Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2017

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2017
UEFA Women’s Euro 2017
Anzahl Nationen 16 (von 48 Bewerbern)
Europameister Niederlande Niederlande (1. Titel)
Austragungsort Niederlande Niederlande
Eröffnungsspiel 16. Juli 2017
Endspiel 6. August 2017
Spiele 31
Tore 68 (⌀: 2,19 pro Spiel)
Zuschauer 243.401 (⌀: 7.852 pro Spiel)
Torschützenkönigin England Jodie Taylor (5 Tore)
Beste Spielerin Niederlande Lieke Martens
Gelbe Karten 89 (⌀: 2,87 pro Spiel)
Gelb-Rote Karten (⌀: 0,03 pro Spiel)
Rote Karten (⌀: 0,06 pro Spiel)
← EM 2013
EM 2022 →

Die Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2017 (englisch UEFA Women’s Euro 2017) war die zwölfte Ausspielung der europäischen Kontinentalmeisterschaft im Frauenfußball. Das Turnier fand vom 16. Juli bis 6. August 2017 in den Niederlanden statt und wurde erstmals mit 16 Mannschaften ausgetragen. Titelverteidiger war Deutschland, das 2013 zum sechsten Mal hintereinander Europameister geworden war. Gastgeber Niederlande gewannen das Turnier und wurden somit Europameister.

Vergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sieben Länder hatten ihr Interesse an der Ausrichtung der Europameisterschaft 2017 bekannt gegeben. Die Bewerbungen kamen aus Österreich, Frankreich, Israel, den Niederlanden, Polen, Schottland und der Schweiz. Keines dieser Länder hatte je eine Fußball-Europameisterschaft der Frauen ausgerichtet. Die Niederlande hatten sich vergeblich für die Turniere 2009 und 2013 beworben, während sich die Schweiz und Polen um die EM-Endrunde 2013 bemühten. Nur Frankreich und die Niederlande hatten bislang schon an einer EM-Endrunde teilgenommen. Die Bewerbungen mussten bis zum 10. Oktober 2014 bei der UEFA eingereicht werden.[1] Am 4. Dezember 2014 erhielten die Niederlande den Zuschlag.[2]

Spielorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breda Deventer Doetinchem
Rat-Verlegh-Stadion
Kapazität: 19.000
Stadion De Adelaarshorst
Kapazität: 8.011
Stadion De Vijverberg
Kapazität: 12.600
20131027 Rat Verlegh Stadion.jpg De Vijverberg.JPG
Enschede
Rotterdam
De Grolsch Veste
Kapazität: 30.205
Sparta Stadion Het Kasteel
Kapazität: 11.026
Grolsch Veste wedstrijd.JPG Het Kasteel, Rotterdam.jpg
Tilburg Utrecht
König-Wilhelm-II.-Stadion
Kapazität: 14.750
Stadion Galgenwaard
Kapazität: 24.426
Willem II stadion.jpg Galgenwaardtribune.jpg

Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

47 Nationen, darunter erstmals Andorra, nahmen an der Qualifikation teil. Diese lief über drei Runden. In der ersten traten die acht schwächeren Mannschaften in zwei Gruppen gegeneinander an. Die Auslosung dafür erfolgte am 19. Januar 2015 in Nyon.[3] Die Spiele fanden zwischen dem 4. und 9. April 2015 statt. Am 20. April 2015 wurde dann in Nyon die zweite Runde ausgelost. Die Spiele fanden vom 14. September 2015 bis 20. September 2016 statt. Die Auslosung der Play-off-Runde erfolgte am 23. September 2016 in Nyon. Die Play-offs fanden am 21. und 25. Oktober 2016 statt.

Die Auslosung der Endrunde fand am 8. November 2016 im Luxor Theater in Rotterdam statt.[4] Die Niederlande als Gastgeber wurden als Gruppenkopf der Gruppe A gesetzt. Die übrigen Mannschaften wurden aufgrund des UEFA-Koeffizienten in vier Töpfe eingeteilt. Jeder Gruppe wurde anschließend eine Mannschaft aus jedem Topf zugelost.

  • Topf 1: Deutschland, Frankreich, England
  • Topf 2: Norwegen, Schweden, Spanien, Schweiz
  • Topf 3: Italien, Island, Schottland, Dänemark
  • Topf 4: Österreich, Belgien, Russland, Portugal

Die Auslosung ergab die folgenden Gruppen:

Die Mannschaften bei der EURO 2017
Gruppe A Gruppe B Gruppe C Gruppe D
Niederlande Niederlande Deutschland Deutschland Frankreich Frankreich England England
Norwegen Norwegen Schweden Schweden Island Island Schottland Schottland
Danemark Dänemark Italien Italien Osterreich Österreich Spanien Spanien
Belgien Belgien Russland Russland Schweiz Schweiz Portugal Portugal

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die UEFA hat auch bei diesem Turnier den Test von Regelneuerungen fortgeführt. Zum einen durften die Teams im Falle, dass ein Spiel in die Verlängerung geht, darin eine vierte Auswechslung vornehmen. Zudem durften Mannschaftsoffizielle bei Gelben und Roten Karten Einspruch in der technischen Zone erheben.[5]

Wenn in der Endrunde zwei oder mehr Mannschaften einer Gruppe nach Abschluss der Gruppenspiele die gleiche Anzahl Punkte aufwiesen, wurde die Platzierung nach folgenden Kriterien in dieser Reihenfolge ermittelt:[6]

a. höhere Punktzahl aus den Direktbegegnungen der betreffenden Mannschaften;
b. bessere Tordifferenz aus den Direktbegegnungen der betreffenden Mannschaften;
c. größere Anzahl erzielter Tore aus den Direktbegegnungen der betreffenden Mannschaften;
d. wenn nach der Anwendung der Kriterien a) bis c) immer noch mehrere Mannschaften denselben Platz belegen, werden die Kriterien a) bis c) erneut angewendet, jedoch ausschließlich auf die Direktbegegnungen der betreffenden Mannschaften, um deren definitive Platzierung zu bestimmen. Führt dieses Vorgehen keine Entscheidung herbei, werden die Kriterien e) bis h) angewendet;
e. bessere Tordifferenz aus allen Gruppenspielen;
f. größere Anzahl erzielter Tore aus allen Gruppenspielen;
g. geringere Gesamtzahl an Strafpunkten auf der Grundlage der in allen Gruppenspielen erhaltenen gelben und roten Karten (rote Karte = 3 Punkte, gelbe Karte = 1 Punkt, Platzverweis nach zwei gelben Karten in einem Spiel = 3 Punkte);
h. Platzierung in der UEFA-Frauen-Nationalmannschafts-Koeffizientenrangliste[7], die für die Auslosung der Endrunde verwendet wurde.

Trafen zwei Mannschaften im letzten Gruppenspiel aufeinander, die dieselbe Anzahl Punkte, die gleiche Tordifferenz und dieselbe Anzahl Tore aufwiesen, und endete das betreffende Spiel unentschieden, wurde ihre endgültige Platzierung durch Elfmeterschießen ermittelt, vorausgesetzt, dass keine andere Mannschaft derselben Gruppe nach Abschluss der Gruppenspiele dieselbe Anzahl Punkte hatte. Hatten mehr als zwei Mannschaften dieselbe Anzahl Punkte, fanden die oben genannten Kriterien Anwendung. Diese Regel wurde nur dann angewendet, wenn die Platzierung der Mannschaften für die Bestimmung der Viertelfinalbegegnungen ausschlaggebend war.

Vorrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spielplan wurde am 23. September 2015 bekanntgegeben; die Auslosung der Vorrundengruppen erfolgte am 8. November 2016 in Rotterdam.[8] Das Eröffnungsspiel fand am 16. Juli 2017 in Utrecht, das Finale fand am 6. August 2017 in Enschede statt.[9] Nur jeweils die Ersten und Zweiten jeder Gruppe erreichten die Finalrunde.

Gruppe A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Niederlande Niederlande  3  3  0  0 004:100  +3 09
 2. Danemark Dänemark  3  2  0  1 002:100  +1 06
 3. Belgien Belgien  3  1  0  2 003:300  ±0 03
 4. Norwegen Norwegen  3  0  0  3 000:400  −4 00
Shanice van de Sanden (NED) und Elise Thorsnes (NOR) beim Eröffnungsspiel
Sonntag, 16. Juli 2017, 18:00 Uhr in Utrecht
Niederlande Norwegen 1:0 (0:0)
Sonntag, 16. Juli 2017, 20:45 Uhr in Doetinchem
Dänemark Belgien 1:0 (1:0)
Donnerstag, 20. Juli 2017, 18:00 Uhr in Breda
Norwegen Belgien 0:2 (0:0)
Donnerstag, 20. Juli 2017, 20:45 Uhr in Rotterdam
Niederlande Dänemark 1:0 (1:0)
Montag, 24. Juli 2017, 20:45 Uhr in Tilburg
Belgien Niederlande 1:2 (0:1)
Montag, 24. Juli 2017, 20:45 Uhr in Deventer
Norwegen Dänemark 0:1 (0:1)

Gruppe B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Deutschland Deutschland  3  2  1  0 004:100  +3 07
 2. Schweden Schweden  3  1  1  1 004:300  +1 04
 3. Russland Russland  3  1  0  2 002:500  −3 03
 4. Italien Italien  3  1  0  2 005:600  −1 03
Anmerkung: Für Platz 3 und 4 ist der direkte Vergleich maßgeblich (siehe Modus).
Isabel Kerschowski (GER) und Melania Gabbiadini (ITA) im Gruppenspiel Deutschland vs Italien
Montag, 17. Juli 2017, 18:00 Uhr in Rotterdam
Italien Russland 1:2 (0:2)
Montag, 17. Juli 2017, 20:45 Uhr in Breda
Deutschland Schweden 0:0 (0:0)
Freitag, 21. Juli 2017, 18:00 Uhr in Deventer
Schweden Russland 2:0 (1:0)
Freitag, 21. Juli 2017, 20:45 Uhr in Tilburg
Deutschland Italien 2:1 (1:1)
Dienstag, 25. Juli 2017, 20:45 Uhr in Utrecht
Russland Deutschland 0:2 (0:1)
Dienstag, 25. Juli 2017, 20:45 Uhr in Doetinchem
Schweden Italien 2:3 (1:2)

Gruppe C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Osterreich Österreich  3  2  1  0 005:100  +4 07
 2. Frankreich Frankreich  3  1  2  0 003:200  +1 05
 3. Schweiz Schweiz  3  1  1  1 003:300  ±0 04
 4. Island Island  3  0  0  3 001:600  −5 00
Caroline Abbe (SUI) und Nina Burger (AUT) beim Gruppenspiel Österreich vs Schweiz
Dienstag, 18. Juli 2017, 18:00 Uhr in Deventer
Österreich Schweiz 1:0 (1:0)
Dienstag, 18. Juli 2017, 20:45 Uhr in Tilburg
Frankreich Island 1:0 (0:0)
Samstag, 22. Juli 2017, 18:00 Uhr in Doetinchem
Island Schweiz 1:2 (1:1)
Samstag, 22. Juli 2017, 20:45 Uhr in Utrecht
Frankreich Österreich 1:1 (0:1)
Mittwoch, 26. Juli 2017, 20:45 Uhr in Breda
Schweiz Frankreich 1:1 (1:0)
Mittwoch, 26. Juli 2017, 20:45 Uhr in Rotterdam
Island Österreich 0:3 (0:2)

Gruppe D[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. England England  3  3  0  0 010:100  +9 09
 2. Spanien Spanien  3  1  0  2 002:300  −1 03
 3. Schottland Schottland  3  1  0  2 002:800  −6 03
 4. Portugal Portugal  3  1  0  2 003:500  −2 03
Anmerkung: Für Platz 2, 3 und 4 ist der direkte Vergleich maßgeblich (siehe Modus).
Chloe Arthur (SCO) und Toni Duggan (ENG) beim Gruppenspiel England vs Schottland
Mittwoch, 19. Juli 2017, 18:00 Uhr in Doetinchem
Spanien Portugal 2:0 (2:0)
Mittwoch, 19. Juli 2017, 20:45 Uhr in Utrecht
England Schottland 6:0 (3:0)
Sonntag, 23. Juli 2017, 18:00 Uhr in Rotterdam
Schottland Portugal 1:2 (1:1)
Sonntag, 23. Juli 2017, 20:45 Uhr in Breda
England Spanien 2:0 (1:0)
Donnerstag, 27. Juli 2017, 20:45 Uhr in Tilburg
Portugal England 1:2 (1:1)
Donnerstag, 27. Juli 2017, 20:45 Uhr in Deventer
Schottland Spanien 1:0 (1:0)

Finalrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Europameister
  • Finale
  • Halbfinale
  • Viertelfinale
  • Vorrunde
  • Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

      Viertelfinale Halbfinale Finale
                               
       Niederlande Niederlande 2        
     Schweden Schweden 0  
     Niederlande Niederlande 3
       England England 0  
     England England 1
       Frankreich Frankreich 0  
       Niederlande Niederlande 4
       Danemark Dänemark 2
       Deutschland Deutschland 1
     Danemark Dänemark 2  
     Danemark Dänemark 0 (3 i.)
       Osterreich Österreich 0 (0 E.)  
     Osterreich Österreich 0 (5 i.)
       Spanien Spanien 0 (3 E.)  

    Viertelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Samstag, 29. Juli 2017, 18:00 Uhr in Doetinchem
    Niederlande Niederlande Schweden Schweden 2:0 (1:0)
    Sonntag, 30. Juli 2017, 12:00 Uhr in Rotterdam1
    Deutschland Deutschland Danemark Dänemark 1:2 (1:0)
    Sonntag, 30. Juli 2017, 18:00 Uhr in Tilburg
    Osterreich Österreich Spanien Spanien 0:0 n. V., 5:3 i. E.
    Sonntag, 30. Juli 2017, 20:45 Uhr in Deventer
    England England Frankreich Frankreich 1:0 (0:0)
    1 Der ursprünglich vorgesehene Termin am 29. Juli 2017 um 20:45 Uhr wurde aufgrund starken Regens erst verschoben und dann wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt.

    Halbfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Simone Boye Sorensen (DEN) und Nina Burger (AUT) beim Halbfinale
    Donnerstag, 3. August 2017, 18:00 Uhr in Breda
    Danemark Dänemark Osterreich Österreich 0:0 n. V., 3:0 i. E.
    Donnerstag, 3. August 2017, 20:45 Uhr in Enschede
    Niederlande Niederlande England England 3:0 (1:0)

    Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Sonntag, 6. August 2017, 17:00 Uhr in Enschede
    Niederlande Niederlande Danemark Dänemark 4:2 (2:2)

    Beste Torschützinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Jodie Taylor im Gruppenspiel gegen Schottland

    Nachfolgend aufgelistet sind die besten Torschützinnen der Endrunde.[10] Die Sortierung erfolgt nach Anzahl der geschossenen Tore, bei gleicher Trefferzahl sind die Vorlagen und danach die Spielminuten ausschlaggebend. Tore beim Elfmeterschießen nach Ablauf der Verlängerung zählen nicht.

    Rang Spielerin Tore Vorlagen Spielminuten
    1 England Jodie Taylor 5 0 328
    2 Niederlande Vivianne Miedema 4 0 536
    3 Niederlande Lieke Martens 3 2 525
    4 Niederlande Sherida Spitse 3 1 540
    5 Italien Daniela Sabatino 2 0 083
    6 Italien Ilaria Mauro 2 0 135
    7 England Toni Duggan 2 0 146
    8 Portugal Carolina Mendes 2 0 165
    9 Schweden Stina Blackstenius 2 0 287
    10 Deutschland Babett Peter 2 0 360
    Schweden Lotta Schelin 2 0 360
    12 Osterreich Nina Burger 2 0 495
    15 Osterreich Sarah Zadrazil 1 2 392
    19 Schweiz Ramona Bachmann 1 1 270
    23 Osterreich Stefanie Enzinger 1 0 04
    26 Deutschland Josephine Henning 1 0 135
    28 Deutschland Isabel Kerschowski 1 0 180
    29 Osterreich Lisa Makas 1 0 206
    35 Schweiz Ana Maria Crnogorčević 1 0 270
    Schweiz Lara Dickenmann 1 0 270
    40 Deutschland Dzsenifer Marozsán 1 0 360

    Gesperrte Spielerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Folgende Spielerinnen waren im Turnierverlauf aufgrund disziplinarischer Strafen gesperrt:

    Ohne Wirkung:

    Schiedsrichterinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Am 22. Juni 2017 benannte die UEFA elf Schiedsrichterinnen, die Spiele bei der Endrunde leiteten.[11] Unterstützt wurden die elf Unparteiischen von 21 Assistentinnen, dabei gab es wie in den Vorjahren üblich wechselnde Teams aus Hauptschiedsrichterin und Assistentinnen. Komplettiert wurde das Feld von zwei Schiedsrichterinnen, die als vierte Offizielle zum Einsatz kamen. Aus dem deutschsprachigen Raum wurden bei den Hauptschiedsrichterinnen Riem Hussein und Bibiana Steinhaus aus Deutschland sowie Esther Staubli aus der Schweiz nominiert. Mit Christina Biehl und Katrin Rafalski sind auch bei den Assistentinnen zwei deutsche Unparteiische nominiert worden, ebenso wie Belinda Brem aus der Schweiz. Für Bibiana Steinhaus und Kateryna Monsul war die Europameisterschaft 2017 nach den Endrunden 2009 und 2013 bereits die dritte Endrunde. Die Schiedsrichterinnen Kulcsár und Staubli pfiffen ebenfalls bei der EM 2013 Spiele. Carina Vitulano und Monika Mularczyk waren 2013 als vierte Offizielle im Einsatz.

    Schiedsrichterinnen
    Tschechien Jana Adámková
    Frankreich Stéphanie Frappart
    Deutschland Riem Hussein
    Ungarn Katalin Kulcsár
    Schweden Pernilla Larsson
    Ukraine Kateryna Monsul
    Polen Monika Mularczyk
    Russland Anastassija Pustowoitowa
    Schweiz Esther Staubli
    Deutschland Bibiana Steinhaus
    Italien Carina Vitulano
    Assistentinnen
    Italien Lucia Abruzzese
    Ukraine Oleksandra Ardeschewa
    Niederlande Nicolet Bakker
    Deutschland Christina Biehl
    Serbien Svetlana Bilić
    Schweiz Belinda Brem
    Polen Anna Dąbrowska
    Rumänien Petruța Iugulescu
    Griechenland Chrysoula Kourompylia
    Ungarn Judit Kulcsár
    Russland Jekaterina Kurotschkina
    Assistentinnen
    Zypern Republik Angela Kyriakou
    England Sian Massey
    Frankreich Manuela Nicolosi
    Irland Michelle O’Neill
    Deutschland Katrin Rafalski
    Tschechien Lucie Ratajová
    Kroatien Sanja Rođak-Karšić
    Ukraine Maryna Strilezka
    Slowakei Mária Súkeníková
    Rumänien Mihaela Țepușă
    Vierte Offizielle
    Schottland Lorraine Clark
    Finnland Lina Lehtovaara

    Preisgelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die UEFA zahlte jeder teilnehmenden Mannschaft ein Startgeld von 300.000 Euro, das Erreichen des Viertelfinales wurde mit 500.000 Euro belohnt. Die Halbfinalisten erhielten 700.000 Euro, der Vize-Europameister eine Million Euro und der neue Titelträger 1,2 Millionen Euro. Die Gesamtsumme von 8 Millionen Euro lag damit deutlich über den 2,2 Millionen Euro, die 2013 ausgeschüttet wurden.[12]

    Fernsehübertragung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Deutschland wurden die Spiele der deutschen Mannschaft sowie weitere ausgewählte Begegnungen von den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern Das Erste und ZDF sowie alle Spiele bei Eurosport übertragen. Von den 31 Begegnungen der Frauen-EM 2017 übertrug die ARD auf ihrem Hauptsender deren sieben. Weitere neun Spiele waren auf dem Spartenkanal One der ARD zu empfangen. Das ZDF übertrug das Eröffnungsspiel und das Finale, sowie vier weitere Spiele. Im Livestream von ARD und ZDF wurden die übrigen neun Spiele gezeigt.[13] Eurosport zeigte alle Spiele live bei Eurosport 1 und Eurosport 2.[14]

    In Österreich wurden die Spiele der österreichischen Mannschaft in ORF eins übertragen, alle anderen auf ORF SPORT +. Um eine Übertragung des Gruppenspiels am 26. Juli zu ermöglichen, wurde am 20. Juli das ursprünglich zeitgleich um 20:45 Uhr angesetzte Qualifikationsspiel von FC Salzburg zur UEFA Champions League der Männer kurzfristig auf 18:45 Uhr vorverlegt.[15]

    In der Schweiz zeigte SRF zwei alle drei Gruppenspiele und eventuelle weitere Partien des Schweizer Nationalteams sowie – unabhängig vom Abschneiden der Schweizerinnen – ein Viertelfinale, beide Halbfinale und das Finale. Die Partien wurden von Paddy Kälin moderiert. Die Gruppenspiele der Schweizerinnen sowie einen Viertelfinale kommentierten Mario Gehrer mit Kathrin Lehmann als Expertin. Ab den Halbfinals waren abwechselnd Dani Kern und Manuel Köng als Kommentatoren im Einsatz, jeweils unterstützt durch Kathrin Lehmann.[16]

    Maskottchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Kicky beim Halbfinale in Breda

    Das offizielle Maskottchen der Fußball-EM der Frauen war das Löwenweibchen Kicky. Sie ist eine Anhängerin aller 16 teilnehmenden Mannschaften,[17] im Gegensatz zu ihrem Freund, dem Löwenmännchen Dutchy, der ein Fan der „Oranje Leeuwinnen“ ist.[18] Beide sind an die Löwen im Wappen der Niederlande angelehnt.

    Auswirkungen auf die FIFA-Weltrangliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Durch den Titelgewinn verbesserten sich die Niederländerinnen in der am 1. September 2017 veröffentlichten FIFA-Weltrangliste um fünf Plätze auf Rang 7 und sind damit erstmals in den Top-10 platziert. Verbessern konnten sich ebenfalls Halbfinalist England (um zwei Plätze auf Rang 3 und die damit beste Platzierung der Engländerinnen), Finalgegner Dänemark (um drei Plätze auf Rang 12), Halbfinalist Österreich (um vier Plätze auf Rang 20 und damit erstmals in den Top-20), Portugal (um vier Plätze auf Rang 34), die Schweiz (um einen Platz auf Rang 16). Punkte und Positionen verloren Belgien, Frankreich und Island (je −1), Schottland und Schweden (je −2), Norwegen (−3) und Spanien (−4). Der entthronte Titelverteidiger Deutschland, Italien und Russland hielten zwar ihre Plätze, Deutschland hat mit 2077 Punkten aber so wenige Punkte wie nie zuvor.[19]

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Sieben Nationen an Austragung 2017 interessiert. In: uefa.com. UEFA, 28. Juni 2013, abgerufen am 30. Juni 2013.
    2. Niederlande trägt UEFA Women's EURO 2017 aus. In: uefa.com. UEFA, 4. Dezember 2014, abgerufen am 4. Dezember 2014.
    3. Vorrunde der UEFA Women's EURO 2017 ausgelost. In: uefa.com. UEFA, 19. Januar 2015, abgerufen am 26. Januar 2015.
    4. Auslosung der Endrunde. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 8. November 2016.
    5. Paul Saffer: 10 Dinge, die Sie über die UEFA Women's EURO 2017 wissen sollten. In: uefa.com. UEFA, 14. Juli 2017, abgerufen am 17. Juli 2017.
    6. Reglement der UEFA-Frauen-Europameisterschaft 2015-17. In: uefa.com. UEFA, 14. Juli 2017, abgerufen am 17. Juli 2017. (PDF)
    7. http://www.uefa.com/MultimediaFiles/Download/competitions/General/02/19/85/07/2198507_DOWNLOAD.pdf
    8. Terminankündigung vom 28. Juli 2016 bei footofeminin.fr
    9. UEFA WOMEN’S EURO 2017 MATCH SCHEDULE. (PDF) In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 9. November 2016 (englisch).
    10. Statistiken. In: uefa.com. UEFA, 16. Juli 2017, abgerufen am 23. Juli 2017.
    11. Women's EURO referees - the tournament's 17th team. In: uefa.com. UEFA, 22. Juni 2017, abgerufen am 28. Juni 2017 (englisch).
    12. ZDF-Teletext 10. Dezember 2016
    13. Pressemitteilung. In: ZDF. 10. Juli 2017
    14. Die Fußball-EM der Frauen live im TV und im Livestream bei Eurosport. In: Eurosport. 17. Juli 2017
    15. Michael Unverdorben: Terminkollision: Red Bull Salzburg lässt ÖFB-Damen den Vortritt. In: Salzburger Nachrichten. 20. Juli 2017
    16. Fussball-EM der Frauen 2017 live bei SRF. In: Schweizer Fernsehen. 17. Juli 2017
    17. Kicky onze EK mascotte. In: EK Vrouwen 2017. Archiviert vom Original am 30. Juli 2017; abgerufen am 30. Juli 2017 (niederländisch): „Kicky is fan van alle 16 deelnemende teams.“
    18. EK Vrouwen 2017: UEFA Women’s EURO 2017 lanceert mascotte Kicky. In: KNVB. Koninklijke Nederlandse Voetbal Bond, 27. März 2017, abgerufen am 25. Juli 2017 (niederländisch): „Samen met Dutchy, haar vriendje en mascotte van Oranje, …“
    19. fifa.com: EURO sorgt für neue Höchststände