Deutschfeistritz

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Deutschfeistritz
Wappen fehlt
Deutschfeistritz (Österreich)
Deutschfeistritz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Graz-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: GU
Fläche: 57,5 km²
Koordinaten: 47° 12′ N, 15° 20′ O47.19861111111115.336111111111414Koordinaten: 47° 11′ 55″ N, 15° 20′ 10″ O
Höhe: 414 m ü. A.
Einwohner: 4.208 (1. Jän. 2015)
Postleitzahl: 8121
Vorwahl: 03127
Gemeindekennziffer: 6 06 59
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Grazerstraße 41
8121 Deutschfeistritz
Website: www.deutschfeistritz.at
Politik
Bürgermeister: Michael Viertler
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
11
5
3
1
1
11 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Deutschfeistritz im Bezirk Graz-Umgebung
Deutschfeistritz Dobl-Zwaring Eggersdorf bei Graz Feldkirchen bei Graz Fernitz-Mellach Frohnleiten Gössendorf Gratkorn Gratwein-Straßengel Hart bei Graz Haselsdorf-Tobelbad Hausmannstätten Hitzendorf Hitzendorf Kainbach bei Graz Kalsdorf bei Graz Kumberg Laßnitzhöhe Lieboch Nestelbach bei Graz Peggau Raaba-Grambach Sankt Bartholomä Sankt Marein bei Graz Sankt Oswald bei Plankenwarth Sankt Radegund bei Graz Seiersberg-Pirka Semriach Stattegg Stiwoll Thal Übelbach Unterpremstätten-Zettling Vasoldsberg Weinitzen Werndorf Wundschuh Graz SteiermarkLage der Gemeinde Deutschfeistritz im Bezirk Graz-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick vom Kirchberg auf dem Ort, Richtung Süden.
Blick vom Kirchberg auf dem Ort, Richtung Süden.
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Deutschfeistritz ist eine Marktgemeinde mit 4208 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) in der Steiermark in Österreich. Sie liegt im Norden des Bezirks Graz-Umgebung und Gerichtsbezirk Graz-West an der Mur. Am 1. Jänner 2015 wurde im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform die vormals eigenständige Gemeinde Großstübing eingemeindet.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Deutschfeistritz liegt ca. 15 km nördlich der Landeshauptstadt Graz an der Mündung des Übelbachs in die Mur – und nicht, wie der Name vermuten lassen könnte, an der Feistritz. Die Gemeinde ist von der Nachbargemeinde Peggau auf der linken Seite der Mur nur durch den Fluss getrennt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

und besteht aus den Katastralgemeinden Deutschfeistritz, Großstübing, Kleinstübing, Königgraben, Prenning, Stübinggraben und Waldstein.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der steirischen Gemeindestrukturreform wurde die Gemeinde Deutschfeistritz am 1. Januar 2015 mit der Gemeinde Großstübing fusioniert.[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Übelbach Frohnleiten Peggau
Gratwein-Straßengel Nachbargemeinden Peggau
Gratwein-Straßengel Gratkorn

Geschichte[Bearbeiten]

Bei Deutschfeistritz befand sich ein Bergwerk, in dem hauptsächlich Blei und Zink abgebaut wurden. 1765 war sein erfolgreichstes Jahr mit 116 kg Silber, ca. 22 Tonnen Blei und ca. 104 Tonnen Bleiglätte. Der Bergbau wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingestellt.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Deutschfeistritz
1849 von dem Hammerherrn Johann Pachernegg errichtet wurden hier bis 1984 Sensen produziert. Zur Blütezeit verließen jährlich 60000 Sensen das Werk. Betrieben wurden die Hämmer durch sechs große Wasserräder.
Seit der Restaurierung und Revitalisierung durch den „Kulturverein Sensenwerk Deutschfeistritz“ ist ein Industriedenkmal einer besonderen Art entstanden
Der Kirchberg, das Wahrzeichen von Deutschfeistritz, ist eine 100 m hohe Erhebung im Ortskern nahe dem Marktplatz und der Marktmühle. Neben dem ausnehmend schönen Überblick über die in die grüne Landschaft eingebetteten Häuser bietet der Kirchberg auch zahlreiche Sportmöglichkeiten wie zum Beispiel Nordic Walking, Spazierwege, Rodelbahnen die im Winter gerne von den Kindern benützt werden, sowie Downhill-Möglichkeiten.
Wirtschaftlich wird der Kirchberg als Weidefläche für die Schafszucht bzw. Ziegenzucht des örtlichen Pfarrers genutzt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Deutschfeistritz liegt an der Pyhrn Autobahn A 9 und an der Brucker Schnellstraße S 35. Die nächstgelegene Anschlussstelle befindet sich im Knoten Peggau-Deutschfeistritz (165) in 3 km Entfernung. Die Pyhrn Autobahn ist auch über die Anschlussstelle Übelbach (157) in 7 km erreichbar. Die Grazer Straße B 67, die parallel zur Pyhrn Autobahn in Richtung Graz verläuft, ist ebenfalls über den Knoten Peggau-Deutschfeistritz erreichbar.

Im Gemeindegebiet befinden sich im Zuge der Pyhrn Autobahn die Raststätte Deutschfeistritz und der ca. 1.200 m lange Schartnerkogeltunnel.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Deutschfeistritz besitzt eine Haltestelle an der Lokalbahn Peggau-Übelbach, die von den Steiermärkischen Landesbahnen betrieben wird. In den Ortsteilen Zitoll, Viertler/Prenning, Prenning, Waldstein und Himberg befinden sich ebenfalls Haltepunkte.

Der Bahnhof Peggau-Deutschfeistritz an der Südbahn mit stündlichen Schnellbahnanschlüssen (S1) befindet sich in der Nachbargemeinde Peggau in ca. 1 km Entfernung. Im 3 km entfernten Kleinstübing befindet sich der einzige Bahnhof der Marktgemeinde.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Der Flughafen Graz befindet sich in ca. 30 km Entfernung.

Tourismusverband[Bearbeiten]

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Peggau und Übelbach den Tourismusverband „Deutschfeistritz-Peggau-Übelbach“. Dessen Sitz ist Deutschfeistritz.[5]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2011 Michael Viertler (ÖVP).

Dem Gemeindevorstand gehören weiter der erste Vizebürgermeister Franz Stampler (ÖVP), der zweite Vizebürgermeister Josef Fuchs (SPÖ), der Gemeindekassier Gabriel Hirnthaler (ÖVP) und das Vorstandsmitglied Helmut Gössler (FPÖ) an. [6]

Amtsleiter ist Johann Schweiger.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 11 ÖVP – stellt den Bürgermeister
  • 5 SPÖ
  • 3 FPÖ
  • 1 GRÜNE
  • 1 U.N.S - Unabhängig. Neutral. Sozial für Deutschfeistritz

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse:

Partei 2015 2010 2005 2000
Großgemeinde Deutschfeistritz Großstübing Deutschfeistritz Großstübing Deutschfeistritz Großstübing
Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M.
ÖVP 1283 51 11 1230 51 12 172 63 6 1436 62 14 205 73 7 1378 61 14 191 73 7
SPÖ 0582 23 05 0797 33 07 100 37 3 0797 34 07 075 27 2 0642 29 06 070 27 2
FPÖ 0344 14 03 0260 11 02 nicht kandidiert 0088 04 00 nicht kandidiert 0143 06 01 nicht kandidiert
Die Grünen 0187 07 01 0102 04 00 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
U.N.S. (Unabhängig. Neutral.
Sozial für Deutschfeistritz)
0113 05 01 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
Menschen für Menschen nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 78 3 0 nicht kandidiert
Wahlbeteiligung 74 % 77 % 91 % 76 % 87 % 79 % 85 %

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Wilma E. Schmidt-Högl, Historikerin
  • Hans Bammer (* 1922), Landesrat a. D.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Peter Tunner (1809–1897), Eisenhüttenpionier
  • Victor Franz Hess (1883–1964), Physiker und Nobelpreisträger
  • Ernst Fischer (1899–1972), österreichischer Schriftsteller und Politiker (Bildungsminister), gestorben in Deutschfeistritz

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Deutschfeistritz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 19. Dezember 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Deutschfeistritz und der Gemeinde Großstübing, beide politischer Bezirk Graz-Umgebung. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 30. Dezember 2013. Nr. 185, 38. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 762.
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. Das Land Steiermark: Die neue Gemeindestruktur der Steiermark. Abgerufen am 9. November 2013.
  4. Leopold Weber: Die Blei-Zinkerzlagerstätten des Grazer Paläozoikums und ihr geologischer Rahmen. Archiv für Lagerstättenforschung der Geologischen Bundesanstalt Band 12, Wien 1990. ISBN 978-3-900312-72-5. Seiten 261–269. (29 MB; PDF-Datei)
  5. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 300. ZDB-ID 1291268-2 S. 624.
  6. Marktgemeinde Deutschfeistritz: Gemeindevorstand. Abgerufen am 7. Mai 2015.