Worms Hauptbahnhof

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Worms Hbf
Empfangsgebäude des Wormser Hauptbahnhofes
Empfangsgebäude des Wormser Hauptbahnhofes
Daten
Lage im Netz Durchgangsbahnhof, Kopfbahnhof
Bahnsteiggleise 8 (Gl. 1–5 sowie 8, 9, 11)
Abkürzung FWOR
IBNR 8000257
Kategorie 2
Eröffnung 1904
Profil auf Bahnhof.de Worms_Hbf
Architektonische Daten
Baustil Neuromanik
Architekt Fritz Klingholz
Lage
Land Rheinland-Pfalz
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 38′ 5″ N, 8° 21′ 24,7″ OKoordinaten: 49° 38′ 5″ N, 8° 21′ 24,7″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz
i16i16i18

Der Wormser Hauptbahnhof ist neben dem Haltepunkt und ehemaligen Bahnhof Worms-Pfeddersheim einer von zwei betrieblich genutzten Personenbahnhöfen im Gebiet der rheinhessischen Stadt Worms. Er wird vom Bahnhofsmanagement Mainz verwaltet. Er ist der wichtigste Bahnhof in Worms und seine Fußgängerunterführung ist eine wesentliche Verbindung für Fußgänger zwischen der östlichen und der westlichen Innenstadt. Täglich wird er von etwa 15.000 Menschen genutzt.[1][2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1836 entstanden französisch/bayerische Pläne, eine linksrheinische Eisenbahnstrecke von Basel über Straßburg und Mainz nach Köln zu bauen. Zwei Jahre später wurde der Plan aus wirtschaftlichen und militärischen Gründen von den Großherzogtümern Baden, Hessen und dem Königreich Preußen verworfen. Stattdessen entstand rechtsrheinisch die Riedbahn.[3]

1844 ergriffen Mainzer und Wormser Bürger die Initiative und gründeten eine Gesellschaft, die eine Eisenbahnstrecke zwischen Mainz und Worms errichten sollte. Die Gesellschaft erhielt später den Namen Hessische Ludwigsbahn. Die Notjahre 1846–1847, die Revolution von 1848/49 und Bestrebungen privater Investoren, die Eisenbahnstrecke mit der bayrischen Pfalz und damit auch mit dem Elsass und Lothringen zu verbinden, führten zu Verzögerungen beim Bau. Erst am 29. August 1852 konnte ein Staatsvertrag zwischen dem Großherzogtum Hessen, der den Weiterbau bis Ludwigshafen am Rhein durch die Pfälzische Ludwigsbahn-Gesellschaft vorsah, präsentiert werden.[3]

Der erste Bahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Wormser Bahnhof

Insgesamt sechs Jahre wurde in Worms über die Lage des Bahnhofs diskutiert. Der Wormser Stadtrat plädierte aufgrund der Nähe zu Stadt und Rheinhafen für eine Lage am heutigen Rheintorplatz. Durchgesetzt hat sich am 21. September 1852 jedoch die Hessische Ludwigsbahn mit der von ihr favorisierten Lage am alten Friedhof, dem heutigen Albert-Schulte-Park.[3] Am 24. August 1853 wurde schließlich die Bahnstrecke von Mainz nach Worms eröffnet und drei Monate später, am 15. November, folgte der Anschluss nach Ludwigshafen am Rhein in der Pfalz. Die Wormser konnten nun – ohne das Verkehrsmittel wechseln zu müssen – linksrheinisch mit der Eisenbahn reisen. Die rechtsrheinischen Reiseziele, etwa Frankfurt am Main über Mainz-Kastel oder die Landeshauptstadt Darmstadt, waren dagegen zunächst mit der Eisenbahn nur nach dem Umsteigen auf eine Rheinfähre in Mainz möglich. Erst 1861 querte mit der Südbrücke in Mainz erstmals eine Eisenbahnstrecke im Großherzogtum Hessen den Rhein. In südlicher Richtung konnten die Wormser über die Pfälzische Ludwigsbahn nach Ludwigshafen am Rhein und von dort über Saarbrücken und Forbach nach Frankreich reisen. Auch nach Mannheim musste zunächst auf eine Rheinfähre umgestiegen werden. Die Rheinbrücke von Ludwigshafen am Rhein nach Mannheim ging erst 1867 in Betrieb. Von Mannheim aus konnten die Reisenden mit den Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen weiter Richtung Süden fahren.

Nach anfänglicher Unterschätzung des Umfangs, den der Güterverkehr annahm, wurden in den folgenden Jahren am Wormser Bahnhof Verladerampen, ein Güterschuppen und ein Rangierbahnhof ergänzt. Aus Südhessen und aus ganz Rheinhessen wurden nun Zuckerrüben, Getreide, Kohle und mehr zu den Fabriken, Mühlen und Häfen in Worms geliefert. Die Eisenbahn in Worms gab der ortsansässigen Industrie und der Bevölkerung einen Wachstumsschub: 1849 hatte Worms – noch ohne die Eisenbahn – nur 89 Arbeiter in Fabriken, 1858 waren es, nach dem Anschluss an die Eisenbahn, über 2000.[4]

Nachdem sich die Eisenbahn so als großer Erfolg herausstellte, wurde das Schienennetz ausgebaut: In den 1860er Jahren wurden die Nibelungenbahn nach Bensheim und die Rheinhessenbahn nach Bingen am Rhein gebaut.

Bahnhof Rosengarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nibelungenbahn von Bensheim und die Riedbahn von Darmstadt dagegen endeten am rechten Rheinufer, gegenüber der Stadt Worms im Bahnhof Rosengarten, da hier eine Rheinbrücke noch fehlte. Von dort bestand eine Schiffsbrücke über den Fluss zur Stadt.

Hauptartikel: Bahnhof Rosengarten

Der zweite Bahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als der Personenverkehr immer mehr zunahm, reichte die Kapazität des alten Empfangsgebäudes nicht mehr aus. Es wurde deshalb 1871 im Stil des im Stil des Historismus erweitert. Eine verglaste Vorhalle führte zum Wartesaal I. und II. Classe, zum Wartesaal III. Classe und in ein Fürstliches Zimmer.[5] Außerdem gab es Übernachtungsmöglichkeiten für die Conducteure, Besprechungszimmer sowie Räume für die lokale Eisenbahnverwaltung. Zudem befanden sich entlang der Friedhofstraße (heute Bahnhofstraße) eine Laderampe mit einer Drehscheibe, ein Bahnübergang für ein Gleis, das in die Liebenauer Straße, die Güterhallenstraße und zum Güterbahnhof führte, ein Lokschuppen mit Werkstatt, Magazin, Schiebebühne und ein Gaswerk.[6] Der Lokschuppen wurde dabei 1900 nach der Verstaatlichung zur Preußisch-Hessischen Staatsbahn durch das Bahnbetriebswerk in der Bensheimer Straße in Worms ersetzt.

Mit dem Bau neuer Eisenbahnstrecken und zunehmendem Verkehr stieß der Wormser Bahnhof erneut an seine Kapazitätsgrenze.[7] Eingepfercht zwischen Bahnhofstraße und Güterhalle lagen nur drei Bahnsteige. Dabei wurden die Gleise am dritten Bahnsteig oft durch Rangieren und abgestellte Güterzüge blockiert.

Der dritte Bahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wormser Hauptbahnhof mit dem Fürstenpavillon (links) und dem Hauptgebäude (rechts) im Jahr 1910
Empfangsgebäude Straßenseite

So wurde die Anlage Ende des 19. Jahrhunderts durch den zunehmenden Verkehr schon wieder zu klein. 1890 verlangte schließlich die Wormser Stadtverordnetenversammlung einen Umbau bzw. Neubau der Bahnhofsanlage.[8] 1901 wurde mit der Rheinbrücke Worms die erste Eisenbahnbrücke über den Rhein in Worms errichtet und der gesamte bisher im Bahnhof Rosengarten endende Verkehr in den Hauptbahnhof Worms eingeleitet. Dies erhöhte die dortige Verkehrsfrequenz um etwa 18 Zugpaare pro Tag. So wurde 1901 mit dem Bau eines neuen Bahnhofs begonnen, der schließlich am 31. März 1904 eingeweiht wurde.[8]

Der Zweite Weltkrieg führte zu erheblichen Schäden am Wormser Hauptbahnhof: So waren infolge eines Luftangriffs am 18. März 1945 sowohl alle Gleise und Stellwerke, das Bahnbetriebswerk, der Güterbahnhof und die Bahnmeisterei völlig zerstört. Zudem war das Empfangsgebäude stark beschädigt worden.[9] Es dauerte bis Mitte 1945, bevor wieder regelmäßig Züge fuhren. Trotzdem waren bis Ende 1945 noch 38 von 53 Kilometer Gleisanlagen im Wormser Hauptbahnhof nicht befahrbar, so dass zu diesem Zeitpunkt Richtung Mainz immer noch keine Züge fuhren. Erst ab etwa 1950 normalisierte sich die Lage des Eisenbahnverkehrs in Worms wieder.[10]

Bahnbetriebswerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit seiner erstmaligen Erbauung befand sich das Wormser Bahnbetriebswerk Mitte des 19. Jahrhunderts direkt neben dem Personenbahnhof in der Bahnhofstraße. Nachdem jedoch immer mehr Bahnstrecken im Umkreis eröffnet wurden und somit der Bahnhof in seiner Kapazität stark beansprucht wurde, wurde Ende des 19. Jahrhunderts ein neues Bahnbetriebswerk gebaut. Es umfasste nun größere Werkstätten, darunter eine größere Schreinerei sowie eine größere Schlosserwerkstatt. Außerdem wurden unter anderem eine Lehrlingswerkstatt für Maschinenschlosser und ein Übernachtungsgebäude für Triebfahrzeugführer neu gebaut.[11]

Im Durchschnitt beherbergte das neue Bahnbetriebswerk jetzt 50 Dampflokomotiven der Bauarten Preußische P 8, Preußische T 12, Preußische T 3, Preußische G 8 und Preußische G 8.1 sowie einige zusätzliche Akkumulatortriebwagen.[11] Vom Bau des neuen Bahnbetriebswerks Ende des 19. Jahrhunderts bis kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs wurde das Wormser Bahnbetriebswerk durch zunehmendem Schienenverkehr immer stärker beansprucht. So war das Wormser Bahnbetriebswerk für fast ganz Rheinhessen sowie den rechtsrheinischen Eisenbahnverkehr bis Frankfurt-Goldstein, Bensheim und Mannheim verantwortlich. Außenstellen besaß es zudem in Alzey, Gau-Odernheim und Mannheim-Waldhof. Dabei war das Betriebsamt zweigeteilt: Worms I war für den linksrheinischen Eisenbahnbetrieb auf 154 km zuständig, während Worms II für den rechtsrheinischen Zugverkehr auf insgesamt 133 km verantwortlich war.

Das Wormser Bahnbetriebswerk betreute im Jahr 1914 insgesamt 170 Lokomotiven und vier Triebwagen. Insgesamt arbeiteten dort 3176 Angestellte der Staatsbahn: drei Betriebsingenieure, 13 Bürokräfte, 1406 Beamte, 755 Bahnunterhaltungsarbeiter, 633 Gehilfen und Hilfskräfte des unteren Dienstes und 366 Betriebsarbeiter.[12] Nicht mitgezählt sind dabei die Angestellten der privaten Bahngesellschaften, die die Eisenbahnstrecken nach Westhofen und Offstein sowie der von der bayrischen Staatsbahn betriebene Eisenbahnverkehr nach Kaiserslautern und Neustadt an der Weinstraße.

Nachdem zirka 25 Jahre später der Zweite Weltkrieg begonnen hatte, wurden aufgrund eines Bombardements am 18. März 1945 große Teile des Wormser Bahnbetriebswerks zerstört. Darunter waren unter anderem der Rechteckschuppen, der Ringlokschuppen und die Werkstätten.[13] In der Folgezeit musste das Bahnbetriebswerk wieder mühsam aufgebaut werden, so dass am Ende im Wormser Bahnbetriebswerk wieder ein Ringlokschuppen, ein neu aufgebauter Rechteckschuppen und ein Ausbesserungsschuppen existierten. Außerdem verfügte es nach dem Aufbau über eine Triebwagenwerkstätte, eine Behausung für die Lokleitung, eine Bekohlungsanlage, einen Wasserturm sowie zwei Drehscheiben.

Als 1957 die Bahnstrecke Mainz–Mannheim elektrifiziert wurde, sank die Anzahl der Dampflokomotiven im Wormser Bahnbetriebswerk auf 58. Allerdings waren trotz der Elektrifizierung meist Akkumulatortriebwagen im Einsatz. 1967 schließlich verließ die letzte Dampflokomotive (050 472) den Wormser Hauptbahnhof.[12]

Am 1. Oktober 1984 verlor das BW Worms seine Eigenständigkeit und wurde zur Außenstelle des BW Mainz degradiert. Die noch in Worms stationierten Akkumulatortriebwagen wurden buchmäßig dem BW Mainz überschrieben, die Wartung der Triebwagen verblieb jedoch noch bis zum 13. Januar 1989 in Worms.

Bahnpost[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gebäude der ehemaligen Wormser Bahnpost an der heutigen Bahnhofstraße

Das heute als Kulturdenkmal[14] geltende Gebäude für die Bahnpost wurde 1903 zeitgleich mit dem benachbarten Bahnhofsgebäude neu gebaut. Nachdem es im Zweiten Weltkrieg erheblichen Schaden erlitten hatte, wurde es nur notdürftig wieder aufgebaut.[15] Das heute noch erhaltene Erdgeschoss besitzt Formen der Neuromanik. Außerdem weist es wie das Empfangsgebäude dekorative Verzierungen des Jugendstils auf. Der Eingangsbereich des Gebäudes ist als Loggia ausgeführt. Weitere architektonische Besonderheiten des Gebäudes sind rundbogige Fenster. Die Mauerstücke zwischen ihnen sind reichlich mit Ornamenten geschmückt. Zudem sind die weiteren Eingangstüren des Gebäudes von originaler Qualität.[15] Das Gebäude besitzt außerdem einen reich verzierten Erker.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personenbahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über die Bahnsteige zu den Gleisen 1 bis 5 zum Empfangsgebäude
RB 44 mit Triebwagen der Baureihe 425 im Wormser Hauptbahnhof auf dem Weg nach Mannheim

Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude beherbergt ein Reisezentrum der DB Vertrieb, eine Bäckerei, ein Zeitschriftengeschäft, ein Fastfoodrestaurant, eine Wache der Bundespolizei und seit dem Bahnhofsumbau im Sommer 2010 eine Bedürfnisanstalt an den Bahnsteiggleisen 1 und 8.

Es gibt vier Bahnsteige mit insgesamt acht Bahnsteiggleisen in zwei Bahnhofsteilen: Westlich des Empfangsgebäudes liegt der Durchgangsbahnhof für die Hauptstrecke Mainz–Mannheim mit drei Bahnsteigen und den Bahnsteiggleisen 1 bis 5, nördlich ein als Bensheimer Bahnhof bezeichneter Kopfbahnhof mit den Bahnsteiggleisen 8, 9 und 11. Alle Bahnsteige besitzen eine Höhe von 76 Zentimetern. Gleis 1 liegt am Hausbahnsteig, der 450 Meter lang ist.[16] Hier fahren hauptsächlich nach Mainz durchfahrende Fern- und Regionalzüge ab. Der westlich davon liegende Mittelbahnsteig mit den Bahnsteiggleisen 2 und 3 weist eine Länge von 372 bzw. 220 Metern auf.[16] Von diesen Gleisen fährt der Regionalverkehr in Richtung Karlsruhe und Mannheim ab. Vom Gleis 2 fährt der Fernverkehr in Richtung Mannheim ab. Der Bahnsteig mit den Bahnsteiggleisen 4 und 5 ist 140 bzw. 210 Meter lang.[16] Dort halten die Züge in Richtung Alzey und Mainz. Die Bahnsteiggleise 8, 9 und 11 werden von den Zügen nach Biblis und Bensheim genutzt. Die Bahnsteiglängen betragen 150 Meter (Gleis 8)[16], 200 Meter (Gleis 9) bzw. 195 Meter (Gleis 11).[16] Die haltenden Fernverkehrszüge fahren aufgrund der erforderlichen Bahnsteiglängen immer von den Bahnsteiggleisen 1 und 2 ab.

Zwischen 2007 und 2010 wurde der Bahnhof barrierefrei ausgebaut und im Dezember 2007 das Reisezentrum neu gestaltet. Alle Bahnsteiggleise, die vorher nur durch Treppen erreicht werden konnten, sind seitdem auch mit Aufzügen erreichbar. Im Zuge dieses Umbaus wurde auch der westliche Bahnhofsvorplatz barrierefrei gestaltet. Zudem wurde im Sommer 2010 eine neue öffentliche Toilette im Bahnhofsgebäude bei den Gleisen 1 und 8 eingerichtet. Seit September 2010 wurde der östliche Bahnhofsvorplatz komplett umgestaltet. Dabei wurde der alte Busbahnhof komplett abgerissen und das frei werdende Gelände neu gestaltet.

Westlich des Bahnhofes befindet sich ein sechsstöckiges Park+Ride-Parkhaus mit Platz für circa 600 Autos. Hier befindet sich auch ein gebührenpflichtiger, verschließbarer Abstellraum für Fahrräder und ein Fahrradgeschäft.

Güterbahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördliches Gleisvorfeld des Wormser Hauptbahnhofes mit Güterbahnhof

An den Wormser Hauptbahnhof grenzt direkt im Norden der Güterbahnhof an, in dem auf zahlreichen Gleisen Güterzüge zusammengestellt werden. Im Güterbahnhof ist außerdem im nördlichen Teil ein Ablaufberg vorhanden, welcher jedoch schon länger nicht mehr genutzt wird.

Stellwerkstechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1985 in Betrieb genommene Relaisstellwerk mit einer Stelltafel der Bauart Spurplan Drucktastenstellwerk von Standard Elektrik Lorenz des Erfindungsjahrs 1960 (SpDrL60) befindet sich direkt südlich des Park+Ride-Parkhauses. Auf der Stellwand sieht man die umfangreichen Gleisanlagen des Wormser Hauptbahnhofs und alle Betriebsstellen, Blocksignale und Bahnübergänge südlich des Bahnhofs Oppenheim bis unmittelbar nördlich des Bahnhofs von Bobenheim-Roxheim auf der Bahnstrecke Mainz–Mannheim. Dazu sind auf der Stellwand drei Bahnübergänge und die freie Strecke der Bahnstrecke Worms–Bingen Stadt bis zum Haltepunkt von Worms-Pfeddersheim und die Gleise der freien Strecke der Riedbahn bis zum Bahnhof Hofheim (Ried) abgebildet.

Personenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedienung im Fernverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

EuroCity-Steuerwagen im Wormser Hauptbahnhof auf dem Weg nach Dortmund

Am Wormser Hauptbahnhof halten im Jahr 2017 fünf Fernzüge: Ein Intercity-Express, zwei EuroCitys und zwei Intercitys, die meisten Fernverkehrszüge zwischen Mainz und Mannheim durchfahren den Bahnhof dagegen ohne Halt. Seit Jahren wird von Kommunalpolitikern ein besserer Fernverkehrsanschluss des Wormser Hauptbahnhofes an das Netz der Deutschen Bahn gefordert, eine tatsächliche Realisierung ist aber ungewiss.

Folgende Fernverkehrslinien halten seit dem 11. Dezember 2016 am Wormser Hauptbahnhof:

Linie Strecke Leistungen
ICE 11 Wiesbaden – Mainz – Worms – Mannheim – Stuttgart – Ulm – München ein Zug
EC 32 Münster (nach Klagenfurt) bzw. Dortmund (von Klagenfurt) – Duisburg – Köln – Koblenz – Mainz – Worms – Mannheim – Stuttgart – München – Klagenfurt ein Zugpaar
IC 35 Leer (Ostfriesland) – Münster – Recklinghausen – Gelsenkirchen – Duisburg – Köln – Koblenz – Mainz – Worms – Mannheim – Stuttgart (nach Leer) bzw. – KarlsruheKonstanz (von Leer) ein Zugpaar

Bedienung im Regionalverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Querbahnsteig des „Bensheimer Bahnhofes“

Im Wormser Hauptbahnhof kreuzen sich Bahnlinien aus allen vier Himmelsrichtungen:

  • Von Mainz im Norden verläuft Richtung Mannheim im Süden die Bahnstrecke Mainz–Mannheim mit halbstündlichen Regionalbahnen in beide Richtungen. Ergänzt wird die Bedienung durch die beiden zweistündlich verkehrenden Regionalexpresse zwischen Mainz und Karlsruhe, sowie zwischen Mainz und Mannheim. In Mainz und Mannheim besteht dabei Anschluss an den Fernverkehr, in Ludwigshafen am Rhein an die S-Bahn RheinNeckar.
  • Nach Westen verkehren im Stundentakt nach Bingen über Alzey sowie im Halbstundentakt nach Monsheim Züge über die Rheinhessenbahn. In Monsheim besteht Anschluss nach Grünstadt und im Sonn- und Feiertagsverkehr über die Zellertalbahn nach Hochspeyer.
  • Richtung Osten (Hessen) verläuft die Nibelungenbahn nach Bensheim. Hier besteht Anschluss an die Main-Neckar-Eisenbahn nach Frankfurt am Main sowie nach Heidelberg. Über den Wormser Zweig der Bahnstrecke Mannheim–Frankfurt am Main nach Biblis gibt es eine stündliche Umsteigeverbindung nach Frankfurt am Main. Die Züge nach Hessen fahren dabei von drei Kopfgleisen 8, 9 und 11 am Wormser Hauptbahnhof ab.

Die Linienübersicht im Nahverkehr:

Linie Strecke Taktfrequenz Betreiber
Produkt
RE 4 Mainz – Worms – Frankenthal – Ludwigshafen – Speyer – Germersheim – Karlsruhe zweistündlich DB Regio Südwest:
SÜWEX
RE 14 Mainz – Worms – Frankenthal – Ludwigshafen Mitte – Mannheim zweistündlich
RB 35 Bingen Stadt – Alzey – Monsheim – Worms stündlich DB Regio Südwest
RB 44 Mainz – Oppenheim – Worms – Bobenheim-Roxheim – Frankenthal – Ludwigshafen – Mannheim – Neu-Edingen/Friedrichsfeld halbstündlich
RB 62 Worms – Biblis (dort Anschluss an RE 70 nach Frankfurt) stündlich
RB 63 Worms – Bürstadt – Bensheim stündlich

Anschluss an den übrigen ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wormser Busbahnhof

Direkt östlich des Wormser Hauptbahnhofes, in der Nähe des Kopfbahnhofs, befindet sich der 2003 neu errichtete Busbahnhof. Die BRN bietet dabei elf Linien innerhalb von Worms (401 bis 411) sowie weitere ins Wormser Umland (432, 434, 435, 451) an. Spätabends fahren außerdem Nachtbusse auf vier Linien (410, 413, 414, 415) sowie Ruftaxis auf sieben Linien (4901, 4902, 4903, 4904, 4943, 4952, 6907). Es verkehren fünf Regionalbuslinien in die Metropolregion Rhein-Neckar sowie nach Hessen (462, 463, 642, 644, 651).

Außerdem ist gegenüber dem östlichen Haupteingang ein Taxistand eingerichtet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Worms Hauptbahnhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quelle: bahnhof.de: Sanierung des Hauptbahnhofs Worms – Energetische Ertüchtigung für ein imposantes Baudenkmal
  2. Aussage von Heiko Scholz, Leiter des Bahnhofsmanagement Mainz, im Nibelungen Kurier vom 17. Januar 2009, S. 2
  3. a b c Ralph Häussler: Eisenbahnen in Worms – Von der Ludwigsbahn zum Rheinland-Pfalz-Takt. Edition Schwarz&Weiss, ISBN 3-935651-10-4, S. 10.
  4. Ralph Häussler: Eisenbahnen in Worms – Von der Ludwigsbahn zum Rheinland-Pfalz-Takt. Edition Schwarz&Weiss, ISBN 3-935651-10-4, S. 12.
  5. Ralph Häussler: Eisenbahnen in Worms – Von der Ludwigsbahn zum Rheinland-Pfalz-Takt. Edition Schwarz&Weiss, ISBN 3-935651-10-4, S. 18.
  6. Ralph Häussler: Eisenbahnen in Worms – Von der Ludwigsbahn zum Rheinland-Pfalz-Takt. Edition Schwarz&Weiss, ISBN 3-935651-10-4, S. 20.
  7. Ralph Häussler: Eisenbahnen in Worms – Von der Ludwigsbahn zum Rheinland-Pfalz-Takt. Edition Schwarz&Weiss, ISBN 3-935651-10-4, S. 21.
  8. a b Ralph Häussler: Eisenbahnen in Worms – Von der Ludwigsbahn zum Rheinland-Pfalz-Takt. Edition Schwarz&Weiss, ISBN 3-935651-10-4, S. 43.
  9. Ralph Häussler: Eisenbahnen in Worms – Von der Ludwigsbahn zum Rheinland-Pfalz-Takt. Edition Schwarz&Weiss, ISBN 3-935651-10-4, S. 164.
  10. Ralph Häussler: Eisenbahnen in Worms – Von der Ludwigsbahn zum Rheinland-Pfalz-Takt. Edition Schwarz&Weiss, ISBN 3-935651-10-4, S. 166.
  11. a b Ralph Häussler: Eisenbahnen in Worms – Von der Ludwigsbahn zum Rheinland-Pfalz-Takt. Edition Schwarz&Weiss, ISBN 3-935651-10-4, S. 84.
  12. a b Ralph Häussler: Eisenbahnen in Worms – Von der Ludwigsbahn zum Rheinland-Pfalz-Takt. Edition Schwarz&Weiss, ISBN 3-935651-10-4, S. 87.
  13. Ralph Häussler: Eisenbahnen in Worms – Von der Ludwigsbahn zum Rheinland-Pfalz-Takt. Edition Schwarz&Weiss, ISBN 3-935651-10-4, S. 164.
  14. Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Rheinland-Pfalz für Worms, S. 4 (PDF-Datei).
  15. a b Quelle: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland – Band 10: Kulturdenkmäler in Rheinland Pfalz – Stadt Worms, herausgegeben im Auftrag des Ministeriums für Bildung und Kultur vom Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, Wernersche Verlagsgesellschaft Worms, S. 28
  16. a b c d e Quelle: Bahnsteiginformationen des Wormser Hauptbahnhofs auf den Seiten der Deutschen Bahn