Beaulieu-sur-Mer

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Beaulieu-sur-Mer
Wappen von Beaulieu-sur-Mer
Beaulieu-sur-Mer (Frankreich)
Beaulieu-sur-Mer
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Alpes-Maritimes
Arrondissement Nice
Kanton Beausoleil
Gemeindeverband Nice Côte d’Azur
Koordinaten 43° 42′ N, 7° 20′ OKoordinaten: 43° 42′ N, 7° 20′ O
Höhe 0–140 m
Fläche 0,95 km2
Einwohner 3.715 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 3.911 Einw./km2
Postleitzahl 06310
INSEE-Code
Website www.beaulieusurmer.fr

Hafen von Beaulieu-sur-Mer, 2006

Beaulieu-sur-Mer (italienisch veraltet Belluogo) ist eine Gemeinde mit 3715 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im französischen Département Alpes-Maritimes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zur Métropole Nice Côte d’Azur. Die Einwohner werden in der Landessprache als Berlugans bezeichnet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beaulieu-sur-Mer liegt direkt am Mittelmeer an der Basse Corniche, etwa acht Kilometer östlich von Nizza und zehn Kilometer westlich von Monaco. Im Süden schließt sich die Halbinsel Cap Ferrat an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Küstenabschnitt wurde bereits in prähistorischer Zeit besiedelt, was Ausgrabungen aus der Jungsteinzeit belegen. In der Antike wurde der Ort im Itinerarium Antonini unter dem Namen Anao als griechische Hafenstadt zum ersten Mal erwähnt und hat sich unter dem Einfluss der Römer weiterentwickelt.

Im 4. Jahrhundert wurde ein kleines Kloster errichtet, welches die Langobarden im 6. Jahrhundert zerstörten. Die Bewohner flüchteten über Montolivo, die heutige Hochebene Saint-Michel an der Grande Corniche. Erst Ende des 13. Jahrhunderts kamen neue Siedler in das Gebiet zurück.

Nach der Eroberung durch Napoleon III. wurde der Ort 1860 französisch, der ursprüngliche Name Bellolocco wurde in Beaulieu geändert. Seit 1891 ist Beaulieu-sur-Mer eine unabhängige Gemeinde des Kantons Villefranche-sur-Mer.

Im 19. Jahrhundert erlebte Beaulieu-sur-Mer durch die Anbindung an die Straße und Eisenbahnlinie nach Nizza einen großen Aufschwung. Viele Gäste stiegen während der Wintermonate im kleinen Kurort an der Côte d’Azur ab, darunter einige gekrönte Häupter wie König Leopold II. von Belgien und der Marquis von Salisbury (Britischer Premierminister) sowie andere Prominente wie James Gordon Bennett Jr. (Eigentümer des New York Herald), Isaac Merritt Singer und Gustave Eiffel.

Während des Ersten Weltkriegs verließen viele berühmte Einwohner die Stadt. In dieser Zeit begann der Tourismus, der dem Ort zu neuer Blüte verhalf und bis heute eine der Haupteinnahmequellen zu allen Jahreszeiten bildet.

Anzahl Einwohner
(Quelle: Insee)
Jahr 1968197519821990199920062007200820092016
Einwohner 4.0504.2734.3024.0133.6753.7143.7203.7423.7493.721

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Villa Kérylos, 2011

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Beaulieu-sur-Mer

  • Villa Kérylos: Erbaut zwischen 1902 und 1908 vom französischen Architekten Emmanuel Pontremoli im antiken griechischen Stil des zweiten und ersten Jahrhunderts v. Chr. auf einem Felsvorsprung über dem Meer. Die Villa war früher Eigentum des Althistorikers Théodore Reinach und wurde im Jahr 1928 dem Institut de France übergeben. Sie ist heute für Besichtigungen zugänglich.
  • Romanische Kapelle Santa Maria de Olivo aus dem 11. Jahrhundert
  • Pfarrkirche von 1899

Städte- und Schulpartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Es bestehen eine Städtepartnerschaft und ein Schüleraustauschprogramm mit der US-amerikanischen Stadt Tempe.
  • Ebenso existiert seit 1977 ein Schüleraustauschprogramm zwischen dem College Jean Cocteau und der Gesamtschule Busecker Tal in Hessen.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes des Alpes-Maritimes. Flohic Editions, Band 2, Paris 2000, ISBN 2-84234-071-X, S. 999–1015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Beaulieu-sur-Mer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. IGS Busecker Tal: Deutsch-Französische Freundschaft: Beaulieu s/ Mer - Buseck. Abgerufen am 11. August 2017.