Winfried Bausback

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Winfried Bausback (2012)
Kurzer Ausschnitt aus einer Pressekonferenz von W. Bausback (Okt. 2014), Antwort auf eine Frage zu Crystal Speed

Winfried Bausback (* 22. Oktober 1965 in Aschaffenburg) ist ein deutscher Politiker (CSU) und Hochschullehrer. Seit 2007 ist er Lehrstuhlinhaber für Wirtschafts- und Öffentliches Recht in Wuppertal. Seit 2008 gehört er dem bayerischen Landtag an. Im Oktober 2013 wurde er als Staatsminister der Justiz in das Kabinett Seehofer II berufen.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Bausback studierte nach seinem Abitur im Jahre 1985 am Kronberg-Gymnasium in Aschaffenburg Jura an der Universität Würzburg. Sein zweites Juristisches Staatsexamen bestand Bausback 1995. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Völkerrecht an der Universität Würzburg tätig. Seine Habilitation an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg erhielt er 2002. Dort wurde ihm die Lehrbefähigung für die Fächer Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht erteilt. Anschließend übernahm Bausback Vertretungsprofessuren an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und der Universität Bayreuth sowie Lehraufträge an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.[1]

Seit 2007 ist Bausback Universitätsprofessor an der Bergischen Universität Wuppertal (öffentliches Recht, insbesondere europäisches und internationales Wirtschaftsrecht). Wegen seiner Ernennung zum Minister wurde er dort beurlaubt.[2]

Politik[Bearbeiten]

Bausback trat 1984 in die Junge Union ein und ist seit 1985 Mitglied der CSU.

Dem Aschaffenburger Stadtrat gehört er seit 2002 an und ist dort seit 2005 stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Als Stadtrat gehört er dem Beirat der Stiftung Kulturpreis Aschaffenburg und dem Zweckverbandsrat der örtlichen FOS/BOS an.

Er bekleidet seit 2009 das Amt des Kreisvorsitzenden im CSU-Kreisverband Aschaffenburg-Stadt. Darüber hinaus ist er stellvertretender Bezirksvorsitzender des Arbeitskreises Hochschule CSU in Unterfranken und Mitglied im CSU-Bezirksvorstand, CSU-Parteivorstand und CSU-Präsidium.

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Aschaffenburg 2012 trat Bausback als einziger Gegenkandidat gegen Klaus Herzog (SPD) an, konnte sich mit 18% gegen den Amtsinhaber jedoch nicht durchsetzen.[3][4]

2008 zog Bausback für den Stimmkreis Aschaffenburg-West in den bayerischen Bayerischen Landtag ein. Bis 2013 gehörte er dem Ausschuss für Verfassung, Recht, Parlamentsfragen und Verbraucherschutz sowie dem für Fragen des öffentlichen Dienstes an. Darüber hinaus wirkte Bausback in den Untersuchungsausschüssen zur BayernLB/HGAA, sowie zum Rechtsterrorismus in Bayern - NSU mit. Weitere Schwerpunkte seiner politischen Arbeit sind Bildung und Kultur. Bei der Landtagswahl 2013 verteidigte er mit einem Stimmenanteil von 42,9 % sein Direktmandat und lag damit leicht über seinem Ergebnis von 2008 (42,3%). Am 9. Oktober 2013 wurde bekannt, dass Bausback neuer bayerischer Justizminister wird und damit Beate Merk ablöst [5]

2015 zog er den Unmut von Homosexuellen-Organisationen auf sich, als er sich kritisch über die Pläne von SPD, den Grünen und der Linkspartei zur Gleichstellung von Ehe und Lebenspartnerschaften äußerte. Er lehnte auch ein Recht zur gemeinschaftlichen Adoption durch gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften ab und bezeichnete den Vorstoß der Parteien als Schaufensterpolitik.

Privates[Bearbeiten]

Bausback ist verheiratet und hat drei Kinder. Er ist römisch-katholischer Konfession.[6] Seit längerer Zeit ist Bausback auch stellvertretender Vorsitzender des Kindergartenträgervereins St. Konrad in Aschaffenburg.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Winfried Bausback – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. siehe Homepage des Justizministeriums
  2. siehe Homepage von Bausback an der Universität Wuppertal
  3. Vgl. main-netz.de
  4. Vgl. Oberbürgermeisterwahl 2012 (PDF; 9 kB)
  5. [1]
  6. Vgl. [2]