Département Vosges

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Vosges ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum gleichnamigen Mittelgebirge siehe Vogesen.
Vosges
Wappen des Departements Vosges
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Über dieses Bild
Region Grand Est
Präfektur Épinal
Unterpräfektur(en) Neufchâteau
Saint-Dié-des-Vosges
Einwohner 373.560 (1. Jan. 2014)
Bevölkerungsdichte 64 Einw. pro km²
Fläche 5.874 km²
Arrondissements 3
Kantone 17
Gemeinden 507
Präsident des
Départementrats
François Vannson[1] (UMP)
ISO-3166-2-Code FR-88

Das Département Vosges [voːʒ] ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 88. Es liegt im Osten des Landes in der Region Grand Est und ist nach dem Mittelgebirge Vogesen (französisch: Vosges) benannt. Seine Präfektur ist in Épinal, Unterpräfekturen sind Neufchâteau und Saint-Dié-des-Vosges.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gérardmer, „Perle der Vogesen“

Das Département wird durch die Départements Meuse (Maas) und Meurthe-et-Moselle im Norden, Bas-Rhin (Unterelsass) und Haut-Rhin (Oberelsass) im Osten, Territoire de Belfort und Haute-Saône im Süden und Haute-Marne im Westen begrenzt.

Der Name „Vosges“ leitet sich vom gleichnamigen Mittelgebirge dieser Region, den Vogesen ab. Die Vogesen nehmen aber nur das östliche Drittel des Départements ein. Man kann zwei recht unterschiedliche Landschaftsbilder östlich und westlich der Mosel feststellen. Der Westen ist von mit Laubwald bedeckten Hügeln geprägt. Der Osten liegt höher und zeigt mit Nadelwald bedecktes Granit- und Sandsteingebirge. Die höchstgelegenen Gebiete sind Teil des Regionalen Naturparks Ballons des Vosges.

Das Gebiet des Départements verteilt sich auf die Einzugsgebiete vierer Flüsse:

  • im Osten, im Norden und in der Mitte das Einzugsgebiet des Rheins über die Mosel und ihre Zuflüsse
  • im Süden und Südwesten das Einzugsgebiet der Rhone über die Saône
  • im Westen und Nordwesten das Einzugsgebiet der Maas
  • im äußersten Nordwesten das Einzugsgebiet der Seine über den Ornain

Im Département verlaufen demzufolge mehrere Wasserscheiden. Der Canal des Vosges überwindet die Rhein-Rhône-Wasserscheide; er verbindet die Täler von Mosel und Saône und ist Teil einer Wasserstraße von der Nordsee bis an das Mittelmeer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das im Süden Lothringens gelegene Département Vosges wurde während der Französischen Revolution am 4. März 1790 gebildet.

Ursprünglich war es in 9 Distrikte mit den Hauptstädten Épinal, Saint-Dié, Remiremont, Mirecourt, Neufchâteau, Bruyères, Darney, Rambervillers und Lamarche gegliedert. Zusammen umfassten diese Distrikte 60 Kantone.

Im Jahr 1793 beschloss das Fürstentum Salm, eine Enklave mit der Hauptstadt Senones, sich Frankreich anzuschließen, nachdem es seine Prinzen als Folge der Revolution verlassen hatten. Im Jahr 1795 kam die Region von Schirmeck, vorher Teil des Départements Bas-Rhin, hinzu.

Am 17. Februar 1800 wurden fünf Arrondissements geschaffen: Épinal, Mirecourt, Neufchâteau, Remiremont und Saint-Dié.

Bei der Abtretung Elsass-Lothringens im Jahr 1871 ging ein kleiner Teil des Départements Vosges verloren

Im Jahr 1871 ging ein kleiner Teil des Départements durch den Frieden von Frankfurt an das Deutsche Reich über: der Kanton Schirmeck und die Hälfte des Kantons Saales, die seitdem zum Elsass gehören. Die französisch gebliebenen Gemeinden des Kantons Saales bildeten einen neuen Kanton mit Hauptstadt Provenchères-sur-Fave. Die so „verlorenen“ Gebiete kamen durch den Friedensvertrag von Versailles im Jahr 1919 an Frankreich zurück, blieben aber dem elsässischen Département Bas-Rhin zugeordnet.

Am 10. September 1926 wurde die Verwaltung der Départements in Frankreich gesetzlich neu geregelt. Es wurden insgesamt 106 Arrondissements aufgelöst, darunter zwei im Département Vosges: Mirecourt und Remiremont. Die entsprechenden Kantone wurden dem Arrondissement Épinal zugeordnet, mit Ausnahme der Kantone Mirecourt und Vittel, die zum Arrondissement Neufchâteau kamen.

Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bevölkerungsreichsten Gemeinden des Départements Vosges sind:

Stadt Einwohner
(2014)
Arrondissement
Épinal 32.006 Épinal
Saint-Dié-des-Vosges 20.315 Saint-Dié-des-Vosges
Gérardmer 8.276 Saint-Dié-des-Vosges
Golbey 8.516 Épinal
Thaon-les-Vosges 9.066 Épinal
Remiremont 7.768 Épinal
Neufchâteau 6.577 Neufchâteau
Raon-l’Étape 6.421 Saint-Dié-des-Vosges
Mirecourt 5.461 Neufchâteau
Rambervillers 5.491 Épinal

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Département gliedert sich in 3 Arrondissements, 17 Kantone und 507 Gemeinden:

Arrondissement Einwohner
(2014)
Fläche
(km²)
Bev.Dichte
(Einw./km²)
Kantone Gemeinden
Épinal 216.181 2.743 78,8 13 218
Neufchâteau 65.229 1.966 33,2 9 206
Saint-Dié-des-Vosges 92.150 1.166 79 9 90

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1793 wurde das Territorium des Fürstentums Salm-Salm an Frankreich angegliedert, zu dessen Verwaltung ein neuer Distrikt in Senones eingerichtet wurde, der dem Département Vosges zugeordnet wurde. Bei der kurz darauf durchgeführten Verfassungsreform (1795) wurden die Distrikte aufgelöst. Die nun 68 Kantone waren der Präfektur direkt unterstellt; die Kantone verteilten sich – verteilt unter die späteren Arrondissements – wie folgt: Épinal (14 Kantone), Mirecourt (12), Neufchâteau (17), Remiremont (6) und Saint-Dié (19).

Bei der von Napoleon dekretierten erneuten Reorganisation der Verwaltung vom Jahr IX (1800) wurde die Anzahl der Kantone auf weniger als die Hälfte vermindert. Es galt von nun an die Einteilung:

  • Arrondissement Épinal mit 6 Kantonen:
    Bains (12 Gemeinden), Bruyères, Châtel, Épinal, Rambervillers und Xertigny (8);
  • Arrondissement Neufchâteau mit 5 Kantonen:
    Bulgnéville, Châtenois, Coussey, Lamarche und Neufchâteau;
  • Arrondissement Mirecourt mit 7 Kantonen:
    Bains-les-Bains, Charmes, Darney, Dompaire, Mirecourt, Monthureux-sur-Saône (12) und Vittel;
  • Arrondissement St. Dié mit 9 Kantonen:
    Brouvelieures (10), Corcieux, St. Dié, Fraize, Gérardmer, Raon-l'Étape, Saales, Schirmeck und Senones;
  • Arrondissement Remiremont mit 4 Kantonen:
    Plombières (5), Ramonchamp, Remiremont und Saulxures (10).

Im Jahre 1871 ging der Kanton Schirmeck und die Hälfte des Kantons Saales an das Deutsche Reich verloren. Aus dem bei Frankreich verbliebenen Rest des Kantons Saales wurde der Kanton Provenchères-sur-Fave im Arrondissement St. Dié gebildet. Die Rückkehr Elsaß-Lothringens zu Frankreich 1919 brachte für die Verwaltungsstruktur dieses Départements keine Veränderung.

Die nach 125 Jahren größte Änderung brachte das Gesetz vom 10. September 1926, indem jedes dritte Arrondissement des französischen Festlandes aufgehoben und die zugehörigen Kantone anderen Arrondissements zugeordnet wurden; dieses Gesetz brachte auch die Aufhebung der Arrondissements Mirecourt und Remiremont. In der Folge kamen die Kantone Mirecourt und Vittel zum Arrondissement Neufchâteau, die anderen 8 Kantone wurden Épinal zugeordnet. Am 15. Januar 1982 wurde der Kanton St. Dié geteilt: Es entstanden die beiden Kantone Saint-Dié-Est (seit 1999 Saint-Dié-des-Vosges-Est) und Saint-Dié-Ouest (seit 1999 Saint-Dié-des-Vosges-Ouest).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Département Vosges – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. elections2015.vosges.fr abgerufen am 1. Mai 2015

Koordinaten: 48° 10′ N, 6° 27′ O