Bormes-les-Mimosas

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Bormes-les-Mimosas
Wappen von Bormes-les-Mimosas
Bormes-les-Mimosas (Frankreich)
Bormes-les-Mimosas
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Var
Arrondissement Toulon
Kanton La Crau
Gemeindeverband Communauté de communes Méditerranée Porte des Maures
Koordinaten 43° 9′ N, 6° 21′ OKoordinaten: 43° 9′ N, 6° 21′ O
Höhe 0–642 m
Fläche 97,32 km2
Einwohner 7.839 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 81 Einw./km2
Postleitzahl 83230
INSEE-Code
Website http://www.ville-bormes.fr

Blick vom Dorf zum Hafen

Bormes-les-Mimosas (bis zum 15. Februar 1968 Bormes, provenzalisch Bouarmo) ist eine französische Gemeinde mit 7839 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) an der Mittelmeerküste am Fuß des Massif des Maures im Département Var in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Das Gemeindegebiet erstreckt sich in Hanglage von der Mittelmeerküste bis auf 642 m über dem Meeresspiegel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der hl. Franz von Paola, Schutzpatron der Gemeinde

Die Gemeinde wurde erstmals im Jahr 1056 als Borma erwähnt, archäologische Befunde weisen aber auf eine Besiedelung seit keltischer Zeit zurück. Der Hafen von Brégançon, der heute zu Bormes zählt, war in der Antike ein wichtiger Umschlagsplatz für Blei und Granit aus nahegelegenen Bergwerken. Zahlreiche Relikte sind aus der Zeit der römischen Herrschaft erhalten.

Im Mittelalter wurde das Dorf mehrfach zerstört. Seit 730 plünderten es wiederholt die Sarazenen, 1393 die Korsaren. Einige Jahre zuvor hatten die Spanier den Ort überfallen. Im Jahr 1529 brannten es die Mauren nieder, 1539 der Genueser Andrea Doria und einige Jahre später, 1579 im Verlauf der Religionskriege, die Truppen des Comte de Carcès.

Der hl. Franz von Paola wurde zum Schutzpatron der Gemeinde erhoben, da er der im Jahr 1482 wütenden Pest Einhalt geboten haben soll. Eine Statue auf dem Place St-François und die dem Patron geweihte Kapelle aus dem 16. Jahrhundert erinnern heute daran.

Im Jahr 1913 wurde ein Teil der Gemarkung der neu gegründeten Gemeinde Le Lavandou zugeschlagen. Die Ergänzung des Namens um den Zusatz les Mimosas stammt erst aus dem Jahr 1968. Napoléon III. brachte die Mimosenbäume 1867 von seinen Feldzügen aus Mexiko mit und ließ sie in Bormes kultivieren.

Das Fort de Brégançon dient seit 1968 dem französischen Präsidenten als Sommerresidenz.

Straße der Mimosen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bormes-les-Mimosas ist Ausgangspunkt der Straße der Mimosen, auch Mimosenstraße genannt (frz: La Route du Mimosa; engl.: Golden Route). Es ist eine 130 km lange touristische Strecke, die entlang der Côte d’Azur über Rayol-Canadel-sur-Mer, Sainte-Maxime, Saint-Raphaël, Mandelieu-la-Napoule, Tanneron und Pégomas bis nach Grasse führt. Von Januar bis Mitte März stehen die ursprünglich aus Australien kommenden gelbblühenden Akaziengewächse in Blüte.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eglise St-Trophyme
  • Place St-Francois Hier steht eine Statue zur Erinnerung an den Heiligen Franz von Paula. Ihm gegenüber ist die gegenüberliegende, von dunklen Zypressen umstandene Kapelle aus dem 16. Jahrhundert geweiht. Daneben liegt ein alter Friedhof auf dem auch ein Denkmal für den Maler Jean-Charles Cazin steht.
  • Eglise St-Trophyme Das dreischiffige, romanisch beeinflusste, Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert. An der Fassade ist eine Sonnenuhr mit dem Sinnspruch Ab hora diei ad horam Dei ("Von der Stunde des Tages zur Stunde Gottes") angebracht. An den Pfeilern im Kircheninneren stehen sechs vergoldete hölzerne Büstenreliquiare, die aus der Entstehungszeit der Kirche stammen.
  • Provenzalische Gassen Die Altstadt von Bormes wird durch dutzende Gassen durchzogen die dem Ort seinen typisch provenzalischen Charakter geben.
  • Château des Seigneurs de Foz Oberhalb des Ortes liegt das alte Schloss. Von hier hat man einen lohnenswerten Blick auf die Hyerischen Inseln, Bormes und das Cap Benat.
  • Musee "Arts et Histoire"
  • La chapelle Notre-Dame-de-Constance

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bormes ist die Heimat der Korsaren Hippolyte Mourdeille (1785–1807) und Hippolyte de Bouchard (1780–1837), des späteren argentinischen Revolutionärs. Der Maler Alfred Courmes (1898–1993) wurde ebenfalls hier geboren.

Bilder aus Bormes-les-Mimosas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bormes-les-Mimosas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. La route du Mimosa 2012. (engl.)