Florian Hahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Florian Hahn (2014)

Florian Hahn (* 14. März 1974 in München) ist ein deutscher Politiker. Als Abgeordneter der CSU gehört er seit der Wahl zum 17. Bundestag im Herbst 2009 dem Deutschen Bundestag an.

Seit 2014 ist er Sprecher der CSU-Landesgruppe für Auswärtiges, Verteidigung, Angelegenheiten der Europäischen Union, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Menschenrechte und Humanitäre Hilfe und Landesvorsitzender des Arbeitskreises Außen-, Sicherheits- und Europapolitik (ASP) der CSU. Hier leitet er auch den Fachausschuss Außenpolitik.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Luitpold-Gymnasium in München absolvierte er seinen Wehrdienst bei der Gebirgsjägertruppe. Anschließend besuchte er die Bayerische Akademie für Werbung und Marketing (BAW), die er mit dem Abschluss Marketing Fachwirt (BAW) verließ. Seit Dezember 2006 absolviert er einen berufsbegleitenden MBA-Studiengang an der Universität für Weiterbildung Krems. Hahn war Mitarbeiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rüstungsunternehmens Krauss-Maffei Wegmann.

Florian Hahn ist evangelisch,[1] verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Florian Hahn auf einem Forum auf dem CSU-Parteitag 2014

Florian Hahn begann seine politische Laufbahn 1989 mit dem Eintritt in die Junge Union Bayern. Seit 1992 ist er Mitglied der CSU. Von 1999 bis 2006 war er JU-Kreisvorsitzender in München-Land und von 1998 bis 2003 Mitglied im JU-Landesausschuss und im JU-Deutschlandrat. Er war Landesgeschäftsführer der Jungen Union Bayern. Von 2004 bis 2012 war er Ortsvorsitzender in Putzbrunn. Von 2003 bis 2009 war er stellvertretender Leiter Politik und Parteiarbeit der CSU, Landesgeschäftsführer und Mitglied im Bundesvorstand der Kommunalpolitischen Vereinigung der CSU (KPV), der Union der Vertriebenen (UdV) und des Evangelischen Arbeitskreises (EAK). Seit 2005 ist er Mitglied im CSU-Bezirksvorstand. Seit 2013 ist er Mitglied im Parteivorstand. Bei den Kommunalwahlen 2014 wurde er in den Kreistag des Landkreises München wiedergewählt.[2] Seit 2015 ist Hahn Kreisvorsitzender der CSU.

Politische Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl im Frühjahr 1996 übernahm er im Gemeinderat von Putzbrunn ein erstes politisches Mandat. Dort wurde er 2005 zum Vorsitzenden der CSU-Fraktion gewählt. Von 2002 bis 2008 war er Kreisrat und Finanzreferent im Landkreis München. Als Nachfolger für den nicht mehr kandidierenden bayerischen Finanzminister Georg Fahrenschon wurde Florian Hahn am 14. Februar 2009 zum Direktkandidaten der CSU für den Bundestagswahlkreis München-Land gewählt. Nach der Bundestagswahl 2009 zog er erstmals als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag ein. Bei der Bundestagswahl am 22. September 2013 verteidigte er erfolgreich sein Direktmandat mit einem Erststimmenanteil von 52,5 Prozent.[3]

Florian Hahn ist Ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss[4] sowie stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, im Unterausschuss Vereinte Nationen, Internationale Organisationen und Globalisierung sowie im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union. Seit 2014 ist er Sprecher der CSU-Landesgruppe für Auswärtiges, Verteidigung, Angelegenheiten der Europäischen Union, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Menschenrechte und Humanitäre Hilfe.

Nebentätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Florian Hahn ist Mitglied des Aufsichtsrats der IABG. Er bezog für diese Nebentätigkeit 2013 Bezüge der Stufe 3 und 2014 der Stufe 4 nach dem Stufenmodell für Mitglieder des Deutschen Bundestages. Des Weiteren war er bis 2010 stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Gemeindewerke Putzbrunn GmbH und ist ehrenamtliches Mitglied des Beirates der Zeitschrift "Wehrtechnik" der Mönch Verlagsgesellschaft mbH in Bonn. Außerdem ist er Mitglied des Beirates der Quantum-Systems GmbH in Otterfing.[5]

In die Kritik geriet Hahn im Oktober 2016 nach Recherchen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel und der ARD-Sendung Report Mainz; der Bundestagsabgeordnete habe sich als Mitglied des Verteidigungsausschusses und als Berichterstatter der Unionsfraktion für Projekte eingesetzt, von denen die IABG direkt profitiert haben soll.[6][7][8][9][10] Hahn wies die Vorwürfe zurück und gab an, dass er noch vor seiner Bundestagskandidatur juristisch prüfen ließ, ob dieser Aufsichtsratsposten in Verbindung mit einem Bundestagsmandat zulässig sei, was ihm zu "zu hundert Prozent" positiv beschieden wurde.[11]

Ehrenamtliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Florian Hahn engagiert sich seit 2002 als Mitglied des Vorstandes bzw. Beirat des Vereins der Freunde und Förderer der Realschule Neubiberg e.V. Zudem ist er seit 2013 Vizepräsident der Interessengemeinschaft Deutsche Luftwaffe e.V. Seit 2014 ist er Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. und stellvertretender Vorsitzender der Soldaten und Veteranen Stiftung (SVS) und seit 2015 Vorsitzender der Stiftung Lebenshilfe München.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Florian Hahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Florian Hahn, CDU/CSU. Deutscher Bundestag. Abgerufen am 8. März 2017.
  2. Lebenslauf. Florian Hahn Mitglied des deutschen Bundestages. Abgerufen am 8. März 2017.
  3. Florian Hahn (CSU). Münchner Wochen Anzeiger. 17. September 2013. Abgerufen am 8. März 2017.
  4. Mitglieder des Verteidigungsausschusses. Deutscher Bundestag. Abgerufen am 8. März 2017.
  5. Florian Hahn, CDU/CSU. Deutscher Bundestag. Abgerufen am 8. März 2017.
  6. CSU-Politiker im Verdacht der Kungelei. Spiegel Online. 29. Oktober 2016. Abgerufen am 8. März 2017.
  7. "Zweierlei Maß". Süddeutsche Zeitung. 30. Oktober 2016. Abgerufen am 8. März 2017.
  8. Florian Hahns umstrittene Doppelrolle. Münchner Merkur. 30. Oktober 2016. Abgerufen am 8. März 2017.
  9. Waffentheater um Raketenabwehr. Capital. 31. Oktober 2016. Abgerufen am 8. März 2017.
  10. Florian Hahn (CSU). Parlamentwatch. Abgerufen am 8. März 2017.
  11. http://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/csu-abgeordneter-florian-hahn-ja-zur-doppelrolle-1.3247768
  12. Stiftungsrat und Stiftungsvorstand. Stiftung Lebenshilfe München. Abgerufen am 8. März 2017.