Sonnen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sonnen
Sonnen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sonnen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 41′ N, 13° 43′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 836 m ü. NHN
Fläche: 16,49 km2
Einwohner: 1405 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94164
Vorwahlen: 08584 und 08586Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 148
Gemeindegliederung: 22 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstr. 2
94164 Sonnen
Website: www.sonnen.eu
Bürgermeister: Klaus Weidinger (CSU)
Lage der Gemeinde Sonnen im Landkreis Passau
Landkreis DeggendorfLandkreis Rottal-InnLandkreis Freyung-GrafenauPassauWitzmannsbergWindorfWegscheidVilshofen an der DonauUntergriesbachTittlingTiefenbach (bei Passau)ThyrnauTettenweisSonnenSalzwegRuhstorf an der RottRudertingRotthalmünsterPockingOrtenburgObernzellNeukirchen vorm WaldNeuhaus am InnNeuburg am InnMalchingKößlarnKirchham (Landkreis Passau)HutthurmHofkirchen (Donau)HauzenbergHaarbachBad Griesbach im RottalFürstenzellFürstensteinEging am SeeBüchlbergBreitenberg (Niederbayern)BeutelsbachBad FüssingAldersbachAidenbachAicha vorm WaldÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Ortsschild vom Ortsteil Oberneureuth mit dem Zusatz „Zollgrenzbezirk

Sonnen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage

Sonnen liegt in der Region Donau-Wald im unteren Bayerischen Wald und ist die höchstgelegene Gemeinde im Landkreis Passau auf einer Höhe von 700 bis 900 Metern. Nach Passau sind es 28 km, nach Hauzenberg 9 km und Waldkirchen bzw. Wegscheid jeweils 13 km. Die Grenze zu Oberösterreich liegt nur 8 km entfernt.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Sonnen hat 22 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Sonnen und Oberneureuth.

Klima

Trotz der Hochlage der Gemeinde, die ein raues Klima vermuten lässt, gibt es im Jahresdurchschnitt mehr Sonnenstunden als in den meisten anderen Gemeinden Ostbayerns. Es gibt aber auch deutlich strengere Winter als in den tiefen Lagen von Passau, und nicht selten weht ein kräftiger, kalter Wind aus Nordosten, der so genannte Böhmwind. Die meisten Häuser wurden in einer geschützten, nach Südwesten ausgerichteten Lage gebaut, um dem unangenehmen Winden zu entgehen. Es ist auch gut zu beobachten, wenn eine Gewitterfront aus Tschechien über den 1300 Meter hohen Grenzkamm des Hochficht ins bayerische herüberzieht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert

Zwischen 1130 und 1150 übergab ein Eberhardus de Sona einen Hörigen an den damaligen Bischof von Passau.

Das ehemalige Dorf im Hochstift Passau wurde 1803 mit dem größten Teil des hochstiftischen Gebietes zugunsten des Großherzoges der Toskana Ferdinand III. säkularisiert und fiel erst 1805 an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Im Jahr 1877 wurde der Gemeindename Stüblhäuser amtlich in Sonnen geändert.[3]

Eingemeindungen

Am 1. Mai 1978 wurde ein großer Teil der Gemeinde Oberneureuth eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 1.393 auf 1.427 um 34 Einwohner bzw. um 2,4 %.

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 1111 1202 1367 1439 1466 1462 1495 1435 1432

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2020[5]
(in %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
55,32
44,68
CWG
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-2,36
+2,54
CWG
aktuelle Sitzverteilung im Gemeinderat Sonnen (15. März 2020)
  
Insgesamt 12 Sitze
  • CSU: 7
  • CWG: 5

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 haben von den 1.187 stimmberechtigten Einwohnern in der Gemeinde Sonnen, 959 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 80,79 % lag.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014–2020: Hans Binder (CSU)
  • 2020–0000: Klaus Weidinger (CSU)

Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 wurde Klaus Weidinger mit 60,13 % der Stimmen gewählt.[7]

Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2017 lagen die Gemeindesteuereinnahmen bei 1.226 T€, davon waren 510 T€ Gewerbesteuereinnahmen (netto) und 580 T€ Gemeindeanteil an der Einkommensteuer.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Beschreibung des 1980 eingeführten Wappens lautet: „In Grün ein silberner Balken, oben ein auffliegender silberner Falke, unten ein silbernes Hufeisen.“

ILE Abteiland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der im April 2011 von 11 Kommunen gegründeten Arbeitsgemeinschaft „Integrierte Ländliche Entwicklung Abteiland“ (ILE Abteiland), deren Motto es ist, den Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum Abteiland als lebenswerte Heimat zu erhalten und zu gestalten.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wurde in den Jahren von 1858 bis 1861 nach Plänen von Leonhard Schmidtner erbaut.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 gab es in der Gemeinde 230 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 641 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 411 Personen größer als die der Einpendler. 19 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 26 landwirtschaftliche Betriebe.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 gab es im Ort eine Kindertageseinrichtung mit 57 genehmigten Plätzen; 50 Kinder wurden von acht Personen betreut.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Sonnen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 20. Juli 2020.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 590.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 620.
  5. Gemeinderatswahl 2020
  6. Gemeinderatswahl 2020
  7. Bügermeisterwahl 2020
  8. Entstehung von ILE Abteiland, abgerufen am 25. April 2020.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sonnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien