Tittling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Tittling
Tittling
Deutschlandkarte, Position des Marktes Tittling hervorgehoben
Koordinaten: 48° 44′ N, 13° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Verwaltungs­gemeinschaft: Tittling
Höhe: 540 m ü. NHN
Fläche: 20,78 km2
Einwohner: 4008 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 193 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94104
Vorwahl: 08504
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 152
Marktgliederung: 30 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 10
94104 Tittling
Webpräsenz: www.tittling.de
Bürgermeister: Helmut Willmerdinger (CSU)
Lage des Marktes Tittling im Landkreis Passau
Landkreis Deggendorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Freyung-Grafenau Passau Witzmannsberg Windorf Wegscheid Vilshofen an der Donau Untergriesbach Tittling Tiefenbach (bei Passau) Thyrnau Tettenweis Sonnen Salzweg Ruhstorf an der Rott Ruderting Rotthalmünster Pocking Ortenburg Obernzell Neukirchen vorm Wald Neuhaus am Inn Neuburg am Inn Malching Kößlarn Kirchham (Landkreis Passau) Hutthurm Hofkirchen (Donau) Hauzenberg Haarbach Bad Griesbach im Rottal Fürstenzell Fürstenstein Eging am See Büchlberg Breitenberg (Niederbayern) Beutelsbach Bad Füssing Aldersbach Aidenbach Aicha vorm Wald ÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Blick auf Tittling
Die Pfarrkirche St. Vitus aus Tittlinger Granit erbaut

Tittling ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Passau, der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Tittling und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tittling bildet das Herz des Dreiburgenlandes und liegt in der Region Donau-Wald zwischen der Dreiflüssestadt Passau (23 km) und dem Nationalpark Bayerischer Wald. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf einer Höhe von 400 bis 600 Metern westlich der Ilz (Fluss), einer der letzten Wildflüsse in Bayern. Der Ort ist bekannt für seine Steinbrüche in denen der Tittlinger Granit abgebaut wird. Die relativ hohe Lage des Ortes am Hang des 576 m hohen Blümersberges sorgt dafür, dass dieser fast ganzjährig nebelfrei ist. An Föhntagen reicht die Sicht vom Blümersberg bis zur Kette der Alpen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Tittling hat 30 Ortsteile[2]:

Es gibt nur die Gemarkung Tittling.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1155 ist der Ort als Adelssitz urkundlich belegt. Der Markt Tittling im heutigen Bezirk Niederbayern gehörte den Grafen von Taufkirchen, bis ihn 1290 der bayerische Herzog kaufte. Somit war der Ort Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Tittling war. Der verkehrsgünstig gelegene Ort besitzt schon seit 1322 die Marktrechte mit wichtigen Eigenrechten, heute noch werden viermal im Jahr sogenannte Kirtas (Märkte) veranstaltet. Ein schwerer Brand am 17. April 1803 verwüstete den Markt und vernichtete sowohl das Schloss als auch die barocke Einrichtung der gotischen Pfarrkirche St. Vitus. Von 1890 bis 1892 wurde die heutige neugotische Pfarrkirche aus Tittlinger Granit erbaut und am 21. September 1893 von Bischof Michael von Rampf geweiht. Sie besitzt einen 72 Meter hohen Turm. Die alte Kirche wurde abgebrochen.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1945 wurde Tittling von den Amerikanern beschossen, nach Kriegsende gab es im Ort ein großes Gefangenenlager bis 1946. Im Markt und der Gemeinde entstanden schwere Schäden, doch Tittling erholte sich rasch, entwickelte eine gesunde Wirtschaft und wurde ab dem 1. September 2013 in der Verordnung über das Landesentwicklungsprogramm (LEP) als Mittelzentrum ausgewiesen. 1978 erhielt die Gemeinde im Wettbewerb "Unser gastliches Bayern" eine Anerkennung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Verkehr und 1982 schließlich das Prädikat "staatlich anerkannter Erholungsort".

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1840: 1477 Einwohner
  • 1900: 1964 Einwohner
  • 1970: 3924 Einwohner
  • 1987: 3860 Einwohner
  • 1991: 3883 Einwohner
  • 1995: 3898 Einwohner
  • 2000: 3793 Einwohner
  • 2005: 3789 Einwohner
  • 2010: 3637 Einwohner
  • 2015: 4008 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 wie folgt zusammen:

  • CSU: 7 Sitze (43,07 % der Stimmen)
  • SPD: 3 Sitze (18,84 % der Stimmen)
  • ÜW: 3 Sitze (17,80 % der Stimmen)
  • FW: 2 Sitze (16,29 % der Stimmen)
  • GRÜNE: 1 Sitz (4,01 % der Stimmen)

Änderung: FW: 1 Sitz Parteilos: 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 14. Februar 2012 der Vorschlagskandidat der CSU, Helmut Willmerdinger. Er gewann die Wiederholungswahl am 12. Februar 2012 gegen Roswitha Toso von der Bürgerinitiative „Freie Bürger Tittling“ mit 54 Prozent der Stimmen. Weil CSU-Amtsinhaber Waldemar Bloch von der zwei Wochen später vorgesehenen Stichwahl ohne Angabe von Gründen zurücktrat, musste der Urnengang wiederholt werden. Mittlerweile ist man zur alten Rechtslage, die bis 2008 gegolten hatte, zurückgekehrt. Bei der zwischenzeitigen Regelung bestand die Gefahr des Missbrauchs und der Manipulation.

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2012 umgerechnet 2777 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 961 T€.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museumsdorf Bayerischer Wald bei Tittling

Das Museumsdorf Bayerischer Wald zählt zu den größten europäischen Freilichtmuseen. Haus- und Hofformen des Bayerischen Waldes vom 14.–19. Jahrhundert werden im Original ausgestellt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 821 und im Bereich Handel und Verkehr 347 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1794. Im verarbeitenden Gewerbe gab es sieben Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwölf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 53 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1079 ha. Davon waren 491 ha Ackerfläche und 587 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tittling liegt an der Bundesstraße 85 von Regen (Stadt) (40 km) bzw. Grafenau (18 km) nach Passau (23 km), welche in Richtung Passau gut ausgebaut ist. Über den Autobahnzubringer erreicht man nach rund 15 km die Bundesautobahn 3 (Ausfahrt Aicha vorm Wald).

Der Markt liegt auch an der ehemaligen Eisenbahnstrecke Deggendorf – Kalteneck (– Passau) und besaß den höchstgelegenen Bahnhof dieser Bahnlinie. Seit Frühjahr 2006 befindet sich auf dieser Trasse der Donau-Ilz-Radwanderweg von Hengersberg über Eging am See nach Kalteneck. Der Radwanderweg wird im Winter als Langlaufloipe genutzt.

Erholungs- und Sportmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreiburgensee, Museumsdorf Bayerischer Wald, Ilztal, Wanderwege, Aussichtspunkt Blümersberg, Hallenbad, Sporthallen, Sauna, Tennisplätze (5), Fitnesscenter, Solarien, Sommereisstockbahn, Skatepark, Reithalle, Minigolf, Skilift, Langlaufloipen, Theater, Danceclub, reichhaltiges Freizeitangebot durch rund 70 örtliche Vereine und Gruppen

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2005):

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 110 Kindern
  • eine Volksschule (Mittlere-Reife-Zweig) mit derzeit 460 Schülern
  • eine staatliche Realschule mit derzeit 705 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111117/221603&attr=OBJ&val=763

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tittling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien