Floorballverband Deutschland

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Floorballverband Deutschland
Floorball Deutschland
Sportart Floorball
Gründungsdatum/-jahr 30. Januar 1992
Gründungsort Clausthal-Zellerfeld
Präsident Jan Hoffmann
Vereine 195[1]
Mitglieder 11.968[2]
Verbandssitz Leipzig (Sitz)
Geschäftsstelle:
Goesselstr. 55
28215 Bremen
Offizielle Sprache(n) deutsch
Homepage www.floorball.de

Der Floorballverband Deutschland e. V. (Eigenschreibweise: floorball deutschland; früher: Deutscher Unihockey Bund, DUB), gegründet am 30. Januar 1992 in Clausthal-Zellerfeld, ist der Spitzenverband und Fachsportverband, der die Sportart Floorball in Deutschland vertritt. Er ist seit 1994 Mitglied im Floorball-Weltverband International Floorball Federation (IFF) und seit 2014 Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes. Seinen Sitz hat er in Leipzig und seine Geschäftsstelle in Bremen. Dem Verband gehören rund 12.000 Mitglieder (2016) an.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der B-Weltmeisterschaft in Prag 2008 konnte die deutsche Mannschaft Gold gewinnen. Bei der Unihockey-Weltmeisterschaft 2012 in der Schweiz erreichte die Herren-Nationalmannschaft ihre bis heute erfolgreichste Platzierung, den vierten Platz und konnte erstmals in das Halbfinale einer Weltmeisterschaft ziehen.

Nationale Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf nationaler Ebene wird seit 2007 jährlich der Floorball Deutschland Pokal für Herrenmannschaften auf dem Großfeld ausgespielt. Seit der Saison 2011/12 findet ebenfalls jährlich der Floorball Deutschland Pokal für Frauenmannschaften statt. Zudem organisiert der Verband auf dem Großfeld die 1. und 2. Floorball-Bundesliga der Herren sowie die Damen Bundesliga.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Floorball Deutschland vereint seit Anfang September 2017 zwölf Landesverbände mit rund 11.512 Mitgliedern in 192 Vereinen. Als direkte Mitglieder im Floorballverband Deutschland werden die folgenden Landesverbände geführt.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Floorballverband Deutschland ist seit Dezember 2014 Mitglied im Deutschen Olympischen-Sport-Bund (DOSB).

Floorball Deutschland gibt das für Deutschland anzuwendende offizielle Regelwerk heraus, steuert die Schiedsrichterausbildung und koordiniert den überregionalen Spielbetrieb innerhalb der 1. Bundesliga und 2. Bundesliga der Herren ebenso wie den der 1. Bundesliga der Damen. Des Weiteren wird seit 2007 der Floorball Deutschland Pokal ausgerichtet.

Floorball Deutschland nahm mit vier Nationalmannschaften, U19-Herren, Herren, U19-Damen und Damen, bisher an allen durch die IFF organisierten Weltmeisterschaften teil. Er hat zwischenzeitlich zur vorgelagerten Talentesichtung eine weitere Nationalmannschaft im Bereich U17-Junioren eingerichtet.

Außerdem koordiniert er die Floorball-Entwicklung in Schulen und Vereinen, wobei er insbesondere den bundesweiten Floorball Cup als einen Schulsportwettbewerb für gemischte Mannschaften organisiert und durch die Landesverbände in den Regionen ausrichten lässt. Zum Teil ist dieser Wettbewerb in einigen Bundesländern als Ergänzungssportart im Programm Jugend trainiert für Olympia (JtfO) enthalten.

Umbenennung der Sportart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Sportart hat eine bewegte Geschichte hinter sich.

Auf seiner elften ordentlichen Delegiertenversammlung am 9. August 1997 in Grasleben hat sich der bis dato firmierende Fachverband Deutscher Unihoc Bund e.V. (DUB) mit Stimmenmehrheit vom Begriff Unihoc verabschiedet und ihn durch Unihockey ersetzt. Unihoc ist der Markenname eines bekannten Herstellers für Floorball-Spielgeräte und der DUB wäre zu der Zeit nicht für die Weltmeisterschaften des Weltverbandes International Floorball Federation zugelassen worden.

Auf der 15. ordentlichen Delegiertenversammlung am 25. September 1999 in Berlin hielt zwar die Mehrheit der Delegierten noch - solidarisch mit dem Schweizer Unihockey Verband (SUHV) - am Namen Unihockey fest, doch am 26. September 2009 wurde auf einer außerordentlichen Delegiertenversammlung in Weißenfels beschlossen, fortan den Begriff Floorball zu verwenden. Dadurch wurde die Begrifflichkeit der international üblichen Namensgebung angeglichen. Außerdem werden so Verwechslungen vor allem mit Hockey oder Hochschulsport vermieden und die Sportart wird in ihrer Einzigartigkeit klar positioniert und vermarktbar gemacht. Die Namensänderung des Verbandes wurde im Jahr 2010 von der Mitgliederversammlung in Bordesholm bestätigt. Die Eintragung als Floorballverband Deutschland e.V. im Vereinsregister konnte somit vollzogen werden und die Vermarktung des Verbandes unter der Marke Floorball Deutschland wurde offiziell vollzogen.

Besondere Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Jahre 2001 hat der Verband die 1. U19-Weltmeisterschaft der Junioren im Raum Weißenfels, Halle und Leipzig ausgerichtet.
  • Im Januar 2004 fanden im Landkreis Weißenfels die Europapokal-Finalspiele statt.
  • Im November 2006 wurde in Naunhof und Leipzig die 2. U19-Weltmeisterschaft der Juniorinnen ausgetragen.
  • Im Juli 2007 wurde die Sportart erstmals im Rahmen eines 'Unihockey-Dorfes' auf der Fachmesse ispo zusammen mit dem Floorball-Weltverband IFF und Herstellern einem Fachpublikum präsentiert.
  • Während der B-Weltmeisterschaft in Prag 2008 konnte die deutsche Floorballnationalmannschaft Gold gewinnen.
  • Vom 3. bis 7. Mai 2011 fand in Weißenfels die 6. U19-Juniorenweltmeisterschaften statt.
  • Bei der Herren-Unihockey-Weltmeisterschaft 2012 in der Schweiz erreichte die Nationalmannschaft erstmals ein Halbfinale einer Weltmeisterschaft und wurde am Ende Vierter.[3]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Anzahl der registrierten Spieler/innen und Vereine in Deutschland:[4][5][6]

Datum Spieler/innen Vereine

31. Dezember 1996
31. Dezember 1997
31. Dezember 1998
31. Dezember 1999
31. Dezember 2000
31. Dezember 2001
30. Juni 2003
30. Juni 2004
30. Juni 2005
30. Juni 2006
30. Juni 2007
30. Juni 2008
30. Juni 2009
30. September 2010
30. September 2011
1. Januar 2012
1. Januar 2013
31. Dezember 2014
31. Dezember 2015
Ende 2016
Ende 2017

200
269
339
540
950
1980
2092
2940
3338
3600
4480
5311
5920
8200
8280
9591
10056
10642
10961
11512
12100

25
25
29
50
54
62
70
86
?
96
99
?
149
145
152
171
174
182
191
193
201

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bestandserhebung 2017. Deutscher Olympischer Sportbund, archiviert vom Original am 27. Dezember 2017; abgerufen am 1. Januar 2018 (PDF; 658 kB). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dosb.de
  2. Bestandserhebung 2017. Deutscher Olympischer Sportbund, archiviert vom Original am 27. Dezember 2017; abgerufen am 1. Januar 2018 (PDF; 658 kB). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dosb.de
  3. Floorballer feiern historischen Coup. Meldung vom 7. Dezember 2012 auf sportschau.de
  4. floorball.org: Players (licensed/registered) per Association 1996-2006 (Abgerufen am 27. Januar 2012)
  5. floorball.org: Players (licensed/registered) per Association 2006-2015
  6. floorball.org: Players (licensed/registered) per Association 2016