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Deutschfeistritz

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Marktgemeinde
Deutschfeistritz
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Deutschfeistritz
Deutschfeistritz (Österreich)
Deutschfeistritz (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Steiermark Steiermark
Politischer Bezirk: Graz-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: GU
Fläche: 56,98 km²
Koordinaten: 47° 12′ N, 15° 20′ OKoordinaten: 47° 11′ 55″ N, 15° 20′ 10″ O
Höhe: 414 m ü. A.
Einwohner: 4.451 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 78 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8121
Vorwahl: 03127
Gemeindekennziffer: 6 06 59
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Grazerstraße 1
8121 Deutschfeistritz
Website: www.deutschfeistritz.gv.at
Politik
Bürgermeister: Michael Viertler (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(21 Mitglieder)
10
5
5
1
10 5 5 1 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Deutschfeistritz im Bezirk Graz-Umgebung
Lage der Gemeinde Deutschfeistritz im Bezirk Graz-Umgebung (anklickbare Karte)DeutschfeistritzDobl-ZwaringEggersdorf bei GrazFeldkirchen bei GrazFernitz-MellachFrohnleitenGössendorfGratkornGratwein-StraßengelHart bei GrazHaselsdorf-TobelbadHausmannstättenHitzendorfHitzendorfKainbach bei GrazKalsdorf bei GrazKumbergLaßnitzhöheLiebochNestelbach bei GrazPeggauRaaba-GrambachSankt BartholomäSankt Marein bei GrazSankt Oswald bei PlankenwarthSankt Radegund bei GrazSeiersberg-PirkaSemriachStatteggStiwollThalÜbelbachPremstättenVasoldsbergWeinitzenWerndorfWundschuhGrazSteiermark
Lage der Gemeinde Deutschfeistritz im Bezirk Graz-Umgebung (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick vom Kirchberg in Richtung Süden auf das Ortszentrum.
Blick vom Kirchberg in Richtung Süden auf das Ortszentrum.
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Deutschfeistritz ist eine Marktgemeinde mit 4451 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) in der Steiermark in Österreich. Sie liegt im Norden des Bezirks Graz-Umgebung und Gerichtsbezirk Graz-West an der Mur.

Am 1. Jänner 2015 wurde im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform die vormals eigenständige Gemeinde Großstübing eingemeindet.[1]

Geografische Lage

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Deutschfeistritz liegt etwa 15 km nördlich der Landeshauptstadt Graz im Mittleren Murtal an der Mündung des Übelbachs in die Mur – und nicht, wie der Name vermuten lassen könnte, an der Feistritz. Die Gemeinde ist von der Nachbargemeinde Peggau auf der linken Seite der Mur nur durch den Fluss getrennt. Im Gemeindegebiet liegen die Gipfel Schartnerkogel, Gamskogel und Pfaffenkogel.

Gemeindegliederung

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Das Gemeindegebiet umfasst folgende neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Deutschfeistritz, Großstübing, Kleinstübing, Königgraben, Prenning, Stübinggraben und Waldstein.

Eingemeindungen

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Im Zuge der steirischen Gemeindestrukturreform wurde die Gemeinde Deutschfeistritz am 1. Jänner 2015 mit der Gemeinde Großstübing fusioniert.[3]

Nachbargemeinden

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Übelbach Frohnleiten Peggau
Gratwein-Straßengel Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Peggau
Gratwein-Straßengel Gratkorn

Der Ortsname geht auf urslawisch *Bystrica (Wildbach, Bach mit klarem Wasser) zurück.[4] Der Name Deutschfeistritz entstand, um sich von Slovenska Bistrica (deutsch: Windisch-Feistritz) zu unterscheiden, einer Kleinstadt und Gemeinde in Slowenien.[5]

Bei Deutschfeistritz befand sich ein Bergwerk, in dem hauptsächlich Blei und Zink abgebaut wurden. 1765 war sein erfolgreichstes Jahr mit 116 kg Silber, circa 22 Tonnen Blei und circa 104 Tonnen Bleiglätte. Der Bergbau wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingestellt.[6]

Bevölkerungsentwicklung

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Deutschfeistritz: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
 
2.999
1880
 
3.095
1890
 
3.569
1900
 
3.277
1910
 
3.331
1923
 
3.691
1934
 
3.821
1939
 
3.695
1951
 
4.046
1961
 
3.859
1971
 
4.229
1981
 
4.092
1991
 
4.122
2001
 
4.218
2011
 
4.229
2021
 
4.419
2026
 
4.451
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Schloss Thinnfeld
Pfarrkirche St. Martin und davor das denkmalgeschützte Mesnerhaus
1849 von dem Hammerherrn Johann Pachernegg errichtet, wurden hier bis 1984 Sensen produziert. Zur Blütezeit verließen jährlich 60000 Sensen das Werk. Betrieben wurden die Hämmer durch sechs große Wasserräder.
Seit der Restaurierung und Revitalisierung durch den „Kulturverein Sensenwerk Deutschfeistritz“ ist ein Industriedenkmal entstanden
Der Kirchberg, das Wahrzeichen von Deutschfeistritz, ist eine 100 m hohe Erhebung im Ortskern nahe dem Marktplatz und der Marktmühle. Neben einem Ausblick über die in die grüne Landschaft eingebetteten Häuser bietet der Kirchberg auch zahlreiche Sportmöglichkeiten wie zum Beispiel Nordic Walking, Spazierwege, Rodelbahnen sowie Downhill-Möglichkeiten.
Wirtschaftlich wird der Kirchberg als Weidefläche für die Schafszucht bzw. Ziegenzucht des örtlichen Pfarrers genutzt.

Wirtschaft und Infrastruktur

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  • Straße: Deutschfeistritz liegt an der Pyhrn Autobahn A 9 und an der Brucker Schnellstraße S 35. Die nächstgelegene Anschlussstelle befindet sich im Knoten Peggau-Deutschfeistritz (165) in drei Kilometer Entfernung. Die Pyhrn Autobahn ist auch über die Anschlussstelle Übelbach (157) in sieben Kilometern erreichbar. Die Grazer Straße B 67, die parallel zur Pyhrn Autobahn in Richtung Graz verläuft, ist ebenfalls über den Knoten Peggau-Deutschfeistritz erreichbar. Im Gemeindegebiet befinden sich im Zuge der Pyhrn Autobahn die Autobahnraststätte Deutschfeistritz und der etwa 1200 m lange Schartnerkogeltunnel.
  • Eisenbahn: Deutschfeistritz besitzt eine Haltestelle an der Lokalbahn Peggau–Übelbach, die von den Steiermärkischen Landesbahnen betrieben wird. In den Ortsteilen Zitoll, Viertler/Prenning, Prenning, Waldstein und Himberg befinden sich ebenfalls Haltepunkte. Der Bahnhof Peggau-Deutschfeistritz an der Südbahn mit stündlichen Schnellbahnanschlüssen (S1) befindet sich in der Nachbargemeinde Peggau in etwa einem Kilometer Entfernung. Im drei Kilometer entfernten Kleinstübing befindet sich der einzige Bahnhof der Marktgemeinde.
  • Flugverkehr: Der Flughafen Graz befindet sich in etwa 30 km Entfernung.

Tourismusverband

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Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Peggau, Übelbach, Gratkorn und Gratwein-Straßengel den Tourismusverband „OberGraz“. Dessen Sitz ist in Deutschfeistritz.[7] Bis März 2016[8] firmierten Deutschfeistritz, Peggau und Übelbach als Tourismusverband „Deutschfeistritz-Peggau-Übelbach“.[9]

Gemeindeamt

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Tabelle:

Partei 2020[15] 2015[16] 2010[17] 2005[18] 2000
Großgemeinde DeutschfeistritzGroßstübing DeutschfeistritzGroßstübing DeutschfeistritzGroßstübing
Stimmen % M. St.%M. St.%M. St.%M. St.%M. St.%M. St.%M. St.%M.
ÖVP 1170 55 12 12835111 12305112 172636 14366214 205737 13786114 191737
SPÖ 401 19 4 582235 797337 100373 797347 75272 642296 70272
FPÖ 371 17 3 344143 260112 nicht kandidiert 8840 nicht kandidiert 14361 nicht kandidiert
Die Grünen 193 9 2 18771 10240 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
U.N.S. (Unabhängig. Neutral.
Sozial für Deutschfeistritz)
nicht kandidiert 11351 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
Menschen für Menschen nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 7830 nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlbeteiligung 60 % 74 % 77 % 91 % 76 % 87 % 79 % 85 %
  • seit 2011 Michael Viertler (ÖVP)

Wegen der Gemeindezusammenlegung verlor das Wappen mit 1. Jänner 2015 seine offizielle Gültigkeit. Die Wiederverleihung erfolgte mit Wirkung vom 15. Juni 2016.[19]
Die Blasonierung lautet:

„In rotem Schild über silbernem, je dreifach gespitztem Dreiberg springend ein goldener Hirsch mit einem goldenen beblätterten Zweig im Äser.“

Persönlichkeiten

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Ehrenbürger der Gemeinde

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  • 2014: Wilma E. Schmidt-Högl (* 1949), Historikerin
  • Hannes Bammer (1922–2017), Landesrat a. D.
  • Rudolf Klug (1865–1950), Forstrat in Schloss Waldstein

Söhne und Töchter der Gemeinde

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Personen mit Bezug zu Deutschfreistitz

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  • Ernst Fischer (1899–1972), österreichischer Schriftsteller und Politiker (Bildungsminister), gestorben in Deutschfeistritz
Commons: Deutschfeistritz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 19. Dezember 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Deutschfeistritz und der Gemeinde Großstübing, beide politischer Bezirk Graz-Umgebung. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 30. Dezember 2013. Nr. 185, 38. Stück. ZDB-ID 705127-x, S. 762.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  3. Das Land Steiermark: Die neue Gemeindestruktur der Steiermark (Memento vom 9. November 2013 im Webarchiv archive.today)
  4. Fritz Frhr. Lochner von Hüttenbach: Zum Namengut des Frühmittelalters in der Steiermark (= Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark. Band 99). Böhlau Verlag, Wien 2008, S. 34 (historischerverein-stmk.at [PDF; 16,9 MB]).
  5. Slovenska Bistrica
  6. Leopold Weber: Die Blei-Zinkerzlagerstätten des Grazer Paläozoikums und ihr geologischer Rahmen. In: Archiv für Lagerstättenforschung der Geologischen Bundesanstalt. Band 12, Wien 1990, ISBN 978-3-900312-72-5, S. 261–269 (geologie.ac.at [PDF-Datei; 29 MB]).
  7. OberGraz. Abgerufen am 30. Dezember 2017.
  8. Vier Orte bilden gemeinsam eine attraktive Region. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 31. Dezember 2017; abgerufen am 30. Dezember 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 300. ZDB-ID 1291268-2 S. 624.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Deutschfeistritz. Land Steiermark, 13. März 2005, abgerufen am 20. Januar 2025.
  11. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Deutschfeistritz. Land Steiermark, 21. März 2010, abgerufen am 20. Januar 2025.
  12. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Deutschfeistritz. Land Steiermark, 22. März 2015, abgerufen am 20. Januar 2025.
  13. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Deutschfeistritz. Land Steiermark, 28. Juni 2020, abgerufen am 20. Januar 2025.
  14. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2025 in Deutschfeistritz. Land Steiermark, 23. März 2025, abgerufen am 6. Juni 2025.
  15. Wahlen 2020. Land Steiermark, abgerufen am 28. Oktober 2021.
  16. Wahlen 2015. Land Steiermark, abgerufen am 28. Oktober 2021.
  17. Wahlen 2010. Land Steiermark, abgerufen am 28. Oktober 2021.
  18. Wahlen 2005. Land Steiermark, abgerufen am 28. Oktober 2021.
  19. 61. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 2. Juni 2016 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Marktgemeinde Deutschfeistritz (politischer Bezirk Graz-Umgebung), abgerufen am 17. Juni 2016