Sonnen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Sonnen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sonnen
Sonnen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sonnen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 41′ N, 13° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 836 m ü. NHN
Fläche: 16,49 km2
Einwohner: 1432 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94164
Vorwahl: 08584
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 148
Gemeindegliederung: 22 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstr. 2
94164 Sonnen
Webpräsenz: www.sonnen.eu
Bürgermeister: Hans Binder (CSU)
Lage der Gemeinde Sonnen im Landkreis Passau
Landkreis Deggendorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Freyung-Grafenau Passau Witzmannsberg Windorf Wegscheid Vilshofen an der Donau Untergriesbach Tittling Tiefenbach (bei Passau) Thyrnau Tettenweis Sonnen Salzweg Ruhstorf an der Rott Ruderting Rotthalmünster Pocking Ortenburg Obernzell Neukirchen vorm Wald Neuhaus am Inn Neuburg am Inn Malching Kößlarn Kirchham (Landkreis Passau) Hutthurm Hofkirchen (Donau) Hauzenberg Haarbach Bad Griesbach im Rottal Fürstenzell Fürstenstein Eging am See Büchlberg Breitenberg (Niederbayern) Beutelsbach Bad Füssing Aldersbach Aidenbach Aicha vorm Wald ÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Ortsschild vom Ortsteil Oberneureuth mit dem Zusatz „Zollgrenzbezirk

Sonnen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonnen liegt in der Region Donau-Wald im unteren Bayerischen Wald und ist die höchstgelegene Gemeinde im Landkreis Passau auf einer Höhe von 700 bis 900 Metern. Nach Passau sind es 28 km, nach Hauzenberg 9 km und Waldkirchen bzw. Wegscheid jeweils 13 km. Die Grenze zu Oberösterreich liegt nur 8 km entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Sonnen hat 22 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Sonnen und Oberneureuth.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz der Hochlage der Gemeinde, die ein raues Klima vermuten lässt, gibt es im Jahresdurchschnitt mehr Sonnenstunden als in den meisten anderen Gemeinden Ostbayerns. Es gibt aber auch deutlich strengere Winter als in den tiefen Lagen von Passau, und nicht selten weht ein kräftiger, kalter Wind aus Nordosten, der so genannte Böhmwind. Die meisten Häuser wurden in einer geschützten, nach Südwesten ausgerichteten Lage gebaut, um dem unangenehmen Winden zu entgehen. Es ist auch gut zu beobachten, wenn eine Gewitterfront aus Tschechien über den 1300 Meter hohen Grenzkamm des Hochficht ins bayerische herüberzieht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1130 und 1150 übergab ein Eberhardus de Sona einen Hörigen an den damaligen Bischof von Passau.

Das ehemalige Dorf im Hochstift Passau wurde 1803 mit dem größten Teil des hochstiftischen Gebietes zugunsten des Großherzoges der Toskana Ferdinand III. säkularisiert und fiel erst 1805 an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Im Jahr 1877 wurde der Gemeindename Stüblhäuser amtlich in Sonnen geändert.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde ein großer Teil der Gemeinde Oberneureuth eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 1111 1202 1367 1439 1466 1462 1495 1435 1432

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:

  • CSU: 7 Sitze (58,2 % der Stimmen)
  • Christliche Wählergemeinschaft: 5 Sitze (41,8 % der Stimmen)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Hans Binder (CSU). Er gewann bei den Kommunalwahlen 2008 mit einem Stimmenanteil von 58,5 % gegen Rudolf Raab von der Christlichen Wählergemeinschaft.

Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lagen die Gemeindesteuereinnahmen bei 640 T€, davon waren 124 T€ Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wurde in den Jahren von 1858 bis 1861 nach Plänen von Leonhard Schmidtner erbaut.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2011 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 43 und im Bereich Handel und Verkehr 46 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 19 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 556. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe ebenfalls einen Betrieb. 2010 bestanden zudem 30 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 802 ha, davon waren 99 ha Ackerfläche und 703 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 gab es im Ort eine Kindertageseinrichtung mit 53 genehmigten Plätzen; 47 Kinder wurden von fünf Personen betreut.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111117/212741&attr=OBJ&val=759
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 590.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 620.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sonnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien