Huéscar

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Gemeinde Huéscar
Vista de Huéscar (Granada).png
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Huéscar
Huéscar (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: AndalusienAndalusien Andalusien
Provinz: Granada
Comarca: Huéscar
Koordinaten 37° 48′ N, 2° 33′ WKoordinaten: 37° 48′ N, 2° 33′ W
Fläche: 473,46 km²
Einwohner: 7.367 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 15,56 Einw./km²
Postleitzahl: 18830
Gemeindenummer (INE): 18098 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Lage der Gemeinde
LocationHuéscar (municipality).png

Huéscar ist eine spanische Stadt und Gemeinde der Provinz Granada in Andalusien und ist die Hauptstadt der von dem Gebirge „La Sagra“ gekennzeichneten Region „Comarca de Huéscar“.

Die Gemeinde Huéscar hat 7367 Einwohner (Stand 2018) deren Wirtschaft hauptsächlich auf Landwirtschaft, Viehzucht und allgemeinen Dienstleistungen basiert[2]. Die Stadtmitte ist durch ein arabisch geprägtes mittelalterliches Stadtteil und ein von der Stiftskirche „Colegiata de Santa Maria“ beherrschtes edel kastilisches Zentrum gekennzeichnet.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Huéscar liegt in einer Hochebene nordöstlich der Provinz Granada zwischen den Gebirgen „Perico Ruiz“ und „La Encantada“. Nördlich von Huéscar liegt das Gebirge „La Sagra“, dessen Spitze aus fast jedem Ort der gleichnamigen Hochebene zu sehen ist. Westlich und nordwestlich der Gemeinde befinden sich die Naturparks von „Sierra de Castril“ und von „Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Huéscar wurde 1324 vom König Ismail I als Verteidigungsenklave gegründet und bildete eine der nördlichen Grenzen des Königreichs Granadas mit dem Königreich Kastiliens. Die Stadt wurde nach der von den katholischen Königen geführten Wiedereroberung für die Kirche und für die Könige Spaniens von besonderer Bedeutung. Huéscar wurde dadurch Teil des Herzogtums von Alba und bis 1953 der Erzdiözese von Toledo. Aus dieser Epoche stammen die Stiftskirche „Colegiata de Santa María“, die Kirche von Santiago, mehrere Klöster und elegante Herrenhäuser[3].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stiftskirche Santa María La Mayor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stiftskirche Santa María (Huéscar)

Die Renaissance-Stiftskirche "Colegiata de Santa María La Mayor" ist das eindrucksvollste Monument der Stadt. Die Kirche wurde wie eine authentische Kathedrale konzipiert, was ihre großen Dimensionen erklärt.

Santiagoskirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche von Santiago (Iglesia de Santiago) wurde auf der alten Moschee der ursprünglichen arabischen Stadt errichtet und erhält einige Mudéjar-Säulen.

Teatro Oscense[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teatro Oscense

Das Theater "Oscense" (Teatro Oscense) wurde in der alten Kirche des Klosters von Santo Domingo gebaut und ist durch die Mudéjar-Kassettendecken des Hauptsaals gekennzeichnet.

Torre del Homenaje[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Turm "Torre del Homenaje" ist ein Turm aus der arabischen Zeit, für dessen Bau Grabsteine aus alten römischen Friedhöfen verwendet wurden. Die Gravuren auf diesen Grabsteinen sind an der Fassade des Turms zu sehen.

Casa de los Penalva[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Haus "La Casa de los Penalva" bildet einen kleinen Palast im Zentrum der Stadt. Es ist ein Beispiel des Modernismus in Andalusien, der dem reinsten und raffiniertesten katalanischen Stil gewidmet ist. Der Einfluss von Gaudí ist deutlich bei der Dekoration an der Fassade zu sehen[3].

Museum José de Huéscar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum „José de Huéscar“ befindet sich im Gebäude "el Pósito" im Herzen der alten arabischen Stadt. Dort werden zahlreiche Werke des gleichnamigen Comiczeichners ausgestellt, der unter anderem die Abenteuer von "Rintintin und Rusty" illustrierte.

Stadtpark "Rodríguez Penalva"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtpark "Rodríguez Penalva" ist ein echter Wald inmitten der modernen Stadt. Es gibt zahlreiche Labyrinthe von Hecken und einheimischen Bäumen, die zu kleinen Gebäuden wie dem bekannten Taubenschlag "el Palomar" führen.

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wasserquelle und Naturwasserfreibad von Fuencaliente.
  • Gebirge „La Sagra“ und „Sierra Seca“.
  • Stausee „San Clemente“.
  • Weg zur Wallfahrtskirche „Las Santas“.

Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • San Antón (17 Januar).
  • Fest und Wallfahrt zu „Las Santas“ (An Pfingsten).
  • Fronleichnam. Umzug mit der berühmten als Turm gebildeten Monstranz „la Torrecilla“.
  • Feria (Stadtfest) (22 Oktober).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstadt von Huéscar ist die dänische Stadt Kolding.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Huéscar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. El cordero segureño celebra su gran cita anual con el respaldo de su calidad de origen. Ideal. Abgerufen am 3. September 2017.
  3. a b Huéscar. Turismo rural en Huéscar y su comarca. La Sagra, Sierra Seca y Castril. Lugares y monumentos para visitar. Abgerufen am 20. Oktober 2019.