Ermershausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ermershausen
Ermershausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ermershausen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 12′ N, 10° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Haßberge
Verwaltungs­gemeinschaft: Hofheim in Unterfranken
Höhe: 339 m ü. NHN
Fläche: 9,21 km2
Einwohner: 573 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96126
Vorwahl: 09532
Kfz-Kennzeichen: HAS, EBN, GEO, HOH
Gemeindeschlüssel: 09 6 74 223
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Obere Sennigstraße 4
97461 Hofheim i.UFr.
Webpräsenz: www.vghofheim.de
Bürgermeister: Günter Pfeiffer (Freie Wähler Ermershausen)
Lage der Gemeinde Ermershausen im Landkreis Haßberge
Ermershausen Maroldsweisach Pfarrweisach Untermerzbach Bundorf Ebern Rentweinsdorf Burgpreppach Aidhausen Riedbach Hofheim in Unterfranken Kirchlauter Breitbrunn (Unterfranken) Ebelsbach Stettfeld Eltmann Oberaurach Königsberg in Bayern Gädheim Haßfurt Zeil am Main Sand am Main Theres Wonfurt Rauhenebrach Knetzgau Thüringen Thüringen Landkreis Coburg Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Bad Kissingen Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Ermershausen im Landkreis Haßberge ist die kleinste Gemeinde Unterfrankens und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim in Unterfranken.

Ermershausen von Südwesten

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Naturpark Haßberge. Der Ort grenzt unmittelbar an den Freistaat Thüringen (Schweickershausen im Landkreis Hildburghausen).

Durch Ermershausen fließt der etwa acht Kilometer lange Bach Ermetz. Dieser entspringt in der Au nördlich des Dorfes im Grenzgebiet zu Thüringen und mündet bei Sulzbach in die Baunach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Schweickershausen, Maroldsweisach und Sulzdorf an der Lederhecke. Durch Ermershausen verläuft die Bundesstraße 279 als Hauptstraße.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei Ortsteile sind[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ermershausen wurde erstmals urkundlich im Jahr 1049 als Ermannshuson in Helidungero marca, d. h. in der Hellinger Markung, erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort mehrmals verwüstet. Die Herren von Hutten waren von 1475 bis zu ihrem Aussterben 1783 in Birkenfeld ansässig, in deren Besitz befanden sich sowohl Ermershausen als auch Birkenfeld. 1814 fiel Ermershausen an Bayern. 1818 entstand die politische Gemeinde Ermershausen. Im Jahr 1830 entstand in Ermershausen ein jüdischer Friedhof.

Kampf um die Selbständigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort erreichte im Jahr 1978 einige Bekanntheit. Die Einwohner widersetzten sich vehement der Eingliederung in die Gemeinde Maroldsweisach durch die Gemeindegebietsreform. Dies gipfelte in der Besetzung des Rathauses und der Errichtung von Barrikaden durch Bürger von Ermershausen mit dem Zweck, die Verlegung der Gemeindeverwaltung nach Maroldsweisach zu verhindern. Das Dorf wurde schließlich von mehreren Hundertschaften der Bereitschaftspolizei gestürmt und das Rathaus geräumt.[3] Die Eingemeindung wurde am 1. Mai 1978 vollzogen.[4] Seit dem 1. Januar 1994 ist Ermershausen jedoch wieder selbständig[5] und damit eine der kleinsten selbständigen Gemeinden in Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1973 wurden der Markt Birkenfeld und die Gemeinde Dippach eingegliedert. Beide Ortsteile wurden am 1. Mai 1978 anlässlich der Eingemeindung von Ermershausen nach Maroldsweisach umgegliedert.[4] Als Ermershausen am 1. Januar 1994 wieder selbständig wurde, verblieben Birkenfeld und Dippach bei Maroldsweisach.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Ermershausen hat 9 Mitglieder einschließlich des nebenamtlichen Bürgermeisters.

Freie Wähler Ermershäuser Bürgerliste Gesamt
2014 5 4 9 Sitze
2008 3 6 9 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Günter Pfeiffer (Freie Wähler). Er wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Werner Döhler (Ermershäuser Bürgerliste) und gewann gegen Theo Vey (Ermershäuser Bürgerliste) mit etwa 69 % der Stimmen.

Evangelische Kirche von 1744/45

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111024/195657&attr=OBJ&val=46313
  3. Martin Reischke: Das Rebellendorf Ermershausen. In: Deutschlandradio Kultur. 2. Januar 2009, abgerufen am 28. Oktober 2012.
  4. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 758 und 760.
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1994

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ermershausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien