La Seyne-sur-Mer

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La Seyne-sur-Mer
Wappen von La Seyne-sur-Mer
La Seyne-sur-Mer (Frankreich)
La Seyne-sur-Mer
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Var
Arrondissement Toulon
Kanton Hauptort von
La Seyne-sur-Mer-1
La Seyne-sur-Mer-2
Gemeindeverband Toulon Provence Méditerranée
Koordinaten 43° 6′ N, 5° 53′ OKoordinaten: 43° 6′ N, 5° 53′ O
Höhe 0–352 m
Fläche 22,17 km2
Einwohner 64.903 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 2.928 Einw./km2
Postleitzahl 83500
INSEE-Code
Website http://www.la-seyne.fr/

Fort Balaguier

La Seyne-sur-Mer (okzitan.: La Sanha de Mar) ist eine Stadt im Süden Frankreichs südwestlich von Toulon. Sie ist mit 64.903 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) nach Toulon zweitgrößter Ort im Département Var. Administrativ besteht sie aus zwei Kantonen, Seyne-sur-Mer und Saint-Mandrier-sur-Mer, und liegt im Arrondissement Toulon.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1909: Stapellauf des Schlachtschiffs Voltaire auf der Werft Forges et Chantiers de la Méditerranée (FCM)

Im Mittelalter existierte an der Stelle des heutigen La Seyne-sur-Mer lediglich ein kleines Dorf an der Stelle eines La Sagno genannten natürlichen Hafens. Unter Ludwig XIV. wurde dieser Hafen in den Ausbau des Kriegshafens Toulon mit einbezogen. Neue Forts entstanden und die Einwohnerzahl wuchs, sodass der König der Gemeinde im Jahr 1657 das Stadtrecht und im Jahr 1700 das Recht, ein Wappen zu führen, verlieh. 1691 wurde ein Handels- und Fischereihafen eingerichtet; 1711 kam eine erste Werft hinzu. Auch Napoléon Bonaparte sorgte durch den Bau eines zusätzlichen Forts im Jahr 1811 (das heutige „Fort Napoléon“) für einen weiteren Entwicklungsschub. Ab 1853 wurden auf der Werft Forges et Chantiers de la Méditerranée (FCM) Eisenschiffe gefertigt; der Betrieb ging Mitte 1966 nach dem Bau der RMS Sagafjord in die Insolvenz. 1859 erhielt die Stadt über die Bahnstrecke Marseille–Ventimiglia Anschluss an das französische Eisenbahnnetz. Die Entwicklung hielt auch im 20. Jahrhundert unvermindert an: Während 21.002 Menschen im Jahr 1901 in der Stadt lebten, sind es mittlerweile etwa drei Mal so viel.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt besteht aus zwei Kantonen: Im Norden La Seyne-sur-Mer, im Süden Saint-Mandrier-sur-Mer. Bürgermeister der Gemeinde ist Marc Vuillemot von der Parti socialiste.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Sehenswürdigkeiten sind vor allem die Festungsbauten zu nennen, allen voran das Fort Balaguier aus dem Jahr 1636, das auch ein Schifffahrtsmuseum enthält, sowie die Forts de l'Éguillette und Napoléon und die Batterie de Peyras. Sehenswert ist auch eine hochklappbare Eisenbahnbrücke über die Hafeneinfahrt aus dem Jahr 1917. Ein beliebtes Ausflugsziel sind die Sablettes, eine Dünenlandschaft mit einzelnen Grünflächen auf der Halbinsel Saint-Mandrier.

Es gibt dort das meeresbiologische Institut Michel Pacha (in einem neomaurischen Palast), in der auch die Daten des Neutrinoteleskops Antares ausgewertet werden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus La Seyne-sur-Mer stammen:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: La Seyne-sur-Mer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien