Haarbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Haarbach
Haarbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Haarbach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 30′ N, 13° 9′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 380 m ü. NHN
Fläche: 47,71 km2
Einwohner: 2523 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 94542, 94501
Vorwahlen: 08535, 08542Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 125
Gemeindegliederung: 64 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 11
94542 Haarbach
Website: www.gemeinde-haarbach.de
Bürgermeister: Fritz Pflugbeil (CSU)
Lage der Gemeinde Haarbach im Landkreis Passau
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Über dieses Bild
Die katholische Pfarrkirche St. Martin

Haarbach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haarbach liegt in der Region Donau-Wald rund 28 km westlich von Passau, 18 km nördlich von Rotthalmünster, 20 km östlich von Pfarrkirchen und 17 km südlich von Vilshofen an der Donau. Damit befindet sich die Gemeinde am Rande der bayerischen Toskana (Unteres Rottal), inmitten des Klosterwinkels und des Holzlandes in der typischen niederbayerischen Hügellandschaft.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind:

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Haarbach hat 64 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Haarbach, Sachsenham, Uttlau und Rainding.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haarbach wurde erstmals 820 urkundlich erwähnt, in einer Urkunde des Klosters Mondsee in Oberösterreich.

Alban von Closen erbte 1508 von seinem Schwiegervater Georg von Frauenberg die Hofmark Haidenburg, zu der Haarbach zu dieser Zeit gehörte. Die Hofmark Haarbach wurde im Jahre 1737 oder 1738 vom Kollegiatstift St. Wolfgang erworben. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern, bildete aber eine geschlossene Hofmark des im Lkr. Erding gelegenen und 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelösten Stifts St. Wolfgang. 1818 entstand die heutige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Februar 1970 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Sachsenham und Uttlau eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2561 Einwohner
  • 1970: 2503 Einwohner
  • 1987: 2372 Einwohner
  • 1991: 2431 Einwohner
  • 1995: 2517 Einwohner
  • 2000: 2529 Einwohner
  • 2005: 2625 Einwohner
  • 2010: 2577 Einwohner
  • 2015: 2587 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 wie folgt zusammen:[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit Mai 1996 Fritz Pflugbeil (CSU), er wurde zuletzt im März 2014 wiedergewählt.[4]

Seine Stellvertreter sind Tobias Birchinger und Franz Gerleigner.[5]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alljährlich findet an einem Sonntag Ende Oktober in Grongörgen ein großer Leonhardiritt zur Wallfahrtskirche statt.
  • In der Gemeinde Haarbach gibt es einen Faschingsverein, welcher im Gemeindegebiet Rainding ansässig ist.
  • Die Andreaskirche im Ortsteil Oberuttlau hat eine sehenswerte Ausmalung aus spätgotischer Zeit bewahrt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2011 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im produzierenden Gewerbe 162 und im Bereich Handel und Verkehr 128 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 63 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 960. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2010 76 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2114 ha.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Bildungseinrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 76 Kindern
  • Volksschulen: eine mit 13 Lehrern und 259 Schülern

Söhne und Töchter von Haarbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem Ortsteil Uttlau stammt:

  • Andreas Steinhuber SJ (1825–1907), Rektor des berühmten Collegium Germanicum und Kurienkardinal in Rom

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haarbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Haarbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2018.. Dort 65 Ortsteile, weil Köpfstatt fälschlicherweise auch Haarbach zugeordnet wird. Tatsächlich gibt es die Einöde nur einmal als Ortsteil der benachbarten Gemeinde Bad Griesbach.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 474.
  4. a b http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  5. Gemeinderat. Gemeinde Haarbach, abgerufen am 3. Juli 2019.