Helmut Oehring

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Helmut Oehring (* 16. Juli 1961 in Berlin) ist ein deutscher Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmut Oehring wurde 1961 in Ost-Berlin als Kind gehörloser Eltern geboren. Seine Muttersprache ist die Gebärdensprache. Erst mit viereinhalb lernte er sprechen.[1] In der DDR wegen mehrmaliger Verweigerung des Wehrdienstes vom Studium ausgeschlossen und als Gitarrist und Komponist Autodidakt, war er zwischen 1992 und 1994 – nach Konsultationen bei Andre Asriel, Helmut Zapf und Friedrich Goldmann – Meisterschüler von Georg Katzer an der Berliner Akademie der Künste, zu deren Mitglied er 2005 gewählt wurde. 1994/95 war er Stipendiat an der Villa Massimo in Rom und erhielt seitdem zahlreiche Auszeichnungen. Oehrings Kompositionen und Produktionen werden in Konzertsälen und auf Bühnen in ganz Europa, Asien und Nordamerika aufgeführt. In jüngster Zeit wirkte er auch als Dirigent und Regisseur eigener Werke.

Im September 2011 veröffentlichte btb/Randomhouse seine Autobiografie Mit anderen Augen. Vom Kind gehörloser Eltern zum Komponisten.

Helmut Oehring ist ständiges Jury-Mitglied des Karl-Sczuka-Preises für internationale Hörspielkunst des SWR sowie Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Sächsischen Akademie der Künste.

Er lebt mit seiner Frau, der Dramaturgin, Librettistin, Regisseurin und Produzentin Stefanie Wördemann, und den beiden gemeinsamen Kindern in der Märkischen Schweiz.

Der Schwerpunkt von Helmut Oehrings Schaffen in enger Zusammenarbeit mit seinem künstlerischen Team, Librettistin/Dramaturgin/Regisseurin Stefanie Wördemann und Klangregisseur und Sounddesigner Torsten Ottersberg, liegt in der Komposition und musikalisch-szenischen Realisation von Werken im Bereich Oper, Musiktheater und szenisches Konzert, in denen er die Idee eines vokalinstrumentalen Theaters verfolgt, das innerhalb der Neukomposition Einflüsse alter und älterer Musik, von Literatur, bildender Kunst und Philosophie aufgreift und unter Einbeziehung sowohl von Elektronischen Medien sowie grenzüberschreitender Künste wie Gebärdensprache, Tanz, Schauspiel, konzipierte/ improvisierte Musik, Hörspielkunst, Film und Bildende Kunst, in enger Zusammenarbeit mit Instrumental- und Vokal-Solisten ein vielschichtiges und in ständiger Weiterentwicklung befindliches Musiktheater kreiert, das poetische Inhalte und Formen mit dokumentarischen, an der aktuellen Realität orientierten verbindet. Zudem schreibt Helmut Oehring literarische Texte, die integraler Bestandteil seines Musiktheaterschaffens sind.

1992 gründete Helmut Oehring gemeinsam mit Torsten Ottersberg das Elektronische Studio GOGH surround music production (das Studio als Instrument), das bis heute u.a. Werke Helmut Oehrings mit vorproduzierter und Live-Elektronik realisiert. Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit Helmut Oehrings und seines Teams liegt in der Einbindung seiner Kompositionen und Produktionen in den Education-Bereich, der vermittelnd-praktischen Arbeit nationaler und internationaler Kulturinstitutionen und Bildungseinrichtungen mit Kindern, Jugendlichen und Studenten.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zum Buch Mit anderen Augen: Oehring hat all dies in seiner Autobiografie meisterlich und sehr poetisch verarbeitet. Ein integrativer Poet als Komponist (…) [2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musiktheater/Oper/Tanztheater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993 DOKUMENTATION I
  • 1994 Dokumentaroper, UA: Wittener Tage für neue Kammermusik, Kammerensemble Neue Musik Berlin, Witten 1995.
  • 1996 DAS D’AMATO SYSTEM
  • 1998 8CHT (aus: Der Riss)
  • 1998 7IEBEN (aus: Der Spalt)
  • 1999 Bernarda Albas Haus
  • 2000 6ECHS (aus: CRUISER/Das Opfer)
  • 2000 Als ob Suite
  • 2000 ETIUS (Gemeinschaftsarbeit mit Iris ter Schiphorst)
  • 2000 EFFI BRIEST (Gemeinschaftsarbeit mit Iris ter Schiphorst), UA: musikFabrik, Oper Bonn, Bonn 2001.
  • 2001 BlauWaldDorf – weit-aus-ein-ander liegende Tage
  • 2002 WO-WER-EIT – die Katze, das Tier (aus: möchte ich nicht geschenkt kriegen)
  • 2003 WOZZECK kehrt zurück (UA Juni 2004 Theater Aachen,)
  • 2004 Im Dickicht der ZEICHEN (Die Poetik und der Eigensinn des RAUMES)
  • 2004 Kommander Kobayashi eine Opernsaga
  • 2005 UNSICHTBARLAND (oder: Der Sturm) (UA Mai 2006 Theater Basel, Regie: Claus Guth, Ausstattung: Christian Schmidt)
  • 2007/08 QUIXOTE oder Die Porzellanlanze (UA November 2008 Festspielhaus Hellerau/Dresden mit Matthias Bauer, Maria Lucchese, Jörg Wilkendorf, Daniel Göritz; Regie: Helmut Oehring/Stefanie Wördemann, Film/Grafik: Hagen Klennert, Bühne/Sound: Torsten Ottersberg)
  • 2008 „GUNTEN“. Eine TagebuchMusik auf Robert Walsers Roman „Jakob von Gunten“ für Oktett, Audiozuspiel und 3 Schauspieler, Libretto von Stefanie Wördemann (UA 16. August 2008 Gare du Nord Basel mit dem Ensemble Phoenix, musikal. Ltg.: Jürg Henneberger, Regie: Marcus Bothe, Sound: Torsten Ottersberg)
  • 2009 Die WUNDE Heine, Songspiel; Libretto: Stefanie Wördemann auf Texte Heinrich Heines (UA März 2010 Kurt-Weill-Festspiele Dessau mit Ensemble Modern, Salome Kammer u. a., musikal. Ltg. Franck Ollu, Regie/Ausstattung: Stefanie Wördemann/Helmut Oehring, Film/Grafik: Hagen Klennert)
  • 2012 KALKWERK, instrumentales Theater auf Thomas Bernhards Roman „Das Kalkwerk“, Libretto: Albrecht Lang/Irene Rudolf (UA Februar 2013 Radialsystem Berlin mit dem ensemble mosaik u. a., Regie/Ausstattung: Albert Lang)
