Oberaurach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberaurach
Oberaurach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberaurach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 56′ N, 10° 39′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Haßberge
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 45,14 km2
Einwohner: 3954 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97514
Vorwahlen: 09529, 09522, 09549
Kfz-Kennzeichen: HAS, EBN, GEO, HOH
Gemeindeschlüssel: 09 6 74 159
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstr. 25
97514 Oberaurach
Website: www.oberaurach.de
Erster Bürgermeister: Thomas Sechser (CSU)
Lage der Gemeinde Oberaurach im Landkreis Haßberge
ErmershausenMaroldsweisachPfarrweisachUntermerzbachBundorfEbernRentweinsdorfBurgpreppachAidhausenRiedbachHofheim in UnterfrankenKirchlauterBreitbrunn (Unterfranken)EbelsbachStettfeldEltmannOberaurachKönigsberg in BayernGädheimHaßfurtZeil am MainSand am MainTheresWonfurtRauhenebrachKnetzgauThüringenThüringenLandkreis CoburgLandkreis LichtenfelsBambergLandkreis BambergLandkreis BambergLandkreis Rhön-GrabfeldLandkreis Bad KissingenLandkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Oberaurach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Haßberge. Ein Ort namens Oberaurach existiert nicht, die Gemeindeverwaltung befindet sich in Tretzendorf.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Naturpark Steigerwald. Westlich des Ortsteils Neuschleichach entspringt die Aurach. In der Gemeinde liegt mit dem Naturwald Knetzberge-Böhlgrund eines der größten Waldschutzgebiete Bayerns.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt acht Gemeindeteile (in Klammern Einwohnerzahl von 2018):[2][3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde
Knetzgau
Gemeinde
Sand am Main
Stadt
Eltmann
Nachbargemeinden Gemeinde
Priesendorf
Gemeinde
Rauhenebrach
Gemeinde
Schönbrunn im Steigerwald

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Gemeindeteile wurden bereits in den Jahren 741 und 753 erstmals urkundlich erwähnt. Der ursprünglich zum Fürstbistum Würzburg gehörende Ort kam kurz zum Großherzogtum Würzburg des Erzherzogs Ferdinand von Toskana, bevor er mit den Verträgen von Paris 1814 zu Bayern kam. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern entstand am 1. Mai 1978 die heutige politische Gemeinde, wobei der Gemeindename Oberaurach als Kunstwort für die Gemeinden am oberen Lauf der Aurach eingeführt wurde. Die Gemeinde besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Dankenfeld, Fatschenbrunn, Kirchaich, Neuschleichach, Oberschleichach, Tretzendorf, Trossenfurt und Unterschleichach.[4]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchlich gehören die Ortsteile Kirchaich und Dankenfeld zum Erzbistum Bamberg, die Ortsteile Trossenfurt/Tretzendorf, Ober-, Unter- und Neuschleichach, Fatschenbrunn und Hummelmarter zum Bistum Würzburg.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung [3] [5]
Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Einwohner 2554 2780 2994 3067 3075 3692 3335 3589 3901 4282 4285 4032 4024 4029 4045 3971 4016 3988 3987

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Barockschloss Tretzendorf, in dem heute das Rathaus der Gemeinde Oberaurach untergebracht ist

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit 2008 Thomas Sechser (CSU).[6] Dieser setzte sich 2014 mit 53,76 % der Stimmen gegen Sabine Weinbeer (Freie Wähler) und Thomas Karg (SPD) durch, gegen die er schon 2008 antrat und mit 55,37 % der Stimmen gewann. Am 15. März 2020 wurde Sechser mit 78,5 % der Stimmen für weitere sechs Jahre gewählt. Sein Vorgänger war Siegmund Kerker (CSU).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahljahr CSU Grüne Freie Wählergemeinschaft Oberaurach Junge Bürger Oberaurach Gesamt
2020[7] 5 (33,77 %) 3 (16,54 %) 4 (25,94 %) 4 (23,75 %) 16
Wahljahr CSU SPD Freie Wählergemeinschaft Oberaurach Junge Bürger (CSU-nah) Gesamt
2014 6 3 4 3 16
2008 7 3 3 3 16
2002 6 4 3 3 16

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Oberaurach
Blasonierung: „Über schwarzem Wellenschildfuß, darin ein silberner Fisch, in Silber zwischen zwei schräg gestellten roten Buchenblättern eine gestürzte, gekürzte eingeschweifte schwarze Spitze, darin ein goldener Einhornrumpf.“[8]

Das Einhorn ist das geminderte Wappen des einstigen Ritterkantons Steigerwald und weist zusammen mit den Buchenblättern auf die geografische Lage des Gemeindegebiets im nördlichen Steigerwald hin. Der Wellenschildfuß stellt die Aurach da, während der Fisch auf die Fischzucht im Aurachgrund hinweist. Die Farben Silber und Schwarz sind dem Wappen der Marschalken von Ostheim entnommen, die 1663/64 in den Besitz des Schlossgutes von Dankenfeld kamen. Die Farben Schwarz und Gold sowie Silber und Rot sind die Farben der Hochstifte Bamberg und Würzburg, die beide die Landesherrschaft im Gemeindegebiet innehatten.[9]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegkapelle bei Unterschleichach Fatschenbrunner Berg
Kriegerdenkmal in Unterschleichach

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberaurach liegt nahe der Autobahn A 70 (Anschlussstelle 11 Knetzgau) sowie direkt an der Steigerwald-Höhenstraße.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Armin-Knab-Haus in Neuschleichach
  • Armin Knab (1881–1951), deutscher Komponist, Musiker und Jurist, geboren in Oberaurach OT Neuschleichach.
  • Die Dorfrocker, Musiker-Trio

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Oberaurach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Oberaurach – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Oberaurach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. a b Zahlen und Daten. Gemeinde Oberaurach, abgerufen am 1. März 2021.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 760.
  5. Statistik kommunal 2019 Gemeinde Oberaurach. Bayerisches Landesamt für Statistik, März 2020, abgerufen am 1. März 2021.
  6. Bürgermeister. Gemeinde Oberaurach, abgerufen am 29. September 2020.
  7. Ergebnis Gemeinderatswahl 2020, abgerufen am 25. Juni 2020
  8. Eintrag zum Wappen von Oberaurach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  9. https://www.hdbg.eu/gemeinden/web/index.php/detail?rschl=9674159