La Ciotat
| La Ciotat | ||
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| Region | Provence-Alpes-Côte d’Azur | |
| Département | Bouches-du-Rhône | |
| Arrondissement | Marseille | |
| Kanton | La Ciotat | |
| Gemeindeverband | Métropole d’Aix-Marseille-Provence | |
| Koordinaten | 43° 11′ N, 5° 36′ O | |
| Höhe | 0–388 m | |
| Fläche | 31,46 km² | |
| Einwohner | 35.631 (1. Januar 2014) | |
| Bevölkerungsdichte | 1.133 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 13600 | |
| INSEE-Code | 13028 | |
| Website | www.laciotat.com | |
Hafen von La Ciotat |
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La Ciotat [ˌlasjoˈtaː][1] (provenzalisch La Ciutat oder La Ciéuta für „die Stadt“) ist eine Hafen- und Industriestadt mit 35.631 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) in Südfrankreich an der Riviera im Département Bouches-du-Rhône, etwa 30 km östlich von Marseille. Die Stadt wird überragt vom Bec de l’Aigle, einem rötlichen Felsen (155 m). Im Meer vor der Stadt liegt die Insel Île Verte. La Ciotat ist die südlichste Gemeinde des Départements Bouches-du-Rhône.
La Ciotat gehört zum Großraum Marseille. Mit 31.927 Einwohnern ist La Ciotat der zweitgrößte Vorort der Metropole. La Ciotat ist auch Hauptort (chef-lieu) des gleichnamigen Kantons, zu dem neben La Ciotat noch die Gemeinde Ceyreste gehört.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zur Zeit der Römer hieß der Ort Citharista.
Selbständig wurde der Ort erst im Jahr 1429. Damals wurde auf Drängen der Bewohner nach Eigenständigkeit das Gebiet von Ceyreste, zu dem der Ort bis dahin gehört hatte, geteilt und ein eigenständiges Gemeinwesen La Ciotat errichtet. Von da an entwickelte sich die Gemeinde rasch: es wurden Befestigungen gebaut und eine Kirche errichtet. Der Handel entwickelte sich infolge der Anlage eines Hafens gut.
Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Von La Ciotat nach Cassis führt die Corniche des Crêtes, eine Panoramastraße mit großartigen Aussichten auf das Meer von hohen Klippen herab. Der bekannteste Felsen ist der Cap Canaille.
Auf dem Bahnhof von La Ciotat wurde 1895 von Auguste und Louis Lumière der Stummfilm „Die Ankunft eines Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat“ gedreht. Er zeigt, wie ein Zug in den Bahnhof einfährt und Reisende aus- und einsteigen. Dies war einer der ersten Filme, die je entstanden und der öffentlich ab 1896 gezeigt wurde.[2]
Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Durch Städtepartnerschaften ist La Ciotat verbunden mit[3]
- Bridgwater in der englischen Grafschaft Somerset, seit 1957
- Kranj in Slowenien, seit 1958
- Singen (Hohentwiel) im Süden Baden-Württembergs, seit 1968
- Torre Annunziata in Kampanien (Italien), seit 2005
Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Albert Londe (1858–1917), Fotograf, Pionier der Röntgen-Fotografie
- Louis-Joseph Maurin (1859–1936), Kardinal, Erzbischof von Lyon (1916–1936)
- René Donoyan (* 1940), Fußballtorwart
- Olivier Dahan (* 1967), Filmregisseur
- Yoan Cardinale (* 1994), Torwart
Mit der Stadt verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Die Brüder Lumière drehten in La Ciotat einige ihrer ersten Filme.
- Der Architekt Pierre Bossan (1814–1888) verbrachte seine letzten Lebensjahre in La Ciotat und sammelte einen Kreis von Architekten und Künstlern um sich.
Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Brüder Lumière drehten in La Ciotat, wo die Familie einen Wohnsitz hatte, 1895 einige ihrer ersten Filme:
- Die Ankunft eines Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat (L’Arrivée d’un train en gare de La Ciotat)
- Babys Frühstück (Repas de bébé) und
- Der begossene Gärtner.
Sie machten in der Bucht von La Ciotat auch erste Farbphotographien. In der Stadt befindet sich außerdem das älteste noch erhaltene Kino, das Eden.
1907 erlaubte Ernest Pitiot seinem Freund Jules Le Noir, der am Rheumatismus litt, bei einer Partie Jeu Provençal in La Ciotat auf eine kürzere Distanz zu spielen. Dies war die Geburtsstunde des Boule-Spiels Pétanque, das seinen Namen den provenzalischen Worten „ped tanca“ (geschlossene Füße) verdankt.
In La Ciotad wurde 1892 das Dampfschiff Ville de La Ciotat (6461 BRT) in der Werft Chantiers Navals gebaut.
Unter dem Titel Der Soldat von La Ciotat ließ Bertolt Brecht eine seiner Kalendergeschichten in La Ciotat spielen.
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Aussprache von La Ciotat: Wie man La Ciotat auf Französisch ausspricht. Abgerufen am 16. Mai 2012 (deutsch).
- ↑ * John Huntley: Railways in the Cinema. London 1969, S. 7, 113.
- ↑ Website La Ciotat
Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Johann Baptist Keune: Kitharistes. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XI,1, Stuttgart 1921, Sp. 529 f.
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
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