigkeiten auf der OpenRailwayMap
  • Vanessa Beer: Der Hauptbahnhof Karlsruhe, 1908–1913 (Die Entstehung und Architektur des Bahnhofs und seines Vorplatzes (incl. Literaturangaben); Veröffentlichung des Textes zum Tag des offenen Denkmals 2011)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://web.archive.org/web/20120215055042/http://www.bahnhof.de/site/bahnhoefe/de/sued/karlsruhe__hbf/daten__und__fakten/daten__und__fakten__.html
  2. a b c d e f g h i j k l Friedrich von Weech: Karlsruhe: Geschichte der Stadt und ihrer Verwaltung. 2. Band: 1830–1852, IV. Buch: Karlsruhe während der Regierung des Großherzogs Leopold. Verlag der Mackolt’schen Buchhandlung und Buchdruckerei, Karlsruhe April 1898, Badische Landesbibliothek: O43 A 1024,2, Die Eisenbahn, S. 108–113, urn:nbn:de:bsz:31-17279 (Scan der Badischen Landesbibliothek).
  3. Karlsruhe und Schwerin sind am kundenfreundlichsten. Allianz pro Schiene, abgerufen am 11. März 2010.
  4. Reisen, Service und Shopping für täglich 55.000 Reisende und Besucher. Information auf bahnhof.de (Memento vom 15. Februar 2012 im Internet Archive)
  5. http://www.ausbau-rheinneckar.de/zielzustand.html