  • 2012 SehnSuchtMEER oder Vom Fliegenden Holländer, Oper unter Verwendung von Musiken Richard Wagners, Libretto: Stefanie Wördemann mit Texten von Heinrich Heine, Richard Wagner, Mathilde Wesendonck, Hans Christian Andersen und Helmut Oehring (UA März 2013 Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, musikal. Ltg.: Axel Kober, Regie: Claus Guth, Ausstattung: Christian Schmidt)
  • 2012/13 AscheMOND oder The Fairy Queen, Oper unter Verwendung von Musiken Henry Purcells, Libretto: Stefanie Wördemann mit Texten von William Shakespeare, Heinrich Heine, Adalbert Stifter und Helmut Oehring (UA Juni 2013 Staatsoper im Schillertheater Berlin, musikal. Ltg.: Michael Boder, Regie: Claus Guth, Ausstattung: Christian Schmidt)
  • 2013/14 Orfeo14. (vol.1), szenisches Konzert auf Claudio Monteverdis Orfeo und Joseph Conrads Heart of Darkness, Uraufführung im Juni 2014 Opéra de Lille mit: Matthias Bauer, Christina Schönfeld, Johna-Mark Ainsley, Roberto Ferreira, Laura Claycomb, Ictus Ensemble, Concert d’Astrée, musikal. Emmanuelle Haïm
  • 2014/15 „JONA, JONAS und der WAL“, ein szenisches KonzertAbenteuer für Hörende und NichtHörende, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Live-Elektronik und -Geräuscherzeugung, Gebärdenpoesie, Gesang, Schauspiel, Tanz und Instrumentalensemble, Libretto: Stefanie Wördemann Wördemann frei nach dem Buch Jona und Hans-Christian Andersens Märchen „Die Kleine Meerjungfrau“, Audio- und Zuspielkonzeption und – produktion: Torsten Ottersberg (UA Dezember 2014 Volkstheater Rostock, musikal. Ltg.: Manfred Hermann Lehner, Regie/Ausstattung: Stefanie Wördemann und Helmut Oehring, Klangregie: Torsten Ottersberg)
  • 2014/15 „Angelus Novus II“, Collage vocal-instrumental mis-en-scène", Collage instrumental-vocal mis en scène für Vokal- und Instrumentalsolisten, Jazz-Trio, Ensemble, Live-Elektronik und Live-Video, Auftragswerk der Hochschule der Künste Bern HKB (UA Januar 2015, Dampfzentrale Bern, musikal. Ltg.: Lennart Dohms, künstlerische Gesamtleitung: Helmut Oehring, mit David Moss, Kai Wessel, Christian Hiltz, Matthias Bauer u.a.)
  • 2015 Die Brüder Löwenherz, Musiktheater für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Libretto: Stefanie Wördemann auf den gleichnamigen Roman Astrid Lindgrens, Audio- und Zuspielkonzeption und – produktion: Torsten Ottersberg (UA März 2015 Semper 2 Dresden, Lucerne Festival, musikal. Ltg.: Erik Ona, Klangregie: Torsten Ottersberg, Regie: Walter Suttcliffe, Ausstattung: Timo Dentler/Okarina Peter)
  • 2015 "AGOTA? Die Analphabetin (Gestern/Irgendwo)", vokalinstrumentales Melodram für eine Sängerin/Sprecherin/Schauspielerin, Instrumentalvokal-Trio, Instrumentalensemble (auch vokal/chorisch), vorproduzierte Zuspiele und Live-Elektronik, Libretto: Stefanie Wördemann auf Texte von Ágota Kristóf, Audio- und Bühnenkonzeption und -produktion: Torsten Ottersberg, GOGH s.m.p. (UA Mai 2016, Staatstheater Wiesbaden, musikal. Ltg.: Peter Rundel, Regie: Ingo Kerkhof, mit Dagmar Manzel, Marena Whitcher, Lukas Rutzen, Nico van Wersch und dem Ensemble Modern)

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990 Video (aus: Koma)
  • 2001 Berlin: Sinfonie einer Großstadt Orchestermusik zu dem gleichnamigen Film von Thomas Schadt (Gemeinschaftsarbeit mit Iris ter Schiphorst)
  • 2013 SEVEN SONGS for Sunrise Live-Filmmusik für einen Vokalisten und Kammerensemble zu F. W. Murnaus Stummfilm Sunrise, Uraufführung im Oktober 2013 Le Capitole Lausanne mit David Moss und Quatuor Sine Nomine

Orchester mit Solist(en)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999 CRUISEN – Study of portrait I für Orchester und Live-Elektronik
  • 2000 VERLORENWASSER (aus: Der Ort/Musikalisches Opfer) für Stimme, E-Gitarre, Kontrabass, neun GebärdensolistInnen und großes Orchester auf Texte Helmut Oehrings
  • 2003 Das BLAUMEER' (aus: Einkehrtag) für einen männlichen Sopran, Solo-E-Gitarre, Solo-Trompete, großes Orchester und Live-Elektronik auf Franz Schuberts "Der Wanderer', UA: Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Münchner Residenz, München 2003.
  • 2007 Goya II. Yo lo vi, Memoratorium für Sprecher/Solo Kontrabass, Solo E-Gitarre, Spanische Gitarre, Kinderstimme, männlichen Gebärdensolisten, Chor, Orchester und Live Elektronik auf Zeichnungen Francisco Goyas und Texte von Hermann Kesten und Fédérico Garcia Lorca unter Verwendung von Musiken Manuel de Fallas, Hans Werner Henzes u.a. (UA 11. Oktober 2008 Philharmonie Berlin, DSO / Rundfunkchor Berlin, musikal. Ltg. Ingo Metzmacher)
  • 2009 Liebe.Heimat.Tod. Kantate für Knabensopran, Solo-Konzertgitarre, gemischten Chor, Kinderchor, großes Orchester, Live-Elektronik und Projektionen (UA Juni 2009 Frankfurt/Oder, Brandenburgisches Staatsorchester u. a., Dir.: Howard Griffith)
  • 2010 POEndulum, Psychodram auf Edgar Allen Poe’s Shortstory Pit and Pendulum für Sprecher und Orchester
    UA 7. Mai 2011 Glasgow, David Moss, BBC Scottish Symphony Orchestra, Dir. Ilan Volkov
  • 2010 "MEERE" Konzert für Bassklarinette solo (alternativ Violoncello solo) und Orchester auf Johannes Brahms' Lied „Die Meere“ (UA 10. September 2010 Ultima Festival/Oper Oslo, Norwegisches Rundfunkorchester)
  • 2010/11 Die vier Jahreszeiten (frei nach Antonio Vivaldi) für Solo Violine und Streichorchester (UA 20. November 2011 Patricia Kopatchinskaja, Stuttgarter Kammerorchester, Dir. Konstantin Lifschiz)
  • 2011 nicht DU?. Rhapsodie für Solostimme, Schülergruppen, Jugendchor und Orchester (UA März 2012 Konzerthaus Berlin, mit David Moss u. a., Konzerthausorchester Berlin, Dir. Titus Engel)
  • 2012 schienen wie Wellen die in lange Auge (Saf Haki / Wörter in die Luft) für Solisten, Chor und Orchester (UA Oktober 2012 Donaueschinger Musiktage mit David Moss, Christina Schönfeld, Daniel Göritz u. a. und dem SWR Sinfonieorchester und SWR Vokalensemble Stuttgart, Dir. Rupert Huber)
  • 2015 Massaker. Hört ihr, MASSAKER! (an Racep Tayyip Erdogan) Melodram für Solo Gitarre/Stimme, 12-stimmigen Frauenchor und Streichorchester auf ein Gedicht des armenischen Dichters Rupen Sevag, Verse der Ya Sin Sure und ein Poem Helmut Oehrings (UA November 2015 Radialsystem Berlin mit Marc Sinan und den Dresdner Sinfonikern, 2016 Gastspiele in Dresden, Istanbul, Yerewan u.a.)
  • 2015/16 "Vokalise eines untröstlichen Engels" für Solo-Sopran, Solo-E-Gitarre und Orchester (UA April 2016 Tonhalle Düsseldorf, musikal. Ltg.: Keri-Lynn Wilson, mit Marisol Montalvo, Daniel Göritz, den Düsseldorfer Symphonikern)
  • 2016 Angelus Novus III für Ensemble und Orchester auf Bilder von Paul Klee und Texte Walter Benjamins (UA Juni 2016 mit Ensemble Aventure und Philharmonisches Orchester Freiburg, musikalische Leitung: Daniel Carter)

Orchesterwerke ohne Solisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991 COMA I, UA: WDR Sinfonieorchester Köln, Gewandhaus, Leipzig 1992.
  • 2006/07 Goya I für Orchester unter Verwendung von Musiken Ludwig van Beethovens (UA 19. Oktober 2007 Eröffnungsstück der Donaueschinger Musiktage, SWR Sinfonieorchester, Dir. Rupert Huber)
  • 2009 „muCity. Gesichter einer Stadt“, Suite für Orchester (UA 2010 KlangZeitMünster, Sinfonieorchester Münster, Dir. Fabrizio Ventura)

Ensemble mit Stimmen und/oder Gebärdensolist(en)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987 … und alles schöne/Heiratsannoncen für Sopran, Alt, Tenor, Bass und Percussion
  • 1988 Vorspiel und Gesang
  • 1993 Wrong. SCHAUKELN – ESSEN – SAFT (aus: Irrenoffensive für eine Lautsprache und Gebärdensolistin, Instrumentalensemble und Live-Elektronik)
  • 1994 SELF-LIBERATOR (aus: Irrenoffensive) für zwei GebärdensolistInnen (Gebärden+voc), Solo-Trompete, Ensemble und Live-Elektronik
  • 1996 POLAROIDS für eine Gebärdensolistin, Countertenor, 12 Instrumente und Live-Elektronik (Gemeinschaftsarbeit mit Iris ter Schiphorst)
  • 1997 LIVE (aus: Androgyn) 18 Songs für Stimme solo, Ensemble und Live- Elektronik auf Texte von Anne Sexton (Gemeinschaftsarbeit mit Iris ter Schiphorst)
  • 1997 Silence Moves II für Stimme solo, Violine, Violoncello, E-Bass, präp. Keyboard/Sampler und Zuspielband (Gemeinschaftsarbeit mit Iris ter Schiphorst)
  • 1998 7IEBEN (aus: Der Spalt) für einen Sprecher, einen männlichen Sopran, drei Gebärdensolistinnen, Posaune, E-Gitarre und Live-Elektronik
  • 1998 MISCHWESEN für eine Gebärdensolistin und Ensemble (Gemeinschaftsarbeit mit Iris ter Schiphorst)
  • 1998 A.N. (evita-che guevara-madonna) (Gemeinschaftsarbeit mit Iris ter Schiphorst)
  • 1998 REQUIEM für drei Countertenöre, 12 Instrumente und Live-Elektronik (Gemeinschaftsarbeit mit Iris ter Schiphorst)
  • 2000 Der Ort ist nicht der Ort Musiktheatrale Aktion für drei Solisten, Ensemble und Live-Elektronik (Gemeinschaftsarbeit mit Iris ter Schiphorst)
  • 2001 rumgammeln + warten für Stimme, Gebärdensolistin, Ensemble und Live- Elektronik (Gemeinschaftsarbeit mit Iris ter Schiphorst)
  • 2002 Furcht und Begierde Drama in Musik für Gebärdensolistin, Sopran (auch Bassflöte), E-Gitarre, Ensemble und Live- Elektronik auf Texte von Ottavio Renuccini
  • 2002 ER.eine She (aus: 5ÜNF/ Haare-Opfer) halbszenische Musik nach der Zeichnung I’m so glad von Hagen Klennert für drei GebärdensolistInnen, Sopran (auch Bassflöte), Violoncello und Live-Elektronik
  • 2005 BENN halbszenische Musik nach zwei Gedichten von Gottfried Benn
  • 2007 surPOING für Kontrabass, Saxophon, Akkordeon, Szene, Film und Live-Elektronik
  • 2007 Puschkins Steinerner Gast für einen Sprecher und 15 Instrumentalisten auf Texte von Alexander Puschkin
  • 2008 „How fragile we are“ (UA Ultraschall Festival Berlin, Radialsystem, ensemble mosaik Berlin und Ensemble Nikel Tel Aviv, musikal. Ltg. Titus Engel)
  • 2008 MühsamsMusike für einen Sprecher und Instrumentalensemble

2009 How fragile we are für sechs Instrumentalisten/Vokalisten (UA Januar 2009 Ultraschall Festival Berlin mit Ensemble Nikel Tel Aviv und ensemble mosaik Berlin)

  • 2011 „IBSEN/Et vers (Tvertimod)“ für 15 sprechende InstrumentalisTinnen auf Texte von Henrik Ibsen und Helmut Oehring (UA 18. März 2012, Borealis FestivalBergen, BIT20 Ensemble)
  • 2013/14 GOYA III. Veía la mano, pero como alelado für 18 Streichinstrumente auf Beethovens op. 131, Uraufführung im September 2014 beim Beethovenfest Bonn mit dem Ensemble Resonanz
  • 2013 Vom Nachteil geboren zu sein für gemischten Chor auf Texte von Emil Cioran (6/6/6/6) (UA 2013 SWR Vokalensemble Stuttgart)
  • 2013 "Angelus novus. Studie auf ein Bild von Paul Klee" für Sopran und Alt (6/6) und Streichquartett (UA August 2013 Pannonhalma Festival Ungarn mit Klangforum Wien)
  • 2014 KALKwerk für Solo-Kontrabass+Stimme und Streichquintett auf Thomas Bernhards Roman „Das Kalkwerk“ (Auftragswerke des Festivals klangwerkstatt, UA 6. November 2014 Sophiensaele Berlin mit Matthias Bauer und dem ensemble mosaik)
  • 2014 „Angelus Novus I“. Ensemble-Studie für elf Instrumentalsolisten (auch vokal) auf eine Bilder-Serie von Paul Klee mit Texten von Walter Benjamin (UA Januar 2014 Collegium Novum Zürich, Tonhalle Zürich)
  • 2016 MARTEAU [buˈlɛz] Miniaturen für Altstimme und Instrumentalensemble auf 'Le marteau sains maitre' von Pierre Boulez (UA Juni 2017 Konzerthaus Wien, Ensemble PHACE)
  • 2016 "Angelus Novus III" Fassung für Septett auf Bilder von Paul Klee und Texte Walter Benjamins (UA Juni 2016 mit Ensemble Aventure)

Ensemble ohne Stimmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990 Nr. 1' (aus: Koma) für 15 Instrumente
  • 1990 Nr. 3 (aus: Koma) für 15 Instrumente
  • 1992 Nr. 2 (aus: Koma) – Rapid-Eye-Movement für 15 Instrumente
  • 1992 ASCHE für Oktett
  • 1995 Einfache Dinge/IRIS für 15 Instrumente, Zuspielband und CDs
  • 2000 ETIUS (Ensemble-Version Als ob: Suite) für Ensemble und Live-Elektronik
  • 2011 „The Lake“ für Septett auf ein Gedicht von Helmut Oehring (UA 14. Mai 2011 Music Gallery Toronto, Ensemble CONTACT)

Kammermusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987 Streichquartett No. 1
  • 1987 Trio I für Violine, Gitarre und Kontrabass
  • 1987 Trio II für Violine, Gitarre und Kontrabass
  • 1988 Do you wanna blow job für Saxophon-Quartett
  • 1989 wie immer …
  • 1988 Nr. 1 (aus: Koma) für zwei Gitarren
  • 1989 Nr. 3 (aus: Koma) für Septett
  • 1990 Nr. 2 (aus: Koma) – Rapid eye movement" für Klarinette, Kontrabass und Schlagzeug
  • 1991 gestauchte WINKEL für Bläserquintett
  • 1992 LOSHEIT für Kontrabass-Duo
  • 1992 Locked-In für gitrarre, Violine, Viola und Violoncello
  • 1992 ASCHE
  • 1993 (1994/1996/2001/2002/2003) CAYABYAB für div. Trio-Bestzungen
  • 1993 STRYCHNIN für Trompete, Posaune, Klavier, Viola und Kontrabass
  • 1994 LETHAL INJECTION für Englischhorn, Fagott, Viola und Zuspielband
  • 1994 SUCK THE BRAIN OUT OF THE HEAD für sechs Schlagzeuger und Zuspielband
  • 1994 LEUCHTER (aus: kurz im Müll gestochert) für Oboe, Violoncello und präpariertes Klavier (Zuspielband ad. lib.)
  • 1996 DIENEL (aus: kurz im Müll gestochert) für Fagott, Kontrabass und Cembalo (Zuspielband ad. lib.)
  • 1996 ZUENDEL (aus: kurz im Müll gestochert) für Flöte, Oboe, Horn, Violine, Violoncello und präpariertes Klavier (Zuspielband ad. lib.)
  • 1997 "Silence Moves II" für Stimme solo, Violine, Violoncello, E-Bass, präpariertes Keybporad/Sampler und Zuspielband (Gemeinschaftsarbeit mit Iris ter Schiphorst)
  • 1997 PRAE-SENZ (Ballet blanc II)" für Violine, Violoncello und präpariertes Klavier/Sampler-Keyboard (Gemeinschaftsarbeit mit Iris ter Schiphorst)
  • 1998 IM VORMONAT für Oktett (Gemeinschaftsarbeit mit Iris ter Schiphorst)
  • 1998 Plath, S for Akkordeon und Kontrabass
  • 1998/99 Marie B. (Seven Chambers) Streichquartett Nr. 2
  • 1999 STILLE.MACHT. (aus: Cruisen) für Saxophon-Quartett und CD
  • 2000 MICH.STILLE. (aus: Cruising/Opfer)" für vier Gitarren und CD
  • 2002 ICH.STILLE. (aus: Rehnebel/Opfer/Puderfinger) für Bassflöte, Gitarre und Schlagzeug
  • 2002 Sex/Looser (aus: GESCHENKE) für Schlagzeug Sextett und Zuspiel-CD
  • 2003 Gottfried W. – dem größten Torhüter aller Zeiten für Tuba und Bassklarinette
  • 2005 Bluemusic für Schlagzeugensemble und Zuspiel-CD
  • 2006 LOVE IN (Doppelquartett mit Henry) für Streichquartett und Saxophonquartett
  • 2007 SACKS music für Klaviertrio, Bassklarinette und Percussion ad. lib. (sowie Zuspiel-CD und Live-Elektronik)
  • 2007 Phoenix Musik für Bassflöte, Bassklarinette, Klavier, Violine, Viola und Violoncello
  • 2007 WINDESSER (aus: Ornament & Vorhalt) für div. Trios
  • 2009 FRAGILEWATER für E-Gitarre, Bassklarinette, Violoncello, Schlagzeug und Klavier
  • 2009 El fauno 1944 für Akkordeon, Gitarre und Kontrabass
  • 2010 Reflexe für Klaviertrio
  • 2010 Melencolia I für div. Duos
  • 2009 Papelera/Kolportage für vier Saxophone und vier Schlagzeuge
  • 2010 Stille.Wind für drei Posaunen und Tuba
  • 2010 Für Friedrich (In Erinnerung an) für E-Gitarre und Orgel
  • 2011 FATIGUE für Bassklarinette (oder Bassflöte) und Schlagzeug
  • 2013 Zwei Lieder für Flöte(n) und Trompete
  • 2013 SUNRISE. Song for 4 für Bariton, Trompete, Bassklarinette und Posaune
  • 2015 RAND/innen für Schlagzeug solo und Streichtrio
  • 2015 EDGEmusic II für sechs Stimmen
  • 2015 EDGEmusic I für Sopran, Tenor, Violone, Theorbe, Cembalo und Percussion
  • 2015 There’s something wrong Duett für Sopran und Tenor
  • 2015 Come not near für Klarinette/Stimme und Akkordeon/Stimme
  • 2015/16 Songs of Comfort and Despair (‚I hate!’) für Sopran, Altsaxophon, Klavier und Schlagzeug

Werke für Soloinstrument oder Solostimme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986 Visionen
  • 1991 gestopfte LEERE
  • 1993 FOXFIRE EINS
  • 1993 FOXFIRE ZWEI
  • 1993 FOXFIRE DREI
  • 1996 4REAL
  • 1996 SEXTON A.
  • 1997 PHILIPP
  • 2000 2WEI (aus: SCHANDE/Das Opfer)

Elektronische Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003 All hearing must die
  • 2003 Meineid

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mit anderen Augen. Vom Kind gehörloser Eltern zum Komponisten. btb Verlag, München 2011, ISBN 978-3-442-75296-6.

Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anmerkungen zur Musik von Helmut Oehring. In: Corinna Dahlgrün (Hrsg.): Neue Musik in der Kirche III. Ein Gott, der tötet? Dokumentation und Auswertung. Interdisziplinäre Tage für Neue Musik und Theologie, 20. – 23. Juni 2002. Lang, Frankfurt am Main [u. a.] 2003, ISBN 3-631-51128-0, S. 194–197.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sammelbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stefan Amzoll: Doku-Drama versus Kunst. Helmut Oehrings Kompositionswelt. In: Musik-Texte 89 (2001), S. 5–11.
  • Herbert Glossner: Das Porträt. Musik drängt zum Herzen. Der Komponist Helmut Oehring. In: Musik & Kirche 73 (2003) 3, S. 186–187.
  • Daniel Kötter: Das Singen im Dunkeln. Einige Bemerkungen zur Audiovisualität in den Werken Helmut Oehrings. In: Dissonanz 74 (2002), S. 14–21.
  • Ulrich Mosch: Stadtmusik aus Bild und Ton. (K)ein Remake. Thomas Schadts Film „Berlin. Sinfonie einer Großstadt“ (2001/02) mit Musik von Helmut Oehring und Iris ter Schiphorst. In: Dissonanz 94 (2006), S. 4–9.
  • Gisela Nauck: „Komponieren interessiert mich nicht so sehr…“ Zur Musik von Helmut Oehring. In: Neue Zeitschrift für Musik 159 (1998) 1, S. 38–41.
  • Gisela Nauck: Verborgene Geschichten. Zu den Grundlagen der Musik von Helmut Oehring. In: Positionen 32 (1998), S. 12–15.
  • Gisela Nauck: Gebärden und Bewegung als Sprache im Raum. Zum Musiktheater von Helmut Oehring. In: Positionen 72 (2007), S. 40–44.
  • Gisela Nauck: Fremdsein Liebe Scheitern Utopie. Menschenbilder in der Musik von Dieter Schnebel und Helmut Oehring. In: Positionen 80 (2009) 8, S. 15–17.
  • Carlos Maria Solare: Helmut Oehring in profile. In: Tempo 213 (2000), S. 2–4.

Gespräche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Metzger: Melodie in der Neuen Musik. Christoph Metzger und Ralf Hoyer im Gespräch mit Peter Ablinger, Erhard Grosskopf und Helmut Oehring. In: Musik im Dialog. Jahrbuch der Berliner Gesellschaft für Neue Musik. Pfau, Saarbrücken 1999, S. 42–48.
  • Jürgen Otten: Ich habe beim Komponieren immer ein schlechtes Gewissen. Vinko Globokar und Helmut Oehring im Gespräch. In: Neue Zeitschrift für Musik 169 (2008) 4, S. 38–41.
  • Gespräch mit Helmut Oehring. In: Karl-Heinz Blomann (Hrsg.): Hören – eine vernachlässigte Kunst? Wolke, Hofheim 1997, ISBN 3-923997-73-6, S. 145–157.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vorankündigung - www.helmutoehring.de. Abgerufen am 15. Juni 2016.
  2. Norbert Kühne, Marler Zeitung, 25. Januar 2012